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1200年代初頭のドイツ宮廷文学における愛の原動力 ―ミンネ(愛)の物質性と精神性をめぐって--

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(1)

1200年代初頭のドイツ宮廷文学における愛の原動力

―ミンネ(愛)の物質性と精神性をめぐって--著者

渡邊 徳明

雑誌名

東北ドイツ文学研究

57

ページ

1-21

発行年

2016-10-15

URL

http://hdl.handle.net/10097/00127139

(2)

1200

1. 1210 1) Tristan 10233-10536 2) 12 1200

1) Gottfried von Straßburg: Tristan,

Band 1-3, nach dem Text von Friedrich Ranke neu herausgegeben, ins Neuhochdeutsche übersetzt, mit einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Stuttgart 1980 (Reclam).

2) Das Nibelungenlied. Nach dem

Text von Karl Bartsch und Helmut de Boor ins Neuhochdeutsche übersetzt und kommentiert von Siegfried Grosse, Stuttgart 1997 (Reclam).

(3)

Das Nibelungenlied Str. 2373

3)

4)

12 13

3) Vgl.Otfrid Ehrismann: Das Nibelungenlied, München 2005, S. 78.

4) a.a.O., S. 69. vgl. Ursula Schulze: Das

(4)
(5)

2. 5) 6) 12 7) 5) 1959 6) 1952 7)

(6)

12

8)

12

(7)

9) 12 12 10) 11) 12 12) 13)

9) Vgl. Wolfgang Metternich: Teufel, Geister und Dämonen – Das Unheimliche in der Kunst des Mittelalters, Darmstadt 2011, S. 96ff.

10) Pfaffe Lambrecht: Alexanderroman,

herausgegeben, übersetzt und kommentiert von Elisabeth Lienert, Stuttgart 2007 (Reclam).

11) Herzog Ernst, herausgegeben, übersetzt, mit

Anmerkungen und einem Nachwort versehen von Bernhard Sowinski, Stuttgart 1994 (Reclam).

12) Hartmann von Aue: Gregorius, Der arme

Heinrich, Iwein, herausgegeben und übersetzt von Volker Mertens, Frankfurt am Main, 2008.

13) Friedrich Maurer: Leid, dritte Auflage, Bern 1964 (erste

(8)

vâlandinne, Nl. 1748,4 2371,4 13 14) 15) 12 14) A

Elisabeth Lienert, Sonja Kerth, Svenja Nierentz (Hrsg.): Rosengarten, Teilband I, Einleitung, Rosengarten A, Texte und Studien zur mittelhochdeutschen Heldenepen, Göppingen 2015.

15) Vgl. Helmut de Boor: Die literarische Stellung des Gedichtes vom Rosengarten in Worms. In: H. de Boor: Kleine Schriften II, Berlin 1969, S. 229-245.

(9)

3. 16) 17) 1180 18) 19) doppelter Kursus

16) Heinrich von Veldeke: Eneasroman,

Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch, nach dem Text von Ludwig Ettmüller ins Neuhochdeutsche übersetzt, mit einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Dieter Kartschoke, Stuttgart 1986.

17)

1976

18) Hartmann von Aue: Erec, Mittelhochdeutscher Text

und Übersetzung von Thomas Cramer, Frankfurt am Main 1995. 19) Vgl. Volker Mertens: Der deutsche Artusroman, Stuttgart 1998., S. 11f.

(10)

1180 20) 21) 1210 19 list

20) Hartmann von Aue: Iwein, Übersetzungen und

Anmerkungen von Thomas Cramer, Berlin 1981.

21) Wolfram von Eschenbach: Parzival, hrsg.

von Karl Lachmann, Übersetzung von Peter Knecht, Einführung zum Text von Bernd Schirok, 1998 Berlin/New York.

(11)

4. 22) 23) Klein Nr. 5 24)

22 ) Vgl. Dorothea Klein (Hrsg.): Minnesang ‒ Mittelhochdeutsche Liebeslieder, eine Auswahl, herausgegeben, übersetzt und kommentiert von Dorothea Klein, Stuttgart 2010, S. 11f.

23) a.a.O., S. 40ff.

(12)

Tagelied

25)

25) Vgl. Haruhisa Kozu ( ): Gottfrieds Minne-Auffassung – Eine vergleichende Untersuchung seines

Wortpaares „liep und leit“ mit Thomas und Reinmar – , 49, 1972 S.

(13)

5. 5-1. Askese Keuschheit Enthaltsamkeit 26) 27) 1200 28) 26) Vgl. Metternich, 2011, S. 94. 27) a.a.O., S. 94. 28) 2009 168 3 1204

(14)

1200 Das Nibelungenlied 132,3-133,4 1200 29) Das Nibelungenlied Str. 420 29) Vgl. Klein, 2010, S. 478ff.

(15)
(16)

Minne, sîn erbevogetîn, 11765

30)

sô ergât des tiuvels wille, Gr. 386 dâ ergie des tiuvels wille an, Gr. 2246

30)

Ernst Vgl. Ulrich Ernst, 1976, S. 43.

(17)

6. Tristan 60-63, 108-118 31) Tristanliebe 31) Vgl. Maurer, 1964, S. 205ff.

(18)

32)

12

33)

leit, smerze, triure, jâmer

34)

12

32) Vgl. Helmut de Boor: Geschichte der deutschen Literatur 2, München 1953. S. 132. Ulrich Ernst, 1976, S. 67.

33) Vgl. Mertens Fleury, Katharina: Klagen unter dem Kreuz. Die Vermittlung von compassio in der Tradition des ‚Bernhardstraktats‘. In: Schmerz in der Literatur des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Hrsg. von Hans-Jochen Schiever, Stefan Seeber, Markus Stock. Göttingen 2010, S. 143f.

34) Vgl. Manuel Braun / Cornelia Herberichs: Gewalt im Mittelalter. Überlegungen zu ihrer Erforschung. In: Gewalt im Mittelalter. Realitäten – Imaginationen. Hrsg. von Manuel Braun und Cornelia Herberichs. München 2005, S. 7ff.

(19)

35)

36)

Tristan 17916-17917

35) Klaus Ridder: Kampfzorn. Affektivität und Gewalt in mittelalterlicher Epik. In: Eine Epoche im Umbruch, Volkssprachliche Literalität 1200-1300, Cambridger Symposium 2001. Hrsg. von C. Bertelsmeier-Kierst und C. Young, Tübingen 2003, S. 227f.

36 ) Vgl. Stefan Seebach / Markus Stock: Schmerz in mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Literatur: Bemerkungen zu einem schwierigen Feld. In: Schmerz in der Literatur des Mittelalters und der frühen Neuzeit, Göttingen 2010, S. 12f.

(20)

Über die Triebkraft der Minne

in den mittelhochdeutschen höfischen Epen

― Die Materialität und Innerlichkeit der Minne ―

Noriaki Watanabe

Das Ziel der vorliegenden Arbeit besteht darin, einen Überblick über die Phänomene der Verinnerlichung der Minne (Liebe), die in der Gattung der mittelhochdeutschen höfischen Epen deutlich zu erkennen sind, zu schaffen. Um 1200 wurde im Minnediskurs eine verinnerlichte Liebe, die weder von der körperlichen Begierde noch vom realen, finanziellen Interesse beeinflusst wird, in den Vordergrund gestellt.

In der vorliegenden Arbeit werden als Gegenbegriffe zunächst die folgenden zwei Formen von Liebesbeziehungen angeführt;

eine Liebesbeziehung für einen bloß materiellen oder finanziellen Zweck. (Vernunft, Materialität)

für eine körperliche Liebe. (Affekt, Materialität)

Neben der reflektierten, vernünftigen Liebe, die mit den kirchlichen Prinzipien vereinbar war, vergrößerte sich auch immer mehr der Einfluss der affektiven Liebe, die sowohl durch den Kreuzzug als auch die Rezeption der antiken literarischen sowie philosophischen Gedanken gefördert wurde. In den epischen Meisterwerken, die während des kulturellen Aufschwungs der Staufer-Zeit geschaffen wurden, wurde oft der polarisierte Zwiespalt dieser beiden Erscheinungsweisen der Liebe thematisiert, die stets in einem prekären Verhältnis zueinander standen.

Gleich wie diese Zweiteilung (Affekt und Vernunft) innerhalb der materiellen Liebe gelagert ist, könnte man darüber hinaus auch noch die innere Liebe folgendermaßen unterteilen in

(21)

eine metaphysische Liebe (Vernunft, Innerlichkeit) eine gefühlsmäßige Liebe (Affekt, Innerlichkeit)

Bezüglich der oben angeführten vier Formen von Liebe habe ich in der vorliegenden Arbeit vor allem auf ② und ④ fokussiert, also auf solche, die von den affektiven Elementen des menschlichen Wesens verursacht und ermöglicht werden. Jene leidenschaftliche Minne, die etwa in Tristan und im Minnesang auszumachen ist, lässt sich schwer von diesen affektiven Elementen trennen, die manchmal, insbesondere wenn man sie negativ bewertet, als „teuflische“ Verführungen verstanden werden. Eine derartige verführerische Liebe, die hauptsächlich vom Affekt verursacht wird, widerspricht der christlichen Lehre, die die irdischen, materiellen Werte gegenüber den religiösen und spirituellen abzuwerten versuchte. Was hier selbstredend mitzubedenken ist, ist der Unterschied zwischen den Konzepten der Liebe im Mittelalter und jenen in der modernen Zeit. Liebende vermuteten im Mittelalter etwa häufig, durch die Macht eines übermenschlichen Wesens manipuliert zu sein, was sie jedoch moralisch bis zu einem gewissen Grad auch entlasten konnte, insofern sie auf diese Weise die Verantwortung für Ihre Entscheidung von sich schieben konnten.

Um die Probleme der körperlichen Liebe anschaulicher zu machen, erwähnt der vorliegende Aufsatz die Beispiele der verführerischen, „teuflischen“ Kreaturen in den so genannten Spielmannsepen. In diesem Zusammenhang wird auch Gregorius Hartmann von Aue kommentiert, das vom Inzest über zwei Generationen handelt. In den Darstellungen zu Kriemhild im Rosengarten zu Worms, die als Parodiestück zum Nibelungenlied gesehen werden können, ist auch ein prägnantes Beispiel einer derartigen „teuflischen“ Verführerin zu finden.

Dabei sollte man nicht übersehen, dass in den mittelhochdeutschen höfischen Epen die Grenze zwischen dem Geistig-Seelischen und dem Körperlichen eines Menschen manchmal nur schwer zu ziehen ist.

In Bezug auf die Liebesbeziehung aus sozialen, finanziellen Gründen ( ) handelt es sich vor allem um die Ehe als Institution, auf die in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts aufgrund der kirchlichen Gesetzgebung mehr Gewicht gelegt wurde. Das Problem der Ehe wird nicht nur im Tristan, bei dem es sich um den „Ehebruch“ von Tristan und Isolde handelt, sondern auch im Nibelungenlied zum Streitpunkt. Im Tristan ist besonders vom

(22)

Konflikt zwischen der Ehe und der außerehelichen Liebesbeziehung die Rede. Im

Nibelungenlied wird eher die Konkurrenz zwischen dem Ehepaar und der

Blutsverwandtschaft der Sippe in den Vordergrund gerückt.

Im Bereich der mittelhochdeutschen Literatur, deren Blütezeit von den 1180er Jahren bis ins erste Jahrzehnt des 12. Jahrhunderts dauerte, wurde die Minne als der höchste Wert geschätzt und deren autonome Welt in den Gedichten wie z.B. im Minnesang oder im

Tristan idealisiert dargestellt. Aber eine derartig positive Einstellung zur Minne galt in der

realen Gesellschaft keineswegs immer unwidersprochen. Viel mehr war auch eine Art Skepsis gegenüber der zugespitzten Minneverehrung verbreitet. Diese Tendenz fällt besonders im Nibelungenlied auf, das auf einer altgermanischen Heldensage basiert und schon vom Anfang an wegen seines spezifischen, nüchternen Erzählstoffes der Tendenz der westeuropäischen Minneverehrung widerspricht. In diesen beiden „Romanen“ müssen die Liebenden diese Feindseligkeit gegenüber der „menschlichen“ sowie „sexuellen“ Minne bekämpfen. In diesem Konflikt entstehen die Leiden, die die Hauptfiguren immer mehr dazu treiben, trotz oder wegen der Hindernisse ihre Minne durchzuführen, was in einem extremen Fall wie Tristan sogar zu einem Märtyrertum der Minne übersteigert wird.

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