• 検索結果がありません。

カント実践哲学における誠実な無神論者の問題

N/A
N/A
Protected

Academic year: 2021

シェア "カント実践哲学における誠実な無神論者の問題"

Copied!
5
0
0

読み込み中.... (全文を見る)

全文

(1)

EskannimAllgemeinennaheliegen,dassKant inderGrundlegungzurMetaphysikderSittenund derKritikderpraktischenVernunftdenGrundsatz derSittlichkeitentdeckte und begrundete.Der Grundsatz der praktischen Vernunft lautet: ,,Handle so,da・ die Maxime deines Willens jederzeitzugleich alsPrinzip einerallgemeinen Gesetzgebunggeltenkonne.・(KpV,V30)1Unddie

Achtung furdiesesmoralischeGesetz bedeutet dabeidieUnterwerfungmeinesWillensunterdas Gesetz,dessen Urheberich,alsderHandelnde,

selbstbin.DeshalbwirddermoralischeGrundsatz auchderGrundsatzder,,Autonomie・genannt.

DieIdeederSelbstbestimmungdesWillens warderphilosophischen Tradition ganzfremd. Warum kannmichsolcheinmoralischesGesetz verpflichten?Wiekann ich daran ein Interesse nehmen? Die Frage nach dem Grund dieser VerbindlichkeitwarohneZweifeleinesdergro・ten Probleme fur Kant. Eine von ihm in der GrundlegungzurMetaphysikderSittengegebene AntwortwarnichtnurdieUnbegreiflichkeitder

カント実践哲学における誠実な無神論者の問題

福田 喜一郎(教育学科・教授)

Istdert

ugendhaft

eAt

hei

sti

nnerhal

bderKant

i

schen

prakt

i

schenPhi

l

osophi

em

ogl

i

ch?

Ki

i

chi

roFukuda

Abstract

ZuunsererUberraschungbehauptetKant,dassdasBestrebendesAtheisten,seinesittlichrechtschaffe Eigenschaftzubewahren,begrenztsei.AberdieseBehauptungvondermoralischenBegrenzungdesAtheisten stehtbeileibenichtim Widerspruchzum GrundsatzderWillensautonomiebeiKant.Erfuhrtdabeiseine UnterscheidungdesmoralischenActusvom religiosenHabitusinsFeld,um solchenmoralischenNihilismus zu vermeiden.Erversuchtzugleich weiterhin,deramoralischen WeltalsNatureineneuepraktische Bedeutungbeizulegen,was,,dashochsteGut・oderdasDaseinGottesbetrifft.Esistm.E.diereflektierende Urteilskraft,diedieseBedeutungentdecktunddasVertrauenzudieserWeltgewinnt.Indiesem Sinnekann KantalsdereigentlicheVerfechterderIdeedesGnadenreichsvonLeibnitzbezeichnetwerden.

Keywords:Atheismus,Willensautonomie,Gnadenreich キーワード:無神論・意志の自律・恩寵の国

(2)

unbedingten praktischen Notwendigkeit des moralischen Imperatives, sondern auch die Begreiflichkeit seiner Unbegreiflichkeit. Das moralischeGesetzistweiterinderKritikderreinen Vernunftals,,Faktum derpraktischenVernunft・ dargestellt.DieStrukturderSelbstbestimmunghat seineRealitatallerdingsnurinpraktischerAbsicht, und wirmussten dieMoralitatselbstverlieren, wennwirdieseStrukturverneinenwurden,diewir inderSinnenweltverwirklichenmussen.

Ich bin der Auffassung, dass Kants Moralphilosophie im engeren Sinne mit der GrundlegungzurMetaphysikderSitten(1786)und derAnalytikderKritikderpraktischenVernunft vollendet sein kann. Die Tugendlehre als Metaphysik der Sitten (1797) gehort zwar selbstverstandlich zu seiner praktischen Philosophie.AberseineLehrederMoralentwicklt sichweiterzurDialektikderpraktischenVernunft uberhaupt,namlich zurLehrederunbedingten

Totalitat des Gegenstandes der praktischen Vernunft.DabeikanndieGluckseligkeitbeider BestimmungdesEndzwecksdesMenschennicht unberucksichtigtbleiben,weildieBeforderungdes hochsten Guts und der darin enthaltenen Gluckseligkeitein a priorinotwendigesObjekt unseresWillensist.AberdasObjektdesWillens durfen wir nur nicht zugleich als dessen Bestimmungsgrundansehen.Tatenwirdies,dann konnteunsmehrunsereeigeneGluckseligkeitals dasmoralischeGesetzinteressieren.,,Mithinmag dashochteGutimmerderganzeGegenstandeiner reinen praktischen Vernunft,d.i.einesreinen Willenssein,soistesdarum dochnichtfurden Bestimmungsgrunddesselbenzuhalten.・(KpV,V 120)

Alldiesistwohlbekanntund bedarfkaum mehralsderErinnerung.Woraufich eingehen mochte,istdieMoglichkeitdervonKantstreng bestimmtenSittlichkeitohneAnnahmederIdeedes hochstenGutsoderdasDaseinGottes.Erstelltuns

inderKritikderUrteilskrafteinscheinbarseltsames Beispielvor,wasdieSittlichkeitundGluckseligkeit betrifft.,,Wirkonnenalsoeinenrechtschaffenen Mann(wieetwadenSpinoza)annehmen,dersich festuberredethalt:esseikeinGott,und(weilesin AnsehungdesObjektsderMoralitataufeinerlei Folgehinauslauft)auchkeinkunftigesLeben;wie wird er seine eigene innere Zweckbestimmung durch dasmoralische Gesetz,welchesertatig verehrt,beurteilen?Erverlangtvon Befolgung desselbenfursichkeinenVorteil,wederindieser nochineinerandernWelt;uneigennutzigwiller vielmehrnurdasGutestiften,wozujenesheilige GesetzallenseinenKraftendieRichtunggibt.・ (KU,V452)

KantsKommentar zu dem Beispieldieses Manneslautet:,,seinBestrebenistbegrenzt.・(ebd.) AufdenerstenBlickwurdedieseAnsichtallerdings uberraschen. Das moralische Gesetz muss eigentlichohnedasDaseinGottesoderdasewige Lebenverbindlichsein.WenngleichderMannauf beideshoffendarf,mussseinBestrebenimHinsicht derKantischenEthiknichtdurchdieseHoffnug bedingtsein.

EineReflexionzurMetaphysikzeigtunsdoch auchseinefastgleicheAnsichtuberdasmoralische Bestreben.,,WennichdasDaseynGottesleugne,so mussichmichentwederwieeinenNarrenansehen, wennicheinEhrlicherMannseynwill(oderbin), oderwieeinenBoesewicht,wennicheinkluger Mannseynwill.EsgiebtBeweiseperdeductionem contrariiadabsurditatem oderturpidinem.(……) WennmanGottleugnet,soistdertugendhafteein NarrundderKlugeManneinSchelm.Klugheit und Sittlichkeit konen im practischen nur verbundenwerden,wennichdasDaseynGottes annehme.・(Reflexionen zurMetaphysik = 1797, XVII484-5)NachdieserAuffassungmussteder AtheistgewisseinNarroderBosewichtsein.

DieAnnahmedesrechtschaffenen(tugendhaften) Atheistenwirdnunim 87.ParagrafeninderKritik

(3)

derUrteilskraftvorgestellt.DerTiteldesParagrafen lautet:VON DEM MORALISCHEN BEWEISE DES DASEINS GOTTES. Das von der MoglichkeitdestugendhaftenAtheistenbehandelte GebietistnamlichdasGebietdesGlaubens.Was dieHandlungdesMenschenbetrifft,unterscheidet KantdenGlaubenals,,Habitus・vonderHandlung als,,Aktus・,sodassseineLehrevomGlaubennicht strukturellseinerSittenlehreentgegenstehenkann. Wirkonnenzwarnichtsosichersein,obdiese UnterscheidungdenscheinbarenWiderspruchder Autonomie der Sittenlehre gegenuber der Glaubensfragerettenkann.Indem Kantaberbei jenerUnterscheidungbleibt,istertatsachlichder Auffassung,dassdie moralische Annahme des DaseinGotteszum menschlichenStrebennachder RealisierungdesEndzweckunentbehrlichist.

,,Glaube(alsHabitus,nichtalsActus)istdie moralische Denkungsart der Vernunft im Furwahrhaltendesjenigen,wasfurdastheoretische Erkenntnis unzuganglich ist.Er ist also der beharrlicheGrundsatzdesGemuts,das,waszur MoglichkeitdeshochstenmoralischenEndzwecks alsBedingungvorauszusetzennotwendigist,wegen der Verbindlichkeit zu demselben als wahr anzunehmen.・(KU,V 471) Er istalso ,,ein VertrauenzuderErreichungeinerAbsicht・und ,,einVertrauenaufdieVerhei・ungdesmoralischen Gesetzes・.(ebd.)

DerGedankevondiesem Vertrauenhatm.E. eine enge Verbindung mit der ,,Idee der moralischenWelt・,uberdieDieterHenrichinden 1990 an der Stanford Universitat gehaltenen Kantvorlesungenredete.,,InLeibniz・sphilosophy, also,theideathatonlyatheoryofthebroadest scopecanaccommodatethemoraldimensionlooms large.Onecannothopetomeetthechall engemo-ralityposestophilosophywithoutconceivingofa realmofgraceandrelatingittotherealmofnature inaconsistentandperspicuousway.・2 Ererwahnt

dortmehrRousseaualsLeibniz.Und,,onecan

describeKant・sentirephilosophyastheresultofan attempttotransform thisphilosopher・sthoughts into a scentifically respectable and universally applicabletheory.ThephilosopherisJeanJacques Rousseau.・3

Die,,professiondefoiduVicaireSavoyard・im viertenKapitelvonEmilesolldasHerzKantsso starkeroberthaben,dassersichsicherwiederund wiederaneinigePassagenderProfessionerinnerte. Ich vermute,dassHenrich z.B.die folgende Passagebemerkenswertfindet:,,Quandjen・aurais d・autrepreuvedel・immaterialitedel・amequele triomphedemechantetl・oppressiondejusteence monde,celaseulm・empecheraitd・endouter.・4Hier

findeichdieRousseaueigeneDenkungsartuberdie UnsterblichkeitderSeeleoderdenGrundseines Glaubens.Esistselbstverstandlich,dassesauchdie MoglichkeitzurWahldesAtheismusgebensoll, wasdie Orientierung im Denken betrifft.Der Mensch mussejedenfallsvordieWahlgestellt werden,GottesDasein zu verleugnen oderder ,,Verhei・ungdesmoralischenGesetzes・(Kant)zu vertrauen.

HiersollnachKanteinEntscheidungsgrund eintreten,,,um im Schwanken derspekulativen VernunftdenAusschlagzugeben.・(KpV,V145) ,,EinesubjektiveBedingungderVernunft・gebeuns dietheoretisch mogliche,zugleich derMoralitat zutragliche Denkungsart, ,,sich die genaue ZusammenstimmungdesReichsderNaturmitdem ReichederSitten,alsBedingungderMoglichkeit deshochstenGutszudenken・.(ebd.)Wasdiese Denkungsarthiermitsichbringt,sei,,einreiner praktischerVernunftglaube・.

AufgrunddieserAuffassungmochteichhier einebesondereVorstellungvondenGegenstanden derWeltbeiKantzeigen.InseinerPhilosophiegibt eswie bekanntau・er der Unterscheidung des DingesansichvonderErscheinungvieleandere UnterscheidungenvonphilosophischerWichtigkeit. WasinBezugaufdieVorstellungvonderWeltsehr

(4)

wichtigzuseinscheint,istseineUnterscheidung der theoretischen Absichtvon der praktischen Absicht,bzw.dieUnterscheidungderTheoriavon derPraxis.DieseUnterscheidung gibtunseine Moglichkeit,einBedurfnisundaucheineBefugnis, dasselbe Objekt in zweierlei oder zweifacher Beziehungzunehmen.WirbeobachtendieWeltan sichintheoretischerAbsicht.Sieistdabeinurder GegenstandunsererErkenntnis.Aberwirbeziehen unsauchinpraktischerAbsichtaufdieseWelt,und verwirklichenetwasNeuesindieserWelt.

Esistzwarklar,dassdieseUnterscheidungin einem der wichtigen Themen der Kritik der Urteilskraft,d.i.dem ,,Ubergangvom Gebietedes Naturbegriffszudem desFreiheitsbegriffs・eine zentraleBedeutunghat.DerAspektderWeltin zweifacherBeziehungwirddochm.E.namentlich indenfolgendenStellensehrklarausgedruckt.

1. Ein Beweisaber,deraufUberzeugung angelegtist,kannwiederumzwiefacherArt sein,entwederein solcher,der,wasder Gegenstandansichsei,oderwaserfuruns (Menschen uberhaupt), nach den uns notwendigen Vernunftprinzipien seiner Beurteilung,sei(einBeweisκατ・αληθειαν oderκατ・ανθρωπον,dasletztereWortin allgemeiner Bedeutung fur Menschen uberhaputgenommen),ausmachen soll. (KU,V462-3)

2.DieIdeeeinesmoralischenWeltherrschers isteine Aufgabe fur unsere praktische Vernunft.Esliegtunsnichtsowohldaran, zuwissen,wasGottansichselbst(seine Natur) sei,sondern waserfurunsals moralische Wesen sei;(Die Religion innerhalbderGrenzenderblo・enVernunft =1793,VI139)

3.DasmoralischeArgumentwurdealsoein argumentumκατ・ανθρωπονhei・enkonnen, gultig fur Menschen, als vernunftige Weltwesenuberhaupt,undnichtblo・fur

dieses oder jenes Menschen zufallig angenommene Denkungsart, und vom theoretisch-dogmatischenκατ・αληθειαν, welchesmehrfurgewi・behauptet,alsder Menschwohlwissenkann,unterschieden werdenmussen.(Welchessinddiewirklichen Fortschritte,diedieMetaphysikseitLeibnizens undWolffsZeiteninDeutschlandgemacht? =1804,XX306)

DieinpraktischerAbsichtabgezielteWeltist nichtdieWeltansichselbst,sonderndieWeltfur unsMenschen untermoralischen Gesetzen.Mit diesem Standpunkt meine ich nicht den der Anthropologie, sondern quasi den moralisch transzendentalenStandpunktoderdenStandpunkt, zudemwireinemoralischeBefugnishabenkonnen. DieseBefugnisberuhtnaturlicherweiseaufdem Beweis,dassesreinepraktischeVernuftgebe,und dassdasmoralischeGesetzmitkeineranderen TriebfederdenWillenbestimme.

WasfureineRollespielteigentlichdieIdeeder WeltfurdenMenschenim Bereichderpraktischen Philosophie?DieWeltderGegenstande,diewirin dermoglichenErfahrungerkennen,zeigtunsim GrundihreIndifferenzzuderMoral.Sieist,ich willnichtsagen,,unmoralisch・,aber,,amoralisch・. DieIdeederWeltfurdenMenschenkanndieserzu unsindifferentenWelterstirgendeineBedeutung abgeben.MitanderenWorten:wirkonnendamit dasVertrauenzurNaturalsObjektderErkenntnis erreichen.ZweiDingeerfullenKantsGemutwie bekannt ,,mit immer neuer und zunehmenden BewunderungundEhrfurcht・:,,derbestirnteHi m-mel・uberihmund,,dasmoralischeGesetz・inihm. Im BeschlussderKritikderpraktischenVernunft werden sienebeneinandergestellt,aberesgibt dazwischeneinegro・e,,Kluft・.DieBruckeuber dieseKluft,diewirdurchdieUntersuchungvon der reflektierenden Urteilskraft in Form des Ubergangsbauenkonnen,kannauchvonSeitender IdeedermoralischenWeltverlangtwerden.Kant

(5)

sagtim betreffendenSinne,dassdieVermittelung derVerknupfungderGebietedesNaturbegriffsmit dem Freiheitsbegriffe ,,die Empfanglichkeitdes GemutsfurdasmoralscheGefuhlbefordert・.(KU, V197)

DieseAuffassungvonderIdeederWeltfur denMenschenbehauptetdochgarnicht,dassdie IdeedeshochstenGutsauchalsTriebfederder Sittlichkeitgeltenkann.Auchderjenige,dergar keineAhnungvondieserIdeehabenkann,darfim PrinzipnichtvondermoralischenVerbindlichkeit oderderAchtungfursmoralischeGesetzfreisein, obwohl seine Bemuhung begrenzt ist, und moglicherweise in den moralischen Nihilismus geraten kann.In KantsPhilosophiemussen wir jedenfalls den Bestimmungsgrund des Willens grundsatzlichvonderDenkungsartvonderIdee derWeltfurdenMenschenunterscheiden.Was mindestensdieTatsacheangeht,vermagderjenige, der aufder Erreichbarkeitdeshochsten Guts vertraut,sich selbstmitweniger Bemuhen zu bestimmen.

In diesem Kontrast des Vertrauens zur ErreichungeinerAbsichtzum Bestimmungsgrund desWillenskonnenwirKantgewisserma・enals NachfolgervonLeibnizansehen.DievonLeibniz behaupteteprastabilierteHarmoniezwischenden ReichenderNaturundderGnadelegtKantalsdie Harmonie derUbereinstimmung zwischen dem ReichderNaturunddem ,,ReichederZweckein BeziehungaufdenEndzweck,d.i.denMenschen unter moralischen Gesetzen・ (Uber eine Entdeckung,nachderalleneueKritikderreinen Vernunftdurch einealtere entbehrlich gemacht werdensoll=1790,VIII250)aus.Ersagtdabei, dassdieKritikderreinenVernunft,,dieeigentliche ApologiefurLeibniz・seinsoll.Wirmussennach seinerfundamentalen Auffassungalssich selbst bestimmende Wesen unbedingttugendhaftsein, aberwirbrauchendazugleichaufderDiemension desGlaubensalshabitusdasVertrauenzurWelt.

Kant halt grundsatzlich den tugendhaften Atheismusfurbegrenzt,und versuchtsorgfaltig und plausibel,dieMoglichkeitdesmoralischen Nihilismuszuvermeiden.

1. Ich zitiere Kants Werke im Text nach der Akademie-Ausgabe.Kurztitel:KpV = Kritik der praktischen Vernunft(1788),KU = Kritik der Urteilskraft(1790)

2. DieterHenrich,AestheticJudgmentandtheMoral Image ofthe world,Stanford University Press, California,1992,p.10.

3. DieterHenrich,ebd.

4. Jean-Jacques Rousseau,Emile ou de l・education (1762),OeuvrescompletesIV,EditionGallimard,

1969,p.589. 要旨 カントは意外なことに、無神論者が道徳的に誠実で あり続けることには限界があると主張している。しか し、これはその道徳的意志の自律の原理と矛盾するも のではない。道徳を行為の次元に、信仰をハビトゥスの 次元におけるものとして区別し、自律の原理から道徳的 ニヒリズムの可能性を回避しているのである。 さらにかれは同時に、「最高善」もしくは神の存在と の関係で、自然としての非道徳的世界に新しい実践的 意味を与えようとしている。その意味を発見しこの世 界に対する信頼を獲得するのが反省的判断力である。 筆者の解釈では、カントはこの意味でライプニッツ的な 恩寵の世界の理念を受け継ぐ真の擁護者と称しうるの である。 (2011年 8月22日受稿)

参照

関連したドキュメント

Effects of  Ketamine and Pr opofol on the Ratio of  Inter leukin-6 to Inter leukin-10

Found in the diatomite of Tochibori Nigata, Ureshino Saga, Hirazawa Miyagi, Kanou and Ooike Nagano, and in the mudstone of NakamuraIrizawa Yamanashi, Kawabe Nagano.. cal with

, n, noting that deleting primes from the entries k in each P ST ∈ PST μ (n) gives a shifted tableaux ST ∈ ST μ (n) with a factor of t arising from each primed entry of P ST ,

In the literature it is usually studied in one of several different contexts, for example in the game of Wythoff Nim, in connection with Beatty sequences and with so-called

Since (in both models) I X is defined in terms of the large deviation rate function I T (t) for the hitting times T n /n , this is related to the fact that inf t I T (t) = 0 for

The orthogonality test using S t−1 (Table 14), M ER t−2 (Table 15), P P I t−1 (Table 16), IP I t−2 (Table 17) and all the variables (Table 18) shows that we cannot reject the

[r]

創業当時、日本では機械のオイル漏れを 防ぐために革製パッキンが使われていま