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雑誌名 言語と文化

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Academic year: 2021

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KONAN UNIVERSITY

ドイツ語学習動機の変化 : E. L Deciの内発的動機 づけ理論に基づく質的な研究

著者 藤原 三枝子

雑誌名 言語と文化

巻 12

ページ 67‑88

発行年 2008‑03‑15

URL http://doi.org/10.14990/00000465

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Motivation als dynamischer Prozess

Qualitative Untersuchung aus der Perspektive der “Self-Determination Theory”

von E. L. Deci und R M. Ryan

Mieko Fujiwara

 Bei der eher quantitativen Poststudie vom Juni 2006 wurde bereits festgestellt, dass der Aufenthalt in einem deutschsprachigen Land bei den Germanistikstudenten auf die gegenwärtige Motivation zum Deutschlernen starken Einfluss ausgeübt hat. Ziel der vorliegenden Studie ist es nun, Antworten auf die Fragen zu finden, wie sich die Lernmotivation im Lernprozess qualitativ geändert hat und wie der Aufenthalt im Zielsprachenland sich darauf ausgewirkt hat. Bei der Studie, die an die Self- Determination Theory von Deci und Ryan anknüpft, wurde qualitativ und explorativ vorgegangen. 15 Germanistikstudenten wurden in einzelnen Interviews zu folgenden Punkten befragt: Zu ihrer Initialmotivation zum Deutschlernen bei Studienbeginn, zur gegenwärtigen Motivation und ob und wie der Aufenthalt im deutschsprachigen Land mögliche Änderungen der Motivation verursacht hat.

 Die Untersuchung der Daten erfolgte nach der KJ-Methode, d.h. für die einzelnen Aussagen wurden gemeinsame Nenner gesucht. Die Nenner wurden wiederum unter den noch größeren Kategorien zusammengestellt.

 Aus der Analyse der Items ergab sich, dass sich die bei fast allen Probanden extrinsisch ausgerichtete Anfangsmotivation im Lernprozess in eine intrinsische verwandelt hat und diese Änderung auf den Aufenthalt im Zielsprachland zurückgeführt wurde. Vor allem in authentischen Kommunikationssituationen mit Sprechern der Zielsprache bzw. ausländischen Studierenden fühlten sie sich oft motiviert bzw. herausgefordert, ihr Deutsch zu verbessern, unabhängig ob die Kommunikation gelungen oder misslungen war. Hier geht es um das Gefühl der bestätigten oder vermissten Selbstwirksamkeit. Zur Verstärkung der Motivation halten sie den direkten Kontakt und die Kommunikation mit Sprechern der Zielsprache für eine effektive Methode. Bei einem Interview äußerte ein Proband ganz deutlich, dass ihm dabei einleuchtete, warum er Deutsch lernt, und zwar zum Kommunizieren und zur Kontaktaufnahme mit den Menschen.

 Viele der Teilnehmer entschlossen sich zum Sprachstudium oder zu einem anderen Studiengang im Ausland, weil sie sich in einer ganz fremden Umgebung ohne jegliche Hilfe als Mensch entwickeln wollten. Um sich autonom im Ausland verhalten zu können, wollten sie Deutsch besser können.

 Nach Deci und Ryan sind autonomy , effectiveness und relatedness drei Menschen inhärente needs . Um diese Bedürfnisse zu befriedigen, werden die Fremdsprache und das Beherrschen dieser viel mehr von Relevanz sein als im eigenen Land.

 Motivation ist ein dynamischer Prozess. In welchem Lebensstadium man eine Fremsprache lernt, muss auch bei der Motivationsforschung berücksichtigt werden. Die Studierenden befinden sich

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言 語 と文 化 88

gerade in der Phase, in der sie ihre eigene Identität formen; sie fragen sich, wer sie sind, wozu sie gehören. Einige Probanden fühlten in der fremden Kultur in sich eine Art multikulturelle Identität wachsen, was sie auch zur weiteren Beschäftigung mit der Sprache motivierte.

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