35
Studien über die Paratyphus-Enteritis-Erreger, welche auf dem chinesischen Festland und in Nland-
schukuo herausgezüchtet wurden.
I. Mitteilung. Typeneinteilung der im Jahre 1940 in Mand- sehukuo und in Shanghai gewonnenen Stämme.
Von
Misao KUWAHATA(桑 波 田 節)・
Aus dem Bakteriol. Labor. der Pathol. Abt. des Biol.-Med. Forschungsinstitutes fiir Ostasien an d. Med. Fakultät zu Nagasaki (Vorstand: a. o. Prof. Y. Aoxi).
(Eingegangen am 20. Mai 1942).
Seit den 20—er Jahren des gegenwärtigen Jahrhunderts hat die Typen- lehre der Salmonellen einen erheblichen Aufschwung genommen, angeregt hauptsächlich durch die Forschungen von Prof. K. AOKI in Japan, KAUFFMANN in Deutschland und WHITE in England. Diese Studien sind voneinander selbständig, und zwar mit fast übereinstimmendem inhalt angestellt worden.
Ja, es bedeutet dies einen grossen Fortschritt in der neuzeitlichen Medizin : ausser dass die Lehre über die Eigenschaften der von altersher angegebenen Paratyphuserreger z. B. des Tara-A- oder Para-B-Bazillus einerseits, des
Enteritiserreger z. B. des Mänsetyphus- und GÄRTNER-Bazillus andererseits
nun völlige Klarheit gewonnen hat, konnte eine Reihe von bisher schwierig klassifizierbaren typhus- oder paratyphusähnlichen Bakterienarten endlich einer bestimmten Gattung, nämlich der Salmonellagruppe, zugeordnet werden. Auf solche Weise ist die Typeneinteilung der Salmonellen, mit der Entwicklung der Lehre Schritt haltend, ständig komplizierter geworden : es ergibt sich nach den. letzten Angaben von KAUFFMANN, dass zur Zeit insgesamt über 80 Spezies, auf 11 Untergruppen ve. teilt, als Zugehörige dieser Gattung aufge- zählt werden.
Bekanntermassen hat die Typeneinteilung der pathogenen Bakterien in zweierlei Hinsicht dem Wohl der Menschheit grosse Dienste geleistet, nämlich für die Diagnose- und Prognosestellung sowie die Therapie der betreffenden Krankheiten einerseits, und inbezug der Epidemiologie derselben andererseits
d. h. für die Untersuchung der Verbreitungsweise, für die Ausarbeitung der Verhiitungs-bzw. Ausrottungsmassregeln.
Unser Japanisches Kaiserreich befindet sich heute in einen über das weite
Ostasien ausgedehnten, gross angelegten Krieg verstrickt, dessen Feld sich
aber gerade, in absehbarer Zeit, in einen Schauplatz unserer kulturellen, in-
dustriellen bzw. wirtschaftlichen Tätigkeit verwandeln wird. Gesetzt den Fall,
dass unsere nach dem Krieg friedlich dort vorrückenden Landsleute ihre
Tätigkeit beginnen, wird es bestimmt eine von den Hauptaufgaben sein, dass
36 M. KIJ VAHATA:
der Mediziner gegen die dasselbst in endemischer Form wuchernden Seuchen pr ventiv‑medizinisch vorgeht, nachdem er deren Erregertyp im voraus genau beherrscht. Die Ro]le der derart mit der Geographie verbundenen Typenlehre
‑ ch v¥'ill sie ¥'orl ufig "T̲vpengeog̲raphie " nennen ‑ ist tats chlich von ernstestem Belang. Es liegt dabei auf der Hand, dass der Entwick]ung der Lehre nicht nur grosse Bedeutung ftir die Ges̲undheits‑ und zugleich Tatkrafter‑
haltL]ng' unser'er eigenen Vo]ksgenossen zul{ommt, sondern auch fijr das Wohl der indigenen Bev6lkerung. Die Annahme ist zulassig, dass auch noch manche andere Darminfektionen als Paratyphus‑Enteritis, n mlich der Abdominaltyphus, die bazi]lare. Dysenterie und die Cho]era asiatic,a, sich eind mmen lassen. Ich bin aber nur auf den Paratyphus‑Enteritis'Erreger eingegangen und will hier meine Resultate an tiber i{OO Ku]turen in 3 dufeinanderfolg̲enden Mitteilungen nieder]agen. In diesem Institut wird ¥'on meinen Kollegen auch an anderen Erregerarten dauernd gearbeitet. Diesbeztigliche Publikationen fo]gen dem‑
n chst in unserer Fachzeitschriften.
In unserem Japan(In]and)‑Formosa‑Korea‑Gebiet ist die Typengeographie der Salmone̲Ilen*), der neuzeitlichen Welttendenz der Salmonellastudien folgend, im wesentlichen zum Abschluss gebracht worden. In diesem Gebiet hat, wie man es bisher ganz allgemein ausdrtickt, obzwar an systematischem Studium noch nicht viel geleis̲tet ist, der Para‑B‑Bazil]us unter den Paratyphuserregern und der GAl{TNElt‑Bazillus unter den Nahrungsmittelvergiftern eine Vorzugstel‑
lung inne, und ¥vir htllten uns ftir berechtigt, dem Para‑A den l)latz unmittelbar hinter dem I)artl‑B ein7.,ur umen. Ich fiihre im folgenden die dort bisher berichteten anderen Salmonel]afalle ausser dem Para‑A‑ un.d Para‑B‑Bazil]us tibersichtlich an, indem ich die einschlagige I.iteratur im Jahresraum 1935‑
1941 chronologisch und geographisch verfolgte.
Illland.
To^hohu : Pr f. Iwate ' ‑ 2 Para‑K (aus typhosen Kranken, TAZA vi¥‑SlhilzU),, Sendai und Mo‑
rioka ‑‑ 4 Para‑K (aus typhosen Kranken, A.cu 1 u. a.'.
rlokuriku : Kanazawa ‑‑ I Par.a‑l¥' (aus I.aboratoiiumstan]m, KlyA', I I)ara‑K (aus typh6sem
Kranken, K6NO‑HAT TABLTSA).
Kant : P'af. Gumma‑ I Para‑K (.aus Gesundem, TAII.¥I¥ 1 u. a.¥ l)r f. Ciba ‑‑ G:iRTNER
(aus NahrungsmiLtelver'gifteten, TA IAKI u. a.), Nar,asino ‑ S. narabino (aus typhusahnlichen Kran‑ken. NAKAGURO u. a.), I G; RTNER (aus (.}astroeJlteritiden, U ,IEzll¥v.¥';. I Suipestifer Typus Kun‑
zendorf (aus typhosem Kranken, SIlr 'A‑UhIEZAlvA), 'l'oky6‑ (i Para‑K (4 aus‑ typhosen Kranken, 2 aus Laboratoriumstamm, SlhioJ6), 1 Para‑K (aus tyPh6sen Kranken, Sl¥KURAI), 4 Para‑K (3 aus typhosen, I aus paratyphosem Kranken, KosAIcA), I Para C (aus typh6sem Kranken. TERAMURA‑
MATUMOTO), I Para‑K (aus paratyph6senl Kranken, OosATo", 3 Pilra‑K ," aus tsph6sen, I aus paratyphosem Kranken, ABE), I Para‑C (aus } aratyphdsem Kranken, MAsAl¥'1), 4 Para‑C (aus ty‑
ph6sen Kranken, TAKANO), 2 Derby (unbekannt, MAEDA), G; RTNI1R (ans Nahrungsmittelvergifteten, NAKAMLTRA‑ON‑o), I Senftenberg' (aus i aratyphdsem Kranken, SLT'c ;KI‑E[ 1RA), I Variante von S.
mikawasima (aus Haus̲ratten, HATTA , I Breg̲dam (aus Gastro( nteritiden, KANENO), 3 Gi RTNER
Typus Jena, I S. enteritidis̲ var. dany ̲z, I Variante von S. barei]Iy (aus Haus‑ratten. KO.JIMA u, a.),‑x‑) Ich lege‑ diesem ¥Vortc folgenden Sinn bei: der l]araty[)hus‑ und Entcritis‑Erreger in
der Salmonella‑Gattung nach KALTFFhIANN, d.h. alle anderen menschenpathogenen Spezies mit
Ausnahme der Typhusbazillcn (Salmonella typhi).
Studien tiber die Paratyphus'Enteritis‑Erreger.
37 G; RT ‑ER Typus Jena (aus dem Lymphangitiden, YOSIDA), I C. iRTNER (aus Tonsilla, KAMIYi 'iA) 21 G: RTNER, 3 Senftenberg (bei der Untersuchung an 10956 Gesunden, KOJTI lA u. a.), I G;iRTNER (aus akuten Enteritiden, ADATI‑HohIMA), I Para'C (aus‑ Ratten, ABE), I Para‑K (aus typh6sem Kranken, KAWAMURA , I Para‑K (aus typh6sem Kranken, YAsUHARA), I Gi RTNER, I S. barelly (aus paratyph6 en Krankell, Holtl lA‑SUzUKI), I Breslau, I G]ARTNER Typus Essen (aus ruhrver‑
dachtigen Kranken. SUGIB), I Para‑C (aus typhosem Kranken, HASEGAWA), I G:.iRTNF.R (aus ty‑
pbus hnlichem Kranken, ISIGAKI), I G RTNER (aus Krankem, der vor einem Hund infiziert l'ar, OTIAI‑NAKA URA), 3 Derbv. (aus ruhrverd chtigen Kranken, TURL'MI‑ANzAI), I Derby (aus leichtem typh6sem Kranken, MIZOGAMI‑YOKOYAMA), I Sehftenberg (aus ruhrverdachtig̲em Kranken, SAIT6)>
4 Gi RTNF.R Typus Dublin, I Senftenberg, I Bovis‑Morbificans (aus Rindern, YAMADA), Yokohama
‑
Para‑K (aus typh6sen Kran] en. IwAo).
Ty bu : Hanl matu ‑ 5 G;iRTNER (aus‑ akuten Gastroenteritiden, HIRANo), 186 Gl RTNER
(aus Nahrungsmittelvergifteten, Isll u. a.), I Para'K (aus Gesundem, OTIAI u. a).Kansai : K6be ‑ 2 Breslau (aus̲ paratyphosen Kranken, OoslRo), I Para‑K (aus Gesundern.
NoTo), I Stanley (aus Nahrungsmittelverg'iftetem, TERADA), I Gi RTNER (aus ruhrverd chtigem Kranken, YoNEzAWA). Kyoto ‑ I Breslau, 6 GIARTNER Typus Jena (bei 280 Hausratten‑ und 950(}
Menschenkotuntersuchungen, UEHARA).
Tyu^gohu : Okayama ‑ S. cholerae suis (bei Schweinuntersuchung, MrvAGA¥vA), Edajima ‑ G;iRTNER Typus Jena (aus Gastroenteritiden, MIYAO).
'
I Para'K (aus typhosem Kranken, KAlvAzoE), 5 Gi RTNER Typus Jena
Kyl2syl : Nagasaki
(aus Nahrun smittelvergifteten, TUDA‑KURATA).
F*ornrosa .
2 Para‑C (aus leichten typhosen Kranken. MURAYAhlA). 2 Suipestifer (aus paratyphosen
Kranken, ISAJI‑IKEDA), I Suipestifer (aus paratyphosem Krar)kf'̲n, TUTllvroTo‑K6, I Suipestifer (austyphus hnlichem Kranken, SUGITA), 2 Suipestifer (1 aus typh6sem Kranken und I von Labora‑
toriumstamm, KUBOTA), 8 Derby (von L iboratoriumstamm, KUBOTA), I Stanley aus Enteritiden, 1 London aus Gesundem und I Para‑C aus leichtem typhdsem Kranken, SODA‑KLTBOTA‑TUTIMOTI), 3 Suipestifer (bei Leichenuntersuchung, AI}E), I Derby (aus typh6sem Kranken. KUBOTA), 10 Bres]au, 2 Gl RTNER, 5 Derby, I Suipestifer (bei Leichenuntersuchung, SoDA, SUGITA, ABE und TUTIMovl), 2 Para‑K (aus paratypbosen Kranken. MoRl , 3 Derby (aus Gesunden, AIDA), 3 Derby (aus Enteritiden von S uglingen, KUBOTA), I Newport, Yol¥'oYAMA‑HEKlzoNo, I Bre‑slau Typuc:̲, Binns, HEKIZONO.
Korea.
3 Para‑K,,: I Para‑C. Y. AOKI‑SINAGAWA‑HUNABIKI, i̲ Stanley aus CTesundem, Para‑C, Y. AoKI‑K6, 2 Para‑K, I Suipestifer, 1'Para‑C, R. AoKI.
R. AoKI, 3.̲
Welches ist nun die Verteilung der Salmonellen in Mandschukuo owie im eigentlichen China ? Dieser weit und breit ausgedehnte Landstrich weicht merklich von unserem Japan(In]and)‑Formosa‑Korea'Gebiet in Klima, Boden‑
beschaffenheit und Sitten, besonders in den l< '.rn hrungsgewohnheiten, ab. So durfte die Vermutung, da̲F;s die Salmonellaarten der beiden Bezirke einen ver‑
schiedenen Charakter haben, wohl keinem Widerspruch begegnen. Gewiss ist einerseits, dass die Salmonellainfektion wohl im wesentlichen durch die Na‑' hrungsaufnahme vermrttelt wlrd und andererseits dass es Innerhalb dieser Gattung viele sowohl ftir den enschen als auc ftir c̲lie Tiei'e schadliche Spezies gibt (sog‑ bipathogener Typus). Mit obigen beiden Umst nden ver‑
kntipfen wir somit die allgemeine Vorliebe ftir Schweinefleisch bei den Chinesen
einer̲seits und das t berhandnehmen der Hausratte in den iapanischen H user
andererseits, und das ftihrt uns eben zu obiger Vermutung. ' E versteht sich
38 M. KUWAHATA :
bei delrl letzteren Fall, dass die eigenttimliche Bauart des japa̲nisChen h6lzernen HauSes nur ihre Vermehrung fordert, und dasS eS ZWiSChen der Ratten・ und der MenSChen i nf ek tio. n ein en M itt,ler der Ub ertragu n g gibt, n ml ich d aS Getreide.
MandSchUkuo ist nach seiner Reichsbegrtindung nicht mehr daS alte.
Das mandschurisch‑kaiserliche AnSehen aber verbreitet sich jetZt tiber das ganze Land, und die EntWiCkltlng der Macht SOwie der Kultur geht mit Unter‑
Sttitzung JapanS g[instig vonstatten. Beztiglich der geSulldheitlichen, rztlichen 'SOWie mediziniSCh‑Wissenschaft!ichen r '.̲inrichtungen l SSt Sich daSselbe sagen, und eS ist merkWtirdig, daSS auf unSerenrl Fachgebiet daS Mikrobiol. Inst. der ManSyfi‑Ika‑Daigaku besOnderS iiber die endemiSchen Krankheiten in dieSem I̲.ande gl nzende Arbeiten zutag̲ e fordert.
Das erste Beispiel in Mandschukuo war dies, dass zur Zeit des Jasanisch‑Russischen Krieges einer von den russischen Milittir rzten einen paratyphusihnlichen Bazillus fand, und HORIUTI
. o l'ie ;'n ̲11 in uns.erer Armee einen gk,ichartigen Erreger aus Krankenblut, Milz u. a. isoliertenund berichteten. Im Jahrc 19 5 beschrieb IViilit rarzt TAKITA in Liaujang ( F F ) die bakterio‑
logischen Daten eines Infektionsfalles, der klinisch dem Abdominaltyphus oder Paratyphus frappant hnlich, dessen Erreger aber davon str'eng unterscheidlich war. Die Diagnose des Bazillus w'urde auf den Paratyphus‑C gestellt. Gerade dies war der erste berichtete Fall von Para‑C‑Infektion.
Auch die Arbe;t HUJll's ist bemerkenswert. Er ztichtete aus dem Herz, Blut und Darminhalt von an akutem Durchfi ll gestorbenen Sc.hweinen den Erreger und untersuchte thn parallelerweise mit eini 'en anderen Kulturen, die vom obenerTv hnten TAI(ITA herausgeztichtet worden waren und die er H11.JII, von OoT ' bekam. Die I¥'ulturen von OOTIJ waren in 1931 von typhusihnlichen
I.eichtk"ranken im Hospital zL] Luschun (hl"+: JIL' ) isoliert worden, aber eine sichere bakteriologische Diagnose wurde tiberhaupt nicht gestellt. In l )3il, wurde der Para‑C‑Fall in Dairen ( C :1: '‑ L) von^N, O TA und HAYAS. I aufgedeckt. Im selben Jahre untersuchte ¥VATAr ABE aus Sch veinen in dies.em I̲and geztichtete Suipestiferstamme und brachte die Entscheidung, dass die Zahl des Typus Kunzenclorf wesentlich liber vog̲, und die des Typus America ddneben stand. MURASE
(1935) in Muk(]en ( ) :‑' ') gab F lle von men̲<chlicher Para‑C‑Infektion an, dere̲n Erregertypusv6n ihm als Kunzendrof fe‑* tgeste]It wurde. Mi]it rarzt NAKAGITRO (1936) untersudhte cingehend lOO Exemplare von Typhus‑Paratyphus‑Gattungen, welche von den Truppen ihm aus verschidenen Gege[Iden zu geschickt vurden. Das Resultat spricht mit beredten Worten daftir, dass in IVland‑
schvkuo die Menscheninfektion durch die C‑Gruppc‑Bazillen fbr die Milit rmedizin von Wichtig‑
keit ist. Damals wurden solc.he Infektionsfalle unaufhorlich berichtet, z. B. von Militzirarzt KURITA '14 F lle in der Armee , SAITO (1 Fall in Dairen‑ )( t! ‑) und MITL;DA (6 F lie in Chailar‑ it ).
Jnzwischen er.̲ ‑chien eine Arbeit von ITAI ASI, YoRI 'A und M17.0(}UTI, dem es gelungen Tvar, unter
zahlreichen Stimmen, die in Mukden aus 215 gesunden Hunden heraus*"eznchtet worden waren,
1 Suipet5‑tifer, 21 Breslau und I G:iRTNI R zu ermitteln.
In 1938 ist KURrrA in eine klinisch‑statistische Untersuchung ber die *ab Au*"u;t 1̲ 935 beo‑
bachtet :'.n Fille von C‑Gruppe‑Infektion eingegangen. Nennenswert war der Ums. tand, dass er‑
stens die Infektionszahl im Bezirk von Hsingking ( rf ‑ )‑Chailar (?, * y. )‑Mukden ( /* )‑
Harbin '(D/¥rjl・ 1) wesentlich tiberwog, im Gegensatz dazu im Bezirk der Ostgrenzstridte oder vori
Jehol r ]') iede Infektion fehlte, und zweitens das> die St mme wie folgt eingeteilt wurden:
Kunzendorf 24, America 5, Voldag̲sen I und Thompson I (vvobei nur der letztere Stamm auf Schweine‑Infektion beruht). Zur n5mlichen Jahreszeit beri hteten OOTL'KA und KASuGA tiber
drei Falle von Para‑C‑Grt]ppe‑Infektionen in Hsingking ( fr .' ' "J.), und im folgenden 1939 J. MI‑YAMOTO tiber einen, durch eine Art von Para‑C‑Gruppe verursacllten Massen‑Nahrungsmitte]ver‑
giftungsfall in dieser Stadt. Der letztere trat in einem Jlinglingsheim pl6tz]ich auf, und 64 von
111 Aiumnen lvurden davon befallen. Ausserdem *"ibt es die Arbeit von R. AoKl, einem von
unseren Kollegen. Er hat in Kun*"tul6ng (/:I It;, ,,̲j) aus Menscheninfektion I Stamm S. paratyphiC, Stamme S, suipestifer Typus America und 3 St mme Typus Kunzendorf isoliert. in 1940
beri(hteten HIRoK1 und YAh ASITA einen Fall von Breslau‑Menscheninfektion, und danachfolgend
das Ergebnis tiber 484 Salmonellen, die wahrend den letzten 2 Jahren von ihnen heraL]sgezilchtet
Studien tiber die Paratypbus‑Enteritis‑Erreger.
39 oder ang̲ e<‑ammelt worden waren. In den Materialien fanden sie 63 Exemplare der C‑Gruppe;
die Stamme wurden in folgende eingeteilt: Bac. cholerae suis (Typus America) 16, cholerae suis var. kunzendorf 46 und Bac. bovis morbificans 1. Ferner liegt eine lveitere Mitteilung von Militararzt NAKAGURO vor; er legte das Ergebnis dar, dass er unter iOo von ihm bisher ftir Para‑B gehaltenen St mmen ungefahr in 10 die C'Gruppe‑Bazillen finden konnte. Zusammen‑
fassend ist zu sagen, dass in Mandschukuo n chst den Para‑B‑Bazil]en die zur Salmonel]a‑C‑
Gruppe gehdrige.n St mme die schwerwiegenden Erreger sind.
Was nun das Gebiet von China selber anbe]angt, muss man sag̲ en, dass diesbe7 tigliche Angaben in der I̲iteratur sich zwar venig finden, es befriedigt
mich aber in hohem Masse, dass seit dem Ausbruch des ,,Chinesischen
Ereignisses und Grossostasienkrieges " Arbeiten hiertiber von den an der Front oder in der Etappe dienenclen Arzten an Zahl immer zunehmend ver ffentlicht werden. Wir wollen dies Salmonellastudium weiter in das chinesische Binnen‑
land hineintragen ‑ zum Teil wird dartiber schon in dieser I. Mitteilung be‑
richtet ‑, hier aber der Literaturangabe umgehend uns auf Mandschukuo beschr nken ; hinsichtlich der das chinesische Gebiet betreffenden l.iteratur k6nnen wir auf die II. Mitteilung verweisen.
Materialien. An Hand ¥'on insgesamt 15 Salmonellen ging der Verf. an diesen ersten Versuch heran. Sie setzen sich aus fo]genclen zusamrr]en :
StziTnme, die aus den verschiedenen Gegenden Mandschukuo‑s herriihrend, vom f; atlichen Hygieneamt ('f * J'I +;ci'l T ) zu Hs]ngklng :esammelt und m]ttel
bar dem Verf. 7 ur Verfiigung gestellt wurden . . . 81,
Solche, die von dem Seuchenhaus zu Hsingk̲ing ',: ".rf ), dem zu Klrm , I l j und dem zu Harbin ("4:.1 i) dem Verf. unmittelbar zugesandt wurden. . .
3 Ound dito von dem Institut ftir Naturwis̲senschaft.en ZLI Shanghai (Ji *A .. . 41.
Forschungsr"ichtungen. Bei der Typeneintei]ung̲ bin ich ganz dem Ar'beits‑
plan ¥Ton R. AOKI gefolgt, der unter Leitung von Prof. Y. AOKI n',it 97 im Gebiet von Kor( ̲a geaichteten Sa]monellen an das Studium heranging. E‑t;
besteht die Absicbt, dass dieser Plan weiter von mir ^ elbs̲t ̲rr]d. von melnen Kollegen fortgesetzt wird. Er besteht darin :
(1) ' Konstatierung der Tvpenzugehorigkeit, unter strenger Anwendung ' der SIMoJ6‑SoDA‑Methode ftir Praktiker,
( ) falls wir Exemplare dabei finden, a) deren Zugehr;rigkeit serologisch zwar bestimmt werden kann, aber an deren Kultureigenschaften irgend etwas atypisch ist, b) die als Suipestifer oder als GARTNER nach der SIMOJ6‑SODA‑
Methode diagnostiziert werden und c) die sowohl an den kulturellen als auch serologischen Eigenschaften mit den Angaben der SlhroJ( ‑SoDA‑Tabelle keine UbereinstimmL]ng ergeben,‑‑ so ftihren wir unter Verwendung von zahlreichen O‑ und H‑ Faktorseren die ausftihrliche Antigenanalyse einerseits und die weitere Kulturrl̲ ifferenzierung andererseits aus.
Wir halten daran fest, ddSs dieser Untersuchungsgang beim Studium der Salmone]la‑Typengeographie besonders an zablreichen Probestticken am erfolg‑
reichsten ist und dass man auf diese We̲ise Zeit, Arbeit und Serum‑ bzw.
Kulturmaterial ungleich weniger als fiir die ausftihrliche Antigenanalyse ben6‑
tjgt und dazu die Typenbenennung sicherer, als die SllroJ6‑SoDA‑Methode es
40
,1. KUll AHATA:vermag, stel]en kann.
Vorversuche. Wie pruften zuerst die Kolonie‑Eigenschaften der Versuchs‑
st mme durch, indem wir den ein7.elnen Stamm auf der END6‑Platte ansiedeln und die Kolonie 7,ur Entwicklung bringen liessen, behufs Vermeidung der Untersuchung von an der R‑Form variierten Kolonien. Das n chste nach dem Vorversuch ist die Feststellung der al] f. emeinen Eigenschaften. Naturlicher‑
weise hatten, z. Z. bei der Herausztichtung diese Eigenschaften sich gefunden, venn nur nicht die St mme bis heute viederholt fortgepflanzt vorden w ren.
Wir impften clie St mme von neuem in Bouillon, in Neutralrotagar, in Milch‑
zucker,‑Traubenzucker', Rohrzucher‑ und Mannit‑Peptonwasser einerseits und untersuchten sie mikroskopisch andererseits.
Aus den Untersuchungen ergab sich, dass die s mtlichen St mme als zur Salmonel]agruppe geh rig definiert wurden. Nur ‑stamm Nr. 10 zeigte die Eigenschaften der Typhusbazillen, den Stamm aber miissen wir auf seine serologischen Eigenschaften hin ausforschen.
Uber die SIMOJ6‑SODAsche Methode der Salmonella‑Diff;er ?.nzierung fi r Praktiker.
Der grosse Vorteil dieses Verfahrens ist nach ihren Sch6pfern darin zu erblicken, dass sie die zur Untersuchung bestimmten Salmonellatypen auf Grund ihrer Erfahi'ung und des laufend ¥'on ihnen ve̲rfolgten Schrifttums auf gewisse Arten beschr nkten, n mlich Typhus. Para‑K, Para‑A, Schottmtiller, Bres]au, Suipestifer, Para‑C, GARTNER, Derby und London. Bei dem Be‑
schr nken der Salmonellatypen auf solche, im japanischen Reichsgebiet gewohn‑
lich vorkommende Arten handelt es sich tats chlich darum, die Arbeit zu vereinfachen. Es̲ besteht in Folgendem : H‑Probeagglutination mit spezifischen Seren von Typhus, Para‑A, Schottmtiller, Breslau. Sulpestifer, GARTNER, London und unspezifischen Sui}Destifer‑Serum, kulturel]es Verhalten in Arabinose‑, Xylose, Dulcit‑, Inosit und Rhamnose‑1.i‑;sung nach I. TZE SOlvie Bleiacetat‑Agar (s.
Tabelle I).
Zur Anwendbarkeit des ShvoJ()‑SoDA‑Verfahrer2s. Bei der l)rufung der Kohlehydratspaltung wurde Peptonwasser benutzt, dem Arabinose, Xylose, Dulcit oder Inosit im Proz. 1.0 und etwas Bromthymolblau als Indikator zu‑
gesetzt var. Die von mir verwendeten Priparate sind : 1‑Arabinc,se pur (Handelsmarke ,, Uzura "), Inosit purum (dito), Dulcit (Melampyrit)‑Dr. Theo‑
dor SCHLTCHARDT, G. m.b. H., Gdrlitz, die beiden anderen Produkte von KAHLBAUhl. Die geimpften Medien wurden bei 37'C 4 Std. Iang kultiviert und die Spaltung nach dem Gelb verden der Medien beurteilt, vobei das Herabsetzen des= PH‑Wertes unter 6̲ .O daf ir massgebend war. Der LtTzESche und der Bleiacetat‑N hrboden entstammt, dem Rezept in cler SIMOJ6‑SoDAschen Arbeit, nattirlicherl 'eise auch die Beurteillungsmerkmale. Die *̲ erologische Reak"tion ist dageg̲ en etwas modifiziert worden : anstatt der gew ;hnlichen OH‑
Seren wurden die sog. rein^en H‑Seren, die durch vorherige Absorption mit den gekochten gleichnamigen Kulturen hergestellt worclen sind, benut7.t, und anstatt der Probeagglutination die Reagenzglasagg"lutination unter Benutzun "
von 100‑, 50O‑, 1000‑ und 5000‑fach verdtinnten Seren.
:
ll
/ "‑
/¥'
+ '
" r^ , lli { hh ,,
!̲ '
̲1'* r 'j' ? !'
* ,i
' +j
i )':'1
r
t
Tabelle I.
Diff erenzierungs‑
.
ategorien +¥ ¥¥
Bakt.‑Arten ¥¥¥
Studien tiber die Paratvphus‑Enteritis‑Erreger.
Die SnvroJ6‑SoDASche Methode der Differenzierung fiir Praktiker.
C 1' :: '
'* El)
c2 j O I
< ! ><
l :;
f :, ;
‑ S = (:) :p : :: j :] /: *.
‑
c:I ' J ) C' S q'
{
Salmonella
*
':1 '' : ) dl j :seJ
'c:!(:; f
i . ' ' (1)
l q, .
[ ' '‑ o
: cL :$$: 'bDQ)
* C/) !: :<
s
:s
e;
:,)
41
Typhus 1‑IV, IX, X V‑VIII, XI, XII
l)ara‑KPara‑A
Schottmtil ler
Breslau
Suipestifer I, , II
Para. ‑C GiiRTNFIR I
II III
Derbv Stanley London
Bemp rkunge'n zu'r
prin7.ipiell nach 24 Std.,der Typhusbazillen, (3)
tet, das s die Spaltung ist, dass sogar bei der(4) bedeutet: es gibt Agglutination in dieser dem schr gen Agar versucht. Will man sie {tihrung nach folgender
+ + + +
*+ + + + +
[ l +. !
;{
1+ i‑
'+ +
l+ {+
i+ ,+
:+ 1+
:+ ;+
:!: f: ‑. [ ‑ + , +: ! L' 1 '^'
+ i + I +̲1
i̲̲̲+̲̲ j l' ‑ ‑
1 + ' ‑ I i‑ :‑. '
i } ‑
l+ = I ‑
‑i +
l.Lj ‑‑ ‑ '*,
+ '+i
+ ' 1!: i + + i ̲ ; +
(1) Die Ablesung in der Kolumne
vor sich es Dulcit frtiher
sie kommen VvO man mit
mehrerer Kultur
+ +
+ + + '+ + + + + + +
der
*
f
,
1:
T. (St.) T. (St.)
K. A.
A. K.
Sch.
Br.
Sui.
G.
St. (T.) L.
++
++
++
++
++
++
++
++
obigen Tabelle : (1) Die Ablesung der Resultate erfolgt
( ) siehe in einer anderen Tabelle die Detail‑KlassifikationDas Zeichen + in der Kolumne Para‑A bei Dulcit bedeu‑
nach 24 Std. unbest ndig vor sich ge.ht. Nennenswert aber
negativen Spaltung es Dulcit frtiher als Para‑K g ren l sst,Ausnahmefalle, aber sie kommen s ehr selten vor, (5) Die Tabelle bezeichnet, vvo man mit dem Bakterienbelag auf oder mit dem Gernisch mehrerer Kolonien die Agglutination mit einer isolierten Kultur versuchen, so ist die Durch‑
Tabelle geeignet.
Serum
Ba?il]en
;ryphu i‑X:il
T. A.
* ‑.‑‑
i K.
Spezifi che Seren 1[ Sch̲ l, Br. : Sui. L*x.
+
st.
!j!
L.
l Unspez.
: Suip.‑S̲
Para‑A
++ ++Para‑K sp' {‑
unsp
++ ++
I +‑ ! f ++
Schottmtiller sp. { unsp.
, ++ ! ‑
ii
Bresla { ‑ ‑ ‑‑sp' u unsp'
l ++
f ̲ , , +
++
++
42 M. KU 1AHAT
'
Suipestifer I 11 ‑ l
.unsp. , ‑ * ‑ ‑
fPara C sp'
{ unsp.GARTNER T ‑ i ̲ I, I , l
I IIIDerby i ̲ j̲ ‑
J‑i ̲ j sp. I + I ‑
Stanley f 1
unsp.i ‑ l
London i unsp. ! ! ‑
i ++ !
1 i : ' ++
Il l‑‑ ‑1 ‑‑‑‑
‑ , +
‑
. + , 1 + i ‑
̲1 ‑ ‑ ! . ! ‑ J , ++ * l ‑ ‑ i ‑ : ! ++ l ‑ 1. I ++ . [ [
: ++
‑
Es lvurden zuerst die g̲egentiber dem unspezifischen Suipestifer‑Serum negativreagierenden Kolonien reingeztichtet, und an ihnen d.h. an den spezifi‑
schen Kulturen die Reagierbarkeit mit der H‑Serumreihe geprtift. Die Reak‑
tion mit Hilfe des̲ Agglutinoskops wurde genau abgelesen und das Ergebnis, nach der St rke der Agglutination wie folgt protokolliert : + gan7. oder fast wie die Reaktion mit dem homologen Antige,nfaktor, + etwas schw cher als die‑
selbe, aber deutlich positiv und ‑ vollst ndig negativ oder nur schwach positiv selbst n der Verdtinnug I : 100.
Das Ergebnis war : nur 91̲ von den unters̲uchten 152 St mmen d, h. nur in 59.80,'o ‑ sich zusammensetzend aus 80 Schottmtiller, 3 Para‑K und 8 Sui‑
pestifer ‑‑ kommt eine weitgehende Kongruenz der serologjschen und kultur‑
bio]ogischen Versuche zu. Besonders Wert fiir die Diagnose lvird bei diesem Fall auf die serologische Reaktion ge]egt, wie die Typeneinteilung, die hier folgt, zeigt : Schottmtiller 98, Para‑A 38, Para‑K 3, Suipestifer 8, Breslau 2, Typhus I und unbekannt 9. Also geht die Typendiagnose nach der SIMOJ6‑
SoDA‑Methode fast ausnahmslos vor sich (der Proz. der Anwendung ist 98.4010).
Dass bei so]chem Fall ‑ im allgemeinen ‑ stets der Antigenit t des Ver‑
suchsstammes gr sseres Gewicht zukommt, ist gewissermassen eine Selbstver‑
st ndlichkeit, veil von verschiedenen Seiten geltend gemacht worden is̲t, dass die Variationserscheinung haupts chlich seitens der Kultureigenschaften statt‑
findet, seitens der Antigenit t aber nicht vollst ndig oder nur wenig. Glbck‑
licherweise liegt in unserem Laboratorium die Arbeit von R. AOKI vor, in der festgestellt wird, dass das einfache H‑A**glutinationsverfahren nach SIMOJ6‑
SoDA, was seinen Wert ftir die Salmonella‑Diagnos.̲e anlan*"t, der Antigenanalyse im strengen Sinne nach KAUFFMANN an die Seite zu stellen ist. Der Befund von R. AOKI ist an 97 im Korea‑Gebiet herausgeztichteten St mmen ge ¥'onnen worden, und zwar ‑ ich m6chte hier deren Einteilung zur Kenntnisnahme mitteilen ‑ ergab sich Schottmtiller 87. Para‑A 4, Para‑K 2, Suipestifer 1 1, Para‑C 1, GARTNER 1 1 und Stanley 1.
'Wir sind also wahrscheinlich berechtigt, auf Grund ihrer H‑Agglutination mit den spezifischen Seren die St mme zu benennen, aber in meiner vorliegen‑
den Arbeit la̲sst sich die Diagnose mit einigem Vorbehalt nach den schon
erwabnten Richtlinien *ste]len.
Studien廿ber die ParatyphusEnteritis・Erreger. 431
盈9伽2ε漉S姻乞εη2ωεcんsE酪6eZl襯g伽8ε70Z・9δscheπE冨9επschα伽π de7ん認施7επα吻p乞scんεπS 面ηme%.α. In TabeHe II ist das kulturell atypisch reagierenden Schottm廿Her.und Para−A.St試mme,der noch weite1℃r Untersuch.
ung be面rfenden Suipestiferst溢mme,der unbekannten St琶mme u.a.veranschau.
licht.
Zuerst kommen aHe Para.A und Para−K in Frage,die an ihrer Spaltungs・
Tabelle II. Auszug aus den Ergebnissen
Methode von SIMoJ6.SoDA.nach der
Stamm
77
85 21 54 72 129 132 51
74 76
Kultur Agglutination
①
oりo ゆ歪
<
① のo 図覧
十
一 り
宅
⇔
「
l l 1ρ・θ
一1慰駈1<
暮[目レ窮 ■1白
劇3同劃£
一1,一i
十十1レ
= 旨㊤
の謬 } ど 巳 ⇒ 。ご 国
ご 三 鴇 葺
O oo 蟻 出
も 2 ヨ :イ
uり 自o び) o
d 置
〉≧ q コ
㊤ o て… ℃ 義
ε 8 ・5
の 日 oc,
Diagnose
zugeh6rige Stamme:78,79,82,83,87う88,89,90,
95, 96,98, 99, 100, 101, 102, 103, 135, 136, 137, 138, 139, 140,
141,142,143,144,145,146,147,148,149,150.
91,92㌻ 93う 94、
Pararty【)husA
十 一l dito:86
,
十 十 十 十 十 十
十 十 十 十 十 十
97.
十 十 十
十 十 十 十
十 十 一 十 一 十 十 十 十 十
十十
十十
十十
十十
十十
十十
十十
d圭t・:55,76,106,107,108,109,110,111,112,113,114,133・
十 十
十 十
十 十 十
十 十
十 十
粁 一
十十
+列
十十
十十
十十
十十
十十
十十
80 81 123 124 125 126 127
128
十
1+l
l十 一
一1+l
l十i
l
−1
1
十
十t 十t
l
十 十 十 十 十 十 十
一 1噌
洲咽
「}
し ;
一1一
十十 十十
一 十十 一 一 十十
一 十十 一 一 十十 一 十十 一 一 十十
十十
十十
十十
十十
十十
十十
十十
十十
十十 十十
Par&rtyphUs K
Schot亡mUller
Schottn1UllerSchottm ller Schottm田1er Schottm田ler Schottm田ler
104
151152
一国一 +1+1−
1十 十 一 f
十 十 十十
Breslau Breslau SuipestiferII
Suipest1fer I Suipesti{er I Suipestifer I Suipestifer I Suipestifer I Suipestifer I Suipestifer I一1一 一 一!一
一1一 一 1− 1一
一i−1引引一
Typhus
unbekannt
unbekannt
44 M. KUWAHATA:
'fahigkeit des Dulcits bedenklich sind. Das Zeichen in der SIMOJ6‑SODA‑
Tabelle, wie bereits erw hnt, bedeutet ftir die Salmonella‑Differenzierung, dass die Kohlehydratspaltung je nach der Spezies des Stammes bald positiv, bald negativ ausfallt ; a]s solches ist die Dulcit (+)‑Form vom Bazillus Para‑
A zwar dadurch vom Para‑K scharf getrennt, soll aber bei der Dulcit (‑)‑
Form des Para‑A schwer trennbar sein. Daher kann man nach alledem sagen, dass die beiden Stammarten kulturell keinen Unterschied zeigen und nur eine Abweichung in der Agg]utinabilit t mit dem unspez. Suipestifer.Serum erken‑
nen lassen, soweit die SIMoJ6‑SoDA‑Tabelle .uns belehrt.
lch machte Tveiter unter Verwendung vom II‑Faktor im Anti‑Para‑A‑
Serum, vom IX‑Faktor im Anti‑Para‑K‑Serum tiber deren O‑Agglutinabilit t einen Versuch. 3 Para‑K (Nr. 85, 86 und 97) zeigten positive Agglutination sowohl mit dem IX‑Faktor als auch mit dem zugleich zur nochmaligen L]nter‑
suchung verwendeten unspezifischen 1.5‑Serum, dageg̲en zeigten die als Para‑
A diagnostizie̲rten St mme damit nicht, wohl aber mit dem II‑Faktor positive Reaktion. Das Ergebnis beweist die Richtigkeit der Diagnose nach der prakti‑
schen I lethode von SILroJ6‑SoDA.
Da als die Schottmiiller diagnostizierten St mme Nr. 51,.55, 106, 107 u. a.
eine Zuckerspaltung bekunden, die an den Breslautypus erinnert, n mlich Arabinose (+), ¥ ylose (+), Dulcit (+), LUTZE (+) und Schwefelwasserstoffbil‑
dung (+), ftihrte ich unter Verwendung von ein gen ben6tigten O‑Seren z. B.
IV. V, XII und von einem H (i)‑Serum die ausftihrliche Reagenzglasagglutina‑
tion aus. Sie verhalten sich ganz gleichermassen wie die Agglutination vom kontrollierten Standardstamm Bres]au Denken, doch konnte ich sie nicht als Breslau, sondern als Schottmtiller diagnostizieren. Auch Stamm Nr. 54, der etwa GARTNER I **leichkommt, sowie Nr. 129, 1̲32 u. a., die atypische Zucker‑
spaltung zeigten, konnten serologisch auf den Schottmtillertypus schliessen
lassen.
Die nach dem SIMoJ6‑SoDAschen Verfahren als Suipestifer I dia*"nostizier‑
ten St mme Nr. 123, 124, 125, 1 6 und 127, und der als P.‑ira‑C erkannte Nr. :1 8 sind s rntlich aus den von der Nahrungsmittelvergiftung in Hsin "king Befallenen isoliert worden und der Tabelle 111 (a). H‑A**glutination. (Suipestifer II) und der Stamm Nr. 80
spez. H ! Stamm Nr. 81 (Suipestifer I) wurden
u *pe'. H.
S̲; tam m
¥rersuchsstamrn
I¥ir. <X1