Kagawa University Eι0日omκ Revielψ Vo.l65, No.3, December 1992, 237-265
Zur Handhabung von
Problemen i
n
O
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g
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t
i
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e
n
-Grenzen des Modells der zwischenmenschlichen
Einflusnahme-Toshio Watanabe* 1. Einleitung
In dem Buch“Ents.cheidungsprozesse" stellt W Kirsch neben dem Systemansatz den Entscheidungsansatz
,
der im wesentlichen die Ein -flusnahme oder Promotionsmethode in der Organisation bedeutet,
dar.1Der Entscheidungsansatz besteht in dem theoretischen Bezugsrah-men uber EinflusnahBezugsrah-men oder Promotionsmethoden in der Organisation Die Einflusnahmen teilen sich in zwei Bestandteile au,.fd制h
“
,
Sozialisa-tion" und “Macht und Manipulation"
Aus dieser Sicht lautet der Inhalt des Kontextes von Kirschs Fuhrungslehre wie folgt: Zwischenmenschliche Einflusnahme wird als Fuhrungsmethode als wichtig angesehen.. Dabei gibt es zwei Arten von Einflusnahmen: die generelle und spezielle.. Insgesamt wird ein groser MTert auf die Promotion als zwischenmenschliche Einflusnahme gelegt..2
'Toshio Watanahe, Pro[essor [ur allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Wirtsにhafts
、
vis-1 senschaftliche Fakultat, Uni
、
ersit孟tKagawa. , 2-1 Saiwai-Cho,τ
、
kamatsu,Kagawa, 760 Japan I Der Verfasser ist Frau Dr Friederike von Ketelhodt zu herzlichem Dank dafiir ver -pflichtet, das sie das Manuskript dieses Aufsatzes nicht nur grammatisch eingehend kon -trolliert, sondern auch einige inhaltliche Vorschlage gemacht hat. Er ist der Uberzeugung, das das Manuskript dadurch sehr verbessert wurde 'Diese beiden Methoden der Promotion werden in dem Buch"Enfscheidungsprozesse" (19'i1) entwickelt..(Siehe Anm.(5)) Bezuglich dem Ge凶stseiner Fuhrungslehre vergleiche394
Kagawa Universzly Eco四omzじReview
2ヲ,8
“
Ent -Kirsch bcschafitigte sich nach VcrofIentlichung des sllchcsschcidungS]J70ご('$何"mit c¥cr Handhabllng von Problemcn in Organisa-tioncn und brachtc scine Meinung c¥aruber in einem BllChV Or..3
1m folgcnden Abschnitt soll die grundlegende Struktur von Kirschs Theoric dcr Handhabllng von Problemen in Organisationen analysiert werden llnd die star ke Beeinfiussllng des Modells der zwischenmensch-Daneben sol1gepruft lichen Einfiusnahme herallskristallisicrt werden
werden
,
ob clie Sicht ¥'on Problemen in Organisationen als Multi-Kontext-Also soll in der kri -Probleme e任ektivangewanclt wurde, oder nichιtischen Auseinandersetzung mit cler Theorie der Handhabung der Begri任
“
Kontext" als ein Prufstein angesehen werden.. Kirsch entwickelte diesen Begri旺schon1977 als ein wichtiges Element seiner Geclankenぺ
wiesaber nicht auf die Anwenclungen cles Begriffes auf Probleme in Organisationenn
・1
h
den folgenden Aufsatz des Verfassers:
T.. Watanabe, Zur Struktur der Betriebswirtschaftslehre als Fuhrungslehre -der fruhe Kirsch in den siebziger Jahren im Mittelpunkt一,in: [(a,gawa Univer叫yEconomic
Re-vzeω, Vo165, No.,l.June 1992 ? i t -r t r h F a t -H I l f b v v } る h i t h -R l t b b e B e t s + p a g e
-ぇ 'W.. Kirsch, Die llandhabung von Entscheidungsproblemen, Munchen 1978
genden abgekurzt: W. Kirsch, Die Handhabung. 1988 erschien die dritte, uberarbeitete und erweiterte Aufiage. Dieser Aufsatz bezieht sich jedoch ausschlieslich die Erstausgabe, weil Kirschs Theorie der Handhabung von Entscheidungsproblemen dort klarer beschrieben wurde 1m fol -‘V gL W.. Kirsch, Die Betriebswirtschaftslehre als Fuhr'un,gslehr官 - Erkenntnisperspek -tiven, A ussagensysteme, wissenschaftlicher Standortー,M unchen 1977, SS 103-111
395 Zm Handhabung von Problemen in Organisationen 239
II.. Komplexitat
h:irsch hat in dcm such
“
Entscheidung"prozesse" neben dem Ent -scheidungsansatz dcn Systemansatz eingefuhrt.. Nach letzterem wird die Organisation als stabil bzw.. ultrastabil angesehen, also die Organisa -tion als ganze betr achtet (holistische Sichtwei問).. Kirsch de白lIertdie beiden Begriffe“Stabilitat" und “Ultrastabilitat" zu Beginn des dritten Bandes der“
Entsch eidungsprozesse "5, doch er entwickelt diese Begriffenicht weiter..In den spateren Teilen dieses Buches werden die Beeinfius -sungsprozesse auf Entscheidungspramissen des lndividuums in Organi -sationen intensiv diskutiert6
,
aber die holistische Sichtweise wird nichtmehr eingenommen.
Kirsch naherte sich spater in dem Buch ""Die Handhαbung von Ent-scheidungsproblemen" wieder dem holistischen Ansatz an
,
zu dem zumin-dest die Kontingenztheorien gehoren, die aus J“D.. Thompsons Theorie stammen7..Diesem Ansatz gemas entspricht die Struktur der Organi-sation den Eigenschaften der Situation
,
die die Organisation umgib仁Eine wichtige Aufgabe dieses Ansatzes ist die Erkl邑rungder Beziehung zwischen der Organisation und ihrer Situation
,
und zwar der Beziehung zwischen der Komplextat der Organisation und der der SituationKirsch flihrt den Begri百 Komplexit瓦tein und betont ihn.. Er zeigt weiter das Gesetz der notwendigen Komplexit
む(“
the law of Iequisi同 ∞mplexity"),
d槌 e釘rau山sden The印町Orie印n v∞
Lul山}.YgL“ W. K王irsch,Entおscheωidl也t口ngspro刀zesseι,Bd..III.:EntμschμEのidl叫mgenin01η,gani
ω
satione叫n,Wiesbaden叩197η1,岱SS.3却9一-40u.4灯7-49
'Yg.lW.. Kirsch, Entscheidungsprozes.se, BdlII, drittes Kapitel
“
Soziale Beeinfiussung und Genetik individueller Entscheidungspramissen in der Organisation"-240 Kagawa Unzverszか五ω目omzcReview 396
As!tby U bClllOmmCn hλt,λIs dcn lotcn Fadcn seillcr Thcoric ubcr die
Hanclhabung von Entscl日iιlungsproblcmcnauL Das Gcsetz bcsagt ful -gcndcs:
“
Es bcstcht ciI1c positivc Korrelation zwischcnUmweltkomple-xitat und Lるsungssystem-Komplexitat, falls das Lδsungssystcm seine Umwelt
“
adaq1¥at" bcwaltigen will.."8I¥irsch greift dicsc Sichtweise auf,
clie er aber in spczifischer Form abwanclelt. Zu dicscr Abwanclelung gch伽tdieI¥irsch eigene Unterscheidung“zwischen dem objektiven Ge -setz der erfurderlichen Entsprechung und der subjektiven Doktrin"
へ
die spatcr er伽tertwerden..Die Komplexitat des Lるsungssystems besteht aus folgenden Elementen10: (1) der Gesamtzahl der involvierten Personen
,
(2) der Anzahl unterschiedlich orienticrter Personen des Losungssystems (Lるsungssystem-Varietat),
(3) dem Grad der U凶erschiedlichkeitdieserPersonen (Lδsungssystem-Di百erenzen)
,
(4) den Freiheitsgraden zwi -schen den ei回nzel附 1 PersoωO附 1 (民Lるs叩un時g出Y附“
stem貯m庇1-加St臼ru山LVe引rander副lichホk辺i:eit dieser Personen und ihrer Bez討iehungen im Zeitla吋ulff
(
仏Loゐsur時s白sy刊st臼e叶 Wa叩n凶l仇del
り
)
.伺lDie Komplexitat der Probleme besteht demnach aus fulgenden Ele -mentenll: (1) dcr Gesamtzahl der relevanten Kontexte eines Problems
,
(2) der Anzahl unterschiedlicl問 問levanterKontexte (Kontextvarietat)
,
(3) dem Grad der Unterschiedlichkeit dieser Kontexte
,
付
(
4)den Frei加h凶児e悶it臼ss副gra吋de印nzwiぬschen
undih加lre町rVe釘rfie伎舵chtungim Zeitabla凱加u叶lf
} Kirsch versucht
,
einerseits die Entsprechung der Komplexit忌tdes 'W..Kirsch, Die Ilandhabung, S.166 9羽T.KiIsch,仏ι0,S..168 IOW. Kirsch, a. a.0, S引154.. 11九v..KiIsch, a ι0., Sド159寸
397 Zur Handhabung von Problemen in Organisationen
-241-Lるsungssystcmsund der Problemkomplcxitat und andcrerscits die1"or -men dcr Problcmhandhabung zu verbindcn.. Kirsch sagt:“Die Art llnd
¥Veisc, wic eine Organisation komplexe Problemc bewaltigt, hangt davon ab, inwiewcit dic Komplexitat des LるsllngssystemsdCl Problemkomple-xitat entspricht.."12
Hier so11 darauf hingewiesen werden
,
das Kirsch nicht die Entspre -chung zwischen der Organisation als ganzer und ihrer Umwelt (diese wird von den Konti時enztheorienbetont),
sondern die zwischen demLδsungssystem und der Problemkomplexit品 denkt.. Aber je nach dem Inhalt des Problems kann doch die Beziehllng der Organisation zu ihrer Umwelt eingefuhrt werden.. Deshalb hangt die.l¥Joglichkeit der
Berucksichtigung des Ergebnisses der holistischen Kontingenztheorie da -von ab
,
ob Kirsch unter dem Begri日“Problem"ausschlieslich das inner -organisatorische Problem versteht oder auch d出 umweltbezogenePro-blem einschliest..
III. Komplexitatshandhabung
Kirsch erklart die Entsprechung der obengenannten beiden Kom-plexitaten und zeigt gleichzeitig mogliche Kons七ellationenim Prozes der
Komplexitatshandhabung.. Er unterscheidet bei seiner Darstellung der Entsprechung das objektive Gesetz der erforderlichen Entsprechung und die subjcktive Doktrin uber die erforderliche Entsprechung
Nach Kirsch ist das objektive Gesetz
,
mit dem man die erforderliche Komplexitat wissen kann und mit dem man diejeweilige242 Kagawa UniversZty Economic Review 398
xitat gcnugcnd bcwaltigcn kann
,
zwar crkcnnbar,
abcr man kennt cs nicht immer..Dicsbczuglich sagt Kirsch:“III fast allen sozialen Systemcn gibt es eine Kultur, die Aussagen ubcr die Adaquanz von Lるsungssystemen zu Problemen macht..Es gibt tradierte, eventuell sogar bcwahrte Re -geln, Heuristiken und Doktrinen, die empfehlen, welche Formen von Losungssystemen fur welche Probleme relevant sindプ13 Eine Kulturoder eine Aussage, die bestimmt, welcher Grad an Komplexitat des Losungssystems benらtigtwirdラumeine Komplexitat des Problems erfolg償
問ichzu bewaltigen, wird die subjektive Doktrin genannt.. Diese weicht haufig von dem objektiven Gesetz ab.. Deshalb wird das Losungssystem relativ zu der zu behandelnden Problemkomplexitat mehr komplex als nるtigoder weniger komplex als notig angenommen
Kirsch fugt weiter eine andere subjektive Variable hinzu
,
die sich als eine subjektiv wahrgenommene Problemkomplexitat ausert.. Die Pro -blemkomplexitat ist insofern objektiv“
,
als sie vom Forscher abzugren -zen und zu messen ist.. Von dieser objektiven,
vom Forscher tatsachlich vermuteten Problemkomplexitat ist jene Problemkomplexitat zu unter -scheiden,
wie sie von den Betro妊enenselbst subjektiv wahrgenommenr1"14
WIIQ
Alles in allem gibt es zwei subjektive Faktoren
,
die die Komple-xitat des Lるsungssystemvon d紅 白forderlichenabweichen lassen: ManlkhaInl江m d
die s叩ub切jekti討veE日insch瓦tzungeinersei比tsvon de釘rob凶jektivenPr叩 oblemkom-ple対xit凶atund anderers詑ei比tsvon dem ob同jektivenGeset句zde釘re釘rf;おorde伐rl恒l日ichenl
Entsprechung fur den richtigen Komplexitatsgrad des Lるsungssystems abい
I3W..Kirsch, a..a. 0., 5.li5.
399 Zur Handhabung von Problemen in Organisationen -243 l(ilsch bilclet die folgende Glaphik (Abb.l), inc1er er verschicclene Konstcllationcn untcrscheidet llnd Ubcrgangstenclenzen im Prozes dCI I九omplcxitatsha nclha bllngc1iskllticr t15 Lるsungssystcm -Komplcxitat Lt Le 九 Abb.l Objektivcs Gesetz dcr edoldclichen Entsprechung P!Oblemkomplexitat 九
In dieser Graphik istPoeine bestimmte objektive Problemkomple-xitat,
p
, eine davon abweichend wahrgenommene, subjektive Problem-komplexitat,
Ledie edorderliche Lるsungssystem-Komplexitatsowie Lt"W引 Kirsch,a.a..,.0S..183
Der Einfachheit halber werden die Punkte A bis H und einige andere weggelassen, die Kirsch in der Originalgr託phikaufzeigt
244 Kagawa UniversiかEwnomicReview 400
dic tatsachlichc Lるsungssystcm-Kom plcxitaL 16
E雪wirdin dicscr Graphik angcnommcn, das cs cinc subjcktivc
Un-tcrschatzungc¥cr Losungssystem-Komplexitat gibt
,
und dcshalb der K01 -riclor der subjcktivcn Doktrin dcm des objektiven Gesctzes unterlicgtKirsch untcrschcidet drei moglichc LrP.-Kombinationcn, und zwar Lt-P.-Kombinationen unterhalb des Korridors der subjcktiven Doktrin, Lt-P.-Kombinationen im Korridor der subjektiven Doktrin und Lt-P. -Kombinationen oberhalb des Korridors der subjektiven Doktrin17 llei den Lt-F'.-Kombinationen unterhalb des Korridors der subjek -tiven Doktrin orienticrt sich das Lるsungssysteman der subjektiven Dok-trin und die betreffenden Fuhrungskr五ftefihi.len sich deshalb unterdi -mensioniert. Sie versuchen
,
das Lるsungssystemkomplexer zu gestalten.. Das Erreichen der erforderlichen Lδsungssystem-Komplexitat hangt von der Stellung des P. ab: 1st九 rechtsvon der Schnittflache desLemit den Korridor der subjektiven Doktrin,
weichtLtnach der Korrektur immer weiter von dem Leab刷 1st九 umgekehrtlinks von der Schnittflache des Lemit den Korridor der subjektiven Doktrin,
nahertLtsich dem Leoder f五lltin den BereichLe.Bei den Lt-P.-Kombinationen im Korridor der subjektiven Doktrin haben die Fuhrungskrafte den Eindruck
,
das das Losungssystem den ihrem Problem entsprechenden Komplexitatsgrad hat. Deshalb versu -chen sie nicht,
das Lるsungssystemkomplexer zu machen,
d.h" es gibt keine Bewegung desLtBei LrPs-Kombinationen oberhalb des Korridors der subjektiven Doktrin haben die Fuhnmgskrafte da s.s ubjektive Empfinden
,
dasI6Vg.lW. Kirsch, a..a.O, SS..180-188
げMitdem Wort“Korridor" meint Kirsch, das es sich nicht um eine Gerade, sondem
401 ZurHandhabung von Probl巴menin Organisationen -245
Lδsungssystcm sci fur clas Problem zu komplex.“Auf clcm Systcm la -stet cin Druck, von zu hoher Komplexitat wegzukommcn, z..B.. clurch Abbau von Diflcrcnzcn, Freiheitsgr aclcn, Einfuhrung von Regeln USW." 18
“Ob clieser Druck objektiv gerechtfertigt ist、hangtvon cler Uber-bzw. Unterschatzung c¥er Problcmkomplexitat ab.."19: 1st P
,
rechts von cler Schnittftache c¥esLemit c¥en Korric¥or c¥er subjektivcn Doktrin,
nahertLtsich c¥em Leoc¥cr fallt in clen BereichLε1st P
,
umgekehrt links von cler Schnittftache, senkt sichLtbis in clem BcreichLeuncl c¥arunter unc¥ entfernt sich clurch letzteres wiecler von cler Schnittftache.Man muβeinersei比tsclie subj怜ekt
“
lV刊eDoktrinc¥em obj作ekt討ivenGesetz annahe引rn(ide伺a加weis田esωol恥ll抗te佃nsi泌eide凶n1鴎川tischs問e1加n)und anderers問ei比tsmude引rKomplex討it凶五t臼sgraddes Problems rich鴎t凶
“
bi培g¥杭,¥'ahrgenommenwe釘rdenWeiterhin diskutiert Kirsch verschiedene Formen der Komple-xitatshandhabung20 Er fuhrt sechs Formen ein: die Bejahung von
Kom-plexitat
,
das“
Partisan Mutual Adjustmentヘ
dieLeugnung von Komple-xitat,
die Vergewaltigung von Komplexitat,
die Abstraktion von Kom-plexitat und die Produktion von Komplexitat"Als Bejahung von Komplexitat bezeichnet man den Fall
,
wo P,
=
九
,
Lt=
Le,
subjektive Doktrin=
objekti¥es Gesetz der erforderlichen Entsprechung ist,“wo also die tatsachliche Lるsungssystemkomplexitat der objektiven Problemkomplexitat entspricht und daruber hinaus das Losungssystem versucht,
al1en Aspekten der Problemkomplexitむ inder Lるsunggerecht zu werc¥en,,"21 1n zwei Fallen kann ein Lるsungssystem bei komplexitatsbejahender Haltung zu einer Lδsung kommen: 1m1
・
W..KiIsch, a.a. 0., 5“18719W"KiIsch, aι0.,5.187
20VgLW..Kirsch, a a..O, 55.189-205リ
-246 Kagawa Unzverszか E正onomicRevieω 402
cIsicn Fall findct cs cinc Lるsungshypothcse,die so reichhaltig ist,
das sic aJlen particllen Problemdefinitionen und Koniexten gerecht wird.. D町le悦s民cLωδS叩un刊gis幻“ttim 口m w附cs問en凶tli凶che叩ngl凶eichd白erQuas討i-1凶Aか$沢刊s山ul口1r時n1屯g何(qu凶as討1
-I
陀cs叩olu比川t
“
IOn吋)von Cye引rtund Ma出rch刷幻lL δ s飢叩ungssyst臼cmdiぬcProblcmkomplexitat..Nach Kirsch gcschieht diese Eli
-minierung durch dic Gestaltung cincs interdisziplinaren Metakontextes.. “Die Eliminierung der Problemkomplcxitat bedeutet nicht eine Aufhe -bung des Streitpunktes, Nach wie vor besteht ein Kon:ftikt., Es exi
-stiert nur Konsens daruber, das der Streitpunkt im einheitlichen Ko任 text adaquat definiert iSt.."23
“
Die Taktik der Komplexitatsbejahungfuhrt freilich nicht immer zu einer Auflosung der Problemkomplexitat oder gar zu einer Losung des Problems叫 4
¥
tVenn man unter den gleichen Bedigungen
,
unter denen die Be -jahung von Komplexitat besteht,
versucht,
nicht durch Kreativitat oder Eliminierung zu einer von allgemeinem Konsens getragenen Losung zu kommen,
sondern sich als parteiliche Interessenten (partisans) versteht,
geschieht das“
Partisan Mutual Adjustment'¥Jeder Beteiligte versucht,
sein eigenes Interesse durchzusetzen.“
“
Partisan mutual adjustment" ist hier als ein Prozes der wechselseitigen Anpassung und Manipulation zu verstehen,
bei der jeder Beteiligte versucht,
eine Lるsungfur das von ihm partiell definierte Problem durchzusetzen,"25 Durch diesen Prozeskommt kein einheitlicher Kontext
,
sondern eine Losung,
die viele par -tielle Interesse einschliest,
zustande:“
Die Zahl und die Varietat der Ielevanten Kontexte,
ihre grose Unterschiedlichkeit und geringe Korre・>>VgL R. M..Cで,rtund,]G. March, A Behavioral Theory of the Firm, Englewひod Cliffs, 1963 23W..Kirsch, a, 仏0.,S..192 , .W,.Kirsch, a.a 0., S..192.. "W..Kirsch, a a,.O., S194
403 Zur Handhabung von Problemen in Organisationen -247ー
b
l
i
-t
j
sponclcnz (VcIglcichbarkcit) blcibt grundsatzlich crl吋 tcn."26Lcugnung von Komplcxitat licgt ¥'or, ¥Vcnn die Problemkomplexitat
stark unterschatzt Wilcl
“
Das Losungssystcm fuhlt sich jedoch in subー jekti¥erlIarmonie zu cliescr untcrschatzten Problemkomplexitat叫 「 “BeiLeugnung ist clemnach jener Fall gegeben, in elem einfache Gemuter, fur die die vVelt noch simpel und unkompliziert ist, anfangen, komplexe Pro -bleme zu bewaltigen.."28 Bei Leugnung elenkt man in einem Kontext
,
der einem mδglichcrweise im Wege der lneloktorination verpast wurde"“
Ein solcher Kontcxt ist jedoch normalerweise zu wenig reichhaltig: Er besitzt unter Umstanden auch eine zu geringe Reichweite.."29 Leugnung ¥'on Komplexitat fuhrt zur keiner Elimination,
sondern nur zu der blosen Reduktion von Komplexita d,t. ie keine Aufiδsung, sondern nur eine Hand-habung bedeutet: Leugnung von Komplexitat veranlast das sekundare Problem, die Losung den BetrofIenen zu verkaufen, um sie eine zu simple Lδsung verstehen und aufnehmen zu lassen"Vergewaltigung von Komplexitat kann vorliegen
,
wenn Problem-komplexitat richtig eingeschatzt wird und sich elas Lδsungssystem trotz -dem bewust unterdimensionalisiert halt “Subjektive Doktrin und ob -jektives Gesetz der erforderlichen Entsprechung werclen in diesem Fall bewust ver¥etzt.."30 Diese Taktik bedeutet“
eine gewaltsame,
bewuste Reduktion von Komplcxit瓦t,
ohne diese wirklich zu eliminieren,,"31“Das unterdimensionierte Lらsungssystem pfl:opft dabei seine Vorstellungen den anderen Betro任enen mit mehr oder weniger Machteinsatz auf“2.も,y..Kirsch, aa.0,引5.194 21¥V..Kirsch, a.aμ0,5..197. "W. Kirsch, a.a..O, 5.197 "W.. Kirsch, a a.O, 5.197. 30W.. Kirsch, aa.O, 5 199 31W Kirsch, aa 0, 5.199
248 Kagawa Universzty EconomκRevzew 404
Alldcrs als bci dcr Lcugnung sind sich bci diescr Taktik die Hauptaktorcn ihrcr Tat bewusιSic crkaufCn dic Zustimmung zur Lるsungwisscntlich,
notfalls mit Gewalt.."32
Von Abstraktion von Komplexitat spricht man
,
wenn in derselben Ausgangskonstellation wie bei der Vergewaltigung der Komplexitat das Losungssystem die Problemkomplexitat nicht aufhebcn, sondern nm auf~schieben wilL Das vVesen der Abstraktion von Komplexitat besteht dar泊,das man einen einheitlichen Kontext herstellt, der viele Elemente
einer Menge durch wenige abbilden kannゅ Einsolcher Kontext verarmt
die vorhandenen unterschiedlichen Interessen.. Auch Kirsch bemerkt
,
das diese Taktik keine eigentliche Lδsung bedeutet und N achfolgeprobleme sp瓦testensdann nach sich zieht, wenn die Betro旺enendie abstrakte Lるsungin ihrem eigenen Sinn oder Interesse interpretieren刷DasWe-sen der Abstraktion von Komplexitatぬneltsehr der Quasi-Lるsungbei der Bejahung von KomplexitaιDeshalb kann hier darauf hingewiesen werden
,
das die Bejahung von Komplexitat auch keine Losung,
sondern hochstens eine Verschiebung hervorbringen kann.,Die Produktion von Komplexitat bedeutet eine Erhδhung der Sy -stemkomplexitaι
“
Komplexitatsproduktion kann zum einen erwunscht und notwendig sein,
zum anderen aber unnutz und ressourcenver -geudend.叫3 Sie ist z刷Bωerwunscht,
wenn der Fertigungsbereichsich einem komplexen Problem gegenuber sieht und versucht, Per -sonen des Vertriebs
,
der Organisationsabteilung und der zentralen Planung weiter hinzuziehen.34 Kirsch weist auf die Automatik hin,
nach der eine unnるtige Komplexitat durch die Erhδhung der日w..Kirsch, a..ι0, S..199
3 3 W,.Kirsch, a.,a..Oυ, S..203
405 2ur Handhabung von Problemen in Organisationen Lるsungssystcmkomplcxita.thervorgcbracht wcrden kann..35
Kommenticrencl last sich folgcndcs sagen:
249
Zunachst soll clie Voraussetzung erweitert werclen, clie hinter der sejahung von Komplcxitat besteht. sejahung von Komplexitat liegt namlich nm da vor, ¥¥'0 clie subjektivc Doktrin gleich clcm objcktiven Ge
-setz cler erforderlichen Entsprechung ist“Wenn clas Wesen der Bejahung von Komplexitat jedoch darin bestehen w込rde,das das Losungssystem versucht
,
allen Aspekten der Problemkomplexitat in der Lるsunggerecht zu werden und es in cliesem Sinn bedeuten wurde,
clas man die Kom-plexitat nicht leugnet oder vergewaltigt, kるnnteman auch dann von Be -jahung von Komplexitat sprechen,
wenn clie subjektive Doktrin von dem objektiven Gesetz der edorderlichen Entsprechung abweicht.Zweitens
,
uncl das ist das wichtigere,
laβt sich zusammenfassend sa -gen,
das die verschiedenen Formen der Komplexitatshandhabung,
die Kirsch diskutiert,
auf drei elementare Formen reduziert werden kδnnen: auf die Lδsung im eigentlichen Sinn, auf die Lるsungim uneigentlichen Sinn,
zu der man bewust oder unbewust dmch Vernachlassigung kommt,
auf die Verschiebung und zum Schlus mus die Nichthandhabung (die als Nebenwirkung herauskommt) hinzugefugt werden.. Zu der ersten Kate -gorie gehるrendas“
Partisan Mutual Adjustment" und ein Teil von der Produktion von Komplexitat.. Zu der zweiten gehるrenLeugnung und Vergewaltigung von Komplexitat“Zu der dritten gehδI百1Bejahung undAbstraktion von Komplexitat.. Zu der vierten gehるrtein Teil von der Produktion von Komplexitat ..
-250ー Kagaωa U:同zversztyE.じonomzcRevzew 406 IV. Promotion als abgeleitetes Problem
Kirsch halt cs fur wichtig
,
Organisationen handlllngsfahig Zll c[ ha¥tcn“
Das NivcaIIdcr Handlllngsfahigkcit ist lallfend gef幻lldetDas Lるsungssystcmsowie die Dczicl111ng dcs Losungssystcms zu seincr Umwelt unterliegen standigen Stるrllngen. Diese flihren Zll der Ent -stehung sogenannter sekundarer PlObleme
,
von deren Bewaltigung dieHandlungsfahigkeit des Losungssystems abhangtア36 Die Aktivitat zm
Bewaltigung dcrartiger sekundarer Probleme wird Promotion genannt Der Begriff Handlllngsfahigkeit ist mehrdimensionaL Kirsch nennt funf Aspckte: die Festlegung des Lδsungssystems allf intensive Pro -blembemuhungen, die Festlegung des Losungssystems auf die erarbei -tete Lるsllng
,
die Erhaltung der Klarheit der Lδsung,
die Implementie -rung der Losung, die Sicherung der Akzeptanz der Konsequenzen der Losung durch die Betro百enenund die Sicherung der Rechtzeitigkeit der Problembewaltigungω37Nicht alle diese Aspekte werden in der Lehrmeinung Kirschs als gleich bedeutsam berucksichtigt
,
sondern werden auf drei Kategorien re -duziert: Prozespromotion,
Ergebnispromotion und generelle Promotion Den Ausgangspunkt“
bildet die Vorstellung,
das man die Bemuhungen um die Bewaltigung eines bestimmten primaren Problems als Episode charakterisieren kann,
die einen Anfang und ein Ende besitzt und aus dem Kontinuum der vielfaltigen Aktivitaten der Organisation gleichsam“
herausgeschnitten" ist."38 Von diesem Konzept aus gesehen gibt cs Zum einen Promotionsaktivitaten,
die in cinem engen ZusammenhangsパV.Kirsch, a..ι0..,5206. "W..Kirsch, a ι0..,55206-212
407 ZurHandhabung von Problemen in Organisationen ~251
mit cincr bestimmtcn Episode stehell.. Das ist die cpisodcnbezogene Pro -motion, ZIldcr dic Prozcspromot ion und dic Ergcbnispromotion gchるrcn
Zum andcrcn findcn sich in Olganisationcn auch Aktivitatcn eincr ge -ncrcJlcn Promotion, die sich auf fast alle zukunftigen Episoden bezie -hen l1nd
“
Potcntiale al1fbauen bzw. pficgen, deren Existenz dieHand-lungsf五higkciteinzelncr Lるsungssystcmeim Zuge spezifischer Episoden 1_~~~~_.~ ..~_~~_ ,,39
zu vcr Dessern vermag
Hier wie in der Meinung hirschs werden nm die beiden epi -sodcnbezogenen Promotionen bcrucksichtigt.. Die episodenbezogcnen,
auf das Lるsungssystcmsclbst gcrichtcten Promotionsaktivitaten
WCI-den als Prozespromotion bezeichnet..“Die Handhabung von Kon自ikten im Lるsungssystem,die Behebung von Misverstandnissen, die Wah-rung einer hinreichenden Festlegung des Lるsungssystemsauf die Pro申
blemlらsungsbemuhungenbzw.. die jeweils erreichten Zwischenergeb -nisse sind Beispiele hierfurア40 Demgegenuber werden die auf die Um-welt des Lるsungssystemsgerichteten
,
episodenbezogenen Promotions -aktivit五tenals Ergebnispromotion bezeichnet。
“
Esgeht darum,
das vom Lるsungssystemerarbeitete Ergebnis gegenuber der Umwelt durch -zusetzen: Die Ausfuhrenden mussen auf die Lるsungfestgelegt werden,
die Betro百enenzu einer Akzeptanz der Konsequenzen angeregt werden,Widerstande bei der Implementierung der erar beiteten Problemlるsung uberwunden werden.."41
Kirsch versucht
,
sein Konzept durch ein Beispiel zu beweisen,
das aus einer empirischen Untersuchung uber Reorganisationsprozesse an seinem Lehrstuhl stammt. Diese Untersuchung betri妊tdie Divisiona-,
.w.I<irsch, a..a..O, 5214
刊
w
引 Kirsch,a ι0.,5..214.252 Kagawa Unzversiか ZιonomiGRevieω 408
lisicrung von Grosuntcrnchmungcn in dcr sRD, namlich dic Umstellung cincr funktionalcn in cinc divisionalc Organisationsform42
In dieser U ntcrsuchung wurde cine Tendenz herausgefunden, das jeder Divisionalisienmgsprozes ungef五hrdrei Phasen durchlauft: In der ersten Phase wird ein Grobplan der neuen Organisationsstruktur entwor -fen.. Dieser gilt zwar fur die gesamte Unternehmung, bleibt aber in seiner Konsequenz abstrakt.Ein solcher Grobplan wird nm im kleinen Kreis der Geschaftsleitungsmitglieder diskutiert und beschlossen, weil eine fur das Entwerum des Grobplans unnるtigteVerwirrung aufkommt, wenn mehrere Personen auf niedrigeren Ebenen daran mitar beiten.. Durch die Beschrankung des Losungssystems auf den kleinen Kreis ist ein Versan -den des Reorganisationsprozesses schon bei der Erstellung des Grobplans weniger wahrscheinlich.. Also wird die Prozespromotion sehr erleichtert“
Jedoch wird diese Erleichterung durch eine hohe Promotionsproblematik bei der Durchsetzung und beim
“
Verkaufen" des Grobplans nach unten erkauft: Wenn man die Prozespromotion einschrankt,
erhalt man eine schwerere Ergebnispromotion“Kirsch sagt:“
Die erste Phase im Prozes der Divisionalisierung - so die Ergebnisse unserer explorativen Studie - stellt deshalb eine Mischung aus Komplexitatsabstraktion und Kom-plexitatsvergewa1tigung dar.."43 Genauer gesagt handelt es sich in dieserPhase hauptsachlich um die Komplexitatsvergewaltigung
,
weil Komple-xitatsabstraktion nm dann vorliegt, wenn das Lるsungssystemkeine Kom-plexitatsvergewaltigung anstrebtIn der zweiten Phase“verfestigen sich die durch den Grobplan neu
<2G.. Mayer undE.Gabele, Der Prozes der Divisionalisier也ng“Eineexplorative Studie
uber Reorganisationenりon13 Grosunternehmen, Munchen1975 "W..Kirsch,ιa O,3.222.
4 F 争 B E E K ι t g b b 409 2ur Handhabung von Problemen in Organisationen -253
gcschaffcncn Divisioncn nach inncn und nach ausen.."H Der Grobplan Jl1l1s nun mit rcichcrcm ¥Vissen aufgcarbcitet wcrden. Um dicscn Zwcck zu errcichcn, mus dλs Problemlるsungssystcmnicht nm eincn elitaren Zirkel, sondcrn mehr I3etroffene dcs mittelen und untercn Managements involviclcn, weil das Spezialwissen der einzclnen Betroffenen in den un -tcrcn Ebenen nm in partizipativer ¥Veise aktiviert wcrdcn kann.. 1n dieser Phase herrscht eine Bejahung von Komplexitat V01 und entsprechend
liegt eine andere Form der Promotion als in der ersten Phase vor: 1n dicser zweiten Phase besteht
“
die Tendenzヲdassich der Prozes aufgrundunterschiedlicher 1ntcressen nm muhsam weiter schleppt bzw.. das er in dieser Phase ganz vcrsandetプ45Deshalb“wird die Geschaftsleitung ein
stetes Erregungszentrum installieren mussen
,
um durch Impulsgeber die Lらsungssystemmitgliederimmer wieder anzustosen und zum ¥Veiterma -chen aufzufordem."46 Das Losungssystem mus nicht Ergebnispromotion,sondem Prozespromotion gewahrleisten..
1n der dritten Phase bringt die Eigendynamik der Divisionalisie -rungsprozesse Fliehkrafte mit sich
,
die eine letzte Phase notwendig ma-chen: “Die immer selbststandiger werdenden Divisionen mussen wie -der staker zentral eingebunden werden. Dieses Problem der 1ntegration enthalt viel Konfiiktsto百undahnelt in seiner primaren und sekundaren Problematik stark dem ursprunglichen Grobkonzept der divisionalen Or -ganisationsform.."47 U m die neu gestalteten verschiedenen Abteilungen zu integrieren, mus ein diesbezuglicher Grobplan entwoIIen werden und"w.Kirsch, a..a..O, S222 "W..Kirsch, a..a0.,S引223
‘
'W..Kirsch, a.ι0.,S“223254 Kagawa Univer.sily Ewnomzc Revzew 410
dann mus dicscr llntcr Teilnahmc dcr BctrofIenen allfgearbcitet wcrden4S
Insgcsamt gcschcn wcchselt dic Komplexitatshandhabung zwischen “(1) Vergcwaltigung (Eincngung) bzw引 Abstraktiondes Problems,
einhcrgchend mit eincm engen Losungssystcm
,
einer fur die Gesamtun-ternehmung zwar gultigcn,
jedoch "armen" llnd abstrakten Lるsung,
dem Grobplan llncl(2) ein問e引rAl
Komplex対it凶atcles Pr。叫O叫blemsmi比teinem au出1凶s酔geweit悦et向enLδsllngs回s戸yst悦emllnd
einer“reichhaltigeren", praziseren Losllng cler noch anstehenclen Pro -bleme.."49
Der Bejahung folgt wiecler Vergewaltigung
,
clann wiecler Bejahung.. Diesem ¥iVechsel entsprechencl wechselt auch clie Taktik der Promotion zwischen Ergebnispromotion und Prozespromotion: Nachdem cler Grob-plan entworfen worclen ist,
mus er zunachst clurch eine Ergebnispromo-tion von clen Betroffenen in den unteren Ebenen akzeptiert werclen.. 1n cler clarau旺olgenclenPhase nehmen mehr Betroffene teil uncl cleshalb mus clie Prozespromotion eingefuhrt werclen,
clamit cler Prozes nicht versan -clet, sonclern bis zum Schlus gebracht wircl,.V. Auseinandersetzung uber die Theorie der Problemhandhabung
Kirsch fuhrte bereits in seinem Buch
“
Entscheidungsprozesse"Bd.JIIden systemorientierten Ansatz ein., 1n diesem entwickelt er clie Sta -bilitat uncl Ultrastabilitat als Eigenschaften der Organisation als ganze"
"Vg.lW..Kirsch
,
a..a..,
.
.
o
S..223刊
411 ZurHandhabung von Problemen in Organisationen -255
Hicr geht es wcniger um den konkreten Inhalt beider Stabilitaten als um die Tatsache, das damit der holistische Gedanke dem individualistischen hinzugefugt wird
Diese Hinzufugung hat erwarten lassen, das der holistische Gedanke weiter verfulgt wircL Kirsch selbst weist auf die Wichtigkeit der Konzep-tionJ.. D.. Thompsons hin,“der im Rahmen seines kontingenztheore -tischen Ansatzes die Beziehung zwischen Organisationsstruktur, Umwelt und Techωlogie untersucht und die Funktion der Fuhrung (bzw. des
“
administrativen Prozesses") der Organisation darin sieht,
fur ein“
co -alignement" von Struktur,
Umwelt und Technologie zu sorgen.."50Es sol1 hier hinterfragt werden
,
ob Kirschs Theorie der Handhabung von Entscheidungsproblemen dieser Erwartung tatsachlich entspricht..Kirsch sagt:
“
Ubertragt man diese(J..D.. Thompsons - d.. Verf..) Sichtweise auf unsere Darlegung zur Handhabung komplexer Probleme,so bedeutet dieses
“
co-alignment" die Verwirklichung des objektiven Gesetzes der erforderlichen Entsprechung von Problemkomplexit批 undEigenkomplexitat des Entscheidungssystemsァ51 Solchermasen betont er zwar die Wichtigkeit des Thompsonschen ccトalignment
,
doch ent -wickelt er keine Diskussion uber diese Beziehung,
sondern diskutiert hauptsachlich eine andere Beziehung: Es handelt sich fur Kirsch nicht um die Beziehung zwischen Organisation und (Aufgaben-) Umwelt,
sondernj
u m d i e 刷 s氏伽C lR恥eoαr伊仰ga釘叩叩n凶lI附iぬon叫ss戸pI仙Da剖seben Gesagt旬ekδnnt旬eden Ei加ndruckhi泊nter1assenhaben
,
das Kirschs Erらrterungnm auf interne Prozesse angewandt werden kann. Einerseits betrifft der Begri百“Problem"nicht nur das innerorganisa -torische Problem,
sondern auch das umweltbezogene und andererseits'.w..Kilsch, a. a..0, S..233 .. W..Kirsch, a a..O, S..233
256 Kagawa UniversiかEw目omicReview 412 sincl clie verschicclcncIlFormen clcr Komplexitat.shandhabllng (scjahur LCllgnllng, Vergcwaltigllng, Abstraktion, Proclllktion von Komplexitat l lIlcl
“
Partisan1¥1川ualAcljllstment") all仁hauf Probleme anwcnclbar,
clie in clcr U mwclt clcr Organisation stchcn Insofern hat Kirschs Thcorie einc Eigcnschaft clcr Eontingcnzthcoric cler Organisation.. Zum Wcscn dCI Kontingenzthcoric der Organisation gehるrtclcr Gc-clanke, das es nicht eine bestimmte stets e旺ektiveMethode gibt, son -clernlInterschicclliche Situationen unterschieclliche Methoden erfordern.Kirsch紅 白terthauptsachlich die Entsprechung von Problemkomplexitat
und Eigenkomplexitat des Lるsungssystemsund nimmt grundsatzlich an
,
das das komplexe Lるsungssystemgestaltet werden mus,
um das kom-plexe Problem zu losen S. . ein Interesse liegt auf der Klassifikation der Formen der Komplexitatshandhabung und auf der nach den Formen der Komplexitat.shandhabung entstehenden Promotionsmethode.. Diese Tak -tiken der Komplexitatshandhabung werden keineswegs in Bezug auf Si -tuationen der Umwelt“relativiertZusammenfassend kann man sagen
,
das Kirsch eme Grund-idee der Kontingenztheorie,
namlich umweltbezogene Probleme zu berucksichtigen,
ubernommen hat,
doch beschaftigt er sich hauptsachlich mit Komplexitatshandhabung und Promotionsmethoden interner Situa -tionen, zu denen Reorganisationsprozesse gehるren..AIs nachstes sollen die Taktiken der Komplexitatshandhabung ausfuhrlicher diskutiert werden.. Zunachst sei nach der Art und Weise gefragt
,
wie Kirsch und seine Mitarbeiter die Komplexitatshandhabung in den Divisionalisierungsprozessen interpretiert hatten.Nach Kirschs Interpretation wurde die Vergewaltigung als Taktik der Komplexitatshandhabung in dcr ersten Phase der Divisionalisie
-413 Zur Handhabung von Problemen in Organisationen
257-lungsprozesse, namlich in der Grobplan-Phase, ausgcwahlt. Vergewalti -gung liegt pcr Dcfinition VOl, wenn dic Probicmkomplcxitat richtig cingc -schatzt ¥¥ ird und sich das Losungssystcm trotzdem bcwust untcrdimen-sionalisiert halt.. Nach Kirschs Intcrprctation muste man in dieser Phase wegen der hδheren Komplexitat ein komplexeres System als erwunscht wahlen
Doch kann man diese Phase auch so deuten
,
das die zu losende Kom-plexitat nicht hoch,
sondern niedrig ist,
damit man die der Grobplan白Phase nachfolgcnde Ergebnispromotion er1eichtertωDer Verfasser stimmt mit Kirsch darin uberein, das nur das simple Losungssystem in der er -sten Phase sinnvoll ist, doch er unterscheidet sich von Kirsch in Bezug auf den Grund fur die Wahl dieses Lδsungssystems: Wahrend Kirsch meint
,
das dieses System entgegen dem tatsachlichen Bedurfnis eingefuhrt wird,
ist der Verfasser der Meinung,
das es ihm entsprechend eingefuhrt wird. D..h..,
nach dem Verfasser handelt es sich in der ersten Phase nicht um Vergewaltigung,
sondern um Komplexitatsbejahung..52Zweitens ist au任五lligヲ das nur die Taktiken der
Komple-xitatshandhabung weiter ausfuhrlich diskutiert werden, die mit den Pro -motionsmethoden verbunden sind: Die Taktiken
,
die Probleme nur im engsten Kreis 1δsen und deshalb das Problem der Erklarung und Durch-setzung des Ergebnisses im weiteren Kreis verursachen,
und die Taktiken,
die mehr Betroffene des mi ttleren und unteren Managements partizipie -"I<irschs Meinung und die des Verfassers seien noch einmal kurz gegenuber gestellt: Kirsch meint: Obwohl die Fuhrungskrafte in der Grobplan-Phase das komplizierte Problem b引valtigenmiissen, vergewaltigen sie die Komplexitatzur Erleichterung der Prozespromotion Der Verfasser meint: Weil die Fuhrungskrafte in der Grobplan-Phase die Prozesprか motion erleichtem miissen und in diesem Sinn das entstehende Problem nicht Iωmpliziert ist, bejahen sie die Kornplexitat ohne Schwierigkeit
i ! 1 2 6 ・ i i f e a b s i t -i 258 Kagawa UniverっsityEwnomzc Review 414
ren lassen und deshalb das Problcm, den Prozesl1icht versandcn zu las
-sen und zum Ergcbnis zu bringcn, hcrbeif心hrcn,werc¥cn untcr andercn Taktiken diskutiert
Das Auswahlprinzip
,
das das1‘~riterium der Verbindung mit der Promotionsmethode liefert, ist, ob die betreffende Taktik die Tur des Losungssystems schliest oder offenstchen lastHier wird eine fundamentale Frage aufgezeigt: Mit welchem Ziel werden die restlichen Taktiken eingcfuhrt, die das oben genannte Aus-wahlprinzip nicht erflillcn und deshalb nicht weiter mit dem Promo-tionsproblem verknupft werden konnen und zu denen konkret gesagt zumindest das
“
Partisan Mutual Adjustment" und die Abstraktion von Komplexitat gehらren? Hat Kirsch in seiner Theor允 beabsichtigt,hauptsa.chlich das Promotionsproblem zu entwickeln? Man kann und mus seine Absicht nicht anders als solche deuten
,
wenn man den Grun小strom seines Buches durchschautυDieser ist, das das Promotionspro.,
blem zum Wichtigsten gehるrt" Das ergibt eine Zweiteilung der Tak-tiken
,
namlich in die Taktiken,
die Probleme nur im engsten Kreis losen und deshalb die Ergebnispromotion verursachen und in die Taktiken,
die mehr Betro任問edes mittleren und unteren Managements partizipieren lassen und deshalb die Prozespromotion herbeiflihren.. ¥Vas bedeutet die di妊erenzierteKlassifikation der Taktiken der Komplexitatshanてlhabung? Wird diese Klassifikation als Selbstzweck entwickelt? Diese Deutung kann die Tatsache rechtfertigen, das Kirsch in der Weiterentwicklung seiner Fuhrungslehre die durch ihn eingefuhrte di妊erenzierendeKlassifi -kation nicht oft benutzt hat. N un wird eine noch fundamentalere Frage e1伽tert,
die Kirschs Sichtweise uber Organisationen betrifft. Er sagt:“
Organisationen sind415 Zur Handhabung von Problemen in Organisation巴n 259
intcrcsscnpllllalis.tischc, sozial diffcrcnzicrte Sys.tcme, dercn intcrne und cxtcrne Teilnchmcr bzw. Intercssentcn gcwohnt sind, in unterschied -lichen Kontcx.tcn zu dcnken, ProbIcme zu definieren und zu 1るsen,For -derungen aufzustellen usw. Dies fulut dazu, das die Probleme, die im Rahmen organisatorischer Entscheidungsprozesse zu bewaltigen sind,
Multi-Kontext-ProbIcme darstellcn..¥Vir wollcn derartige Probleme als komplexe Problcme bezeichnen."53
Hat Kirsch diese grundlegende Sichtweise efiektiv angewandt? Hat er namlich diese Sichtweise eingenommen, nm um das Promotionspro-blem zu diskutieren?
Kirsch sollte klaren
,
wie und warum die Sichtweise der Probleme in Organisationen als Multi-Kontext明Problemezm IGassifikation der Tak-tiken notwendig w紅 白 Entsprechend kann man fragen: Muste Kirsch
diese Sichtweise so eingehend erklaren
,
um mehrere Varianten von Tak -tiken der Handhabungsmethode zu di紅白enzieren? Tatsachlich hat er auf diese Sichtweise haufig hingewiesen54und zusatzlich hat er bezuglichdieser Sichtweise den Begri旺des Kontextes sehr detailliert erklart.55
Doch kδnnten die gleichen Taktiken eingefuhrt werden, ohne diese Sicht -weise so ausfuhrlich zu erるrternund den Begri任Kontexteinzufuhren.,
Tatsachlich konnten J.G., March und J.,p, 01sen fast die gleichen
Taktiken erklむen
,
ohne den Begrifi Kontext im voraus zu erortern戸 Man kann die Taktiken al1ein aus der Koalitionstheorie,
die von der Carnegie-Mellon-Schule herkommt,
genugend entwickeln"5
3
w
.,Kirsch, a,.a.,O, S103, "w., Kirsch, a,.a..O"Vorwort, SS.38-40 uれ SS102-107 日VgLW. Kirsch, a,a,.o..,SS109・139 日VgLdas Mulleimermodell (garbage can model) vonJ G. March undJ"P.Olsen uber Elltscheidungsprozesse in Organisationen in: J.G. March undJ PゅOlsen,Ambiguity and Choice in Org:anizations, Bergen1976-260 Kagawa U日zversZtyEιonomic Review 416 Zllsammcnfasscn吋cdwird dic F弓守守r川agcin ctい、叫wasan吋cdcrcrW匂Clおscfor口m川ulicr町:tιL Giぬbtc白skcinc an吋cdcr陀cMδglicιchkci比t,dic Sichtwcise dcr Problcmc in der Or -ganisation als Mlllti-Kontcxt-Problcmc llnd dcn BcgrifIKontcxt bcsscr anzllwcndcn? Nlln mus dic kritischc Auscinandcrsctzung stcts konstruktiv scin ln dicscm Sinn sol1hier auf wichtigc Kcime hingcwicsen wcrden, dic Kirschs Lehrc dcr Handhabung von Entschcindungsproblemen in sich tr五gt.. Auch sol1hicr darauf hingcwiescn wcrden, in wclchc Richtung man dicsc Kcimc nahrcn so11
Erstens schcint es ein wichtigcr Punkt zu scin
,
das Kirsch die mchrdimensionale Handlungsfahigkeit eingefuhrt ha.t Er hat funf Aspckte genannt: dic Fcstlegung dcs Lるsungssystemsauf intensive Pro -blembemuhungcn,
die Festlcgung dcs Lるsungssystemsauf er arbei tete Losungen,
dic Erhaltung der Klarheit dcr Lδsung,
die Implemcntierung der Lδsung,
die Sicherung der Akzeptanz der Konsequenzen der Losung durch die Betro妊enenund die Sicherung der Rechtzeitigkeit derProblem-bewaltigung“
Diese Einfuhrung sol1so interpr叫iertwerden
,
das Kirsch weitere Di-mensionen oder Funktionen der schlichten zwischenmenschlichen Mani-pulation hinzugefugt hat
,
die fruher als der fast einzige Sinn der Fiihrung in dem Buch "Entscheidungsprozesse" (1970-1971) gedacht worden ist剛Er hat jedoch diese Dimensionen auf drei Kategorien verkurzt: auf die Prozespromotion, die Ergebnispromotion und die genere11e Promo・
tion" Durch diese Vcrkurzung hat er zumindest um 1978 einen Ansatz im Kcim selbst zunichtc gemacht. Er hat jedoch spater die erweiterten Rmktionen als ein selbststandiges Thema aufgenommen"S'7 Hier sol1 nicht
日VgLW, Kirsch, Fu叩mktd王ω
“
ition肘ende句rFul山t7 1 t t
417 2ur Handhabung von Problemen in Organisationen 261-darubcr ticfcr diskllticrt wcrden, wic man dicsc Fllnktioncn in scinc Lchr-meinllng einordnen und sie weiter cntwickeln kann.. Zum Schlns soll nm noch einmal darauf hingewiesen werden, das Kirsch begonnen hat, sich von dcm Begriff
“
zwischenmenschliche Fuhrung" im engen Sinn zu tren -nen und diese Erweiterung sehr interessant istZweitens scheint es auch ein wichtiger Pllnkt zu sein, das Kirsch die Sichtwcise der Probleme in der Organisation als Multi-Kontext-Probleme aufgenommcn und den Begriff Kontext betont hat.. Wie oben gesagt
,
hat er in seiner The四 ieder Handhabung von Entscheidungsproblemen dieBedelltung der Entwicklung dieser Sichtweise nicht gesehen: Es wurde gefragt
,
ob diese Sichtweise als Grundlage dieser TheOIie notwendig war,
oder nicht..Kirsch beschaftigt sich auch bezuglich dieses Problems spater mit der Bedeutung der Explikation der Organisationsprobleme in der Pra-xis und dem Konzept der Lebenswelt als der wichtigen Methode dazu.58
Geburts.tag, Stuttgart 1981
Yg.lauch den folgenden Aufsatz, der die Bedeutung der Fuhrung naιh Kirsch tiefer erkl孟rt:
W引 Kirsch,Politik in der Unternehmung: Autoritative Beeinflus喧ungder Al¥okation
、
onAnreizen und Belastungβn, in:W. Kirsch, Unternehmens.politik: Von der Zielfor -schung z也mstrategischen Management, Munchen 1981, SS 397-440 "Yg.l W. Kirsch, Zm Explikation und Bewaltigung praktischer Probleme im Kon -text sozialwissenschaftlicher Forschungstradition, in:W..Kirsch, Wissenschaftliche Un -ternehmensfuhrung oder Freiheit vor der Wis.senschaft'! Studien zu den Grundlagen der Fuhrungslehre, 1 Halbband, Munchen 1984, SS..231-263 YgL auch die folgenden Arbeitspapiere, damit der Sinn der Explikation der Probleme und der Einfuhrung der Lebenswelt in Kirschs Lehrmeinung verstandlich wird: W..Kirsch u D zu Knyphausen,“System" und“Lebenswelt": Zu den Unterschie -den einer Ausen-und einer Binnenbeobachtung von Organisationen, unverるffentlichtes Arbeitspapier, 1990 W..Kirsch u. D. zu Knyphausen, Organisationen als“
System" und“
Lebenswelt": Uberlegungen zu einer dualistischen Organisationstheorie, unverるffent¥ichtesArbeits-262- Kagawa UniversiかEconomzcReview 418
Die oben gcnannte Sichtwcise dcr Problcme in Olganisationcn als Multi -Kontcxt-Problcme kann nach unsercr Meinung bcsscr als Grundlage dieses Konzcptcs dcnn als Grundlage dcr Theorie der Handhabung von Entscheidungsproblemen verstanden werden: Man kann aus dieser Sicht -weise der Probleme in Organisationen als Multi-h:ontext-Probleme den Vorschlag entwickeln, die Probleme in der Praxis auf der Basis des Verstandnisses der Lebenswelt aufzufassen Hier ist kein Platz
,
dieses neue Konzept zu vertiefen.V
I. Ergebnis Dieser Aufsatz war eine Auseinandersetung mit Kirschs Theorie。 Es wurden einige Richtungen der sinnvollen ¥Yeiterentwicklung seines grundlegenden Konzeptes angedeutet. . Kirsch hatte sich fur das Aufzeigen der Entsprechung von Problem-komplexitat und Eigenkomplexitat des Lδsungssystems und die Unter -scheidung der Formen der Komplexitatshandhabung engagiert.Es konnte festgestellt werden
,
das er auf die Promotion in Orga-nisationen als den Sinn der Fuhnmg Wert legt.. Dieses Konzept der Promotion in seiner Theorie der Handhabung von Entscheidungspro -blemen legt die ubrigen Teile seiner Theorie fest: Einige Formen der Komplexitatshandhabung scheinen wegen der Einwirkung dieses Kon-zeptes ihre Bedeutung verloren zu haben.. N ur die Formen der Kom-plexitatshandhabung wurden detailliert aufgenommen,
die einen engen Bezug zu der Promotion haben.. Das Gleiche gilt auch fur die mehrdi -papier, 1990-263-2ur Handhabung von Problemen in Organisationen 419 mensiona¥e IIandlllngsfahigkcit odcr die Fllnktion der Fuhrung.. Obwohl Kirsch andcre Fun ktioncn der Fi.iluung als dic schlichte zwischenmensch -liche1¥fanipulation sciner Theoric hinzllgcfigi.t hat, wurden sie wegen der Einengung desI3Iickwinkels dlllCh das oben genannte Konzept der Pro -motion zumindest bis spater nicht gcnugend weiterentwickelt.
Noch eine andere fundamentale Frage uber die Struktlll von Kirschs Theorie der Handhabung von Entscheidungsproblemen wurde gestellt .. Kirsch hat zwar die Sichtweise dcr Probleme in Organisationen als Multi -Kontext-Probleme aufgenommen und den Begriff Kontext betont.. Doch kann man kaum sagen, das diese Sichtweise und dieser Begri旺mitder Entwicklung der Formen der Komplexitatshandhabung und dem Kon-Aus dieser Sichtweise und zept der Promotion eng verknupft waren.
diesem Begriff wird erst spater der grる,stmるglicheGewinn gezogen wer -den kるnnen,wenn Kirsch die Probleme in der Praxis zu verstehenbe~ gi即 時 unddiesbezuglich die Methode des Verstandnisses der Lebenswe1t
anzuwenden versucht .. 寸 ! ? ! i i i l i l i t i -i 3
-264- Kagawa Unive.rsifyEwnomzc Revzew 420
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