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「不条理文学」としてのフランツ・カフカ『審判』再考

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「不条理文学」としてのフランツ・カフカ『審判』

再考

著者

庄司 知記

雑誌名

東北ドイツ文学研究

57

ページ

23-43

発行年

2016-10-15

URL

http://hdl.handle.net/10097/00127140

(2)

Ι. Albert Camus absurde absurd 1942 20 1915 26 42 38 1) 2009 9 2015 11 14 58 1) 2002 1354

(3)

2) 3) 4) 184 K. 188 189 K. 2) 1969 175 195 1938 1939 1943 3) 4) l’absurde 8 9 26

(4)

194 195

192

(5)

5)

6)

Eugène Ionesco Samuel Beckett

Harold Pinter 7) 2 8) Josef K. K. Schwarzer Humor 9) 5) S 1944-1955 1976 75 108 83

6) Dirk Oschmann: Philosophie. In: Kafka-Handbuch. Leben-Werk-Wirkung. Hrsg. von Manfred Engel/Bernd Auerochs. Stuttgart/Weimar (J. B. Metzler) 2010, S. 59.

7) 1968

8)

2-3 2008 218 237

(6)

ΙΙ. 1 10) K. 7 K. 11) K. K. K. 12) K. 1915 9 30 K. 13) K. 10) 1914 8 11 1915 1 20 1914 7 12

1915 1 Manfred Engel: Der Process.

In: Kafka-Handbuch., S. 192 1925

Der Process. Textbd. Hrsg. von Malcolm Pasley, Redaktion

Hans-Gerd Koch. Frankfurt a. M. (Fischer) 1990 (P/KA)

5 1992

11) Vgl. Engel, a.a.O., S. 197.

12) Franz Kafka. Tagebücher. Textbd. Hrsg. von Hans-Gerd Koch, Michael Müller und Malcolm Pasley. Frankfurt a. M. (Fischer) 1990 (T/KA) S. 757.

(7)

K. K. 14) K. K. K. Titorelli 200 K. 66 79 K. K. Direktor-Stellvertreter 15) K. K. 2 Huld K. K. trübes Wetter 52 trübes Licht 149 K. 118

14) Theodor W. Adorno: Aufzeichnungen zu Kafka. In: Kulturkritik und Gesellschaft. 1. Prismen. Frankfurt a. M. (Suhrkamp) 1977, S. 254-287, hier S. 285.

(8)

K. 176 K. K. Trübselige Meinung 303 trübe trübselig 16) Friedrich Beissner 17) K. K. K. K. K. K. 18) 16) 177 17) 1976 1952 18) 109 133 119 120

(9)

Prokurist K.

Rabensteiner Kullich Kaminer

untergeordnete Beamte aus der Bank 27

29 Bettelmaler 221 19) K. Block 20) 283 K. Fräulein Bürstner K. 19 48 21) K. K. ΙΙΙ K. K. 3 K. 22) 19) K. 204 20) 261 21) 42 K. K. K. 22) 1990 218

(10)

23) 755 756 eine Komödie 11-12 K. 24) K. „spielen“ K. K. K. K. 23) 1977 474 475 24) K.

Vgl. Elizabeth Boa: Der Process-Machtstrukturen und Männlichkeitmuster. In:

(11)

K. K. K. 305-306 K. 307 1930

ein Kodex von Gesten 25)

Gerhard Scholem

1939 2 4 26) Ι

27)

25) Walter Benjamin:Franz Kafka. Zur zehnten Wiederkehr seines Todestages. In: Gesammelte Schriften ΙΙ/2. Unter Mitwirkung von Theodor W. Adorno und Gershom Scholem. Hrsg. von Rolf Tiedemann und Hermann Schweppenhäuser. Frankfurt a. M. (Suhrkamp) 1980, S. 409-438, hier S. 418.

26) Walter Benjamin: Briefe2. Hrsg. und mit Anmerkungen versehen von Gershom Scholem und Theodor W. Adorno. Frankfurt a. M. (Suhrkamp) 1978, S. 803.

(12)

K. K. K. Frau Grubach Anna K. Wächter Franz K. K. 13 K. K. 13-14 K. 28) K. K. „absurde“ 29) K. 瑆 1972 200 201 28) Willem Aufseher ,K. 109 113 29) 9

(13)

K. „absurde“ K. 30) K. 383 K. K. K. K. K. K. K. K. K. ΙΙΙ. K. 30) Gerichtsdiener

(14)

K. K. K. 31) K. K. K. K. K. K. 32) K. K. K. 289 K. K. K. 33) K. K.

31) Ritchie Robertson (Aus dem Englischen von Josef Billen): Franz Kafka ; Leben und Schreiben. Darmstadt (Wissenschaftliche Buchgesellschaft) 2009, S. 104.

32) Ebd., S. 102f. 33) Ebd., S.108.

(15)

294-295 K. K. K. K. K. K. 34) K. K. K. 35) K. K. 127 168 Geschäft 168 34) Ebd., S. 102ff.. K. 83 35) 126

(16)

168 K. 36) K. K. K. Leni K. Eingabe K. 69-70 36) 202 180

(17)

K. 37) K. K. K. K. 195-196 Winkeladvokat 152 154 156 K. K. K. K. 38) K. 88-89 265 37) K. K. 159-160 K. 71-72 104 38) 181

(18)

311-312 K. K. 39) K. K. 182 K. K. Gerichtsbeamten K. K. Hasterer

Gesellschaft Richtern Staatsanwälten Advokaten

junge Beamten Advokatursgehilfen 40) „Beamte“

K.

K.

39) 72

(19)

ΙV. K. K. K. 11 41) K. 42) K. 43) 41) Adorno, a.a.O., S. 272. 42) 112 Robertson, a.a.O., S.116f.

(20)

V. K. K. K. K. K. 309-310 44) K. Trübselige Meinung 303 K. Schwarzer Humor K. K. 1995 305~306 44) K. 17

(21)

Der Process von Franz Kafka als die Literatur des Absurden

Tomoki Shoji

In dieser Abhandlung geht es um die Frage, was die „Absurdität“ im Roman Der

Process bedeutet. Der französische Schriftsteller, Albert Camus, benutzte über Kafkas

Werke das Wort „Absurdität“. Wenn man aber Camus' philosophische Schrift Der Mythos

des Sisyphos genau liest, ist es sehr fraglich, ob man Kafkas ganze Werke als „absurde

Literatur“ rezipieren kann. Camus behandelte da Kafkas Romane Der Process und Das

Schloss. Er schätzte Der Process, weil der Roman absurd ist. Anderseits ist nach Camus Das Schloss nicht absurd, weil im Roman die „Hoffnungen“ zu finden sind. Das Wort

„Absurdität“ ist ein Faktor, dass Kafka als ein Denker und auch ein existenzialistischer Schriftsteller betrachtet wird. Dieser Beitrag stützt sich zwar auf Camus' Schrift, aber versucht eine Möglichkeit, dass man den Process als eine absurde Literatur lesen könnte. Über die Schuldprobleme von Josef K. wurde bisher viel diskutiert. Der Roman beginnt mit dem Satz: „Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet. “Hier ist die Erzählperspektive wichtig. Im

Process erzählt die dritte Person, aber immer aus der Perspektive von Josef K.. Deswegen

werden im Roman nur seine Gedanken und Ansicht erzählt. Er bildet sich vielleicht ein, unschuldig zu sein. Der Bankprokurist Jesef K. ist ein hochmütiger und komischer Mensch. Der Humor ist auch in der Szene zu finden, in der Josef K. verhaftet wird, die aber sehr tragisch erscheint. Josef K. erkennt die Verhaftug als eine Komödie und will sie spielen. Was bedeutet nun die Komödie? Der Process ist ein absurder Prozess, eine Farce. Komisch sind nicht nur Josef K., sondern auch Gericht, Gesetz, Justizsystem überhaupt.

Man interpretiert den Process als ein Geschichte, in der das Gericht Josef K. psychologisch steuert. Dabei liegt der Schwerpunkt auf den gesteuerten Josef K. und fehlt die Analyse des Gerichtshofs, der ihn steuert. Es ist schwer anzunehmen, dass Josef K. ein Schuldgefühl hat. Er folgt dem Henker, weil er den seltsamen Prozess müde ist. Ihn

(22)

interessiert eher das steuernde Gesetz als die Schuld. Er hält bei der ersten Untersuchung eine Rede, die man als eine Anklage gegen das Gericht verstehen kann. Im Process wird eine Welt beschrieben, in der das böswillige Gericht und die boshaften Advokaten und Beamten herrschen. Es gibt keine göttliche Gnade. Vom Advokat Huld, der Josef K. eigentlich verteidigen soll, bekommt er keine Gnade. Huld versäumt seine Pflich und treibt Josef K. ins Todesurteil. Diese „Absurdität“ enthält eine Gesellschaftskritik. Aber der Fabrikant sagt Josef K.: „Sie sind ja fast ein Advokat. Prokurist K. ist fast ein Advokat.“ Diese Aussage deutet an, dass K. auch ein Mitglied der hierarchischen Struktur ist. Die Gerichtsbeamten, die K. anzeigen will, sind sozusagen K.s Doppelgänger. K.s plözliche Verhaftung, seine Exekution wie „ein Hund“ oder satirische Beschreibung des Gesetzes machen wahrscheinlich die Interpretation des Romans ernsthaft. Vielleicht beeinflusst von dem Weltkrieg und dem Holocaust liest man gern den Process als eine Tragödie und interpretiert ihn existenzialistisch. Die jämmerliche und grausame Geschichte macht es schwierig, den Process als ein Humor oder eine Komödie zu lesen.

Im Process bedeutet das „Gesetz“ zweierlei, erstens ist es die Norm der Gesellschaft, zweitens ist es das Selbstbewusstsein. Es erscheint nie „das hohe Gericht“ im Roman. Das Gericht liegt vielleicht im Inneren von K.. Die Leser können im Roman keine Hoffnungswege. Josef K. selbst verweigte die Hoffnungswege, deswegen wählt er selbst seine Exekusion, er begeht fast den Selbstmord. Die Welt scheint absurd zu sein, weil der Mensch selber an der „Absurdität“ teilhat. Josef K. ist ein Mensch, der auch zur komischen Welt gehört.

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