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Uber die Axiomatik von Mittelbildungen,

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奈良教育大学学術リポジトリNEAR

Uber die Axiomatik von Mittelbildungen,

著者 MATSUMURA Soji

journal or

publication title

奈良学芸大学紀要

volume 7

number 2

page range 1‑2

year 1957‑12‑15

URL http://hdl.handle.net/10105/4874

(2)

(r) Üb"t die Axiomatik von Mittelbildungen,

von Söji Me:rsuuune.

(Eingegangen am 1 October, 1957)

Das f-mittel x (x1) von n Grössen x7,"',xn wird durch die Mittelfunktion f fol-

gendermassen definiert:

(D) f (*,*,"',x):f (*r,*2,"',xo).

Je nach cler Wahl der Postula.te, denen diese Mittelfunktion genügen soll, erhält man die verschiedenen Arten der Mittelbildung. Das einfachste davon ist das arithm- etische, zu dessen Begründung beispielsweise die Postulate genügen: (r)

(1) Es sei f (x1+9r,"',x^+y^):f (xt,"' ,x^)+f Qt,"',!^).

O Die Mittelfunktion ist gegenüber jeder Permutation ihrer Argumente invariant.

(3) Es ist .f (x ,x , ... ,x):rc (Normierung von /) .

Bei gleichzeitiger Benutzung von (1) bis (3) ist die Herleitung der Gestalt von f

geradezu trivial : Nach (2) ist

f(*t,... ,*;:]r t'j^

f (*,,, x,2,...,x,^),

"' r1r"'rn wobei über aIIe Permutationen zu summieren ist.

Nach (1) ist die rechte Seite gleich

f (>A . Ix, . .... X's,\,

' \ n ,t n /' nach (3) also

f (xr, ..', *):to /".n/

Diese triviale Herleitung ist nur möglich, weil wir zuviel in die Postulate hinein- gesteckt haben.

Vor kurzer Zeit habe ich bei Behandlung der Minkowskischen Stützfunktion dar- auf aufmerksam gemacht, wie weittragen gelegentlich die Annahme sein kann, dass

die untersuchte Funktion einer Beschranktheitsbedingung genügt. Ich will nun hier ze-

igen, dass sich das Postulat (3) daburch ersetzen lässt, dass rvir fordern:

@) In dem Bereich lx2 l=R s,si lf (*t,"',*^11M, und f (1 ,1,"',1): I .

Dass man unter Voraussetzung der Stetigkeit allein mit (1) schon weit kommen kann, darauf hat an der genannten Stelle L.Teodorin(1)hingewiesen.

Dies ist übrigens längst bekannt. Unter Postulat (4) verlangt aber offenbar viel weniger als Stetigkeit. Zunachst folgt aus (l) für ganzes n

f (nx1):nf (xt), f (x1):nf (*o /n), also für rationale Zahlen r f (rx1):nf (x1).

Wir setzen nun C(s):/(sxi) -- sf (rc).

(3)

(2) Söji Mersuuune Dann ist für s:r (rational) g(r):0.

Ferner ist nach (tr) und der Definition von g:

(I) g(s+t):g(s)'re(t), also 8(s +- r) :g(s) ,

a.h. g(r) nimmt schon in der Nähe von s:0 alle lVerte an, welche g überhaupt annehmen kann.

Wäre nun fiil s:s': g(s/)\0, so wäre nach ( I ) g(rst):ng(st)

lg(s)l müsste also überhaupt und dann auch in der Nähe von s:0 jede vorgegebene Schranke übersteigen. Aus (4) aber folgt fur genügend kleine Werte lsl(l:

g(s) </(s,c' ) r (sll/(i{t) | <M(I + lsl) <2M.

In einer vollen Umgebung von s:0 muss dann g beschränkt sein, was in Widerspruch zumvorigen Schluss steht.

Es muss also g(s)=o sein, d. h.

(u) f(sx5)=sf(x1).

Bisher wurden nur die Postulate (1) und ({) benutztt. Nimmt man Postulate (2) hinzu, so folgt nach den am Anfang gemachten Bemerkungen (4 und ( u ) :

f (Nr):f (2xt/n)=:i-]' 3*o "f(1, 1, "',1)

(n) f (x):-L$Yr, r. t=l w, z, b, u;.

Man kann auch so vorgehen, dass man auch (4 und (tr) direkt folgert:

.f (x,"',x):xf (1 ,"',1):x;

heirmit ist (3) aus (1) und (4) bewiesen.

Auch bei der Begrundung anderer Mittelbildungen wie überhaupt bei der Lösung

von Funktionalgleichungen und Funktionalungleichungen lassen sich in analoger Weise

meist die Voraussetzung der Stetigkeit oder andere starke Annahmen durch das sch- wache Postulate ersetzen.

(1) Vgl. z-8.L. Teodorin : Sur la döfinition axiomatique de la moyenne, Mathematica, S,

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