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高知大学学術研究報告 第46巻、(1997年) 人文科学 4 0

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   S.119 HgAyT而

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der weisse Schimmer lieblich bricht, wie sieben Regenbogenstrahlen

zerrinnen in das weiDe Licht:

so spielt in tausendfacher Klarheit bezaubernd um den trunknen Blick, so flieBtin Einen Bund der Wahrheit in Einen Strohrti des Lichts zuriick!

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* Holderlin 。Brod und Wein (1800‑01):Samtliche WerkeよBd.4レBesorgt durch N. Hellingrath.

Gedichte 1800‑1806. 2.Aufl. Berlin. Propylaen‑Verlag. 19降 S、119‑125; Samtliche Werke、

Stuttgarter Ausgabe. Kohlhammer、 1946‑77(Register 1985). Bd.2. 1951. S.90‑95; Simtliche Werke、

Frankfurter Ausgabe. Roter Stern. Bd.6. 1976. S.248‑252(Une血面dierter Text v)/

BROD UND WEIN. AN HEINZE

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Rings um ruhet die Stadt; still wird die erleuchtete Gasse, Und, mit Fakeln geschmukt, rausohen die Wagen hinweg.

Satt gehn heim …  (Hellingrath‑Ausgabe =HgA。S.119)       1.      : Rings um ruhet die Stadt; still wird die erleuchtete Gasse,  Und, mit Fakeln geschmiikt, rauschen die Wagen hinweg.

Satt gehn れeim von Freuden des Tags zu ruhen die Menschen,  Und Gewinn und Verlust waget ein sinniges Haupt

Wohlzufrieden zu Haus; leer steht von Trauben und‥Blu血en,  Und von Werken der Hand ruht der geschafftige Markt.

Aber das Saitenspiel tbnt fern aus Garten; vieleicht, da£

 Dort ein Liebendes spielt oder ein einsamer Mann

Ferner Freunde gedenkt und der Jugendzeit; und die Brunnen,  Immerquillend und frisch rauschen an duftendem Beet.

Still in dammriger Luft ertonen gelautete Gloken, ト  Und der Stunden gedenk rufet ein Wachter die Zahl.

Jezt auch kommet ein Wehn und regt die Gipfel des Hains auf,  Sieh! und das Schattenbild unserer Erde, der Mond \  ∧ Kommet geheim nun auch; die Schwarmerische, die〉Nacht kommt,  Voll mit Sternen und wohl wenig bekiimmert um uns,

Glanzt die Erstaunende dort, die Fremdlingin unter den Menschen  iJber Gebirgeshohn traurig und prachtig herauf.   1

      2.

Wunderbar ist die Gunst der Hocherhabnen und nie血andニ  \ ダ  We追vonwannen und was einem geschiehet von ihr.

So bewegt sie die Welt und die hoffende Seele der Menschen,

41 。Die Kiinstler (1789) und Brod und Wein" (1800‑1801)‑Von Schiller zu Holderlin (Takahashi)

umleuchtet von der Feuerkrone steht dann vor ihrem miindgen Sohne entschleyert一一als Urania;

so schneller nur von ihm erhaschet, je s c h on e r er von ihr geflohn!

So siiCso selig iiberraschet stand einst Ulyssens edler Sohn,

da seiner Jugend himmlischer Gefiihrte zu Jovis Tochter sich verklarte.

 Der Menschheit Wiirde ist in eure Hand gegeben bewahret sie!

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Sie sinkt mit euch! Mit euch wird die Gesunkene sich heben!

Der Dichtung heilige Magie dient einem weisen Weltenplane, stilllenke sie ・zum Ozeane der groBen Harmonie! 犬

 Von ihrer Zeit verstoBen, fliichte die ernste Wahrheit zum Gedichte, und finde Schutz in der Camonen Chor.

In ihres Glanzes hbchster Fiille, furchtbarer in des Reitzes Hiille, erstehe sie in dem Gesange und rache sich mit Siegesklange an des Verfolgers feigem Ohr.

Der freysten Mutter freye Sohne schwingt euch mit festem Angesicht zum Strahlensitz der hochsten Schone, um andre Kronen buhlet nicht.

Die Schwester, die euch hier verschwunden hohlt ihr im Schoos der Mutter ein;

was schone Seelen schon empfunden muB treflichund voUkommen seyn・

Erhebet euch mit kiihnem Fliigel hoch iiber euren Zeitenlauf;

fern dammre schon in euerm Spiegel das kommende Jahrhundert auf.

Auf tausendfach verschlungnen Wegen der reichen Mannigfaltigkeit

kommt dann umarmend euch entgegen am Thron der hohen Einigkeit.

Wie sich in sieben milden Strahlen

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高知大学学術研究報告 第46巻Iレ(1997年)人文科学

begann die Seelenbildende Natur, mit euoh・,dem freud'gen Aerntekranze, schlieBt die vollendende Natur,

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 Die von dem Thon, dem Stein bescheiden aufgestiegen, (28) die schopferische Kunst, umschlieOt mit stillen Siegen

des Geistes unermeDnes Reich;      犬     \ was in des Wissens Land Entdecker nur ersiegen,

entdecken sie, ersiegen sie fiireuch.

Der Schatze, die der Denker aufgehaufet, wird er in euren Arm en erst sich freun,

wenn seine Wissenschaft, der Schonheit zugereifet, zum Kunstwerk wird geadelt seyn ‑

wenn er auf einen Hiigel mit euch steiget, und seinem Auge sich, in mildem Abendschein, das mahlerische Thai auf einmal zeiget.

 Je reicher ihr den schnellen Blick vergniiget, je hoh're schon're Ordnungen der Geist       ‥ in eine m Zauberbund durchflieget,

in eine m schwelgenden GenuB umkreiB't;

je weiter sich Gedanken und Gefiihle         , dem iippigeren Harmonienspiele

dem reichern Strom der Schonheit aufgethan ‑ ie schon're Glieder aus dem Weltenplan,   ‥

die ietzt verstummelt seine Schopfung schanden, sieht er die hohen Formen dann vollenden, je schonre Rathsel treten aus der Nacht,

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je reicher wird die Welt, die er umschlieCet, je breiter stromt das Meer mit dem er fliefiet, je schwacher wird des Schicksals blinde Macht,  :

je hoher streben seine Triebe,

je kleiner wird er selbst, je groBer seine Liebe。

 So fiihrtihn, in verborgnem Lauf,

durch immer reinre Formen, reinre Tone,     / durch immer hoh're Hahn und immer schon're Schone der Dichtung Blumenleiter still hinauf ‑‑‑‑

zuletzt, am reifen Ziel der Zeiten,      犬 noch eine gliickliche Begeisterung,

des jiingsten Menschenalters Dichterschwung,

und −一一in der W ahr h e i t Arme wird er gleiten……

 Sie selbst, die sanfte Cypria,       し

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43 。Die Kiinstler (1‑789) und。Brod血nd Wein (1800‑1801)‑フVon Schiller zu }4司derlin (Takahashi)

in eurem Arm fand sieレsichwieder, als durch der ・Zeiten:stillen Sieg, deS・LebensBliithevon der Wange, die Stiirkevon den Gliedern wich, und traurig, mit entnervtem Gange, der Greis an seinem Stabe schlich。

Da reichtetihr aus frischer Quelle dem Lechzenden die Lebenswelle.

Zweymal verjiingtesich die Zeit, ニ zweymal von Saamen, die ihr ausgestreut.

 Vertrieben von :Barbarenheeren, entrissetihr den letzten Opferbrand

des Orients entheiligtenAltaren,     \ und brachtet ihn dem Abendland.

Da stieg der schone FKichtling aus dem Osten, der junge Tag, im Westen neu empor,

und auf Hesperiens Gefilden sproBten verjiingteBliithenJoniens hervor・.  > Die schonere Natur warf in die Seelen \ sanft spiegelnd einen schonen Wiederscheinに:

und prangend zog in die geschmiickten See畑n des Lichtes groCe Gottin ein.

Da sah man Millionen Ketten fallen√

und iiber Sklaven sprach jetzt Menschenrecht, wie Briider friedlichmit einander wallen, so mild erwuchs das jiingereGeschlecht.

Mit innrer hoher Freudenfiille genieBt ihr das gegebne Gliick, und tretetin der Demuth Hiilleパ mit schweigendem Verdienst zuriick.

 Wenn auf des Denkens frey gegebnen Bahnen der Forscher jetzt mit kiihnem Gliicke schweift, und, trunken von siegrufenden Paanen,

mit rascher Hand schon nach der Krone greift;

wenn er mit niederm Soldnerslohne

den edeln Fuhrer zu entlassen glaubt,   : und neben dem getraumten Throne

der Kunst den ersten Sklavenplatz erlaubt:  十 verzeiht ihm 一一der Vollendung Krone   j schwebt glanzend iiber eurem Haupt.コ

Mit euch, des Friihlings erster Pflanze,

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