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Experimentelle Studien über die elektive Anreicherung
von pathogenen Darmbakterien im Wasser.
I. Mitteilung. Zur Möglichkeit der elektiven Anreicherung
auf Grund der Lagedifferenz des isoelektrischen
Punktes je nach der Arten der Bakterien.*)
Von
Noboru SIRAISI(白 石 天 外).
Aus dem Bakteriol. Labor. der Pathol. Abt. des Biol. Med. Forschungsinstitutes für Ostasien an d. Med. Fakultät zu Nagasaki (Vorstand: a. o. Prof. Y. Aoki).
(Eingegangen am 20. Februar 1942).
Es ist eine längst bekannte und uns doch stets auf Neue begegnende Tatsache, dass der Ursprung einer Typhusepidemie auch für Paratyphus, Ruhr und Cholera gilt dasselbe — selbst bei negativem Ergebnis der bakterio- logischen Untersuchung immer und immer wieder auf infiziertes Wasser zurückzuführen ist. SCHÜDER(5) veröffentlichte seinerzeit statistisch-epidemio- logische Untersuchungen über die Ursachen von 638 Typhusepidemien inner- halb von 30 Jahren (1870 bis 1899) in allen Erdteilen ausschliesslich Asiens, aus welchen hervorgeht, dass 77.40/0 davon durch infiziertes Wasser veranlasst waren. Diese Mitteilung ist allerdings veraltet, aber es lässt sich wohl be- haupten, dass die Dinge auch heute unverändert bleiben. Sogar in Japan, wo in neuerer Zeit das Einströmen der Landbevölkerung in die Stadt, beson- ders in die Mittel- und Kleinstadt lebhaft vor sich geht, aber der hygienische Ausbau des Stadtplanes damit nicht genügend Schritt hält, scheinen die Ver- hältnisse mehrfach eher zur Verschlechterung zu neigen.
In den meisten Fällen spielt das Trinkwasser beim Auftreten der epidemi- schen Darminfektionen die ausschlaggebende, primär-vermittelnde Rolle. Auch das Naturwasser ist als Waschwasser von Gemüse, Tafelgerät, Kleidung usw.
dafür von sekundär-vermittelnder Bedeutung. So ist es verständlich, dass die Bakteriologen sich sehr eingehend mit dem Nachweis der Erreger im Wasser beschäftigt haben. Natürlicherweise ist es einigen von ihnen gelungen, einzelne Erreger zu entdecken und haben sie solches dann auch zur Veröffentlichung gebracht.
Im Gegensatz dazu aber gibt es, denke ich, manche Arbeit, die nicht immer veröffentlicht worder ist, in welcher der Verfasser den gleichen Zweck anstrebte und wo seine Versuche doch durchweg ein negatives Ergebnis geliefert haben ; ja ich glaube, dass es eine Menge solcher missratener und
*) Mitgeteilt auf der 15. Tagung der Japanischen Vereinigten Mikrobiologischen Gesell-
schaft am 4. April 1941 zu Kumamoto.
6 N. SmArsl:
vertuschter Versuche in der Welt gibt. Ausserdem muss man nicht tibergehen, dass sog.ar der positive Fall nicht ohne Mtihe im Erregernachweis Erfolg hatte. sondern unendliche Anstrengung gekostet hat. Sehr wahl ! Wenn ein Forscher nur einen Bakterienstamm aus zahlreichen Wasserproben isolieren kann, flugs tiberliefert er den Befund der Naclu ,elt, und der andere Forscher, der nichts nachweisen konnte, scht 'eigt entweder ganz, oder beschreibt seinen Misserfolg doch nur in unauffalliger Weise. Da dies der Fall ist, so scheint die Nachweisbarkeit voll pathogenen Darmerregern aus dem Wasser beim jetzigen Stalrd der Isolierwagsmethoden ausserordentlich niedrig
zu sein.
Wie schwer es fallt, clie pathogenen Keimarten im Wasser nach7.uweisen, daftir will ich jetzt vier schon von den Vorg ngern genannte denkbare Grtinde anf tihren.
Die Hauptschwierigkeit liegt erstens in der hochgl'adi.."en Verdiinnung der Keime im Wasser ; man muss also unter schlechten Bedingungen untersuchen, wo nur eine geringe Menge Material in einem gr6sseren Wasserquantum 'vor‑
handen ist. Der z veite Grund ist das Dasein der eigentlichen Wasserbakterien und der gleichzeitig mit dem Erreger beigemengten Begleitbakterien z. B. Coli.
Sie sind naturgem ss zahlreicher und widerstandsfahiger als die Pathogenen, was die erste Schwierigkeit noch schwieriger macht. Denken wir uns das Material den pathogenen Keim allein enthaltend, so k6nnen wir die einfache Bouillon‑ oder Peptonwasserkultur leicht anwenden ; des tiberwiegenden Wach‑
stums der beigemischten Bakterien halber ist dies aber viel]eicht unm6g]ich.
Wir finden den dritten und den vierten Grund der Schwierigkeit in der Angabe.
M LLERS : ,, ‑ dass meistens zwischen Infektion und Auftreten der ersten Krankheitserscheinungen eine Inkubationszeit von 2 bis 3 Wochen liegt, und dass die Mehrzahl der Typhusbazillen erfahrungsm ssig im Wasser unter nattirlichen Verh ltnissen schon innerhalb 14 Tagen zu Grund zu gehen pflegt, so kann man verstehen, dass von den unz hiigen im Laufe der Jahre ausge‑
ftihrten Untersuchungen nur eine verschwindend kleine Zahl mit h '.rfolg gekrdnt
v¥'urde "(1 ' )
Nattirlich ist ein gewisser Kreis von Bakterio]ogen dauernd unter Ver‑
wendung von irgendeinem ktinstlich infizierten Wasser oder vOn Naturwasser an der Arbeit, diese Schwierigkeiten zu tiberwinden, und die von ihnen vor‑
gesch]agenen Ide̲en sind sehr mannigfaltig ‑ es handelt sich um weit ausgrei‑
fende Versuche, erstens auf dem Wege der kulturellen Anreicherung, ferner auf mechanischem, auf chemischem, endlich auf biologischem Wege. Auch eine Kombination des mechanischen und chemischen Verfahrens wurde versucht, indem der mittels chemischer Reagenzien gebildete Niederschlag durch Zen‑
trifugieren veiter konzentriert wurde.
lch bin auch einer von denen, welche mit den Schwierib"keiten der Wasser‑
untersuchung auf pathogene Darmbakterien den Kampf aufnehmen, und zwar will ich mir immer zum Grundsatz machen, den Versuch nur auf dem Wege der elektiven Anreicherung entwickeln zu lassen.
Zur elektiven Isolierung von pathogenen Organismen aus dem infizierten
Experimentelle Studien逓ber die elektive Anreicherung. 7
Wasser scheinen diσbisherigen Methoden nicht z〜veckm盗ssig zu sein:die einfacbe Kultivierung z.B.das Zumn議hrbodenmachen des Probewassers selbst durch Zusatz von Pepton u.a.,die mechanische Fallung z.B.die Zentrifugie−
rung oder die chemische F試11ung mit Chemikallen(Verfahren、von MOLLER(19),
ulld von VALLETて訪2)).Ich glaube mittels der obigen Methoden den erwarteten Erfolg in meiner Arbeit schwer erhoffen zu dUrfen,und eγωα漉乞hηε伽2乞g α%ブdεη36乞ologisoheπ 晩g召,weil一一wie bekannt−die Pathogenen einerseits und die Coli und andere Wasserkeime andererseits in jeder beliebigen von ihren biologischen Eigenschaften sich volleinander verschleden verhalten.
Welche Art von den blsherigen Versuchen gehδrt nun zum biologischen Verfahren?Das ist das von WINDEBAuDT(ll4)zuerst empfohlelle Verfahren der biologischen Ausfallung und besteht darin:die Typhusbazillen werden (nach−
dem das mit Nahrsto仔en versetzte Wasser zun試chst bei37℃bebr tet worden is‡)durch Zusatz stark agglutinierenden Typhusimmしmserum unbeweglich ge、
macht und k6nnen so verhaltnismassig isoliert mechanisch ausgeschieden werden。
Das Verfahren ist von vie!en spateren Forschern nachgeprliftしm(1von einigen noch modi丘ziert worden.
Ich hoffe dar行ber gegebellenfalls zu forschen und zu berlchten,
aber m6chte gem a priori hier einen neuen Weg betreten,namlich zuerst mit k越nstlich mit Typhus・,Ruhレ,Cholera−und Cohbazillen je flir sich innziertem Wasser(sp試ter mit vors琶tzlich innzlertem Naturwasser),in welchem die einzelnen Bakterienarten in ihren kolloidalen Eigenschaften sich voneillan−
der verschieden verhalten,die vorliegenden Studien zur elektiven Anreicherung durchfdhren.
Freilich ddrfte es mir trotz allem kaum gelingen,den Gegenstand in mischinfiziertem oder im Naturwasser rein anzusammeln−also wδrtlich
,,elektiv anzureichern,doch glaube ich mindesten den Zustand erhoffen zu
d rfen, 乞π ωεlchε z dlαs η%視eγ乞schc VIεγh(2Z諺η乞s {∫εT 6(32zoεcん孟επ Bαん6e¢z●ε 2% dεη
VVαsseず6αん6爾εη5乞ch』 。ηs罐γαZs伽!知sgαη93常α診副α18e56αZ伽ω乞帽,観d
α漉¢ε7副s,曲伽e魏四97傭ε7cπ四αssε7卿物鵬eη疏α1 cηcπKe伽es勧αガ
ε乞ηεπんZe痂εηRα撹規2撹5α盟観ε煽7伽9εηZαs紹π. Angenommen,dass die Dinge so auskommen,so ist es annehα、bar,dass das Material in fast gleicher Ver−
fassung wie Krankenmaterial ist.Jetzt ist der Erfolg greifbar!Dergewδhnliche Anreicherungs・und Isolierungsnahrboden,z.B.KAuFFMANNscher und END6−
scher Nahrboden,scheint zu dem Zwecke,das auf solche Weise elektivkonzen−
trierte Material weiter zu untersuchen,anwendbar zu sein.
Wie bereits erw釜hnt wurde,ist eine grosse Literatur iiber die Methoden der Wasserunter・
suchung inbezug auf die pathogenen Darmbakterien entstanden,40ch s加4φθαμ〆痂e Ko ♂o認 ehγε s勲蜘伽寵eπハπ9α加ηん側粥舵耽eπsω疏,δぞs・ηd酬槻 〔η・魚肌包孟z槻94ε7P 1アεゲα〜2η・郷 1EPηαcん4επBα翫e7∫cηαπeη. Ober verehlzelte Falle,die ihre Zugeh6rigkeit in diese Kategorie aufzwingenラlalltet das Urte玉l folgendermassen:sie fussen aHe auf der Filtration bzw.der Adsor−
Ption・CAMBIER(4)51triert das zu untersuchen−e Wasser in m691i(3hst grosser Quantitat durch ein Prozellankerzennlter,und zwar von innen nach aussenl ein schleimiger,bakterienhaltiger Belag Uberzieht dann die innere Ober館che des Filtersl man fhllt danach einen Teil des In−
nenraums des Filters mit Nahrbouillon und stellt das Filter selbst in ein Gefass mit der Nahr・
bouillon,jedoch so,dass die F価ssigkeiten innen und aussen nicht miteinander in Ber茸hrung
kommen。 Darauf setzt man das Gef菖ss einer Temperatur von370C aus.Im Gegensatz zu an一
8 N.SIRAISI:
deren Bakterien sollen null die Typhusbazillen all6in,heisst es,innerhalb einer Stunde das Filter durchwandem,sodass die das Filter umgebende Bouillon infiziert wird und sich trUbt. Die CAMBIERsche Methode ist von zahlreichen Autoren nachgepr廿ft wordenl im allgemeinen hat sich das Verfahren als nicht,zuverlassig herausgestellt;auch andere bewegliche Bakterien,namentlich auch die Colibazillen,k6nnen in kur∠er Zeit das Filter durchwandem.Ausserdem kommt es von,das der Typhusbazillus zum Durchwandem viele Stunden,ja Tage bmucht. Eine der CAMBIERschen im Prinzip ahnliche Methode,bei der das Porzellan61ter durch eine Schicht Sand
・ersetzt wird,haben CoRNoT und GARNIERて5)angegeben. Ohne Zweifel I…isst sich sagen,dass die一.obigen Methoden zur biologischen Kategorie gehδren,da sle an eine von den biologisch・
℃harakteristischen Eigenschaften der Typhusbazillen、namlich an die lebhafte Beweglichkeit derselben anknUpfen.
Es gibt ausser den obigen eine Reihe von Versuchen vermittels der einfachen F1ltration
(mit BERKEFELD61ter−KLEIN,P.ScHMIDT,HEssE,mit CHAMBERLAND61ter−CHANTEMEssE,mit Sand61ter−JAcKsoN(10).Zu welcher Gruppe diese Filtrations・metho(ie geh6rt,ob zu der mecha−
nischen(reinphysikalischen),zu der biologischen oder zu der Physikochemischen,kann man nicht streng sagen,aber es scheint richtiger sie zur letzteren GrupPe zuzuzahlen,in Anbetracht der Beteiligung des Adsorptionsprozesses bei der Filtration.
U飢27dε泥αη読eρ勿s漉ocんε・痂schεπ搦9επscんαブ孟εηdcs Bα勉e7・εeη♂e必esαη肋吻プeη4επ yεγ一
.s撹cんεπs加4sεε oπEIsENBERG槻dのoηMIcHA肌Isα7π舵ππε1〜3麗・ε惚s置eπ.Sie f廿hrten ebenfalls im Endprozess ihrer Methode die Filtration aus,aber in der Weise,dass die in ihrem Anfang串pro−
zess adsorbierten Bakterlenzellen nicht aufgeha互ten werden,im Gegensatz zu obigen einfachen Filtrationsmethodell in denen die Verff.sich zum Grundsatz gemacht hatten,alle Bakterienzellen im Wasser an der Fi且terschicht zum Stehen zu bringen.
ElsENBERG(6)bezweckte nicht von Anfang an die praktische Anwendung zur、Vasserbak−
terienuntersuchung,sondem verfolgte den theoretischen Zweck,unter Verwendung von Kieselgur als Adsorbens verschiedenartiger Bakterienst註mme den Unterschied dieser Stamme nach der Gramfarbbarkeit dadurch charakterisieren zu wollen.Es w皿den je5cc der Bakterienaufschwem−
mungen mit je einem vollen Platinspatel Kieselgur in Flaschen mit eingeschliffenem Glasst6psel 15Minuten Iang gesch廿ttelt,dann durch angefeuchtete Papier61ter getrieben und vom Filter bzw.schon von seinen Verd廿nnungen Aussaaten auf je zwei Agarplatten angelegt,deren Keim−
zahl nach2t蓋giger Bebr廿tung festgestellt、vurde. Abgesehen voll dem betr註chtlichen Adsorp・
tionsullterschied zwischen den geprUften grampositiven und gramneg&tiven Bakterienarten,zelgt das Ergebnis,dass auch imerhalb dieser beiden Gruppen recht verschiedene Adsorptionswerte vorkommen. So betmg z。B.der Keimgehalt des Filters bei dem Versuch mit Typhusbazillen 38,87%,im Versuch mit Colibazillen dagegen nur1,62%l d.h.Cohl)azillen werden von Kieselgur stδrker adsorbiert al3Typhusbazillen.Das Prinzi蓋)der ElsENBERGschen und der darauffolgenden MlcHAEI、lsschen Arbeit rUbrt in Wirklichkeit von dell damals schon ver」ffentlichten Arbeiten von WIEcHowsKY(:粉,KuHN(1⇒,KuHN−HEcK(14ノ,KR、、us−BARBAR氏(12),SALus(24)STRELL(29),her,
aber die letzteren hatten fUr die Adsorption der Bakterien(hauptsaclllich Typhusbazillen)ihr Augenmerk vorwiegend auf die praktischen Anwendungen gerichtet.
ρ∫ε!17ゐ碗 1πMICliAELIs(】D税摺α卵9θδe寵μ7伽Mδ8〃c1あんe琵4eγ召」謝初cη湿507P琵oπ・
Er fand eille Methode der Anreicherdng der Typhusl)azillen beヂ1■ phus−Colibazlllen・Mischungen,
welche er miしKaolinpulver vorl)ehandelte und hier&uf丘ltrierte.Er liess z.B.auf je5cc obiger Auf−
schwemmungen,welche Ubereinsしimmend einen iiberwiegenden Gehalt an Coh unde inen geringeren Gehalt an Typhus aufwiesen,0.5gr Kaolin5Minuten lang einwirken,nltrierte die Mischungen un(i bestimmte dann dぐn Gehalt des Filtrates an Coli bzw.an Typhus.Wie seine Obersicht zeigt,war z。B。bei der mlt Kaolin behalldelten Mischung,welche Coli und Typhロs im Verhaltnis von10;1e貧thielt,die Menge des im Fih毫・at nachweisbaren Typhus10mal so gross als die des Coli,d・h・das Verh註蓋tnis Coli/Typhus nach der Anreicherullg betrug1:10.
In letzter Zeit hat die medizinische Wissenschaft ausserst rasche Fortsch−
ritte gemacht ulld flir das menschliche Wohl manches Wertvolle gescha仔en,
andererseits aber…一das klingt tatsachlich ironisch−ist es unn1δghch nicht anzuerkennen,dass es noch manc}1erlei strittige und ungel6ste Fragen gibt,
わεs・漉78α%飼e肌σ8δ乞α槻s87ε7αll囎Z齢召π槻dα%9励1ぎcん1乞chεπBε齢加sse.
Hierher gehδrt mein Haupttiter,namentlich mein Wunsch,in irgendeiner
Experimentelle Studien
tiberdie elektive Anreicherung. 9
Weise eine zuverlassige Methode zur Isolierung der pathogenen Bakterien aus dem Wasser , zu ermitteln. Ich weiss nattirlich, dass der Kl rung eine̲s solchen Problems tingebeure Schwierigkeiten sich entgegen ‑ stel]en und dass die Ergebnisse unserer experimentellen Studien, besonders unter Verwendung von ktinstlich infizierten Probesthcken, nicht immer in einer geraden Linie zu praktischer Anwendung ftihren. Dem allem zum Trotz sie es mir ges̲tattet, im Folgenden tiber meine eigenen experimentellen Studien zu berichten, welche mir geeignet erscheinen, eini*・es Licht auf das Dunkel der vorliegenden, prak‑
tisch so wichtigen Frage zu werfen.
Richtlinien der Untersuohungen.
Die Zahl der eigentlichen, d.h. gew6hnlich vorkommenden, und der zuf llig beigemengten Bakterien im Wasser ist Legion. Von den letzteren sind in erster Linie die Colibazillen zu nennen. Unter den Coli gibt es ausser den sog. fakalen Coli menschlicher oder tierischer Herkunft die sog. nonfaka‑
len Arten. In dieser Mitteilung benutzte ich als Vertreter der Coli nur einen Stamm von Coli communis. Verntinftigerweise sollten die Experi‑
mente in Zukunft schrittweise auf die anderen Coliarten aus gestreckt werden.
Es wurden bei dieserri ersten Schritt unter Verwendung von allerlei Auf‑
schwemmungen von Typhus‑, Ruhr‑, Cholera‑ sowie Coli‑Kulturen Versuche der Anreicherung der pathogenen Bakterien durch Filtration angestellt, mit der Absicht, auf Grund der kolloidchemischen Eigenschaften der Bakterien die M6glichkeit der elektiven Anreicherung zu untersuchen. Falls dies gut vonstatten geht, beabsichtigt der Verf. in weiteren Untersuchungen ‑ iiber die er in absehbarer Zeit berichten zu kdnnen hofft ‑ die Technik der Anreiche‑
rung zweckm ssiger als bisher im Freien oder iT̲1 provisorischem Laboratorium zu modifizieren, und andererseits die Materialien der experimente]1en Unter‑
suchungen dem wahren Zustand des Probesttickes d. h. des Naturwassers n her kommen zu lassen, n mlich (1) Mischemulsionen von Typhus und Coli, Ruhr und Coli bzw. Cholera und Coli in NaCI‑L6s., ( ) dieselben, nur Co]i drtrch andere Coliarten oder Wassersaprophyten ersetzt, ‑> (3) Emulsionen von Patho‑
genen im Naturwas̲ser (ktinstlich infi7.ierte Wasserprobe).
Wie schon in der Einleitung erw hnt, stehen uns heute verschiedene Massnahmen ftir die Isolierung der Darmerreger aLIS dem Wasser zur Ver‑
f gung. Kein Zweifel, dass die physikalische Methode, z. B. die einfache Filtration oder die Adsorption, dabei dank der Auswertung der kolloidchemi‑
schen Eigenschaften der Bakterien besonders tiberlegen zu sein scheint. Von diesem Gesichtspunkt aus war Verf. in der ersten Versuchsreihe den Weg gegangen, das Probewasser mit dem SErrZ‑Filter zu filtrieren, dem Beispiel von dem Ky6dai‑Bis ei (Mikrobiologisches Ins̲t. der Univ. Ky6to)‑Prtifungsaus‑
schuss(='o) bei der bertimten Dysenterie‑Epidemie in Omuta 1938 folgend. Das Verfahren liess ihn aber binnen Kurzem im Stich, aus Griinden der Sch‑
wierigkeit der Befreiung der adsorbierten Bakterien, der Unbequemlichkeit
,dabei und des Mangels auf dem Markt an Asbest‑Filtern. Gll cklicherweise
10 N. SIRArsl
kowaten Filterpapier und Kao!in an Stelle des Asbests treten, und die experi.
mentellen Studien fortgesetzt werden.
Wir besitzen glaubw'tirdige Ergebnisse tiber die Verschiedenheit der kolloidchemischen Eigenschaften zwischen den Darmerregern einerseits und den Wasserbakterien andererseits, hatten aber nicht gedacht, dass die darat]fhin verursachte Anreicherung so gut nach Wunsch bei der Praxis der Was‑
ser.untersuchung gehen vtirde. Alles Andere werden wir gern mit in den Kauf nehmen, wenn wir war die grb simb'gliche Menge von Experiment‑Ob‑
jekten und zugleich die mindestmb liche Menge von Wassersaprophyten am Kaolin fixieren /.‑5nnen. Im Laufe unserer experim'ntellen Studien zu diesem Stdnd ZLI gelar]gen, ist ja unser vorgestecktes Zie], und vir halten daran fest, dass die tiber}egene
n hrbodens und des Wasseruntersuchung unsere physikalische Filterschicht ftir die Verhaltnis im Probewasser.
Leistungsfahigkeit des KAuFFMAN,Nschen Anreicherungs‑
eosinhaltigen Isolierungsn hrbodens bei der praktischen einen zufriedenstellenden Erfolg verspr.echen, falls nur Methode das Verh ltnis Erreger/Saprophyten in der Erreger zum Uberwiegen bringt gegentiber demselben
Vorversuche.
Ehe ich duf meinf' Haupt ersuche eingehe, m6chte ich hier nicht nur me̲Ine Erfahrung mit dem SEITZ‑Asbest‑Filte̲r beschreiben, sondern auch einige einschl gige Experimente betreffs meines eigenen Filtration. verfahrens schildern.
1) Druckfestigkeit des T6y6‑Filterpapiers No. 6. Laut Angabe des Herstellers eignet dem Papier ein noch erlngerer Asche'*"ehalt und zugleich ein schnellerer Filtrationseffekt als dem Papier No. ;'5 B, wobei das letztere von derselben Firma zum Zweck dp̲r chemisch‑qualita‑
tiven Analyse angeblich mit besonderer Sorgfalt angefertigt wird. Es ist also im voraus ver‑
st ndlich, dass das Filterpapier No. 6 durch Absaugur]g die Bakterien in der Hdhe des Drucks entsprechend grossen Mengen passieren las̲st, Iv hrend es sie bei der einfachen Filtration ziemlich gut aufhalten kann. Um meinem Ziel der Wasserfiltration nahezukommen, ist es aber unerl sslich, dass eine grosse Menge von Probewasser in m6glichst kurzer Zeit den Filter passiert. Wre un Hauptabschnitt meiner Experimente erw hnt, bediente sich der Verf. eines Ads‑orbens Kaolin "
verbunden mit deln Filterpapier und ftihrte die Filtration unter negativem halbatmosph rischem
,,Druck aus, nachdem er das Filterpapier in folgender Vireise auf seine Druckfestigkeit und zu‑
gleich Brauchbarkeit als Sttitze des ,, Kaolins " vorh r untersucht hatte.
1, 2, 4 oder 6 Blatt Filterpapier lvurden an Stelle vom Asbest des SErrZSchen Apparates eingeschraubt, und damit vurden 30 cc NaCl‑Ltis. unter allmahlicher Zunahme des negativen Drucks filtriert. Nach der Filtration lvurde noch einmal eine bestimmte Meng'e von NaCl‑Lds.
nachgeftillt und die Tropfenzahl pro Minute‑ mit der des frisch bereiteten unbenutzten Papiers verg]ichen, um den Nachweis zu erbringen, ob es gerissen ,var oder nicht. Es l sst erkennen, dass eine Lage von 17ber 2 Blatt Filterpapier den Druck des WasseTs von 1,/2 bis fast I Atm. gut aushdlt. Des weiteren wurde ein Filtrationsversuch unter Benutzung von Typhusbazillenemulsion ausgeftihrt. Der Erfolg war auch sehr befriedigend; die Aufschichtung von 2 JBlatt zeig. te gute Wasserdruckfestigkeit sogar gegen ber dem Vakuum der Wasserstrahlpump (bei gut arbeitender Pumpe von 74.4 cn] Hg).
2) Zur Filtrierbarkeit der Bakterien. Ftir meine weiteren Vorversuche mit der Typhusba‑
zi]lenemulsion, um zu ermitteln, ob von dem Verfahren nur mit dem Filterpapier allein im Sinne
des Aufhaltens der Bakterien etTvas zu erwarten sei oder nicht, ftihrte ich mit einer Schicht von
4 Blatt T6y6‑Filterpapier No. 6 unter negativem 1/4 Atm.‑Druck e.inen Filtrationsversuch aus,
und bestimmte die Keimzahl pro cc ¥ ermittels der Agargussmethode in der Bakteriensuspension,
in dem Filtrat und in der Sphlfltis‑'sigkeit ¥‑om Filterpapier. (Nauirlich is t es' umdglich, die am
Experimentelle Studien uber die elektive Anreicherung. 11
Filterpapier hafte̲nden Bakterien restlos in das Sphlwass̲er tibergehen zu lassen. Der Versuch mit diesem Material mag also ¥‑erstiegen scheinen, ist aber doch der Mthe vert). Damit ist bewiesen, dass 1/2 von der ursprtinglichen Keimzahl bei solchem Verfahren auf dem Filter haften bleibt, und nur 1/4 davon In das Filtrat ilbergeht.
3' Zur Filtrierbarkeit der mit dem spezifischen Anti‑Bakterien‑Serum versetzten Bak‑
teriensuspension. Methodik wie oben. Nur dass in die Typhusbazillenaufschwemmung das Antiserum im Verhaltnis 10OO:1 hineingetan wlrd, worauf man das Gemisch vor der Filtration 2 Std. Ian*" im Brutschrank halt. Der Versuch rtihrt von meiner Erwartung her, dass die Bak‑
terien durch die Immunserumwirkung sich 7̲usammenhaufen und in dem Filterpapier h ngenblei‑
ben m6gen. Die Erlvartung wurde nicht getausch es ging nur If50 von de'r urspn nglichen Menge' ins Filtrat tiber. Dies Ergebnis aber erlaubt uns die von WI DEBAUDT( ) 1902 aufgeworfene Frage tiber das Haltenbleiben der Bakterien auf dem Filterpapier zu beantvvorten, falls wir namlich im Voraus‑ wissen, welche Bakterienarten wir im Probewasser erwarten k6r]neu, oder falls wir das Versuchsobjek‑t auf gewisse Arten beschr nke̲n. Auf diesem Ergebnis fussend, mdchte ich gele "entlich weitere Untersuchungen tiber die Anreicherung der pathogenen Bakterien im Wasser anstellen, und hoffe tiber die diesbezti Iichen Er' "ebniss(̲' bei anderer Gelegonheit berichten zu k6nnen. Meine Ansicht, dass das Verfahren hinsichtlich seiner All*・emeingtiltigkeit hinter der auf den physikalisch‑chemischen Ei <,'enschaften der pathogenen Bakterien begrtindeten Anreicherungsmethode zurilcksteht, diirfte wohl keinem Widerspruch beg̲"e*"nen. Die im Wasser nachweisbaren Bakterien sind bekanntlich h6chst verschiedentartig, und dazu hinsichtlich ihrer
̲ Lntigenzusammensetzung usserst mannigfalti '".
Versuch I. Die nrinimale 1 L aolinmenge, die fiir die Adsorpt,ion der T̲vphus‑, Il)uhr‑ oder C',olibazillen notwendig ist (unter
besonderer Berticksichtigung der Differenzierungs‑
m6glichkeit in den dreierlei Bakterienarten .
Mein neues Filtrationsverfahren mittels des mit Kaolin etiva I cm hoch (ca 4.5gr) bedeckten SErrz‑Filters gew hrt guten Erfolg sogar mit dem Va‑
cuurn der Wasserstrahlpumpe, wie es der in dem obi**en Vorversuche erhobene Befund hinsichtlich der Typhusb<a7illen gezei**t hat.
Es ist nunmehr die Frage zu Idt;‑en, wie sich die Colibazilien **egentiber der Kaolinadsorption verhalten. An*'enommen, dass das Kaolin die pathogenen Bakterien vollstzindig an sich fixiert, die nichtpathogenen z. B. Coli dagegen aber nicht oder nur ¥venig fixiert, so lvtirden uns aussichtsreiche Perspektiven Liir dieses Verfahren zur Anreicherung der Pathogenen im Wasser erbffnet werden. Zwecks Kl rung dieser Frage habe ich die Kao]inmengen vor und nach der Filtration kulturell be̲stimmt, auf I cc Wassermen*"e berechnet und jede f[ir sich tabellarisch zusammengestellt (der Raumknappheit wegen werden die Tabellen weg*"elassen ; sie sind in meiner japanischen Abhandlung auf‑
genommen ‑ Nagasaki lgk Z Bd 20, S. 89‑91, 1942). In den Tabellen
wurde auch der Prozentsatz beigeftigt, der die in der Filterschicht vorhandene Bakterienzahl rechnerisch angibt.
Wie aus den Tabellen ersichtlich ist, zeigt Kaolin gegentiber s mtlichen, zum Teil bis zur Unz blbarkeit dicht, zum Teil sehr wenig konzentrierten 8 Bakteriensuspensionen eine hervorra.gende Wirksamkeit (99.00/ ‑ 100010), anz unabhangig von den Bakterienarten und der Men*"e derselben. Der erste Versuch ist mir also vollstdudig misslungen. Es dtirfte ratsam sein, den Ver‑
such weiter unter Verwendung einer geringern Kaolinmenge und bei grbsserem
i2 N. SmArsl:
Wasserdruck durchzufiihren. Ich denke doch, dass wenig Hoffung auf seinen Erfo]g besteht ; g]aube auch, dass der Zweifel an der Wasserdruckfestigkeit des Filterpapiers sich allm hlich verdichtet.
Versuch II. Zur Ads'orption‑Filtration der Ba,kterien im l'ledium, dessen pH durch Puffer‑Zusatz ver‑
shieden reguliert worden ist.
Da es die frtihere Beobachtung von MICHAELIS gibt, dass er zwischen den Typhus‑ und den C̲olibazillen sowie zwischen den Ruhr‑ und・ den COliba‑
zillen grundlegende Unterschiede sowohl betreffs ihrer S ureagglutinabilitat als auch ihrer Adsorbierbarkeit an das Kaolin aufd cken konnte, wird hier der Vermutung Ausdruck gegeben, dass zwischen. den Pathogenen und den Coli in der Lage des iSoelektrischen Punktes ein Unterschied besteht. Wenn das tats chlich der Fa]1 ist, So w re nattirlich die M6glichkeit der elektiven An‑
reicherung gegeben, indem wir die durc^n^ Zusatz von THEORELL‑STENHAGEN‑
Puffer in irgendeiner pH regulierte Bakterienaufs"*ht Temmung als TestWaSser benutzen wtirden. Es ist wohlbekannt, dass bei dem IEP solches ampholyti‑
schen Eiweisskdrpers das Maximum der Ausflokung und zugleich der Adsor‑
bierbarkeit an andere Substanzen aufgewiesen wird.
tfber die Lage des IEP bei der Darmbakteriengruppe existiert eine nicht unbetr chtliche Literatur. Zuerst wird darin das Thema der ; dureagglutination behandelt. Die Bedeutung der Sdureagglutination lieg't in der Bestimmung vom Minimum der Protoplasmadispersit t sowie vom Maximum der Eiweissfallung, veshalb es begreifllich ist, dass wir dadurch den IEP der Bakterien bestimmen kdnnen. MICHAELIS(1 ) und BENlAscH(: )' wandten zuerst diese Reaktion bei verschie‑
denerlei Bakterien an und gaben folgende Saureagglutinationswerte : Typhusbazillen 4'10‑ , GiiRTNER‑, Para‑B‑ und Para‑A‑Bazillen 1.4.10‑4, Bac. faecalis alkaligenes 1.4.10‑4‑‑ 2.8.10‑4 Ruhr‑ und. Colibazillen 1.1.10‑= oder 2. ・10‑::. Des weiteren konnte MrcHAEI*rs(It;) durch Zusatz von Serum zwischen den Ruhr‑ und den Colibazillen Unterschiede aufwei en, und fasste seine langjahrige Erfahrung in dem Schlussatz zusammen, dass das S ureagglutinationsoptimum der Typhusbazilzln in pH 4 4 und das der Paratyphusbazillen in pH 3.5‑3. ̲ Iiegt, bei der Ruhr aber das Oftimum nicht nachweisbar oder sehr niedrig ist und bei den Coli unbestimmt, aber im all‑
gemeinen niedrig istll ).
Diese Reaktion wurde. von HEIMlriN'(f'), SpALITZER * ;)', GIEszcYKIF".wlc('*), ElsENBERG(T.' uslv‑
nachgeprlift. Die Er*"ebnisse, besonders tiber die Colibazillen, Iauteten aber nicht irnmer mit denen von MrcIIAEI.rs tibereinstimmend, und die Ansichten ilber die Anwendbarkeit dieser Methode zur Bakterienartendiagnose gehen heute auseinander. SpAI.ITZER fand 10 unagglutinable Coli in 20 versuchten St mmen, EISENBER(} 50 in 18*1,, NAGAsAwA('‑'f}) in 47 F51len 17 agglutina‑
torisch labile und et va. 50 : unagglutinable. Auch OKAZAKI( 1) untersuchte bei 3O Colist mmen besonders die Agglutinationslabilit t und stellte fest, dass der Typ der S ureagglutination bei der Colibazillengruppe me̲ist auf den unagglutinablen Typ oder den Paratyphustyp beschrankt ist und dass nur sehr selten sich stark davon abweichende Typen finden lassen. Nach ihm hat daher der diagnostische Wert der Reaktion slch mindestens in de̲.r Differenzierung zwischen Typhus und Coli positiv erwiesen. STEARN(=;o) behauptete die Abhan*"igkeit des S ureagglutinationswertes von der Gramfestigkeit und gab als Wert der gramne*"'ativen Bakterien pH 4.8‑5.8 und als Wert der grampositiven Bakterien pH 1.9‑2.9 an, was aber von YAMAHA(: .' bestritten worden ist.
Von einem Teil der Forscher wurde der IEP der Bakterien durch F rbung bestimmt, auf Grund der Auffassung, dass die Farbstoffabsorption im IEP am schwichsten von statten geht.
Z. B. YAsUZUMI(:;* ) f rbte mit durch Zusatz vom McILVAlNE‑Puffer in ihrem pH regulierten
Toluidinblau‑ oder Ponceau'L6sun*"en 2O St mme von verschiedenen Darmbakterien, protokollierte
die Befunde vermittels des Tintonueters, verfol* te deren Verlauf in zwei von ihm aufgestellten
Experimentelle Studien廿ber die elektive Anre量cherung. 13
Kurven und g&b den IEP als den Kreuzpunkt beider Kurven an.Der IEP der verschiedenen Darmpathogenen liegt zwischen pH3.5un(i4.0ラes ist aber wegen der GeringfUglgkeit der Unterschiede des IEP schwierig,damit d董e einzelnen Arten zu charakterisieren。
Die f r meinen Untersuchungszweck wichtigste Frage lauft darauf heraus,
ob stets ein Unterschied vom IEP zwischen den Pathogenen und Nichtpatho−
genen vorhanden ist. Diese Frage aber ist,wie oben erw議hnt,bis heute noch nicht endgUltig gelδst l MIcHAELIs beantwortete sie bejahend,die nach ihm folgenden Forscher dagegen gaben keineswegs immer die M6glichkeit d.er Differenzierung zu und erkamten nur die Tatsache an,4α334277哲ph循εγr昭εγ
ε乞πε e加oαs hδhε7e Lαg召 αls dl乞e Col乞6α乞π1εη 6(〜sπ26.
Prof.AoKI(1x2)(ll7/von der Taikyu Medizinischen Fachschule und seine Sch廿1er haben sich seit einigen Jahren mit dieser Frage beschaftigt und auch am hiesi怠en Laboratorium sind z皿Zeit Versuche im Gang. Nach ihrer Ansicht muss die Frage nach der Dlfferenzierungsmδglichkeit von Grund aus neu erδrtert werden,weil von ihnen Folgendes festgestellt worden ist:4e71EP 4es Bαんごε7伽」ε伽3ゼ56耽h6卿2ゼg,癖ε伽∠4襯6h加oηMlcHAELIs%.α.1α㍑.
オα,soη6εmεs s伽d7ωe乞odεγd7e∫1EP4α丁魏ηαchωε乞sδαγ. In dem lebenden Bakterienleib erscheinen grundsatzlich zwei Punkte,und es erscheint noch ein dritter in der Lage pH6.0−7.0,falls der Bazillenleib durch todbringende Be−
dingungen z.B.Hitze{iber60℃beeinHusst wird. Beim Nachweis von dem zweiten oder dem dritten Punkt jedoch ist es erforderlich,f伽die Bakter量en.
digerierung besondere Sorge zu tragell und als Methodik etwas Besonderes aufzunehmen,z.B.Vitalf銭rbung,Bestimmqng der Bakterienleibsenkungsgesch−
windigkeit oder Messung des Brazipitatsvolumens unter Zugabe von Farbsto任
(die Siiureagglutination三st nicht dazu geeignet!〉.
Ehe ich zur Ausf曲rung meiner eigenen Versuche Scbritt,hatte ich unter Mitwirkung von Dr.ToKuYAsu an den von mir benutzten4St議mmen den IEP zul
TABELLE I.
Bakt.
pH1 pH2.0
IEP der lebenden Bakterien,vermittels der Vitalf盗rbung bestimmt(SIRAIsl u.ToKuYAsu).
pH2.5 pH3.0 pH3.5
Typhus 6B2十2Rジ
Ruhr 5B。十2R。
Cholera 13Bり十7R2
Coli
19B。十14R。
6B。+2R。 5B。十2R。 13B。十7R。 16B。十7R
2B。 8B。+3B。 8B、、十2R⇔ 3B、,十R。
2B。 6B。十2R。 8B。十2R。 19Bg十14R?
pH4.0 5B2十2R. 6B。十2R。 5B。十2R。 13B。十7R.
pH4.5 2B。 15B2十7Rg 7B。十2R。
B。pH5.0 5Bσ十2R。
pH5.5 8B2十4R。
pH6.0 5B。十2R.
pH6。5 2B。
pH7.0 3B。十R。
pH8.0 3B2十R2
8B。十3R。 3B。+R。 8B。十4R。
9B。十3R。 5Bg十2R2 3B。十R。
3B。十R。 3B。十R。 3B。十2R。
2B、 3B。十R〕 15B。十7R。
2B。十R。 B。十R。 8B。十3R。
9B。十4R。 3B。十R。 8B。十3R。
14 N. SmArsl:
bestimmen' Ti. Die Ergebnisse sind in Tabelle Vlll ersichtlich. Die Bestim‑
mung wurde prinzipiell in An]ehnung an die Methodik nach KANEKO, SAITU und IKEMATU(11) und nacb AoKI(1) unter Verwendung von Toluidinb]au als Farbstoff durchgeftihrt, nur in der Bezeicbnuncg der Resultate 'wurden einige Anderungen vorgenommen. Er¥v hnenswert ist dabei, dass ich die F rbung nicht mit 0.01̲ lo‑iger L6sung vorgenommen habe, sondetn mit 0.1 j.lo‑iger L6sung. Die Behand]ung mit der letzteren L6sung lasst nach Ansicht von KANEKO die Bakter'ien eingehen, so dass meine F rbung als eine mit dLlrch Hitze abget6teten Bakterien angesprochen werden kann, und zugleich der Nachl Teis des dritten Punktes erhofft werden darf. Aus der tabe]larischen Zusammenste]lung ergibt sicll, dass der F rbungsgrad bei pH 6 5 4 5 und 3.5 bei den Typhusbazil]en, bei pH 6.5‑6.O und 3.0 bei den D̲VSenterieba‑
zillen, bei pH 7.0‑6.O, :3.5 und 2.0 be] den Cholerav]brlonen und bel pH 6 O 5.5, 4.5 und 3.0 bei den Colibazillen ‑ 7.u niedri en Werten herabfallt. Die derart bestimmten isoelektrischen Punkte sind : Typhusba7il]en 6.5, 4.0 und 3.5, Dysenteriebazillen 6.5, 4.O und 2.r5, Choleravibrionen 7.0 und 5.0 tmd Colibazillen 6.0, .5, und 3.0.
Die. Al]paratur zur Adsorption‑Filtration und die Untersuchungstechnik decken sic.h ann ‑ hernd 'nlit denen beim I. Versuche, ¥ erschieden sind nur die Medien der Bakterienaufschwem‑
mung, nament]ich di(' mit T.S.‑Puffer ' "(=;{. im ¥rerh ltlli ;‑ von 19:1 verset ten ph 'siologischen Kochsalzl sun en von l)H < '.O, 7.,5, 7.0. 6.5. 6.0, 5.5. 5.O. .5, .O, 3.5, 3.O, 2.5 und .O. Die Ver‑
suchskulturen lvurden I)etr('ffs ihrc'r Meng̲e na('h dem De7.ima]s)'stem gemes.sen, in obi 'en L6sun*"en aufgeschwemmt, 1̲OOc̲c der einzelnen Ldsungen lvurden ie der Filtration unterzo'*'en und die tiberlebenden Bakterien vol' und nach der Filtration nach der Plattengussmethode *"ez hlt.
lch hoffe, dass der Le‑ser den Schwierigkeiten der Bakterienz h]ung nach der Platteng'uss‑
methode ‑ die scheinbar so e.infach und fehlerlos ist ! =‑‑ ¥rerst ndnis e̲ntgegenbringen ur]d es mir Zugute halten wird, falls er in^ meinen T)aten je veils auf schwererklarliche Falle stossen stollte.
Er L'vird ferner Einsicht dafiir haben, dass ich eine gegebene Ve̲rsuchsreihe betreffs einer ge*‑ebenen Bazillenaufscbwemmun*" * tcts wegen der Schlvierigkeit der Vereinigung s mt.licher Experiments‑
bedin :ungen in einem besc=hr nktem Zeitraum erledigen mus*.', obwohl obiger Sachverhalt zu 1 'eiterer Verschlimmerung ftihren ma '. Da ich aus den Erfahrungen meiner Praxis glaube, dass die Daten der Versuchsreihe betreffs ciner Bakterienzahl von 'ier oder ftinf Stellen pro cc die sichersten Erg̲ebnisse bringen, habe ich mich entschlossen, das̲ Hauptkriterium fijr die Besprech‑
ung der Resultate darauf 7,u le**en.
Tahelle 11 zeigt die r̲,'rgebnisse der Typhus̲bazillenaufschwemmungen. Dies Experiment habe ich, offen gestanden, gal ze dreim*al wiederholt und nur die zuletzt gewonnenen Daten zuversichtlich verzeichnet. Die Bazillenzahl vor der Filtration, n m]ich die schon i .O Minuten nach der Her̲ tellung gemessene Zahl in wechselnden pH Aufschwernmungen; ist je nach den pH‑Werten ver‑
schieden ' I im Punkt .5 finden sich keine lebenden Bakterien, im Punkt
.3.5 nur wenige, (‑9) verfolgen wir die Sache von der Alkaliseite nach der
sauren Seite so sleht man den interessanten Z*ah]enverlauf, dass die
Bazillenzahl von pH 8.0 an allmahlich zunimmt, im Geblet von 6 5 ihr Maxl
mum erreicht, an pH 5.5 einmal plotzlich absinkt, zwischen 4.5 und 4.0 wieder
sich erhoht, an 3.5 noch einmal und zwar steil heruntergeht und an 3.0
zum dritten Mal ansteigt. Die Statistik der Bazillenzahl in den Filtraten
ist zwischen 8.Q und 5.5 schwierig ; klar erkennen wir nur, dass die Bakterien
in 6.0‑5.5 besonders zahlreich vorhanden sind. Merkavtirdigerweise sind die
o o
r
Experirnentel]e Studien liber die dektive Anreicherung. 15 Bakterien im Gebiet von 5.0‑4.5 aus dem Filtrat ganz verschwunden, treten an 4.0 wenig zahlreich auf und im Gebiet von dort an bis zur S ureseite wieder gar nicht. Im sog. dritten IEP der Typhusbazi]len, n mlich an 6.5, ist die Bazillenzahl der Aufschwemmung sowohl vor wie auch nach der Filtration betrdchtlich ; einem bestimmten, Ieicht nach der sauren Seite hin liegenden Punkt aber ist die Bazi]lenzahl im Filtrat merklich herabgegan‑
gen. Die Zahl des zweiten IEP, n mlich 4.5, hat der theoretischen Erwartung vollauf entsprochen, aber die im ersten IEP, 3.5, Ieider nicht, was ja verst nd‑
lich ist.
Jeden;falls, wen'n man die Daten st,reng 17,ach der IEP‑Theorie erhld en will, so mu,ss anerkannt werden, dass der p̲rste und dritte Pwakt eiwas nach der sauren Seite h・in verschoben sind.
TABELLE II. Typhusbazillen.
B :L )¥̲pH ; ' ・ ' I 8 o 7.5 [ 7.0 j 6.5 6 o 3.0 2.5 : o.o I .o 4.5 4.0 3.t) l
schw. ‑ ̲ i I ̲̲̲1̲̲̲̲̲L̲̲ ̲ ̲̲̲'
o Vor Ffltr. = booboj i067'100 C:1096bO'I94300=2z3067:154400124 0dO i ‑f58001 3172; 17700 o
o o o
'Ho o o o
*H
o o o o o
'
‑f
12i 215i 434 671; 960: 1280'
l I i 1
Proz. d. Ads. 99 .9 i 99 . 4 b'!99 . 5 l99 . 3/" ;99 . 6 99 . 4 i i99 . 7.". 99 . 9 99 .9
vor Filtr. 06!i 158 ; 13007: 36‑/65 231001 35400; 21400i 35200 32200i
= I , l, I f = =
nach F. 3' 539' 52 349i 78f 1045! ' : ' ! } ' , : 0= 1 4
Proz. d. Ads.,99 .9 :96 . 5/' 198 . 0 99 . O/' ;99 . 7 i97 . 07 ' ' 100 =99 . 9 1 99 . 8
vor Filtr. ' 3 0j 008' 1373i 2453j 2718j 3613i 1162j 3753 3420
nach F. i .1 1 . ' O I : = , j 1 31 1 41 56 11
Proz d Ads 99 3 99 9 " 99 9/" 99 . l97 9 99 9..1 100 .j!92.9/"i99.7"'i /"
12i . 9 i 99 .
960:
.6 99
O:
100 ' lo ol O' 100 7 "
298, 1857 100 O O = 100 ;
O 100
f
O,
100;i *O O 100 3 0'
3 ='99
34:
Ol 1 OO o'l
lo
O O 100 ./
vor Filtr. = 1li I 41 9 ] 613 310' 2j o i 5 79 i 317j 601 339: 3:
l 6j = ' I oj
nach F. j 1! 1; 6j oj o = 1 '99.0 j98.0 i 1 !99.9 j99.9 99 9 = 1: 11 1 98 87' roo..1 ro0.. roo ;
'
roz. d. Ads.iq.9.9 =99.4 i99 9."..'i
l : =
Die Ergebnissse betreffs der Dysenteriebazillen stimmen bei meinen zwei diesbeztiglichen Experimenten iiberein, und die zuletzt gewonnen Daten in Tabelle 111 sind zuversichtlich verzeichnet. Gegeniiber diesen Bazillen wirkt das Kaolin stark adsorptorische, so dass von Auftreten der Bazillen Im Filtrat keine Rede sein kann.
Die Choleravibrionen gehen ins Filtrat war wenig 17ber, ebenso wie die
Dysenteriebazi[len. In den Aufschwemmungen vor der Filtration machte sich
die wohlbekannte Tendenz nach cler alkalischen Seite der pH geltend, und
zwar blieben von pH 5.0 an weiter nach der sauren Seite hin die Keime
g nzlich aus. Die Bazillenzahl erreichte ihr Maximum im Punkt 7.5, ging
dagegen in 8.0 merklich und in 6.5 ziemlich stark herab. Von den schon
untersuchten zwei Punkten, n mlich 7.0 und 5.0, brauchen wir den letzteren
hier nicht zu er6rtern. Was nun den IEP anlangt, so habe ich, wenn ich
den Zusammenhang zwischen dem Bazillenzahlmaximum und dem IEP 7.0
16
pH B。.auf−
schw.
8
唱 回8.0 7.5
N. SIRAlsI:
TABELLE III. Dvsenteriebazillen.
一『
.。1 1.lll.。、 ll5 ll.1二 =l l
I i5卍二一Fi1{∋1二
二nach F.
Proz.d.Ads.
o,
の9,
肖
o oo
の唄 咽
o o o
の9
嵩vor Filtr.
nach F.,
Er・z・d・Ads・
v。rFiltr.
11ach F.
Proz.d.Ads.1 v。rFlltr.
nach F.
Proz.d.Ads
4.0 3.5 3.0 2.5
ゑ1ラ6rゑ1640 22475 30900 25500116875
4
14、α 1 112
99・8%lg909%1009至99・9%P9・9% 991%
336 3225 2400 01 1 0
100% 99.9%100%
36751 01
100%
10 0
100%1 257
0
199%
3810 1849
O
l
100%1♀9・9%
4175061
OI oi
I l100%1100%i
ゑ砺6
0 100彦6
17125 49800
一=2廊1
一0 1 1
100%
99・9%g9・9%・
12引001 0
ト ノ100・。360
O
lGO%
143「
〇
!00%
・ 22 46 ◎5i4・1 i7
0
0 0 0 0 0
10 % 100%1 0%100%i100gll1009・
Eindruck,dass〔ier Maximalpunkt etwas
ist.
mδchte ich m!ch mit den Resultaten
(TabeHe V). Sie gehen massig den benutzten Aufschwemmungen
daf芭r finden muss. Die angegebenen
TABEI、LE IV. Choleravibrionen.
l
8・07・57・06・56・O
5・55・(㌧4・
i
禰r5鞠316dO16160128σ60 12712
1!59 4 0 1 O 2
…%ig9・9% 1・・型・・95
1605
0 400%、
33◎8ド
佃 〇
〇 O1 0
100% 100%1.100多
bedenke,(ien hin verschobell
Zuletzt
schaftigen sowohl an Erkl乞rlmg 6.0,4.5 und 3.0
203 i168 110
0 0 0
璽9互迎多 蝉g5
14 154 9
0 0 0
−i100%100% 100%
nach
廿ber die in
als auch an IEP
53◎ r27
1 0 01 し
190% 100%.
ぢo
O
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0 0
109%
21 0
1 0 o
100%ほ00%
B.・auf−
schw.
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vofFiltr.
81
マl
nach F。
一 Pr・z・4:Ads・
99・9%99・895
99・996der
ihre Filtrate Gber,
den
dieser Bakterien sind
5 4.0 Oi O
o O
4 0 0
0 0 0
100% 吻 .鰹0多
saUren Seite Colibazillen be.
so dass ich
Filtraten eine
o
v・rFiltr.14
の
劇nachE l O
哨Proz,d,Ads, 』1豆0望6 5433
0 茎oo%
2368
0
10096
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8
の 団vorFiltr.
nach F.
Proz.d.Ads.
4 O
10096
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0 100ク万
135
0
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3.53。012.5
O
01
0
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O Ol
8 諾A啄oi、。。,1、。。911、。。911 v・rFiltrD 0 29 20』}13 21− 1 0 ・
慮一』O
1。
Bei den Aufschwemmungen vor der Filtration lst im Gebiet pH nur eille geringe Anderung eingetreten. Die Z&hl ist erst dann
0 0 0 0
6 0
し
01 0
i I
7.5−6.O
merklich
Ex̲ perimentelle Studien uber die elektive Anreicherung. 17
TABELLE V. Colibazillen.
B ‑auf. + pH
¥* :
schw. + f vor Filtr. ‑ ¥*
o : nach F.
F1
Proz. d. Ads.
8.0 1 7.5 70 65 f 60 55
5 23'102867[102867: 1509bOli484001111200
o! 1391 271 4 11, 39' 311
100 :99.8.・i,99.9 "I99.0.".'[99.9 ;99.7 = .' ''
O
c:)
O
*
vor Filtr.
nach F.
Proz. d. Ads.199 .
‑! ,' !
618[ 25000= 14150= 17694'
1 i I i
1: 45j 10; 45,
/' 99.8 /. :99.9.・1199
8' ''
1 f '
162 5
2 ,
i
50 4 ) 40 35130 25
106400:164666j 4 66i 373251 il
287: 51 t38j ' Oj O
99.7 j99.9 199.8 j 100/" : 100 o o
oc::)
'H
70'i" o ' j99 .8 [99 .8/ 99 l!
lo
6595
7'
14440: 19533j 7015; 3100f O*
li 77] ' I O 9,
.9 :99.6 199.8 i 100+" !
1263: 3 90i 814= 414j O
1 : 3lj O:
1=.8 l99.9 {99.9 : 100.""'j
164 454j 71 j 60: O:
1, O; O Of O
3 ii 100.'・ *[ 100 , 100 i'
o o
vor Filtr.
nach F. '
Proz. d. Ads.:98
90! 1575j 30 : 18 0 2314'i
1: 21 221 4 O:
, : f '
.8 ,99.8/' 1199.0 ,99.7 ; 100 . 99
8, 35lj 2 1' 58:
Oi 11 37 '
100 !,99 . 7 !83 . 2 "' *99 . 6 j99
901
1,
. 8 99
o o o vor Filtr. ,
o o
of nach F.
‑Il (:
* Proz. d.Ads.
439i 88
1[ 11
・ 7 i '98 . 8 J,99 .
o o
herabgegangen, wenn man das Medium auf pH 5.5 und 5̲O regulierte. Im Punkt 4.5 mehrt sich vvieder die Bakterienzahl, vermindert sich dann allm h‑
lich entsprechend der Verschiebung der pH nach der sauren Seite und zeigt schliesslich von 3.0 an und weiter dauernd Nullvvert. In die Filtrate gehen diese Bazillen "anz regellos tiber, bemerkenswert aber ‑ und da̲s bietet ftir die. Erkl rung der IEP‑Theorie den passendsten Weg ‑ ist, dass die Bazillen bei den gesamten Aufschwemmungen von pH 6.0 und alie Bazillen bei der 1000‑fach verdl)iwaten Aufschwemmung von pH 4.5 schu;'er filtrierbar siud.
Die Experimente bei den Proz. vom Keimtibertritt in das Filtrat.
Colibazillen sind, offen gestanden, leider nicht voll befriedigend ; in ihnen besteht ins;ofern eine
PH 8.0 7.5 7,0 6.5 6.0 5.5 5.0 4.5 4.0 3.5 s.o gewisse Lticke als sich beztiglich ̲ , ( Typhu =b* zi nen )
der 4 Aufschwemmungen, deren
Bazillengehlt verschieden ist, kein
pn 8 o 7.5 7.0 6.5 6.0 s.5 s.o 4.5 4.0 3.5 5.0e
eindeutiges Resultat ergibt. ' (Dy*e"t.ri'ba'ill'n]
Dieser Mangel an Einheitlichkeit dtirfte auf meiner unerfahrenen
Technik der Puffer‑Herstellung PH .o 7.5 .o 6.5 6.0 s.5 .o 4.5 4,0 3.53.0
( ch, ole'"vib*i'n" )
und ungewandten Ausftihrung
der Adsorption‑Filtration beruhen
(dies Experiment war iibrigens PH 8.0 7.5 7.0 6.5 6.0 5.5 5.0 4.5 4.0 3.5 3.0
( G'Iib*zi I l'n )