Wagners in Japan
著者 YOSHIDA Makoto
journal or
publication title
明治学院大学教養教育センター紀要 : カルチュー ル = The MGU journal of liberal arts studies : Karuchuru
volume 14
number 1
page range 21‑32
year 2020‑03‑25
URL http://hdl.handle.net/10723/00003869
Die Erstaufführungen der Hauptwerke Richard Wagners in Japan
YOSHIDA Makoto
EINLEITUNG
In Japan sind heute die Werke Richard Wagners so beliebt wie in Deutschland oder anderswo in der Welt. Und es ist auch in Japan ebenfalls der Fall, dass Wagnerliebhaber in jeder Zeit zwar nicht die Mehrheit der Musikfreunde sind, aber aus besonders begeisterten Zuhörern, so genannten „Wag- nerianern“, bestehen. Anders als in Deutschland ist doch in Japan über Wagners politische Probleme, vor allem über Antisemitismus, wenigstens im Musikleben kaum zu diskutieren.
Die Rezeptionsgeschichte Wagners in Japan begann bereits in Meiji-Zeit (1868-1912). In der raschen Modernisierung von Abendländern empfang Japan ungewöhnlich viele verschiedene Kulturen aus Eu- ropa, zu denen auch Wagner gehörte. Deshalb lernten Japaner Richard Wagner zuerst durch Litera- tur kennen, ohne seine Musik hören zu können. Der Name Wagner war dennoch für damalige japani- sche Modernisten ein Symbol der Neuzeit. Schon 1901 zum Beispiel wurden an der Keio-Universität ein Orchester und ein Männerchor der Studenten gegründet und „Wagner Society“ genannt.
Dagegen ist die Geschichte der Aufführungen der wagnerschen Werke in Japan viel kürzer. Von
»Lohengrin« 1942 erreicht sie zur Zeit noch nicht 80 Jahre. Bevor dem Projekt, alle Aufführungen der wagnerschen Werke in Japan zu protokollieren, seien hier nur die Erstaufführungen der zehn Hauptwerke Richard Wagners in Japan geschrieben. Die Zeit wird im Ganzen in drei Parts geteilt:
die Zeit der Aufführungen unter dem deutschen Dirigenten Manfred Gurlitt und gesungen von japani- schen Sängerinnen und Sängern, die Zeit der Gastspiele der Deutschen Oper Berlin und die Zeit der authentischen Aufführungen von japanischen Musikern.
1 . LOHENGRIN 1942
Die allererste Oper Richard Wagners, die in Japan aufgeführt wurde, war »Lohengrin«. Diese Vor- stellung fand 1942, also während des Zweiten Weltkriegs, in dem Kabukiza (Kabuki Theater) in Tokio statt. Diese Produktion wurde von Fujiwara-Kagekidan (Fujiwara Opera Company) auf Japanisch vorgestellt. Die Zeit, wo die Oper auf der originalen Sprache gesungen wird, kommt erst später. Das
war auch in Europa der Fall. Das Libretto wurde von HORIUCHI Keizo, dem damaligen führenden Musikkritiker in Japan, ins Japanische übersetzt, und er hat auch die Vorstellung inszeniert. Der Diri- gent war Manfred Gurlitt, der 1939 als Jude und Modernist NS-Deutschland verlassen musste und seitdem in Japan tätig war. Es spielten das Tokyo Symphony Orchestra und Nippon Chor. Die Vor- stellung wurde vom 23. bis 28. November 8 Mal wiederholt, und dabei sollen alle Eintrittskarten schon in zwei Tagen ausverkauft worden sein. Die Titelrolle spielte jedes Mal FUJIWARA Yoshie, der Di- rektor und Primo Tenor von Fujiwara-Kagekidan, ganz allein. Elsa sangen NAGATO Miho, ISOMU- RA Sumiko und SASADA Kazuko. Ortrud sangen SATO Yoshiko und IZAKI Kiyoko. Das Werk wurde allerdings ein bisschen gekürzt, weil während des Kriegs eine Vorstellung über drei Stunden verboten war. Interessanterweise war vor zwei Jahren (im Dezember 1940) Carl Hartmann, ein be- rühmter deutscher Heldentenor, nach Japan gekommen und hatte in Yokohama und Tokio „Gralser- zählung“ und „Mein lieber Schwan!“ aus »Lohengrin« Akt III gesungen. Das hat vielleicht FUJIWA- RA dazu gereizt, Lohengrin zu singen und aufzuführen.
Nach dem Krieg stellte FUJIWARA »Lohengrin« wieder in Tokio vor. Vom 15. Juni bis 3. Juli 1949 wurde die Vorstellung erstaunlicherweise 25 Mal in 19 Tagen wiederholt. Das Libretto wurde von YANAGI Sonoko neu ins Japanische übersetzt. Manfred Gurlitt dirigierte wieder, und Toho Sympho- ny Orchestra und Fujiwara-Kagekidan-Chor spielte im Teigeki (Teikoku Theater). Die Titelrolle spiel- ten neben FUJIWARA Yoshie KINOSHITA Tamotsu, NAGATA Genjiro und KURATA Yoshio. Elsa sangen OKUMA Fumiko, SUNAHARA Michiko und ABE Kei. Ortrud sangen DAN Eiko und JO Su- miko. Den Heerrufer spielte HATANAKA Ryosuke, der später als Professor an der Kunsthochschule Tokio und als Musikkritiker bekannt wurde. Der Querschnitt dieser Vorstellung wurde am 20. Juni durch NHK (Japanischen Rundfunk) 60 Minuten übertragen. Aber deren Tondokument besteht leider nicht.
2 . TANNHÄUSER 1947
Eigentlich stand es zu erwarten, dass »Tannhäuser« als erstes unter wagnerschen Werken in Japan aufgeführt würde. In der Tat hatte man schon 1903 den Plan gewagt, »Tannhäuser« in Tokio aufzu- führen, was aber wegen technischer Schwierigkeiten scheitern musste, und stattdessen wurde dann Glucks »Orpheus und Eurydike« aufgeführt. 1920 wurde die 1. und 2. Szene aus »Tannhäuser« Akt III in Tokio (am 29. und 30. Dezember) und in Osaka (am 17. und 18. Januar 1921) vorgestellt. Nur am 29. Dezember kam noch das Programm mit „Gralserzählung“ aus »Lohengrin« und „Preislied“ aus
»Die Meistersinger von Nürnberg« als Konzert dazu. Das Orchester dirigierte YAMADA Kosaku, ein berühmter japanischer Komponist, und die Choreinstudierung übernahm Graf KONOE Hidemaro,
ein führender japanischer Dirigent. Es sangen eine russische Sängerin und ein russischer Sänger, die gerade in Japan gastierten. Am 23. November 1927 wurden übrigens einige Szenen aus »Tannhäu- ser« für Radiosendung gespielt und übertragen (Tannhäuser: TAYA Rikizo, Dirigent: KONOE Hide- maro). Am 14. Oktober 1933 wurde »Tannhäuser« Akt III ebenfalls übertragen.
1947 wurde endlich »Tannhäuser« von Fujiwara-Kagekidan zum ersten Mal in Japan aufgeführt.
Vom 12. Juli bis 3. August wurde das Werk im Teigeki 25 Mal in 23 Tagen vorgestellt, und dabei soll das Theater jedes Mal über 100 Prozent besetzt gewesen sein. Wie bei »Lohengrin« 1942 dirigierte auch hier Manfred Gurlitt. Ohne ihn wären diese Aufführungen von wagnerschen Werken in Japan viel später verwirklicht geworden. Die Titelrolle spielten FUJIWARA Yoshie und KINOSHITA Ta- motsu. Elisabeth: MIYAKE Haruna und SASADA Kazuko, Venus: SUNAHARA Michiko und TAKI- TA Kikue, Wolfram: MIYAMOTO Ryohei. Es spielten das Toho Symphony Orchestra, Fujiwara-Ka- gekidan-Chor und Tanztheater-Ishii-Baku. Das Libretto wurde von HIBINO Hideyoshi ins Japanische übersetzt, und die Bühne inszenierte KONOE Hidemaro. Im April 1948 empfang übrigens FUJIWA- RA Yoshie wegen dieser Erstaufführung von »Tannhäuser« den Preis der japanischen Akademie.
1952 kam der berühmte deutsche Bariton-Sänger Gerhard Hüsch nach Japan. Hüsch war damals 51 Jahre alt und durch viele Schallplatten deutscher Lieder auch in Japan sehr bekannt. Bei dieser Gelegenheit wurde »Tannhäuser« unter der Leitung von NHK vom 28. bis 30. Mai im Kabukiza vor- gestellt. Dabei sang Hüsch Wolfram natürlich auf Deutsch, während die anderen Sängerinnen und Sänger und der Chor von Fujiwara-Kagekidan alle auf Japanisch sangen. Das war aber damals auch in Europa nicht selten der Fall. Die Titelrolle spielte diesmal nicht FUJIWARA Yoshie, sondern KI- NOSHITA Tamotsu und SHIBATA Mutsumu. Manfred Gurlitt dirigierte das Tokyo Symphony Or- chestra. Am 1. Juni wurde die Live-Aufnahme einer Vorstellung durch NHK übertragen. Hüsch sang übrigens nicht nur im Liederabend, sondern auch Don Giovanni auf Deutsch. Er wird nach 10 Jahren als Gastprofessor wieder nach Japan kommen.
3 . DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG 1960
Tomin-Gekijo (Bürgerliches Theater Tokio), das vom Tokioter Kulturamt stammte, ist keine Orga- nisation der Opernproduktion, sondern ein Kreis der Theater- und Musikliebhaber. 1960 führte To- min-Gekijo unter der Leitung der 10. Tokyo-Geijutsusai (Tokioter Kunstfestspiele) »Die Meistersinger von Nürnberg« zum ersten Mal in Tokio auf. Vom 2. bis 8. November wurde die Vorstellung 5 Mal im Hibiya-Kokaido (Hibiya Saal) wiederholt. Manfred Gurlitt tritt wieder auf und dirigierte diesmal das Tokyo Philharmonic Orchestra. Die Darsteller und der Chor bestanden alle aus japanischen Sän- gerinnen und Sängern, die nicht zur Fujiwara-Kagekidan, die bis heute leider keine deutsche Oper
mehr aufführt, sondern zum Nikikai gehörten, der den Kreis der zweiten Generation bedeutet. Das Libretto wurde von UEMURA Toshio (Professor für Germanistik) und AKIMOTO Masaichiro ins Ja- panische übersetzt, aber das wurde schließlich die letzte Gelegenheit, Wagners Hauptwerke auf Japa- nisch gesungen zu haben.
Hibiya-Kokaido diente zwar damals meist als Konzerthalle, aber dieser Saal war eigentlich weder eine Konzerthalle noch ein Opernhaus, sondern nur ein Hörsaal. Deshalb war die Akustik nicht gut und hatte keinen Orchestergraben. Außerdem war die Bühne zu eng für so eine große Oper wie
»Die Meistersinger von Nürnberg«. Trotz aller Schwierigkeiten gelang die Vorstellung, und japani- sche Wagnerianer mussten noch 21 Jahre warten, bis man diese Oper wieder in Tokio sehen konnte.
Bemerkenswert ist es hier, dass Wolfram Humperdinck, der Sohn des berühmten Komponisten En- gelbert Humperdincks, die Bühne inszenierte. Da der Dirigent Gurlitt als Komponist ein Schüler von Engelbert Humperdinck war, lud er wohl den Sohn seines Lehrers als Regisseur ein. IWABUCHI Tatsuji (Professor Doktor für Germanistik und Theaterwissenschaft) bemerkte, dass er da von Wolf- ram Humperdinck zum ersten Mal die Technik der Regie gelernt habe, wie man die Masse auf der Bühne bewegt. Übrigens hat der damals 67-jährige Wolfram Humperdinck bei dieser Gelegenheit auch die Oper seines Vaters »Hänsel und Gretel« inszeniert.
4 . TRISTAN UND ISOLDE 1963
Im Oktober 1963 wurde Nissei-Gekijo (Nissei Theater) in Tokio gebaut. Zu dessen Eröffnungsfest wurde Deutsche Oper Berlin eingeladen, die gerade vor zwei Jahren in West-Berlin eingerichtet wor- den war, weil die berühmte Deutsche Staatsoper zu Ost-Berlin gehörte. Auf dem Programm standen Beethovens »Fidelio« 5 Mal (Dirigent: Karl Böhm, Regie: Gustav Rudolf Sellner, Leonore: Christa Lud- wig, Florestan: James King, Don Pizzaro: Walter Berry / Gustav Neidlinger, Rocco: Josef Greindl, Don Ferdinant: Dietrich Fischer-Dieskau), Mozarts »Le Nozze di Figaro« 4 Mal (Dirigent: Karl Böhm, Figa- ro: Walter Berry, Susanna: Erika Köth, Graf Almaviva: Dietrich Fischer-Dieskau, Gräfin: Elisabeth Grümmer, Cherubino: Edith Mathis), Alban Bergs »Wozzeck« 4 Mal (Dirigent: Heinrich Hollreiser, Wozzeck: Walter Berry, Marie: Kerstin Meyer, Tambourmajor: Hans Beirer, Hauptmann: Helmut Mel- chert, Doktor: Walter Dicks) und Wagners »Tristan und Isolde« 4 Mal (Dirigent: Lorin Maazel, Regie:
Wieland Wagner, Tristan: Hans Beirer, Isolde: Gladys Kuchta, Brangäne: Kerstin Meyer, Kurwanal:
Gustav Neidlinger, König Marke: Josef Greindl). Die letzten beiden Produktionen waren die Erstauf- führungen in Japan. Und bei der Eröffnungsvorstellung »Fidelio« am 20. Oktober war der japanische Kaiser anwesend.
Nach Japan kamen nicht nur Dirigenten, Sängerinnen und Sänger, sondern auch das Orchester und
der Chor des Hauses. Der Generalintendant Gustav Rudolf Sellner und Stellvertretender Intendant Egon Seefehlner waren natürlich auch da. Nur der Generalmusikdirektor fehlte, weil der ungarischer Dirigent Ferenc Fricsay wegen schwerer Krankheit diese Stellung abgesagt hatte und schon im Fe- bruar 1963 mit 48 Jahren verstorben war. So ein großes Gastspiel (mit 280 Personen!) hatte es in Ja- pan noch nie gegeben und das wurde später Hikkoshi-Koen (Umzugspiel) benannt. Nissei-Gekijo war eigentlich für das Sprechtheater geeignet, als Opernhaus waren aber sowohl der Orchestergraben wie auch der Zuschauerraum (1330 Sitzplätze) ziemlich klein und auch die Akustik war nicht immer gut.
Aber alle Produktionen und ein Sonderkonzert mit Beethovens Neunter Symphonie (Dirigent: Karl Böhm) wurden durch Nippon-Hoso (Radio Japan) in Stereo aufgenommen und übertragen. Diese Ton- aufnahmen sind glücklicherweise 1989 als CD geliefert worden, bis auf »Tristan und Isolde«.
Die Aufnahme von »Tristan und Isolde« vom 1. November ist merkwürdigerweise erst 2019 zum ersten Mal als CD geliefert. Inzwischen war allerdings der Dirigent Lorin Maazel gestorben. Maazel selbst wäre vielleicht mit seiner ehemaligen Interpretation nicht zufrieden gewesen, aber das 33-jähri- ge Genie dirigierte dieses Meisterwerk sehr aggressiv und eindrückend, zudem sicher auswendig.
Maazel hatte schon vor drei Jahren als jüngster Dirigent der Bayreuther Festspiele »Lohengrin« un- ter der Regie von Wieland Wagner dirigiert. Hans Beirer (Tristan), Kerstin Meyer (Brangäne), Gustav Neidlinger (Kurwanal) und Josef Greindl (König Marke) gehörte alle zum damaligen Bayreuther En- semble, und Gladys Kuchta (Isolde) wird auch später im Festspielhaus debütieren. Am meisten gefei- ert wurden drei Produktionen unter der musikalischen Leitung von Karl Böhm, »Fidelio«, »Le Nozze di Figaro« und Beethovens Neunte Symphonie, zudem auch der Chor, einstudiert von Walter Hagen- Groll. Aber nicht weniger war die Wichtigkeit der beiden Erstaufführungen in Japan, »Tristan und Isolde« und »Wozzeck«. Außerdem gab es noch ein Wagner-Konzert unter der musikalischen Lei- tung von Heinrich Hollreiser im Koseinenkin-Kaikan, wo Josef Grendl als Hans Sachs die Schlussszene von »Die Meistersinger von Nürnberg« sang und Christa Ludwig als Brünnhilde die Schlussszene von
»Götterdämmerung«. Übrigens wurde Maazel damals mit dem jungen japanischen Regie-Assistenten ASARI Keita sehr befreundet, und die beiden sollen sich versprochen haben, einmal irgendwo zusam- menzuarbeiten. In der Tat wird Maazel viel später ASARI als Regisseur für »Madam Butterfly« im Teatro alla Scala Mailand und auch für »Elektra« in Salzburger Festspielen einladen,
5 . DER FLIEGENDE HOLLÄNDER 1966
Im Oktober und November 1966 gab es schon das zweite Gastspiel der Deutschen Oper Berlin im Nissei-Theater. Lorin Maazel war inzwischen Generalmusikdirektor des Hauses geworden. Auf dem Programm standen diesmal Wagners »Der fliegende Holländer« 5 Mal (Dirigent: Lorin Maazel, Regie:
Gustav Rudolf Sellner, Holländer: Josef Greindl / Gerd Feldhoff, Senta: Nadezda Kniplova, Erik: Hans Beirer, Daland: Peter Lagger), Mozarts »Die Zauberflöte« 6 Mal (Dirigent: Eugen Jochum, Regie: Gu- stav Rudolf Sellner, Tamino: Ernst Haefliger / Donald Grobe, Pamina: Hilde Güden / Pilar Lorenger / Erika Köth, Papageno: Barry McDaniel, Königin der Nacht: Catherine Gayer, Sarastro: Martti Talvela / Josef Greindl, Sprecher: Dietrich Fischer-Dieskau / Gerd Feldhoff) und »Die Entführung aus dem Serail« 3 Mal (Dirigent: Eugen Jochum, Regie: Gustav Rudolf Sellner, Konstanze: Erika Köth, Belmon- te: Donald Grobe, Osmin: Josef Greindl / Peter Lagger), Verdis »La Traviata« 4 Mal (Dirigent: Lorin Maazel, Regie: Gustav Rudolf Sellner, Violetta: Pilar Lorenger / Hilde Güden, Alfred: Franco Tagliavi- ni, Germont: Dietrich Fischer-Dieskau) und Hans Werner Henzes »Elegie für junge Liebende« 2 Mal (Dirigent und Regie: Hans Werner Henze, Mittenhofer: Dietrich Fischer-Dieskau). Wagners »Der flie- gende Holländer« und Henzes moderne Oper waren darunter die Erstaufführungen in Japan.
Die Erstaufführung der kleinsten Oper Wagners »Der fliegende Holländer« in Japan schien uner- wartet spät gekommen zu sein. Aber der jugendlich-dramatischer Sopran von Senta und der Helden- bariton vom Holländer waren sicher schwierige Partien für damalige japanische Sängerinnen und Sänger. Bemerkenswert ist es hier, dass der Bass-Sänger Josef Greindl, der in dieser Oper schon lan- ge Daland sang, als der Holländer eintrat, obwohl man dem Live-Mitschnitt vom ersten Tag anhört, dass er nicht in guter Kondition war.
Deutsche Oper Berlin kam übrigens 1970 bei der Weltausstellung Osaka zum dritten Mal nach Ja- pan. Da wurden »Lohengrin« 3 Mal und Schönbergs »Moses und Aaron« 2 Mal in der Osaka Festival Hall aufgeführt, und im Nissei-Theater in Tokio »Lohengrin« 5 Mal (Dirigent: Lorin Maazel / Eugen Jochum, Regie: Wieland Wagner), Mozarts »Cosi fan tutte« 5 Mal (Dirigent: Heinrich Hollreiser), We- bers »Der Freischütz« (Dirigent: Eugen Jochum, Regie: Gustav Rudolf Sellner), Verdis »Falstaff« 6 Mal (Dirigent: Lorin Maazel, Falstaff: Dietrich Fischer-Dieskau), Schönbergs »Moses und Aaron« 2 Mal (Di- rigent: Bruno Maderna, Regie: Gustav Rudolf Sellner, Moses: Josef Greindl, Aaron: Helmut Melchert) und Alban Bergs »Lulu« 3 Mal (Dirigent: Heinrich Hollreiser, Regie: Gustav Rudolf Sellner, Lulu: Ca- therine Gayer, Dr. Schön: Hans Günther Nöcker). Die beiden Letzten waren die Erstaufführungen in Japan. Dietrich Fischer-Dieskau, einer der größten Sänger des 20. Jahrhunderts, kam zwar mehrmals nach Japan, aber sang auf der Opernbühne nur bei diesen drei Gastspielen der Deutschen Oper Ber- lin.
6 . DIE WALKÜRE 1967
1967 lud das Osaka International Festival zu seinem zehnten Jubiläum Bayreuther Ensemble ein.
Weil der Festspielleiter Wieland Wagner vor einem Jahr mit 49 Jahren verstorben war, kamen sein
Bruder Wolfgang Wagner und Wielands Regie-Assistent Hans Peter Lehmann nach Osaka. Auf dem Programm standen »Tristan und Isolde« und »Die Walküre«, und die Letzte war die Erstaufführung in Japan. Beide Produktionen war von Wieland Wagner für Bayreuther Festspiele inszeniert, aber wohl wegen der Form und Größe der Bühne von der Osaka Festival Hall schienen einige Dekoratio- nen in Japan neu hergestellt worden zu sein. Interessanterweise dirigierte Pierre Boulez »Tristan und Isolde«, die er eigentlich nirgendwo dirigiert hatte und auch danach nicht einmal dirigieren wird, und Thomas Schippers und Wolfgang Rennert dirigierten »Die Walküre«, die sie nie in Bayreuth diri- giert hatten. Ebenfalls sangen einige Sängerinnen und Sänger hier die Partie, die sie nie in Bayreuth gespielt hatten. Zum Beispiel Brünnhilde von Anja Silja, Siegmund von Jess Thomas, Sieglinde von Helga Dernesch, Brangäne von Herta Töpper und Kurwanal von Frans Andersson. Dagegen waren Tristan von Wolfgang Windgassen, Isolde von Birgit Nilsson, König Marke von Hans Hotter und Wo- tan von Theo Adam alle Symbole der damaligen Bayreuther Festspiele und haben daher japanische Wagnerianer, die von allen Orten in Japan nach Osaka fahren mussten, zur Begeisterung hingerissen.
Aber wegen der allzu hohen Preise der Eintrittskarten waren leider nicht alle Vorstellungen (je 4 Mal) ausverkauft.
Im Orchestergraben spielte NHK Symphonie Orchestra. Und durch NHK wurden beide Produktio- nen für das Radio (in Stereo) und für das Fernsehen (schwarz-weiß) ganz getrennt aufgenommen und übertragen. NHK soll noch diese Tonbänder und Filme besitzen. Weil diese Stoffe einzigartige kost- bare Dokumente der Wieland Wagners Inszenierung sind, sollte man sie der Welt unbedingt präsen- tieren.
In der Geschichte der Bayreuther Festspiele galt dieses Gastspiel anscheinend nicht als authentisch, vermutlich weil da das Festspielorchester und der Festspielchor nicht mitkamen. Aber es ist heute noch in Japan als „Osaka-Bayreuth“ bekannt. Das authentische Gastspiel der Bayreuther Festspiele fand 1989 beim Eröffnungsfest der Orchard Hall im Tokyu-Bunkamura in Tokio statt. Da wurden
»Tannhäuser«, inszeniert von Wolfgang Wagner, und zwei Konzerte mit »Lohengrin« Akt II und
»Parsifal« Akt III aufgeführt. Alle Vorstellungen dirigierte Giuseppe Sinopoli. Übrigens war die 19-jährige Katharina Wagner, Wolfgangs Tochter und gegenwärtige Festspielleiterin, auch da.
7 . PARSIFAL 1967
Nikikai hatte schon 1966 »Tannhäuser« als ihre erste Oper Wagners in der Großen Halle im Tokyo- Bunkakaikan (Tokioter Kulturhaus) aufgeführt, die 1961 gebaut und sowohl als Konzerthalle wie auch als Opernhaus am meisten benutzt worden war. Zwar dirigierte immer noch Manfred Gurlitt Tokyo Philharmonic Orchestra, aber alle japanische Sängerinnen und Sänger sangen zum ersten Mal Wag-
ners Oper auf Deutsch. Seitdem wird Wagners Oper nie mehr auf Japanisch gesungen, mit der Aus- nahme von »Rienzi« (1998). Es spielten Tannhäuser: MIYAHARA Takuya / SHIMONO Noboru, Eli- sabeth: KOIWAI Sachi / KATO Ayako / MOURI Junko, Venus: NAKAZAWA Katsura / SATO Teruko / KAWAMOTO Nobuko usw. Die Regie übernahm UCHIGAKI Keiichi, Professor für Germa- nistik und Theaterwissenschaft an der Tokyo Universität. Weil es damals in Japan unter Regisseuren keinen Wagnerkenner gab, musste wohl ein Wissenschaftler Wagners Werke inszenieren. Für UCHIGAKI war Wieland Wagners Inszenierung in Bayreuth immer sein Vorbild.
Und vom 22. bis zum 28. Juli 1967 führte Nikikai Bühnenweihfestspiel »Parsifal« zum ersten Mal in Japan auf (4 Mal). Die Regie übernahm wieder UCHIGAKI Keiichi, aber der Dirigent war nicht Gur- litt, sondern WAKASUGI Hiroshi, der noch 32 Jahre alt war. Weil WAKASUGI damals Chefdirigent des Yomiuri-Nippon Symphony Orchestra war, spielte dieses Orchester im Orchestergraben in der Großen Halle im Tokyo-Bunkakaikan, und dabei soll der Orchestergraben nach dem Festspielhaus in Bayreuth überdeckt worden sein. Es spielten Parsifal: MORI Toshitaka / MIYAHARA Takuya, Kundry: NAGANO Yonako / MOURI Junko, Amfortas: YOSHINO Yasuo / HIRANO Tadahiko, Gur- nemanz u. Titurel: OHASHI Kunikazu / TAKAHASHI Shuichi, Klingsor: ODA Kiyoshi / KIKAWA- DA Makoto. NAGANO Yonako (Kundry) war übrigens die Frau des Dirigenten WAKASUGI und hatte als einziges japanisches Mitglied am Gastspiel der Deutschen Oper Berlin 1963/66 teilgenom- men: als Margret von »Wozzeck« und als ein Knabe von »Die Zauberflöte«.
8 . DAS RHEINGOLD 1969
Mit »Das Rheingold« 1969 begann Nikikai endlich Bühnenfestspiel »Der Ring des Nibelungen« auf- zuführen, aber es dauerte unerwartet lang, bis man 1991 »Götterdämmerung« erreichte. »Das Rhein- gold« wurde vom 28. Januar bis zum 3. Februar 4 Mal in der Großen Halle im Tokyo-Bunkakaikan vorgestellt. Dirigent: WAKASUGI Hiroshi, Regie: UCHIGAKI Keiichi, Wotan: OHASHI Kunikazu, Al- berich: KURIBAYASHI Yoshinobu / KIKAWADA Makoto, Loge: FUJINUMA Akihiko / SHIMADA Kosuke, Fricka: NAGANO Yonako / KASUGA Shigeko. Es spielte wieder Yomiuri-Nippon Symphony Orchestra.
»Die Walküre« führte Nikikai 1972 in der Großen Halle im Tokyo-Bunkakaikan auf. Und diesmal erschienen zwei Neulinge, die später bekannter werden: IIMORI Taijiro als Dirigent und SUZUKI Keisuke als Regisseur. IIMORI Taijiro arbeitete damals im Festspielhaus in Bayreuth als Musikassi- stent und lernte vieles über Wagner von den Dirigenten wie Karl Böhm, Eugen Jochum, Horst Stein und Pierre Boulez, aber auch vom Festspielleiter Wolfgang Wagner. SUZUKI Keisuke arbeitete zu- erst im Nissei Theater als Regieassitent und danach einige Jahre unter Gustav Rudolf Sellner an der
Deutschen Oper Berlin. IIMORI und SUZUKI werden auch später in den Aufführungen Wagners zu- sammenarbeiten: »Tannhäuser« 1976 in der Großen Halle im Tokyo-Bunkakaikan (Nikikai) und »Parsi- fal« 2000 in der Archaic Hall im Amagasaki-Sougoubunkacenter Hyogo (Kansai-Nikikai) und 2005 im Nissei Theater (Tokyo City Philharmonic Orchestra). SUZUKI Keisuke inszenierte auch 1990 »Tri- stan und Isolde« im Nissei Theater (Richard-Wagner-Gesellschaft-Japan). IIMORI Taijiro ist ein füh- render Wagner-Dirigent in Japan geworden und hat schließlich als Operndirektor des New National Theater Japan »Tannhäuser« inszeniert von Hans Peter Lehmann, »Parsifal« von der Neuinszenie- rung Harry Kupfers und »Der Ring des Nibelungen« von der Neueinstudierung der helsinkischen Pro- duktion Götz Friedrichs.
9 . SIEGFRIED 1983
1983, im 100. Todes Jahr Richard Wagners, führete Nikikai endlich »Siegfried« auf. Nach »Die Wal- küre« waren 11 Jahre vorbei, aber inzwischen hatte Nikikai 1979 »Lohengrin« und 1981 »Die Meister- singer von Nürnberg« aufgeführt. Diese allen Vorstellungen dirigierte WAKASUGI Hiroshi, der da- mals GMD der Deutschen Oper am Rhein geworden war und später Operndirektor von New National Theater Japan wird, und inszenierte NISHIZAWA Keiichi, der unter Hans Peter Lehmann in Nürn- berg Opernregie gelernt hatte. In »Siegfried« kamen zwei schwierige Partien in Frage: Titelrolle und Mime. Siegfried konnten William Wu aus Taiwan und OHNO Tetsuya einigermaßen singen, aber Mime konnte keiner der japanischen Sänger gut singen. Deshalb beschloss man, als Mime Horst Hie- stermann aus Deutschland einzuladen. Hiestermann sang und spielte Mime wirklich ausgezeichnet.
Den Wanderer (Wotan) sangen IKEDA Naoki und OSHIMA Ikuo. Im Orchestergraben spielte Tokyo Philharmonic Orchestra. Am ersten Tag der 4 Vorstellungen saß übrigens Wolfgang Wagner im Zu- schauerraum in der Großen Halle im Tokyo-Bunkakaikan.
WAKASUGI und NISHIZAWA stellten 1986 neu »Die Walküre« vor, und erreichten 1991 endlich
»Götterdämmerung«.
10. GÖTTERDÄMMERUNG 1987
1987, also nach17 Jahren seit dem letzten Gastspiel, kam Deutsch Oper Berlin zum vierten Mal nach Japan, um die Tetralogie »Der Ring des Nibelungen« zum ersten Mal in Japan aufzuführen. Das war schon eines der größten Ereignisse im japanischen Musikleben. Inzwischen war der Regisseur Götz Friedrich, der 1972 aus DDR nach Bundesrepublik eingewandert war, Generalintendant gewor-
den. Einmal in Yokohama und zweimal in Tokio, also drei Zyklen wurden vom 17. Oktober bis zum 15. November aufgeführt. Mitglieder des Hauses, die nach Japan kamen, waren Regie: Götz Friedrich, Dirigenten: GMD Jesús López Cobos / Heinrich Hollreiser, Wotan: Robert Hale / Donald McInteyre, Brünnhilde: Katharina Ligendza / Ute Winzing, Siegfried: Rene Kollo, Alberich: Gottfried Hornik / Rolf Kühne, Mime: Horst Hiestermann, Loge: George Shirley, Siegmund: Siegfried Jerusalem / Warren Ellsworth, Sieglinde: Julia Varady, Hagen: Matti Salminen / John Tomlinson usw. Von den vier Stük- ken wurde »Götterdämmerung« am 25. Oktober in der Kanagawa-Kenmin Hall in Yokohama als Erst- aufführung in Japan aufgezeichnet. In Tokio wurden weiter zwei Zyklen in der Großen Halle im To- kyo-Bunkakaikan vorgestellt. Aber weil die beiden Bühnen für die Dekorationen nach Götz Friedrichs Idee, unter anderen für den riesengroßen Tunnel zu eng waren, wurden in Japan stattdessen zwei kleinere Tunnel neu hergestellt, die später auch ihr Gastspiel in Amerika benutzt werden sollen.
Deutsche Oper Berlin unter der Leitung von Götz Friedrich kam weiter noch zwei Mal nach Japan und stellte auch andere Opern Wagners von seiner Regie: 1993 »Die Meistersinger von Nürnberg«
(Dirigent: GMD Rafael Frühbeck de Burgos), »Tristan und Isolde« (Dirigent: Jiří Kout) und »Lohen- grin« (Dirigent: Christian Thielemann), 1998 »Der fliegende Holländer« (GMD Christian Thielemann) und »Tannhäuser« (Dirigent: GMD Christian Thielamnn / Jiří Kout).
Es gab danach noch zwei Gastspiele mit »Der Ring des Nibelungen« in Japan: Deutsche Staatsoper Berlin unter den Linden (Regie: Harry Kupfer, Dirigent: GMD Daniel Barenboim), 2002 ein Zyklus in der Kanagawa-Kenmin Hall in Yokohama und zwei Zyklen in der NHK Hall in Tokio, und 2006 The Mariinsky Opera aus St. Petersburg (Dirigent: Valery Gergiev, Regie: George Tsypin), zwei Zyklen in der Großen Halle im Tokyo-Bunkakaikan. Andererseits forderten japanische Musiker »Den Ring«
heraus. Dabei war es oft auf der Weise, je ein Stück pro Jahr vorzustellen. New Japan Philharmonic Orchestra stellte 1984-87 »Den Ring« als Konzert unter der musikalischen Leitung von ASAHINA Takashi vor, der damals der älteste Dirigent Japans war. Sie spielten mit ganz originaler Orchester- besetzung, z.B. mit 6 Harfen auf der Bühne, was durchaus in Live aufgenommen und als CD geliefert wurde. Auch IIMORI Taijiro dirigierte Tokyo City Philharmonic Orchestra und stellte 2000-03 »Den Ring« als Konzert in derselben Halle vor. Im New National Theater, das 1998 endlich als authenti- sches Opernhaus in Tokio gegründet wurde, wurde »Der Ring« 2001-04 von der Neuinszenierung Kieth Warners vorgestellt, die „Tokyo Ring“ genannt wurde. Im Orchestergraben dirigierte Jun Mär- kl, dessen Vater Deutscher und dessen Mutter Japanerin ist, Tokyo Philharmonic Orchestra (»Das Rheingold« und »Die Walküre«) und NHK Symphony Orchestra (»Siegfried« und »Götterdämme- rung«). Davon wurde nur »Siegfried« durch NHK aufgenommen und im Fernsehen übertragen. Bei den Wiedervorstellungen 2009-10 dirigierte Dan Ettinger aus Israel, wo es aus politischen Gründen heute noch verboten ist, in der Öffentlichkeit Wagner zu spielen, Tokyo Philharmonic Orchestra. Im New National Theater stellte IIMORI Taijiro, der dessen Operndirektor geworden war, »Den Ring«
von der Neueinstudierung der helsinkischen Produktion Götz Friedrichs vor. In der Biwako Hall, die auch ein authentisches Opernhaus am schönen Biwa-See in Otsu ist, stellt der Dirigent NUMAJIRI Ryusuke »Den Ring« von der Neuinszenierung Michael Hampes und dem Bühnenbild Henning von Gierkes vor, und im März 2020 wird der ganze Zyklus vollendet. Bemerkenswert ist es, dass Aichi- Shukusai-Orchestra (Aichi Festspielorchester), das aus Amateurspielerinnen und -spielern besteht, un- ter der musikalischen Leitung von MISAWA Hirofumi, der in Bayreuth unter Norbert Baratsch Chor- einstudierung gelernt hatte und jetzt schon lange als Chordirigent im New National Theater bekannt ist, mit Profisängerinnen und -Sängern 2016-19 in Nagoya »Den Ring« als Konzert vorgestellt hat.
Das wäre ein in der Welt unerhörtes großartiges Unternehmen gewesen.
BIBLIOGRAPHIE
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Das Programmheft Deutsche Oper Berlin in Tokio 1966
Das Programmheft »Die Meistersinger von Nürnberg«
Nikikai 1981
Das Programmheft »Siegfried« Nikikai 1983
Das Programmheft »Das Rheingold« New Japan Philharmonic 1984
Das Programmheft »Die Walküre« New Japan Philharmonic 1985
Das Programmheft »Die Walküre« Nikikai 1986 D a s P r o g r a m m h e f t » S i e g f r i e d « N e w J a p a n
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Das Programmheft Deutsche Oper Berlin in Tokio 1987
Das Programmheft »Götterdämmerung« New Japan Philharmonic 1987
Das Programmheft »Tristan und Isolde« Nissei Theater 1990
Das Programmheft »Götterdämmerung« Nikikai 1991 Das Programmheft »Das Rheingold« Nikikai 1993
Das Programmheft Deutsche Oper Berlin in Tokio 1993
Das Programmheft »Die Walküre« Nikikai 1996 Das Programmheft Deutsche Oper Berlin in Tokio
1998
Das Programmheft »Parsifal« Kansai-Nikikai 2000 Das Programmheft »Das Rheingold« Tokyo City
Philharmonic Orchestra 2000
Das Programmheft »Das Rheingold« New National Theater 2001
Das Programmheft »Die Walküre« Tokyo City Philharmonic Orchestra 2001
Das Programmheft Deutsche Staatsoper Berlin in Tokio 2002
Das Programmheft »Die Walküre« New National Theater 2002
Das Programmheft »Siegfried« Tokyo City Philharmonic Orchestra 2002
Das Programmheft »Siegfried« New National Theater 2003
Das Programmheft »Götterdämmerung« Tokyo City Philharmonic Orchestra 2003
Das Programmheft »Götterdämmerung« New National Theater 2004
Das Programmheft »Parsifal« Tokyo City Philharmonic Orchestra / Nissei Theater 2005
Das Programmheft The Mariinsky Opera in Tokio 2006 Das Programmheft »Das Rheingold« New National
Theater 2009
Das Programmheft »Die Walküre« New National Theater 2009
Das Programmheft »Siegfried« New National Theater 2010
Das Programmheft »Götterdämmerung« New National Theater 2010
Das Programmheft »Das Rheingold« Aichi-Shukusai Orchestra 2016
Das Programmheft »Das Rheingold« Biwako Hall 2017 Das Programmheft »Die Walküre« Aichi-Shukusai
Orchestra 2017
Das Programmheft »Die Walküre« Biwako Hall 2018 Das Programmheft »Siegfried« Aichi-Shukusai
Orchestra 2018
Das Programmheft »Siegfried« Biwako Hall 2019 Das Programmheft »Götterdämmerung« Aichi-Shukusai
Orchestra 2019
Die Tonaufnahme »Tristan und Isolde« Deutsche Oper
Berlin in Tokio 1963
Die Tonaufnahme »Der fliegende Holländer« Deutsche Oper Berlin in Tokio 1966
Die Videoaufnahme »Tristan und Isolde« Bayreuther Festspiele in Osaka 1967
Die Videoaufnahme »Die Walküre« Bayreuther Festspiele in Osaka 1967
Die Tonaufnahme »Der Ring des Nibelungen« New Japan Philharmonic Orchestra 1984-87
Die Videoaufnahme »Siegfried« New National Theater 2003