Franz
Kafka
und die j iddische
Literatur
(I)
-tJber M.Pines
..L'histニoire de laLittニerature
Judeo-Allemande”- Kazuo Ueda
Seminar fur deutsche Philologie der philosophischen Fakultatニ
I
Franz Kafka, der in einer reichen deutニsch-jiidischen Fami-lie in Prag geboren und aufgewachsen war, kam ers tmal i・g mit dem Judentum in nahere Beriihrung, als er am 5. 0ktニober 1911 von seinem Freund Max Brod ins Cafe-Res taurant 。Savoy”ge-bracht wurde und dort einige j iddische Theaterstiicke der fah-renden Lemberger Theatertruppe zu Sehenbekajj Von nun an be-suchte er oft das 。 Savoy” und sah dort mindestens 12 Stucke
von Dramatikern wie J.Lateiner, A.Goldfaden.,A.Scharkansky,
J.Gorditi und S.Feinmann, bis diese Truppe am 21. Januar 1912 Prag verlieR.
Kafka vergniigte sich nicht mit dem blofien Zuschauen bei ●・ diesen Auf fiihrungen. Er schloB Freundschaften mit Schauspie-lern der Truppe : mi£・Herrn und Frau Tschissik, Herm und Frau KLug und nicht zuletzt mitニJizchak Lowy. Zu Frau Tschissik hegte er sogar eine freilich' etwas Liebe: 。Wie ich dann mit Frau Tschissik sprach, merkte ich, dalE meine
Liebe sie ei-gentlich nichtニ erfaBtニ hatte, sondern sie nur, bald naher, bald weiter, umflog”(19.Dezember 1911). Sein enger Verkehr mit Lbwy is t bekanntニer. Er befreundetニe sich nichtニ nur mit ihm. lsondern erweiterte auch seine Kenntnisse der j
iddischen Li-teratニur in dessen privaten Vorlesungen aus de‘nRomanen Scholem Alej chems und J.I.. Peretz≒ aus den Theat:erstiicken J.Gordins und von Gedichten Bialiks und M.Rosenfelds.
190 Res. Re Kochi Univ. voi; 3 Hum.
von Theaterstucken, seine Eindriicke Oder, seine Kritik dazu Oder zu den Schauspielern, oder dal3 er sich einige jiddische Gedichte u.a. von Lowy vorlesen liをau.a.m.. Durch seine mehrmaligen Besuche im jiddischen Theater entwickelt sich bald ein Interesse fUr die ganze j iddische. Literatur: in dem Tagebuch von 6. Oktober 1911 f indet sich ,,der Wunsch, die jiddische Literatur zu kennen”. Es wurde dann das ihm von Lowy geliehene Buch 。L'histoire de la Litterature Judぷo-Allemande”(L'histoire) von Pines, das seinen Wunsch bis zu einem gewissen Grade erfullte. Kafka schreibt von seiner Be-geisterung beim Lesen dieses Buches: 。las Pines L'histoire de la Littニerature Judぷo-Allemande, fiinf hudert Seiten, und zwar gierig, wie ich es mitニ solcherGriind!ichkeitニ, Eile
und Freude bei ahnlichen Biichern noch niema].s getan habe”(24・ Januar 1912). Zwei Tage spater macht er in den Tagebiichern
siebeneinhalb Seiten Auszuge aus dem Buch。
DieseAufzeichnungen zeigen, wie eif rig er dieses Buch las. Und nicht nur das: erbenut:zte es auch bei Arbeit am
Ma-nuskript seir!es Vortrags auf dem Ostjiidischen・ Abend, der am 18. Februar 1912 statt:f and。
Dieses fiirKafkas Stellung zum Judentum wichtige Buch, das ihn, wenn auch zeitweilig, begeistert二e, scheint in der Forschung noch nirgends ausfiihrlicher beriicksichtigt zu sein. Darum mochte ich hier dieses Buch, das ich neulich in der Bibliothek der Universitat Tokyo auffand, auf seinen Charak-ter und seine Bedeutung fvir Kafkas Einstニellung zum Judentum hin untersuchen.
II
Zunachst mussen wir mit dem Lebneslauf des Verfassers 、
dieses
Buches
beginnぶ.Sein
voller
Name ist Isser Meyer Pines、
191
und wurde 1881 Oder 1882 in einer reichen Familie in Mogilev in Russland geboren. Er s tudierte in Bern Jura und Philosophie
und in Paris Literatuf. Anlafilich der erstニen russischen Revo-lution kehrte er nach Russland zuriick, arbeitete in der
Ju-dischen Partニei und war als Agitatニor tatig. Er war・auch an der Griindung der Territorialistischen Partニei und an der Heraus-gabe der Zeitung 。Jidische schtime”(Jiidische Stimme) beteiligt Wahrend des ersten Weltkrieges lebte er in Riga und Archan-gelsk und war idanach in London und Berlin als Territorialist aktiv.工rgendwann wurde er spater in Russland verhaftet und starb 194A in einem Lager。
Die 。Histoire”1stニ seine Doktorarbeit.die er 1910 bei der Pariser Universitat einreichtニe. Dieses Buch wurde mehrmals aufgele・gt und auch ins Russische, Deutsche und Jiddische iiber-setzt:. Bei seinem Erscheinen weckte es groBes Interesse und wurde in vielen Besprechungen gewurdigt:. tJber seinen Wert fiir die j iddische Literaturgeschichtsschreibung gingen die Mei-nungen auseinander. Doch stinnnte man immerhin darin iiberein.
daB es als die erste Darstellung der Geschichtfe der j iddischen Lit・eratur zu betrachtニen war。
Kafka spricht in den Tagebuchern von ..fiinfhundert Seiten" Genau besteht der eigen・tliche Text aus 508 Seiten. Hinzu kom― men noch Bibliographie, Namenregister, Errata und
Inhaltsver-zeichnis, insgesamt 73 Seiten。
Das Buch ist zweigeteilt. Der erste Teil(。Livr-e premier”) behandelt den Zeitabschnitt von der Entstehung des Jiddischen bis zum Ende der jiidischen Aufklarung der Haskalah 188!, der・ zweite(。Livre II”) die anschlieSende Periode bis zur damaligen Gegenwart. Im zweiten Teil S・ind die letzten 14 Seiten dem・ Drama gewidmet. Die westj iddische Literatur wird am Anfang des Buches auf nur 25 Seit:en zusammengefaBt(S.31-56).Das bedeutet,
192 Res. Rep. Kochi Univ.、 Vol. 31、 Hum.
daB der grofite Teil des Buches eine Daでstellung dei‘ ostニiid-dischen Literatur darstellt. I ’ TABLE DES MATI能ES3) Preface. .. La I LlVUE PKBMIBU Pages 5 9 Q j t o r o t o 1 n n i -< t o C O m r N C O t o フ フ o o 913恥 241 aGi 26x 26G 302 329 8 フ98493 9 8 90390 iS r-≫ 334V3- va- >o ira ≪5
II. ― Les elements de la langue 1V − La gram
Les Cl.
Les Commencemciils de la litt&ature‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥
LlUeralui・c haskaUte‥‥‥‥‥‥‥ ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ・ ●
1。― Caiヽaclerisliquc genei・ale du mouveiuent liaskalile. II. ― La llaskala et lc jud6o-allcmand‥‥‥‥‥‥‥‥‥ 111. ―Les conuuencemenls de la litteralure niasUilite
ju ョo・allc
Lc Roman popul La Poesie popiilaii‘e.Les
S. I. Abi・amovilscli (iMeudelc Mochcr Sforim)…………. 1フl
lull・oduclioi
S. S. Frug .1.L. I'ci・ez
LlVIlK 11
L'cpc・que coiilcniporaine. La (Illdu maskiUgme‥‥‥‥‥‥
Mol・ris Uoscnfeld………J……….‥.……….... M. Spektor.... Jacob Diene S. Rabiiiowilsch (Scho I. L. Perez, (prosa Le th^ltre jud6o・a Appendice. Bibl ● ・ ●
1.1 1.2 1.3 l f N j e あ C N J C N J e n < ≫ ■ l o ・ ・ ・ C N C v l C N I 2 6 195
Kafkaraachte am 26. Januar 1912 groBere Ausziige auS・der ゛ 。Histoire”. Seltニsamerweise aber finden sie sich nicht in der deutschen。sondern nur in der englischen Ausgabe seiner Tage- 4) `biicher. Ich gebe sie untニenwieder. Dazu fiihre ich die f
ran-zosischen Originalstellen an, soweit sie sich nach der eng-lischen (Jbersetニーzung ermitteln lieBen.Die von mir vor den eng-lischen und franzbsischen Text gesetzten Ziffern bezeichnen
einander entニsprechende Passagen. Leider lielE sich dieses Prin-zip nicht streng durchfuhren. An einigen Stellen laBt sich nicht genau feststellen, was Kafka exzerpierte. In solchen Fal-len wahlte Lch die mir am richtig scheinenden Entsprechungen・
Jedenfalls hellt diese Gegeniiberstellung manche P-artien der Exzerpte・ auf, die wegen der oft ungeniigenden Zitate Oder
Zu-sammenfassungen unklar Oder schwer verstandlich sind. Auch laBtニ sich daraus klarer ersehen, was Kafka an diesem
.Buch ei-gentニlich interessierte.
5) Pines: Histoire de la litterature Judeo-Atte。tande. Paris 1911. Soldiers' song: They cut off our beards and earlocks. And they
forbid us to keep the Sabbath and holy days.
Or: At the age of 丘Yel entered the ・Heder゛ and now l must ride a horse.。
7∂ぷtmr seinenμeinen mt「 Oberj£iden∫einen加乱 【"What we afe・we are・ But Jews we are.】
Haskalah movement introduced by Mendelssohn at the beginning of the nineteenth centuryみdherents are caUed Maskilim, are opposed to the popular Yiddish, tend towards Hebrew and the European sciences・, 謡次ご無謡次次t旭お⇒
Princip!e formulated by Gordon: ゛Bea man on the street and a Jew at Principle formu】ated by Gordon: ゜Be a man on the street and a Jew at home.Vio spread its ideas the Haskalah must use Yiddish and. much as it hates the latter, lays the foundation of its literature.
Other aims are 'la hぶ。c。,zかele chassidis。e, rexaltation'de rin-struction et des tΓαて■}auxmanuels。゛
194 3 3 4 4 1 2 1 2 4.3 5 5 \ o v D r -s r -≫ 1 2/5.3 1/6.2 3 1 2 7.3 7.4 0 0 e n 10.1 10.2/10.3 n.1
Re了・.Rep. Kochi Univ
召αj∂han, the sad folk talmudic trend of thought.
Vol. 31、 Hum.
and wedding minstrel/(Eliakum Zuaser),
Le Roman populaire: "Eisik Meir Dick (1808-94) instructive. haskalic/Schomer, still worse, title, for example, L:)≪rpodriate万&a び’ひ力学・gm4り, etn hoc知加眼∬a心r Roman. Eirt richtigerかcみ iunIebe↑n,or Die eisem。Fra・der das。。心ufte Kind。H!n wund。,− j&&。r尺。。an./FuiXhtT, In America ser叫novels, Zwisぷ,zμ・,z-scfienfressern,tvvent了−:血volumes.
S. J. Abramowitsch Mendele Mocher Sforim), lyric, subdued gaiety, ?of Used arrange°e11゛芦fjノl&j″尺″^“?”1″',/jewish !labit of biting the lips.
End of Haskalah 188l/New nationalism ajad deφocracy.│Flourish-ing of Yiddish literature.
S, Frug, lyric writer, life in the country by aU mttzns.jDぷ&u 「 Je somm。il du seigneur dans sa chantろre,.∫紺・des oreiller∫而μズμlanes comme la netμ。μ 「∫が吋deltcteux encoΓe est le rり'(・∫dansI。&α。zj) jμΓdu foin frai∫a l゛ゐjμΓgjzz∫oir,a戸res le tΓavail.
Talmud: H1万ewho interrupts his study to say, ・How beautiful is this tree,'deser∇es death.
Lamentations at the west waU of the Temple√PoemリLa FiJJe du Sha万mmes゛. The bdo∇ed rabbi is oa his deathbed. The burial of a shroud the size of the rabbi and other mysdcal measiires are of no avail. Therefore at night the elders of the coogregatioa go from hoiise to house with a list and collect from the members of the cODgregation renunciations of days or weeks of their lives in favour of the rabbi: Deborah, I°Fille &,タhammes, gives‘the rest of her life゛.She dies, the rabbi recovers. At night, when he is studying alone in the synagogue, he hears the voice of Deborah's whole aborted life. The singing at her weddingj her screams in childbed, her lullabies, the∇oice of her son studying the Torah. the music at her daughter's wedding. While the songs of lamentation sound over her corpse the rabbi, too, dies. Peretz: bad Heine lyrics and social poems. N6 I851./Roseiifeld: The pO ior Yiddish public took up a collection to assure him万〇iu liveli-hood.
S. Rabinowitz (Sholom Aleichem), ne 1859. Custom of great jubilee celebrations in Yiddish L'teracure./Kasrilevke,/Menachem Mendel, who emigrated and took his 。tire fortune万with him; although preTiously he had only stリdied Talmud, he begins to specula!e in the stock market i皿the big city, comes to a new decision every day and always reports it to his wife with great seli-satisfaction: until finally he must beg for
travelling expenses. 。
Peretz: The figure of the ろallan frequent in. the ghettos, lazy and grown clever through idling, lives In the circle of the pious ・and learned. Many marks of misfortune on theD3, as they are young people who, although they enjoy idleness. also waste away in it,live in dreams, under the do面natioa of the unrestxaiaed force of unappeased
n 11 n 12 12 2 3 4 1 2 12.3 12.4 12.5 1.1 195
Mitat neshika, death by a kiss: reserved only for the most pious. Baal Shetn: Before he became a rabbi in Miedzyboz he lived in the
Carpathians as a vegetable gardener, later he was his brother-in-law゛s coachman. His visions cameふhi”1 'onlonely walksソZohar, 'Bibleソof the Kabbalists.'
ii. Jewish theatre. Frankfort Purim play, 1708. EtnschonneuAchoih, 士次公おゴ土七士Jま謡ご次:11ご:
Russian an Galician army contractors had gathered in Bucharest, Goldfaden had also come there in search of a μvine, heard the crowds in the stores singing Yiddish songs and was encouraged to found a
theatre. He was not yet able to put women on the Stage/Yiddish perfonnances were forbidden in Russia 18叫They began in London and New York 1884.
J. Gordin 1897 in a jubilee publication of the Jewish theatre in New York: 'The Yiddish theatre has an audience of hundreds of thousands; but it cannot expect to see a writer of great talent emerge as long as the majority of its authors are people like me who have become dramatic authors only by ch皿CCi who write plays only by force of circumstance, and remain isolated and see about them only ignorance,
envy, enmity, and spite・│’:
Hierzu nun die entsprechenden Stellen des Originals
曇
Paniii les chansons populuircs il y en a aussi Ull grand uombre qui o【1tUll cat-aclferereliがeux. Ccs chansons F6' sentent poui- la plupart de simples paraphrases ()evers (1e la Bible et du Riluel. Plus cufieuses cl lion (Jeiiuties d'uu
certain liiterdt histoi・ique sout les chansons oCトest ョcl・lie la vie des soldats j ・S en Russie (I), sui・loul sous Nico-las I・M2)・
Nous y‘Yoyons le soldat iuif se [ilaindre des tracassci°ies auxquelles il est expose de la part de ses chefs niilitaii‘es
el aussi de ce qu'il no pcuL lciiiplir scs dovoits rd' gicux・
On nous coupe la harbe eいcs palles
lil on uuiis empeclie d'obse‘`゛erles samcdis el les jours de [以e叫。 (S.68-69)
196 1.2 1.3 2.1 蒼 蒼 蒼
Res. Rep, Kochi Univ.、 Vol.. 3レ Hum.
Par toute son education du ghelto le jeune hoturne juif.est mal prepare pour le service mniしaire et pour cette vie nou-velle qui commence pour luにla caserne: n a peur du ge“‘ danue qui ratn^ne, mais il n'eu a pas moins du docLeur qui l'exaniine et qui. eu des mots d'une langue etrang^re‘ decide de son sort (2). ¨'
L'6ぷde de la Bible et du Talmud, quiconslituait lc prin・ cipal obiet d'occupalion du jeune holねme du ghetto・ n゛a 1・icn cle com 111u a avcc le manicmciit d‘armes et les ault・es exercices physiques qui !'altendeut &・la二caserne.
Dejii ii I'iige de cinq ans je suis enlre 8u“ clieder °・ Et mainlenanl je dois me promener a cheval (3). < (‘S.69)
Åla fin de ce chapitre nous Youlons encore mentionner les chaasoQS qu'on chaaLait les jours de f6te, auχ noces
et en d'autres occasions semblables(2). Certaines d' entre elles temoigneat de quelque inspiraμon poetique et eχ-P1・imenL la fi ョliLeiuebranlable du peuphき&la foi de ses pSres. Trcspopulaire est de nos jours encore uaechanson de ce genre dont l'oa possec】6
de nombreuses vat・ia-tions (3)・゜ais qui toutes ont le m6me ・9fl`8111qui setuble inspire par le sentiment pro fond d'皿pe叩le' qui, aa
milieu de toutes Ics attaques dirigees coiilre lui・ n'a pas perdu la conscience de sa diguite et proclaine bicii haut la noblesse de sa destinee.
Nous soinmes lout ce que vousプvoulez, Mais nous somtnes des juifs.
Wos mir seinen, seinen mir, Ober jiieden seinen niir(4).
I。 - Ca”acteristique generaied\i mouvcmcnt
Haskalile.
(S.72)
Le inouvemenL hunaaniste,inaugurc pat-milesjuifs alle-゜aads p゛ Mendelssohn, n"a pas皿de, en p8ss811L(r;2)
2。2、、蒼
Franz Kafka und die jiddische Literatur (I)
曇
(Kazuo Ueda) 197
rAuLriclie el la Galicic・ a penelrer 6galeinent dans les ghet‘ los russes, notamnient cJans ceux de la Lilhuaale et de la llussie du Sue]. Ell 1828 1. 13. Lovinsohii (de Volhy 「e), sur-noinmd lo Meadelsolm des jiiifs russes, a ・publie & Vilna sowTeiicla bli Isi'QC!/(enhebreu) qui fut com me le manifesto dc】a liuskalu russe do ceUc cpoque. D'aulrcs oeuvres du
mcine auleiu・ siiivircut, consacrof.s ea gi'Qiide pai'lic a plai-der Id causo de l'msU・uclioii do van t scs cofcligioiinQifes(l). (S.73) G'cst qu'il esしrare cJe Uouver uue epociue liUuraire qui soit
impre-giice do l'esprit et des leiiduaces d'un seul groupo liLlo-raire et social au point oil celle-cけutimprogatie de l'esijrit dcs iiilellecLuels surnoiumos ≪ Maslcilim >>.
(S.74) Lu langue par excellence Ou lnuskiトctant l'hcbreu,
c'es□1 la UU(iruturo hebrnique dc cetle cpoque qu'il fau一 山'(L nous udrcsscr ea premier lieu pour compi'endro la gciieso, lcs idces cL lcs passions do ce l.ypc curieux et ori-ginnl, produit l)ar la rcncoiilrc lie la cuHuro juivc e1()c la culture eu1・op‘ieunc dans un milieu politique 6L social
metlieval (I).
\ (S.74-75)
2。3 ゛ Gliose curieuse l Le maskil qui chnnlait sans cessc les gloires de‘(la langue belle, unique, la seule clioso qui nous soit reside ”, n'elait pas nalionnlisle. 11 1'ぷait pcul 6Lro ≪ en puissance ≫・il le devieiidra tout de suite lun-hs les ≪ pogi'oiucs ”et fournira lo plus gi-os conlingcul iJe lai・m60 sioiiisLe(l), lnais aval・□es eveneuiculs de 1881 il ne 1退出 沁s encore, du moias au sens model・lie du mot。
Son plus gmiid ideal sera non (le c1・6e【・uiieHLlerature nalioimle, mais d6 s'assi°iler la culture du pays ;
198
2.4
2.5
曇
驀
Res. Rep. Kochi Univ.
I. L. Gordon, le plus grand poete hnbreu de ceLLe epoque, un des chefs du inouvement liaslcalilc.forniulera lout leur credo politique datis 叫le phrase・deveauc c6防bre
et qui plus tarcl sera【'‘ipudieepar les ^lomeuts naLionalis-tes : a Sois iuif dans ta lnaisoQ (it ho in me en sortant (1)』》 (S.83 ) Pauvre litteralure de traductions^ humble et presque
honteuse de so【1existence, n'ayaat jamais eu la chance d'6l.i-cprolegtje par des niecfeacs・ la lillcraLurc judeo‘alle-mandc n・'a ccpcudaat pas succombe aux coups et aux aLlaqucs (liri‘goescoaLrc die do toutes parls. Noa
seule-meat lu productioQ eしlapublicalion d0 livres d"edification religieuse, de coat”S populaires conlinua com me prece‘ demmeiit, mais ce rut juslemcat pendant celte periode Timskilite − caracterisoe par riiosliぽ3 la plus implacable cnvci‘s le judeo-allomaQil − que fut jctc 1e for!dement dune liUei・ature prdlano daas celto laugue. C'est que. nialgre toutes ses faiblesses, pretendues ou vraies, le jucleo-allemand possedait uuc qualite supreme. &Ce mo° meat du moins, qui le mettait a l'abri de toutes les atta-ques et devaiL le faire Iriompher dans la lutle pour l'exis-tence : c'etaitune langue pa1‘16eet comprise par des millions d'6tres humains, qui pour la plupai-t ne compre-naient pas d'autre langue que celle-ci. "
(S.92-93 )
2.6 曇 A.insi,nous nous trouvons en presence d'une 6poque biea curieuse ou il y avait (畑s ecrivains, JHais oil iln'y avait pas de livres, et ou une litteralure desLin^e au peu- pie elait par la force des circonstances reduite a circuler dans un milieu d°amateurs, daas uri'nombre forcement Iiinit6d'exeinplaires manuscrils. Copendant si celtc lilte- raturcい‘manuscrite ”na pu exercer une iDflueucc sur les
199
3。1 そ
mceurs et les idees du peuple qui I'ig【10rait・ clle a cepen-dant sa place dans riiistoire de la litteiatui‘cjudeo-alle-mande a cause do l'iufluence qu'elle a exercee sur un cer-lain noin bre d'ecrivaiiis de la 即而“ltiOQ suivaate・ qui l'oiitlue et se sont iaspires de s(拍 exemple・ G'est avec ellc quQ les idees fondameiitales du maskilisme : la lutte contre le chassidisme. rexaUalioa de l'iuslrucUon et des t【ravaux mauuels, penelreiit dans la liUdrature judeo-alle-mande。
(S.102) C'estElialcum Zunser(ne a Vilna ea
1845), plus coanu daas le peuple juif sous SOQ nom pro-fessionnel Eliakum Badchea (i).
Les Badchea (2) ou Marschalik (3), corame oa les appe-lait・soat d'origine tr^s ancieane. Us remonleat au
moyen 4ge et peut-Stre k une 6poque encore plus eloigaee (4). Leur r61e consiste a amuser le public. sur-tout les invites aux noces. Ce soatヽdes prcrfessionnels, pour la plupart de pauvres hferes, ccqui oat pour femme la pauvrete et pour fils le rire ”et qui, &lamaui^re des jongleurs du moyen Age, reunissent souvent da[1s leur personne le metier de diseur de chansons et de faiseur de discours avec celui de saltimbanque ou de clown.
(S.14;!-143) 3.2 曇 Dans l'cEuvre de Zunser ou trouve tres rarement une・ po^sie veritable. 11 a passe par l'ecole talm udique d'abord, par celle de la Haskala easuite et l'une et I'autre OQt con一 tribue a d6・゛elopper resprit d°argumentation, d'analyse et. de rationalisme cliez ce filsdu ghetto lithuanien. Toutes ses ・ chansons ue sont que des d^veloppements faits d'aprヽSsdes proce ョs de logique familiers aux万^tudiants du Talmud・
200
4。1 蒼
4。2 驀
蒼
R£s. Rep.Kochi Univ., Vol. 31, Hum.
Le pere du roman pop吐面e iud^d-allemand est Ai‘ sik Meier Dick (1803 1894). G'etiiit uae des figures lcs ヽ plus curicuscs du mondc maskilite. Hebraisa【it distingue, grand admit・ateur de la litteratur・e agadique, qu'il con-naissait a fo‘nd,il ao pouvait se defendre d'un mouvc-menヒd'cnvic cliaque fois qu'il comparait SOQ sort d'ecii
vain judoo-allcmaiid a cclui dcs aulcurs hebrcux coQlena-poraiiis qui ccri゛alent d皿s叩e laiigue dc‘sliacea vivro loujouiヽs(l).Lc iudeo‘alleaiand n'eUiitpour luiqu'unj゛go a
barbarc et. en maskil convaincu, il ci'oyaiしQiemc de SOQ devoii" dc conlribuer dans la mesuro clc scs forces a la dis-parition do cet idiouie qui n'etait pas unc languc° (S.153) Le plus cel&bi・cdcs auteurs de ce geare do roma【ls【‘oma‘ nesques aux intrigues les plus extravagarites・, qりivoaten se compliquant de volume eu volu me, est Scbaikewitsch, plus connu sous sou pseudouyme litleraii'eSGhomer (!16 a Nes-wisch, gouvernemeot de Minsk ea 1849 ,(Smigro eu Amc-rique depuis uiie quiiizaine d'annees)。
CS.161) Comrae Dick, Schomer,luiaussi, aitneainteiヽthalerdaiis ses
recits de lougs morcp.aux de morale. Maskil eいuleur lui-merae de roraans ea hebreu (2),il croit douaer UQ ai1・d'ele-gance a ses roQians iudeo-alleinaods en mcLlaat ea t6le dc chacun・souvcatmeme au commettccmeut dechaquG chapi・ tve, une poesie heb【'aique qui resume I'idec on la mol・alo du r^cit qui suit. Mais claQs sesromans la morale est bieu loiu do jouer le rOle prepondefaiit qu'elle joue daus les CEUYres de Dick. Son roinau est avant tout un roniaa ro- maaesque, uu romaa d'im昭iualioa ct lout le resle n'est ・que secoiidaire. Les advei・saires d(5 Scliaikewilsch soat
曇 そ 4。3’斧 誉 蒼 曇 201
3. Dcr poclrialscliit. cin lioclist intercssanter ・rornan. Ein richtigor fact `゜゛゜lebe“.V“「s°゛ie・1884」゜’8°・ (S.163) IScliomer. Die ciscrti。frau odcr das verkaufte kind. Eln i・imders-chcEner roinaa. Yilna, 1883,10-8°.
- (S.165)
Aussiabsuixles quaiit au・ coa-teau, aussi denues de toute forme. liUeraire, les romaas (( americains ≫ oat souvent des dimensions encore plus
formidables. Un romari intilule : Chez les Cannibalcぶ(1) n’apas moins d6 26 volumes ; (S.169)
共 l. Z。・iiclien nicnscliciifrcsser, New-York (I'a。。f'en'cst pas ;″ 「り“&)。
(S.169) 5.1 f S.J.ABRAMOVITSGH(MENDELEMOCHER.SFORIM)(S.171)
Et cetLe realite tragique de la vie juive qu・Asraodai lui expose dans u【1langage de haiae triomphante, appai'ait aux yeux disi・olik lui-nit!me (laas une visioQ oil sc manifesle ua des c6tes les plus caracteristiques du taleat d'AJbraino-vitsch: un lyrisme des plusprofonds associe a un seQliment
de la realite des plus aigus. CS,195)
Et・&ja vue de tout ccia MenJelc rit. iMais s・on l・iro est amer et blessaiit jusqu'au fond du cccur. Sou SOU!・ire est uiie gnmace et, tout e11 1・iaiit,ses lafuics so 111 coulcui・ do sang. (S
●202) La fable dans lcs roinaas d'Abi・iunovitsch est le plus
souveiit sans aucuiie impoi'Lance. Ses romaiis eii erfet ue so lit pas raoulysc d'uiic passion on d'un caracterc・ pris & lciu- uaissaucc ct suivisdmis !eu1ヽJuvcloppement. Commo
lcs romans de Dickeub・avec lesquels ils ont d aillcura plus d'un point de ressemblance, ceuχd'AbramoviLsch no sont que ≪ des essais cousus les uns au bout des Qutrcs 。 (1). Choque chapitre est un tout independant et pouiTuil sou・ vent, sans incoavenicnt pour le seas general, avcc dcs ' (S.203)
202
5。2 蒼
蒼
5。3 蒼
6。1 驀
Res、Rep. Kochi Univ.、 vol、31、 Hum.
changements de details, etre mis dans un aulre livre du mSrae aulcu【ヽou piihlie dans une Edition speciale, com mo on l'a fait du reste poucヽquelques-uQS de ces chapitres。 (S.203−204) Le monde special des meadiants juifs, qu'il avail
eu r occasion d'obseryer jusqu'a ses moindi・es details au COUt'S de so【lvoyage ea compagaie d'Avremel le Boileux, fut plus tard decrit par lui dans un de ses meilleurs 1・o mails dont le titi・eFIJごみ&&日&ZaムX (1), semble lui avoir (ltぶsugg6i°6 par le souveuir de rhoQiQie a qui il devait ea graade pai'lic ses connaissances sur le suict de son roman. (S.176) 1. Fischk。dcr k.rumcr. A. maasso run jucdischo oriino la,・UD S. I. Aijramovilsch (Mca'delo Mdclicr Sforim). Edition de u Hebrew
publi-shiDg Company・ Neiv-Y°「k(1'゜″1″icen'tsり゜s
i″i<((ij≪(ie)」n-8-(S.176)
a Je me suis figui・6cles hommes pules, morts, courant com me dcs raLs empoisouues, meltaal leur ncz partout et flairant. Peut・att・e Irouveront-ils un morceau de pain. peut・6Lre atLraperonしils quelque chose. Chacun est pr^oo-cupe, 1a t(!Le de chacun Lravaille, cliacun mord sa Ifevre, fait des pro jets et rellticliit,clmcun, ay ant le couvre-chef sur l(3 soramet de la岫しe,court et a l'air de se trouver dans un monde faaしaisisle…1)
LA FIN DU MASKILISME
(S.197)
La reaction violeate, politique cL sociale・ qui fut inau‘ gur6o contre les juifs russcs d色s ravfenement au tr6ne d'Aleχandre m a pol・t6 au mouvement maskilite un coup dont il oe devait pas se relevetヽ. Devaat la catQstrophe effrayante des “ pogromos)) qui, eii 1881,so ddchalaa sur la t610 de k populalioQ j・UlYQ ca Russic et qui bieat6□ut
suivie de toute une serie de mesures repressives contre (S.261)
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eux ; devant les flols de l'emigration, qui en raisoa do la ruine economique de milliei・s de families croissait de jour ea jour et prenait le caractfere d'uae fuito folle・ tous les rdvos caresses par les Maskilim poadant des generations se dissiμΓent comme de la fum6o・ [aisant place a des sentiments de desespoir et de repeutir…
CS.261)
Cependant le mouvemeut national n'etait pas lo seul & prendre aupr己sdes iutellcctuels juifs la place re【ldueHbre par la faillite du maskilismo et de l'i ョald'assimilatioa. Un certaiQ no 111b re de ces intellectuels subit l'influenco des do(ヵi「les d6mocratiques et socia!istes qui, & celte 4」oque, etaierit trfes populaires parmi 】ajcunesse russe, et un cerlaiii nombre d'entre eux s'ai[ili6rentaux groupes r^Yolutionnaires russes et consacrferent leurs forces h la propagaiido des idees revoluLionuaires parini les paysans el les ouYricrs russGS。
(S.262) C'est ainsi que l'evolutioa de la vie iuive du ghetto
daas les derniers trente aos a eu pour r6saltat un d6ve-Joppement rapide et admirable de cetle litterature. Nous ne nous atlarderons pas, iciヽa ^tudier les sources diverses auxquelles cetle liLlerature a puise. Elles sont nombreuses et variees et nous les etudieroDS en m^me temps que les autcurs don□CBuvre s'en est inspiree. Disons seulement qu'en dehors du socialisme etdu mouvement national ce furen□a philosophic et la poesie chassidiles qui oat eχerce UDe influeace Ir^s coasiclerable Pur la litterature judeo-allemande moderne。
(S.265)
Frug doat le taletit est avant tout lyrique.・s'est aussi essaye avec beaucoup de succes dans les ゛ballades et les ゛ legeudes populaires・ (S.294)
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Ayaat passe son enfaace et uae partie de sa ieunesse dans ua village au milieu d'agriculteurs juifs. Frug ap porte daus la liUcrature du gliello,。si pauvre en descrip-tions de la uatufe, UQ eleinenしuouveau:le parfura fi-ais dcs champs et des bois, les itnpi'essio“s siQce「es et per-soiiaelles qu'il a (jprouvees au seia de ・la natui‘e。 (S.278) Et c'est ea souve 「r des impi・cssions de celte ゛ie qui nagu6re 6tait sieane qu'il ecrit sa Chans。,1 &6 travail (り, UD veritable hymno eu l'honaeur du tra-vail et de la vie, qui・par la force et r^uorgie do son Ian-gage, par son allure ample et triomphale, par le senti-Dieut d'un opliuiismo sain et robuslo qui se d^gage de lui, occupe uue place h.part non seule!nent dans l'oeuvre do Frug, (.S.281)
Pour V0U8, mes pauvres freres et soeurs, Qiii iHes disperses do par loul le moiide, “
Qui V0U3 t,・aiiiezen errani sue des initiiei・sdo cliemius Pa"lu pluie, par l'orage, par le fi'oidella c!lりleur,
Pom・ loi,6 liomme aux gemissemenls el soupirs elernels, Juif de miseres. de larmes el de mallieurs。
Je vais enlonner, faire sonner el chanter Ma chanso* fralche。viveet gaie..
En des milliers de torrents coule fa vie
El, nil°lemeiit,elle re゛ienta soilri゛age・vieu.T・elernel. Lo monde pour l'unesl un jardin plein de fleurs,
Pour mille aulres UQ clieraindur.couvert de marais. 。,
oil 1 louanges el sa.lulsh la fatigue el au travail ! Cliaiilcz,louez-les d'un coeur plein d'aniour gt・de chaleur. Yivent les mains calleuses,
Le front d'ou ruissellela sueur l
Benis soient ratelier,le fuseau.
しafaucille,le marleau.la scie et la faux ! しemonile pour l'un esl unjai・din plein de fleurs, Pour milies aulres uu cliemin dur, couverl 4emarais
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DSlicieux sonl, mes freres,les plals clu seigoeu「, Mais plus delicieux encore esl le morceau de pain Qu'on fall sorlir de son propre Iravaii lioDndle
Duns lu sucti「・u゛ccla fatigue・ pourvu qu'on ne soitpas dnns le。 [besoin.
Delicieux eslle sommeil du seigneur dans sa chambre. Sur des oreillersdouχ,biancs comme la neige,
Mais plus delicieux encore esl le repos dans le champ sur du A l'heure du soir, apres le travail. [foin frais
Plus claire apres la pluie apparalt la lumiere du solei】, Plus cliere el plus douce est la chaleur apres les froids, Seuls oeux qui ont conou le malheii「,
Comprennent ce quec'est que d'etre heureuxsur la lerre.
La lime esl d'acifir,le marteau est de fer. De.faclure loule simple el pas Uop iolie.
Mais c'est a゛ec eux qu'on fabrique 1g glaive, 18 cuira・sso Et les saiiites couronnes elles-m6mes.
La faux esld'acier. !a charrue est de fer Elles ne soul pas uu ornement Ires beau,
Mais c'esしp.a elles la source de notre vie et de noire force Sans elles DOUS ne saurions pas faire un seul pas.
Cliantez done, louez done la fatigue et le travail,
Chantez, saluez-les d'un coeur plein d'amour et ac chaleur ! Vivenl les mains calleuses.
L・e front d'oii ruisselle la sueur l
CS.282-283) La naluro, la vie el lo irQvail des champs, il y avoit
long-temps que ces QlOlS ne disaient plus riea au iuif du ghetto, il ne les ■conaaissait qu'ii ti-ave【ヽsles descriptions de ses liYres saints et pnr 16s usages et les f('!tesqui lui elaient restiis do repoqUG ancienQo, ou ses alice Ires elaient, euχ aussi, des laboureurs de la te1・re. Absorbo par la luUe pour rexisteace ot par l'elude de la loi・il n'avait' pas l(3
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n'est-il p明dit dans le Talmud : a Celui qui inteiTompt soa etude pour dire :comme cet arbro esりoli, a merits la mort(l).)・ エ .
(S.284) Des lcgeades populaii-es qui out 6t6 raises eu vers par Frug, la plus belle etla plus celebre cst : £a fxLle du scha-mesch(I), doat le poete a aussi doimo u【leversioQ russe・ Le vieux rabbi est trfes malade. La nuit. le bdton du schamesch se met a marcher tout seul dans la chainbre. MauYais sigiie : il y a um agonisaat dans la communaut^ et la pelite filledu schamescii reveille SOQ pere en criant : Pfel・e,va reveiller du monde. le rabbi est en danger de mort. ●
(Der Rest八jeggelassen ,S.296-298) Rien ne caraeもerise mieux resprit nouveau qui, avec
Perez, esl e【llrudans la lilteraluio du ghello que sespoesLe? (1 amour. L'amour, sentiment jUS‘[u'lilorsiucouau ou ≪ peu
p吻s dans cefte litt^rature, et'qui ne s'y moiitrait en de・ hors lies roinaiis oxlruv弓削心qu'u la proleclioii Umide dcs romaas etdes drames historiques.dcvietit un sujet contiauel d'itispiration lyrique dans I'oeuvre de Perez, avec toute la gamme de ses neaaces les plus raffin^es en m&me temps quc les plus hardiesヽ11 est vrai aiissi que I'influeace de Heine qui, ea general,se fait sentir d'uae fagon assez forte dans roeuvre poetique de Perez・ u'est nulle part aussi accu- . s6e q‘leda‘ISses poesies d'a°o゛・ (S.3O5) Le toa leger et souriant des po6sies lyriques de Perez dispai-alt et fait place &ua ton grave, sou‘vent emphati-que, daas ses poesies d'ua caract^re social. (S.311)
1. N‘5e“ i85i l゛Samorrt ^g°“゛e「nemeol dc L°ubiiii」, Perez refut 「&」u-cation 1「aditiounelle des e°rants du gcttho. Gr4ce i u“ he`」「e・Xhasa「d」1 eu□'occasiiヽode s'loltier da bonne lieurc aux (・uvres cics ocriヽ・ains euro-│)liens.S゛ ゛ih uaUle elait en general UIIC cicsrarcs loc°lilcioilla lul‘tedcs parlis n'uUit pas forle eし)a les 」cunes gciis qut s゛oとcupalcnldes sciences pro-− − − − `
fuiics n'tilaieiil pas pcrsuculcs commc luirijliqiics. C'csl peul‘clre pour Cel゛ n t■≫・・n・http://www...ヽ;1,・4 n r i 'Ti1131r。s cic ccUc iiclilo villo ・un l・ombre rola-q”c l'o‘ISVOVODS uuriiiilua origin°ires Uc ccllc liclilo・゛i
ふ
I'CIIIClll.asaoi gi:mid d'│‘゜iiinicsqui Ilia「qutsrenl dans riiisloircdu glicU° : (S.3O2)
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Ea 1906, les effets de Louie une vie dc niisere et de luUcs・ sur un oi'gaaisme dtilicatse firelit seiitir et le po6le souf-frit d'uae attaque d'eparalysie a I'dgo dc quarante-qua-tre ans'.0【1ct‘aigiiitmdme quil ne deviiit a゛eugle. Une souscription fut ouverle ea sa faveur. et & cetlc occasioo ou nut voir ia graiide popularil6 dont le po6Le iouissait aupres du public juif, aussi bien en Ameriquft qu'cii Rus-sie el
ailleurs- Le pauvre public judeo-allemaQd trouva moyen 4e re-cueillir pour soa poete une so mine modeste.cerles, amis qui lui permit de retabli‘ysa saate et de vivre desormais daos des condilions plus ou moins inclependanles.
(S.334)
Salomon Rabinowitsch (1), plus connu sous son pseudo-nyme】itterairede Scholem-Aleichem, estincoQtestablement l'^criYain le plus populaire du ghetto.
S , λ
il
CS.4O9)
N4 en (85g dan*】a・villo Pcreiaslaw (gouv. de PolUwa・ petit°Russie) .k:≪≪....:i^i_- _- ●● J丿 ● s − −
Rab;°owllch ゛ 「e9`」 s゛・Fe°i1「e educatioadansle・Chederu traditi。o・。1. 1-igo de quinze ans il
conimeofa 1 eludier la lilterature maskilite en h&・ u. De tSSoh i883 il rut l、r31、h;n 、、m。;。1、、/、。。、z、こ:。。。。、。、、_。。一−lx!i_。_t_? breu. De ({ISo aiS83iI Tutu rabbin ofliciel≫(secretaire communal) a Loiiboi, Cest a cetle rpociue qu'il publia
aes Pre°iera arlicles daus les iournaux liebreux. En iSS3 il devil・nt un des collaborateurs Ie8 ()lus actifs de la Juedisch゛ey°1たs&1°Ude Zederbau°, daDs Uquelle il publu des po&ies dont quelqucs-u°us soul (Joyenuos popuUi「es. Mais s・overitable taleut n。tarda pas h se manifcster dans
mime re゛ue. En i88S, HatisJreunJ, UuMnov・itsch riche, crea un autreannu directeur qui pajjl ses CO
airccieur qui Pりil ses collan《3「aleurs・les meillei」「s 6cri゛ains de 「‘epoqi」e. (P゛「「111ces c°llab°「nteurs4t°ient
: Abramowilsch, Linclzr!, Zweifel, Gotllo-ber. J.-し。・Gordon, Perez, Krischman, M.-J.
Rabiaowilsch (Ben ami), J. 1・c`‘in(Iclialel),Rabnii/.ki (Rabi kor.!n), Di。nosoho
Scliatzlcs cl autr・s. Dans le l)「emier゛olumc de l゛・VolMぶioUlt R°bino゛iUcL
publU so°『om゛o S;゛″叩゛㎡叫4td゛゜S le
゛olume suirant, en 1889,spn aU1「e romaa 。JosseU S(山゛i. A)ranl perdu s゛ fortune
en i8qo, Rabinowi'tsch alia s'ctablir avcc sa fainlllc a Odessa, vivanl eχclusivcnieiil Je soil travail lilleraire, collaborant ・ 1 un gra‘I'lnombrc do re,・uesjudoo-ailemandcs. Roveou en i8g3 i Kiev, il coinmcu^a dc iiouveau a s'occupcr d'an°iiressans ralenlir son actirite litttS-「゛;「c.Mnis ]es .<pogronies ”qui en igo5 eur。nl lieu 1 Kiev l'りant ruiac
co㎡-liletenient, i1 emigr‘l e“ A‘゜erique ou pcndaat deuχlai il rut collaboraleur ゛uxjournaux j‘i(l<jo-alle“landsde cc pays et ^cri゛it des pieces de Iheitrfl・ En 190フ」1 re゛inlen Europe
pour des raisons d。famille. L'lriaee suivaote ses°d‘iiiralcursfclalenl son jubilc liltcrairo.
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11れvail d'abord devant lui la vie du gliello d'il y a une ●
ou deux gendralions el lelle qu'elic est reside souvent iusqu'a nos jours, surlout dans les peliles villes, dans
Louies ces Touaejadavvka, Kabzansk el autves que Men-dele le colporleur a populai・isees (Jans la Iitl6ralui'ejud6o-alloraaade et que Scliolem-Alcicliem s'essaiera a sぴntour & doci'ire sous les no Ills de Kassriliwke, Masepowke, etc。 \ (S.411-412) La Kassriliwko de Scliolem-Aleichem, comme la
Touno-jadowka de Mendele le colporteur, pr(5sente,【aous l'avons dit,la vie tradilionnelle juive qui n'apas eacore 6te touchde par le souflle de la culture inoLlenio∠C'est la vie iuLve a r6tat sしalique tello qu'elle s'est lormee nenclQut (les sifecles et telle qu'elle cst reslee pendaiiしdes sieclcs.,lie changeaat gufere ou ti-6speu・ et louioui's en hannouie avec clle-m6【no. CS.417-418)
10.3 喬 Menachem-Mnadel, un des types les plus populai【'es de Scholein-Aleichem. Type tragiques'il en fut, mais coQiique eaTn^tne temps et;qui, doue de certains traits de DoaQui- chotte et de Pierre Schlemil, devient entre les mains d'ua ecrivain CO mine Scholem-Aleichem le h^ros d'UQ sraad . む
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11.1 驀
iiombre de l・ecitsaux situations les plus risibles:
(S.419) Menachera-Mendel qui posscde. com me tous les jeuQes gens de Kass-riliwke, des coQnaissaaces rabbiQiques plus ou molns 6teadues, n'ajacnais pense h.devenir co【ヽdonnier,et quaad. pa【:lafo【゛cedes circoDstaaces, i卜vient k la grande ville de Jehoupez (Kiev) ou ildoit gagner lui- mSme Sd.vie,ilse trouve
bieiitdti叫K'O゛ise... boursier./Q Rest weggelassen,S゛4197 A c6l(5d6 I'ouvrLer, 16 type le p1ばs positif du ghelto, le 421) Ballon, son type le plus malade・le plus ncgatit・ a 6galement
trouvo dans Perez un peintre d'uue ゛igueuT psychologiquo romai'quable.
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l・e Ballon, Ull des lypes.les plus r^pandus du ghetto, ost un horn me sans situation et qui fuyant la Yie eしla luUe
pour 1q viodonl il se sent inc叩able; cherohe un refリge dans la synagogue oil il vit de la charild des fidfeles etpasse son
letups a prier冷eludior et, dans Iq p1叩art des cas, a nerie「1
faire. (S.457)
Perez est c!one le premierぺmi s'y
so it allachecomme 8iunpi'obl6me psychologique d'un inl(5-vU tr色s !Slov6 ettr^s tragique, et qui ail jete un regard daus
cette i\me des hommes, pour la plupart jeunes encore, qui 8e mortoudent dans rinactivite,」'imagiualioii pleino de rdves sombres et fantaisistes. out le coeur d^vaste par des
dosirs non assouvis. soutieanent une lutte de to us les ins-tants contre les instincts de la vie, combat qui souveiit finit
par la mort morale et iutellectuelle de l'otre au soin duquel
il a lieu.
Dans le ≪ llabbi Jossel≫ de son po6iao du miiiiie uom (2). Perez a cree uu type d6 Batlen d'une grande force tragique,
et plusieurs de ses nouvelles ont aussi pour heros des a Batlonim 。(3).
Dans la nouvolle intitul6e l £e'召alienかu (4), nous
voj'ons Borl l(3 fils de Chonze, uu ieune homhie de Irenle
aas, marcliei' a pas {i^Yi'eux de long en large dans la synagogue et se demaiidei・必ec anχi仙§: (S.458)
La nuit du meme jour. 1e a Rabbi 。 est soudainement r{!veilI6 du sommeil par son eleve. ≪ Rabbi, lui dit-il d'une
voix faible, ie reviens de biea haut, i'ai entendu chanter
dans mon coeur. Maintenaut, ajoute-t-il tristement, mes sens qui s'etaieat evanouis se r6veillent de‘nouveau et je me sens si fatigue, si fatigu(5 ≫ Le lendemain Lemech est
morい> Encore quelques jours de ieuneヽa soupire soa vieux '
mait【ヽe, et il serait mort de 4 la mort du baiser n (1)。 (S.463)
x. Mori du baiser (milbat nechtko): mort douce riservee d'aprcs It M61°d°゜ux horn「Tiesダl'゜oeIres FI°de s゛i°telede ゛ie‘ ' (S.463」
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Le mouvemeat chassidite prit naissance au xviu・ siecle. pariniles juifs du sud-ouest de la Pologne (Ukraine, Volhy-nie, Podolie et Galiciel. Son fondateur fut Israel de Miedze-boz (Podolie) suruomme le Baalschem tow‘ouBaalsclieiu (2) tout court (1700-17GO).
(S.468)
11.3 蒼 Le Baalschem lui-mAme avaat li'exercei" les [onctioQS de rabbin k Miedzeboz vivait pendant longtemps du travail de ses mains: habitant dans ua village qui 6talt ・situ^ au pied des monis Carpathes, il pr^parait la chaux quo sa fern me veiiduit dans la ville Yoisine ; plus tard. il fut coclier chez ・ so a propre beau°fi'6re・ 11 portait des habits de paysan et trouvait une source d'inspipatioQ moias d如s l'^tude que dans les promenades solitaires (!ans les inontdgnes。
(S.470)
11.4 驀 Les conceptions phi】osophiques du chassidisme o【itleur origiae dans la Kabbale. Le Zohar, ce臨 a Bible des Kabbalistes ≫,6Ui.ille livre pr6t6r6 de Baalschem. Mais les spdculations philosophiques ea g^ndral int^ressent les chassidim moias par leur cdt^ th^oricrue que par les coa-elusions pratiques qu'ils en tireat. C'est aiasi qu'oa a pu definir le chassidisrae comme a la kabbale devenue
6thi-que ・・・ (1) 12.1 。驀 LE THEATRE JUDEO-ALLEiMAND (S.471) (S,494) 驀 驀
Depuis des te【nps iraincmoriaux, la l&le de Pourira ^tait l'occasioQ de certains spectiacles bouffoas, donnes pour amuser le public、
(S.494) Le premier texte imprim^ dune pifeceju ョ0-allemande que nous coaiiaissionsest celui duみ・りi'A/iasverus publie par ua anotiy【liea Fraacfoit-sur-le-Meitt en l"08 (3)・ (S●494)
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3. Ein sclicen ncu Acliasclit゛erosch-spiel. Francforl. 1908. Elte est re‘ proHulte par 5c1!udl dans scs 。JuedUehe Merliiou'‘dりlicUen,t 111. Franc-・rt, 171/1. − Vojez auss□。texl・d'uaゐu d',□iaiurfruj,recucilli par UD'
Woissc・herg Je 】゜liourlie de g Ch゛叫「es do P`'「i“`”゜「IR`」ssiee1 publie d゛゜s\cs Millrilu凹en d:‘「クesellscUが1μi「μdisclie。・//≪/.・。ndtrcdigces P゛「 G rfi11*\・alil,igoi. n・ I. ―Nous avQ:ISsous nos yei!`lo tcxle d'u°jeu
d'A.ha$-vcrus inlitule Rぼnin Achaiclweresch publio i Vilna・ IQOS, cbez‘L. L. M°11゛ Lcs pcrsoniiagcs de l° piicc s°o1: Acliajch゛crcscli :de(「iielcch ; Wasclili 1 di。maikc ; Hoz : dcr・ I。ufcr ; Bigso°o : dcr kanzlcr ・ Mordchai : dcr j”o' disclicr furst ; Esllicr: die °aike ; Homon : der pr!nz y`l°die Amale‘ kim ; Sc resell: fciii we!b ; Mondrisch : <Ierliofrat.
(S.493-494)
Le crealeur du iheAlre jud6o-allemand, celui qui forma
la preiniり1‘e troupe rcgulifcre d'artisles jucleo-alleniands fulle poete populaire Abraham GqldfadeQ(2).Ea 1876-1877 peadant la guerre russo-turque, un grand nombro de juifs russes et galicieas, fournisscurs do larinee, se trou- vaient a Bucarest. Goldfaden. veau lui-aussi sur le theatre・ de la guerre daas l'espoir d'y trouve【: quelque g昭ne-vie,
s'avisa bienl6t que le public juif qui tous les soirs remplis- sait lcs cafes ou des chcEurs chanlaient eniudeo-allcmand, pourrail bien goCiter des representations dramatiques dans la laogue populaire ec se mit a rdaliser ce plan. C'est
parmi les chanlres de la synagogue et aussi panni 】es arti- saas juifs qu'il recruta les premiers 616menls de sa troupe.
II n'dlait pas possible a cette 6poque de trouver des fem- mes juives conseatant a iouer sur la s(池ae・ et lcs premib‘
res aiinecs les r6les des femmes dans la troupe d6
Goldfa- dea furent tenus par des hommes・ (S.495-A96)
En 1883に19 go°vernement russe qui^ icelte epoque・ y iiiauguほit toute une s61・ie de mesures restrictives contre
les juifs, iiilerdit les repr‘asenlations judeo°allemaiides・ Cette iaterdiction fut UQ coup terrible porte au ieuue lliedtre qui commetiQait h peine a se developper. Les trou- pes d'arlisLes etnig【-ereiit ea Roumaaie, Galicie et ailleurs・ mais n'y trouY^reat pas un champ d'activite ussez favo・
212 Res. Re Kochi Univ.、 Vol. 31、 Hum.
rable. 0a cssaya aussi de lour【lerla loi ea dottuaiit des pieces ju ョ0-allemandes sous des tttres alleitiands, tnais lcs fonctio【luaires du gouvernemeat russe Yeillaietit.Ces
p硲cesfurent rarement representees. Mais le lhr≪dtt・e juif trouva uu refuge parmi lesかnigraats de I'Amかique et c'est la que aous allons etudier les phases ld(y sou evolu-tion。
‥ (S.498)
12.A 驀 La premiere troupe judeo-alleniande 社司va en Amdri- que ea 1S84・ apchs avoir jOUvi quelque temps ii Loudres. D'autres troupes a 「verent aussi plus t8「d・叩i 。」ouerent aussi bien a New-York quo dans les autres centres de I'd- migratioa iuive aux Etals‘Uais・
・ ●l (S.498-499)
12.5 葺 Daus une notice biographique qu'il a eciite pou「le recueil I LI¶
ju ョo-allemand, iatitule : £a scene fuiue(1).qui a paru & Ne゛‘York en 1897 pour c^lebrer !e・ vingli^me anniver・ saire de ・la fondation du th^dtre jud6o一allemand, Gordin indique les motifs qui ont jusqu'ici entrav6 le developpe・ ment de ce theatre. C'est en des mots d6aues de toute affectatioa・ ゜ais d8・s lesquels perce ramertume delhomme qui a lutte seal, qu'il indique, e!l passantj les faiblesses de son (Euvre propre. し
‘(Je veux declarer publiqりlement, d沁il, que le thedtre jud^o-allemaud ne pourra iamais se developjper normale- meat taat que le gros des iatellectuels iuifa continuera & ignorer ・un problfeine aussi important pour la masse du peuple・ que le d^veloppetnent du theitrcニlitteraire et s6− rieux・ L& iheAtre judeo-allemaQd, malgr6 les ceutμines de , milliers de personnes formaut sou public, ne peut pas esp^rer l'avfenement d'un ^crivain de talent puissant, tant que le gros de ses auteurs seroat des hommes comnie
Franz Kafka und die jiddische Literatur ( I ) (Kazuo UEDA)
moi, qui ne soot deveaas des auteurs dramatiques que par hasard・qui n'dcriveiit des p硲ccs que parce que les conditions de leur vie les y fo1ヽcentel qui, comme moi' restcnt isoles et ne voient autoui・ li'eux qu'ignorance, envie.・ inimitie et ranccBur. n (5.506-507)
Erganzungen und Erklarungen von Kafkas Exzerpte anhand des
franzosischen Originals.
215
1。1(Aus : iiLes Chansons populaires")
Es gibt j
iddische
Volkslieder
mitニ religioseo
Charakter.
Meistens sind es e・infachBParaphrasen
von Versen der Bibel
Oder des Rituals.工n historischer Sicht sind die
Lieder
be-sonders interes・sant,
die das Leben der jlidischen Soldaten
in Russland schildern.
vor all em in der Zeitニvon
Nikolaus dem
Zweiten.
Das Lied hier erzahlt
von den Nbten eines judischen
Soldaten,
der seine religiosen
Pflichtニen nicht erfiillen kann.
1.2
Der jiidische Junge aus dem Ghetto,
der sich bis j
etzt aus-schlielSlich mit dem Studium
der Bibel und des Talmuds
be-schaftigt
hatte,
muB jetニzt den
Wehrdienst ableisten: er muB
den Umgang
mit Waffen erlernen
und sich k6・rperlich trainieren.
1.3
Es gibt j
iddische
Lieder,
die nur bei Festtagen, Hochzeiten
und ahnlichen
Gelegenheiten
gesungen
werden.
Einige
da von ”
zeichnen
sich durch ihren politischen
Charakter aus und zeigen
die Treue der Juden zum Glauben ihrer
Vater.
Das Lied hier war
eines der popularsten. Es bezeugtニ das tiefe Volksempfinden
der Juden,
die trotz der Angriffe der sie‘umgebenden
Nicht-juden ihren Stolz nicht
verlieren
und sich off en zu ihrem
Schicksal bekennen.
214 Res. Kochi Univ 2。1 (Aus: der 。Lit:teraturehaskalite")
Diese Passage beschreibt die humanistニische Bewegung der Has-kalah. Sie wurde zu Anfang des 19. Jahrhunderts in Deutsch-land von Moses Mendelssohn ins Leben geruf en und f and spater in Litauen und in Sijdrussland EinlaB.
2.2
Die Maskilim, die Anhanger der Haskalah, halJten das Jiddische als Symbol der Erniedrigung der Juden und schrieben aus一 schlieBlich Hebraisch. In ihrer Literatur koramt der Geist und das Gefuhl einer neuen Originalitat; zura Ausdruck, die durch das Zusanmentreffen der jiidischen Kultur mit der euro-paischen ent:stニand.
2.3
Es ist merkwiirdig. daS die Maskilim, die Hebraisch als schon und eigenartig lobten, keine iiidischen Natニionalisten waren. Sie wurden j edoch nach dem Pogrom von 1881 Zionisten.工hr
Ideal war es nicht, eine nationale Literatur zu schaffen, son-dern sich der umgebenden Kultur anzupassen.
2.4
Sogar in auSerlichen Sitten strebten die Maskilim danach, ih-re nichtニjudische Nachbarn nachzuahmen. I.L.Gordon, der grolSte hebraische Poet der damaligen Zeit und Fiihrer der haskalischen Bewegung formulierte ihr politisches Credo・: 。Sei ein Jude im Hause, aber ein Mensch auf der Gasse”。
゛ 12.5 Um ihr Gedanken im Volk zu verbreiten, muBten die Maskilim
freilich das Jiddische benutニzen, da es die einzige Sprache war, welche die Leute verstニehen konnten‘. Ironischerweise wurde so von den scharfsten Gegnern des Jiddischen jiddische Litニeratur geschaffen.
2.6
Frem-Schoraer,
215
de und pseudonym
entstand,
hat dennoch in der jiddischen
Li-teraturgeschichte ihren
Platz,
weil sie auf die
lfolgende
Ge-neration
einen nicht unbetrachtlichen
EinfluB ausiibte. Durch
sie gelangten die・wichtige Ideen indie neuere・ jiddische
Literatur: der Kampf gegen
den Chassidismus,
die Begeisterung
fur Bildung,
fiir jede
Art korperliche
Arbeit und fur das
Handwerk.
3.1 (Aus : 。LaPoふsie populaire. Les badchens”)
Ein Badchan”istニ ein armer Schauspieler, die die Gaste bei
Festen,
besonders bei Hochzeiten,
mit Gedichten
Oder Liedem
amiisiert. Er laKt sich schon im Mittelalter
nachw万eisen.
3.2
Eliakum
Zunser
wurde
oft auch Eliakum
Badchan”genannt.
Er
hatte
als K・ind dieTalmud Schule
besucht:; manfindet daher
in seiner
Art zu argument ieren, zu analysieren
und
rationali-sieren
viel talmudische
Denkweise.
4.1 ( Aus: iiLeRoman populaire”)
Eisik Meyir
Dick
(1804-1894)。,der
Vater des Volksromans",
hatニvielemoralisierende
Biicher verfaSt.^Als Maskil
benutzte
er dabei das Jiddische。.einen
barbarischen
Jargon”。nur
zur
Belehrung des ungebildeten
Volks.
4.2
Schomer
(N.M.Schaikevitsch 1849-1905)
liebte es als Maskil,
in seinen Romanen moralische Satz・e auf Hebraisch
einzufiigen・
Aber die Moral spielt bei ihm keine so wesentliche
Rolle wie
bei Dick; seine Romane wurden
oft g・arals unmoralisch
kritニi−
siert. Obwohl sie
phantasiereich
und romantisch sind, ist ihr
kiinstlerischer
Wert gering.
4.3 :
der in der Zeit der Massenemigratニion aus
Russland
nach Amerika
gelangte,
schrieb auch 。amerikanische
Romane",
216 Res. Rep. Kochi Univ.、 Vol. 31. Hum.
die einen recht abstrusen Inhalt und keine literarischen
Ambitionen haben. .jZwischen menschenfresser”(26 Bande) ist einer davon.
5.1 (Aus: ,,S. J. Abramovitsch”) ’‘
S.J.Abramovitsch (Mendele Mocher Sforim)。,der GroBvater der jiddischen Literatニur”, war ebenfalls ein Maskil. Er zeichnete
sich durch Schilderungen des jiidischen Proletariats aus. Sei-ne Romane sind, obschon von einem scharfen Blick fur die Wirk-lichkeit geprart, lyrisch gefarbt und von tニragischem Gelachter
durchzogen. In seinen Romanen ist jedes‘’ Kapitel selbstandig, die Kapitel werden einfach aneinandergereiht. ‥
5.2
。Fischke der krumer”, eine Erzahlung iiber die Welt der ju-dischen Bettleiこ・aus eines Bettlers Perspektive, ist eines von 1
Mendeles Meist:erwerken. Fischkes War!derung folgt Mendeles ei-gener, mit gemeinsam mit Avreml dem 剖
Reise. , ’ 5.3
Dies ist ein Ausspruch von Isrolik in einer Erinnerungsszene an das Leben und die Leutニe in seiner Heimat・,1n dem allego-rischen Roman 。Di kliatschke Oder tsar bale hachejm, a majsse. vos hot farvalgert zwischn di ksovim fun Isrolik dem meschu-genem baj Mendele Mocher Sforim”(Der Gaul Oder das Leid der Tiere, eine Geschichtニe, die sich unter den Papier-en zu 。Jisro- lik dem Verriickten”bei Mendele Mochをr Sforim anfand)。;。bitニe the lips”(mord se levre) bedeutet‘hier wohl nur, Ungemach
stillschweigend zu ertragen.
6.1 ( Aus: 。L'epoque conetemporaine. La fin du maskilisme”) Die heftige Reaktion der russischen Regierung unter Alexander Ill auf die politischen und sozialen Bestrebungen der Juden ,。bedeutete das Ende fur die maskilische Bewegung・ Folgende
217
Griinde trugen zu ihrem Verschwinden bei: das furchtbare Pog- rom von 1881, die anschlieBenden Beschrankungen des judischen Lebens und die dadurch verursachte Massenauswanderung in die U.S.A.
6.2
一Nun entstand unter den gebildeten Juden eine nationale Be- wegung mit dem Ziel, nach Palastina zu emigrieren. Manche von ihnen wurde aber auch von den Idealen der Demokratie und des Sozialismus ergriffen, welche damals bei den russischen Juden sehr popular waren.
6.3 ● Die Verbesserung der Lebensverhaltnisse in den Ghettos wah- rend der letzten 30 Jahre hatten zu einer schnellen und be一一 merkenswert:en Entwicklung der jiddischen Literatur gefuhrt. . Neben dem Sozialismus und der nationalen Bewegung hatten die chassidische Philosophie und Poesie grofien EinfluB auf die moderne j iddische Literatur.
7.1 (Aus: 。S.S.Frug”)
Der russischer Lyriker Simon Samuel Frug, der seine Kindheit und einen Teil seiner Jugend in einem Dorf untニerden Land- arbeitern verbracht hat:te, trug in die jiddische Literatur ein neues Element: den frischen Duft der Felder und Walder, 7.2
Eine Strophe aus Frugs 。Lied fun der arbej t”(Lied der Arbeit). Hier zeigt sich seine Liebe zur Arbeit, besonders zur Land- arbeit.
7.3
Die kleinen Kolonien, die die Juden in Russland erhalten hat- ten, besafien. freilich fur die breiten Bevolkerungsschichten keine Bedeutニung. 工m Kampf um die Exis tenz und das Thora-Studium hatten sie keine Zeit:, die Schonheit: der Natur・zu bewundern.
218 Res. Rep. Kochi Univ., Vol. 31。Hum.
Der Talmud sagt 。iibをrdies:。Wer sein Studium unterbricht, um die Schonheit eines Baums zu bewundern, is t des Todes wiirdigV 7.4
Auch die Legenden des Volkes sind S.Frug vert:raut. Die schon-ste und bekannteste Legende, die とr in Verse ubertru名, ist 。La fille du schamesch”(Die Tochtニer des Schammes)。Hier wird die Legende in Form einer Erzahlung kurz zus・amraengefaBtニ.Kafka erwahnt:, anscheinend in bezug auf diese Geschichte, ,,Lamen-tations at the west wall of the Temple”; aber die Klagemauer in Jerusalem hatニ damit nichts zu tun.
7.5 AuS: 。J.L.Peretz(poふte)”
Der beriihmte Novellist und Schriftste!ler J.L.Peretz, der 1859 1n Samosc geboren wurde, ist auch eiher dとr bedeutendsten lid-dischen Poeten. Mit ihm, so last sich sageri. lost sich die jid-dische Poesie zum ersten Mai aus dem traditionellen, abgeson-derten Raum der jiidischen Kultニur. Peretz, der sich in der euro-paischen Kultur auskannte, brachte ein neues Thena in die jid-dische Literatur: die Liebe. Seine Gedichtニe, besonders die Lie-beslieder, stehen unter dem starken EinfluS十Heines. Neben ly-rischen Liebesliedern schrieb er aber auch Lieder von sati-rischem und gesellschaftlich-philosophischem Charakter. 9(AuS:。M.Rosenfeld”)
Morris Rosenfeld war damals einer der wenigen auch im nicht-jiidischen Raum bekannten Poetニen. 1862 im russischen Polen ge-boren, emigrierte er nach Streif ziigen in Stadtニen wie Amster-dam und London schlieBlich nach Amerika. Obwohl er schon in jungen Jahren viel Poesie veroffentlicht ・hatte, war er fast Standig arm und mu6tニe in einem sweatshop arbeiten. Im Alter
von 44 Jahren wurde er 1906 von Paralyse befallen, eine Spat-folge seines elenden Lebens. Man fiircht色te sogar, er konnte
Franz Kafka und die jiddische Literatur(I ) (Kazuo UEDA) 219
i,1・ind werden. Arme Juden veranstalteten zu seiner・ Unterstiit-ung eine Kollektive. Dies zeigt seine Popularitat selbst unter ・ breiten Schichten in Amerika.
10.1 Ausこi.S.Rab inowi ts ch (Scholem Alej chem)”
Solomon Rab・inowitsch (bekanntニer unter seinem Pseudonym Scholem Alejchera), der popularste j iddische Schriftsteller, wurde 1859 1n einem Dorf in der Ukraine geboren. Er schrieb anfangs He-braisch. erst spater Jiddisch. 1883 wurde er Mitglieder beim g
iiJiidischen Volksblat:t”。1888 begriindete er die Jahresschrift ..Die judische Volksbibliothek”, zu der die meisten damaligen jiidischen Schriftsteller Beitrage !eisteten. Nach Aufenthaltニen in Odessa und Kiew emigrierte er 1905 infolge eines Pogroms
nach Amerika, wo er weiterhin sehr aktiv war. 1908 feierte man sein literarisches Jubilaum. Einen 。Custom of great jubilee
celebrations in Yiddish literature”, den Kafka hier anfuhrt, gibt es allerdings nicht.
10.2
Scholem Alej chem beschreibt humorvoll .das traditionelle Leben der armen Juden in Kasrilewke, einem von・ihm erfundenen
Scht・et1”。 10.3
。Menachem Mendel ” is tニ der Name des Helden in dem gleichnamigen Roman. Er ist einer dei・bekanntニesten Typen in Scholem
Alej-chems Werk: eine tragische und zugleich komische Gestalt, wie Don Quichot:te Oder Peter Schlemihl. Kafka faBt hier die Ge-schichte Menachem Mendels kurz zusammen.
11.1 AuS: ..J.L.Peretz (prosateuer)"
Ein ..Batlen”, einst ein we it verbreiteter Typ unter den Juden, ist ein Metis ch ohne Arbeit, der den ganzen‘Tag in der Synagoge sitzt, von Almosen lebt und sich zum Leben unfahig fuhlt.
Peretz war der erste
220
um
11 一
・
nMi
Res. Kochi Univ. Vol. 3 Hum.
den 。Batlen”bemiihte. ”
2
tat neschika”,
eine idiomatische
hebraische
Wendung,
hier
im SchluB von Peretz' pBatlen le foU”(Der verriickte Bat:len), zitiert:, bezeichnet den schmerzlosen Tod, der der Legende nach nur groBen, heiligen Mannern vorbereitet ist.
11.3
Die chassidische BeW・egung, eine Volksbewegung gegen den herr-schenden formalistischen Geist:, entstand im 18. Jahrhundert unter den Juden Siidostpolens.工hr Begriinder war 工srael von Miedyboz (Baal Schem Tov ). Hier wird U!)ersein Leben berich-tet.
11.4
Das philosophische 工deengut der Chassidim entstammt der Kab-balah. Der Sohar, der die Grundideen der Kabba!ah enthalt, war Baal Schems Lieblingsbuch. Die Chassidim waren allerdings
weniger an philosophischen Spekulationen als an den prak-tischen Folgen theoretischer Fragen interessiert.
12.1 (Aus: ,,Le theatre judぶo-allemande”)\
Das erste jiddische Theaterstuck ist ,,Ein schon neu Achsch-verosch-spiel”, das im Jahre 1708 in Frankfurt am Main an-onjnn veroffentlicht: wurde.
12.2 ●’ト
Der Begriinder des jiddischen Theaters ist Abrah万am Goldfaden. Hier wird die Entstehungsgeschichte des j iddischen Theaters im Russisch-Tiirkischen Kirieg angefuhrt. Ueil sich damals noch keine jiidischen Frauen fanden, die auf der Biihne auftreten wollten, wurden auch die Frauenrollen von Mann em gespielt. 12.3
1883 ergriff die russische Regierung eine Reihe von MaBnahmen gegen die Juden und verbot ihnen u. a. jiddische
Theatervor-221
stellungen. Die Schauspiel・ertruppen flohen nach Rumanien und Galizien. Aber da sie dort fur ihre Taヒigkeit keinen giinstigen Boden vorfanden, zogen sie weiter in die USA.
12.4
Die erste Theatertruppe kam 1884 dorthin, nachdem sie eine Zeit 1・ang in Lotidon aufgetreten war. Spater folgten andere Gruppen nach und spielten dann in New York und den anderen Zentren der jiidischen Emigration.
12.5
In dem Artニikel 。Di jidische szene”, mit dem Gordin 1897 das zehnjahrige Jubilaum des jiddischen Theaters feiert. zeigt er die Umstande auf, welche die Entwicklung des jiddischen Thea-ters bisher beeintrachtigt hatニte.Vor dem von Kafka zitierten Hinweis auf die SchwMchen seiner eigenen Werke appeliert er
an die jiidische Intニelligenz, die Wichtigkeit des Theaters fiir die breiten Schichten der Bevblkerung zu erkennen und ein serioses j iddisches Theater zu entwickeln.
Aus der obigen Gegeniiberstellung iStニ zu ersehen, daS sich Kafka aus alien Kapiteln iiber die ostj iddische Literatur Aus-ziige gemacht hat , mit Ausnahme von denen iiber l.工.Linetzki, M. Spektor und J.Dienesohn. Seine Auf z ei chnungen betreffen frei-lich nicht immer die wichtigsten Punkte eines Kapitels. Viel-mehr scheint es, als ob Kafka sich ‘einfach Stellen notierte. die ihm besonders gefielen Oder wichtig erschienen. So finden sich da manche Passagen, die uns nicht sehr bedeutsam schei-nen, z.B. 4.2, 4.3, 5.3 und 11.2. Es gibt wohl auch einige Mifiverstandnisse bei Kafka. Iinmerhin lMBt sich aus seinen
Ex-zerpten schlieBen, dafi er sich ・fur das Volkshafte, Soziale und Nationale im Judentum interessierte. Ohne den Sachverhal