• 検索結果がありません。

 Das obige Zitat ist dem 2013 erschienenen 

N/A
N/A
Protected

Academic year: 2021

シェア " Das obige Zitat ist dem 2013 erschienenen "

Copied!
24
0
0

読み込み中.... (全文を見る)

全文

(1)

  Maren Godzik

  

1. Einleitung

Gregor  Samsa  always  had  bad  dreams.  /  One  morning  he  awoke  to  find  /  he'd  become  a  giant  bug.  So  weit,  so  bekannt  –  auch  wenn  der  Leserin  die  Übersetzung  etwas  verkürzt  erscheinen  mag  und  ihr  die  kleinen  Unterschiede wie die nun chronisch gewordenen schlechten Träume und die  Hervorhebung,  dass  der  Protagonist  sich  trotz  seiner  Verwandlung  immer  noch  in  seinem  Bett  befindet,  ausgelassen  werden,  ist  das  Original  „Als  Gregor  Samsa  eines  Morgens  aus  unruhigen  Träumen  erwachte,  fand  er  sich in seinem Bett zu einem ungeheureren Ungeziefer verwandelt" klar zu  identifizieren.  Die  Übersetzung  von  Ungeziefer  in  „giant  bug"  klingt  etwas  freundlicher und weniger abstoßend als die ebenso wie „Ungeziefer" negativ  konnotierte  direkte  Übersetzung  „vermin"  und  weniger  neutral  als  das  ebenfalls in den englischen Übersetzungen benutzte „insect", häufig ergänzt  durch das Adjektiv „monstrous".

1

 Das obige Zitat ist dem 2013 erschienenen 

 福岡大学人文学部准教授

1 Es gibt von Kafkas Verwandlung zahlreiche Übersetzungen ins Englische. Einen  Großteil  dieser  vergleicht  Gooderham (2015),  dem  Leser  die  Eröffnungssätze  präsentierend. Die erste Übersetzung, 1933 von Edwin and Willa Muir vorgelegt,  lautet: „As Gregor Samsa awoke one morning from uneasy dreams he found himself  transformed in his bed into a gigantic insect." Stanley Corngold hingegen übersetzte 

Bilderbuchverwandlungen:

Zur Transformation von drei Erzählungen in ein Kinderbuch

(2)

Bilderbuch My First Kafka. Runaways, Rodents & Giant Bugs von Matthue  Roth (Text)  und  Rohan  Daniel  Eason (Illustration)  entnommen.  Eine  Übersetzung des Buchs ins Deutsche liegt bislang nicht vor.

2

Bücher  der  Weltliteratur  werden  nachweislich  seit  Ende  des  17. 

Jahrhunderts  für  Kinder  umgeschrieben.  Sie  gehören  schon  lange  –  sei  es  zu  Bildungszwecken  oder,  als  neuere  Tendenz,  zu  Unterhaltungszwecken  – zu den Klassikern der Kinderliteratur (Zöhrer 2010: 10). My First Kafka  ist  nicht  das  einzige  Buch,  dem  Franz  Kafkas  Erzählungen  zugrunde  liegen  und  das  für  Kinder  beziehungsweise  Jugendliche  konzipiert  ist. 

Beispielhaft seien hier die (auch) im deutschsprachigen Raum erschienenen  folgenden drei Publikationen angeführt: In Dirk Walbreckers

3

 Jugendroman  Greg: Eine rätselhafte Verwandlung (1999)  verwandelt  sich  der  sich  von  seiner  Familie  unverstanden  fühlende  Gregor  „Greg"  Hansen  in  eine  riesige  Raupe (der  Buchumschlag  der  Ausgaben  von  2004 (Rowohlt) 

und  2013 (Buch  und  Media)  zeigt  einen  Schmetterling).  Im  Peritext  explizit  auf  Kafkas  Verwandlung Bezug  nehmend  versetzt  Walbrecker 

1972 näher am Original: „One morning as Gregor Samsa was waking up from anxious  dreams, he discovered that, in his bed, he had been changed into a monstrous vermin." 

Auch Joachim Neugroschels Übersetzung von 1993 bleibt beim „monstrous vermin",  ebenso Joyce Crick (2009). Bei Michael Hofmann (2007) hingegen fi ndet sich Gregor  als „monstrous cockroach" wieder, Christopher Moncrieff (2014) lässt Gregor zum 

„enormous bedbug" werden und Susan Bernofsky (2014) macht ihm zum „monstrous  insect". Und John R. Williams (2014) übersetzt sehr flüssig: „One morning Gregor  Samsa woke in his bed from uneasy dreams and found he had turned into a large  verminous insect".

2 Nichtsdestotrotz  ist  eine  Buchbesprechung  von  Katharina  Laszlo (2014) in  der  Frankfurter Allgemeinen erschienen.

3 Dirk Walbrecker hat eine Reihe  von  Kinderbuchklassikern von Cervantes' Don Quijote (1992) bis Charles Dickens' Oliver Twist (2010) umgeschrieben, die sich als 

„Neuerzählungen" verstehen und im Gegensatz zu dem hier erwähnten Roman der  zugrundeliegenden Literatur eng folgen.

(3)

das  Geschehen  in  die  Gegenwart,  in  dem  das  Alter  des  Protagonisten  und  seine  pubertären  Probleme,  symbolisiert  durch  die  Raupe  als  unfertiges  Stadium,  die  entscheidende  Rolle  spielen.  Darüber  hinaus  nutzen  auch  Medien  und  Wissenschaft  das  seltsame  Phänomen  der  Verwandlung  des  Jungen rücksichtslos für ihre Zwecke aus. Kaulen (2005: 66) bewertet das  Buch als einen konventionellen und „pädagogisch bemühten Jugendroman",  im Gegensatz zum Bilderbuch Beetle Boy von Lawrence David und Delphine  Durand (1999, dt. Der Käferjunge, 2000), weil es als an frühkindliche Leser  adressiertes „satirisch überzeichnete[s] Bilderbuch gar nicht erst in „direkte  Konkurrenz"  mit  der  berühmten  Vorlage  gerate.

4

  Das  Buch  erzählt  die  Geschichte  von  Gregor  Sampson,  einem  Schuljungen,  der  eines  Tages  als  Käfer  aufwacht,  nach  anfänglichen  Schwierigkeiten,  seine  sechs  Beine  zu  koordinieren,  jedoch  ganz  normal  frühstückt  und  zur  Schule  geht  und  dessen äußerer Wandel ausschließlich von seinem besten Freund, nicht aber  von seiner Familie und seiner Lehrerin bemerkt wird, auf humorvolle Weise  und mit Happy End.

5

Die Reihe Kafka für Kinder und Erwachsene – wobei „und Erwachsene" 

in  nur  sehr  kleinen  Buchstaben  hinzugesetzt  ist  – („Der  Storch  im  Zimmer",  2016a;  „Vor  dem  Gesetz",  2016b;  „Drei  Erzählungen" (2017,  „Der  Kü belreiter",  „Poseidon",  „Wunsch,  Indianer  zu  werden")

6

  des  onomato 

4 Das  Buch  ist  2002  unter  dem  Titel  Boku, mushi ni natchatta  auf  Japanisch  erschienen. Alexandra Schatz (2003) hat aus dem Buch einen Kurzfi lm gemacht.

5 Vgl. auch Marlene Zöhrer, die dieses Buch in ihrer Studie zur „Weltliteratur im  Bilderbuch" näher analysiert (2010: 126, 133-134, 141). Sie bezeichnet diese Art der  Transformation, die sich nur vage an die Vorlage hält, ohne dass die Grundmotive  geändert werden, als „Variation" (2010: 132-133).

6 Das 2018 erschiene Buch Kafka für Kinder und Erwachsene versammelt ebenfalls  von  Hanna  Koch  illustriert  sieben  Erzählungen  von  Franz  Kafka,  darunter  auch  die  schon  erschienenen („Der  Storch  im  Zimmer",  „Vor  dem  Gesetz",  „Poseidon", 

(4)

Verlags  übernimmt  hingegen  Kafkas  Text  ohne  Änderungen;  die  Bücher  im mittleren Bilderbuchformat versuchen, sich durch die gelb und grau-blau  flächigen Illustrationen von Hanna Koch von den herkömmlichen Ausgaben  abzusetzen und so ein neues, junges Lesepublikum zu gewinnen.

7

Zwar  ist  interessant,  welche  neuen  Deutungsmöglichkeiten  sich  durch  den  Wechsel  vom  allgemeinliterarischer  Text  zum  Bilderbuch,  von  einem  älteren  Text  zu  einem  Text,  der  sich  an  Kinder  der  Gegenwart  richtet

8

,  ergeben  und  bei  dem  deshalb  die  Werktreue  nicht  im  Vordergrund  steht,  der  stattdessen  den  Regeln  seiner  Gattung,  dem  Bilderbuch,  folgt (vgl. 

Zöhrer  2010:  12-16).  Dieser  Beitrag  möchte  jedoch   My First Kafka  als  Bilderbuch  analysieren,  wobei  der  Aspekt,  dass  es  auf  berühmten  Vorlagen beruht oder, um es mit Marlene Zöhrer (2010) zu sagen, wie die 

„Transformation" des „Basistextes" in den „Folgetext" vorgenommen wurde,  zumindest bei der Analyse des eigentlichen Texts – des Schrifttexts und des  Bildtexts – nicht vorrangig betrachtet werden soll. Die Abweichungen vom  Original spielen dementsprechend nur eine untergeordnete Rolle. Vielmehr  ist wichtig, wie das Kinderbuch als Kinderbuch funktioniert. 

„Der  Kübelreiter",  „Die Bäume",  „Wunsch  Indianer  zu werden"  sowie zwei  kurze  Denkbilder,  „Eva  und  Adam"  und  „Haustier").  Zu  den  Büchern  dieser  Serie  des  ursprünglich als Hörbuchverlag gegründeten onomato Verlags gibt es Downloads  beziehungsweise eine Audio CD mit einer Volltextlesung.

7 Herbert Fuchs (2017) kommt in seiner Rezension zu dem Schluss, dass das Konzept  nur bedingt aufgeht, nämlich nur mit Unterstützung von Vorlesern oder, bei Kindern  mit großer Leseerfahrung, anderen vorgebildeten Gesprächspartnern, die den Fragen  der Kinder gewachsen sind.

8 Dieser Medienwechsel und die Zielgruppenanpassung sind das, wofür Zöhrer den  Begriff  der Transformation vorschlägt (Zöhrer 2010: 20).

(5)

2. Autoren, Verlag und äußere Gestaltung des Buchs 2.1 Autoren und Verlag

Matthue  Roth  ist  ein  vielseitig  kreativer  Autor  und  Künstler.  My First Kafka  ist  sein  erstes  Kinderbuch,  inzwischen  folgte  ein  weiteres (The Gobblings,  2014,  ebenfalls  bei  One  Peace  Books  erschienen),  wieder  in  Zusammenarbeit  mit  Rohan  Daniel  Eason.  Rohan  Daniel  Eason  hat  eine  Reihe  von  Bilderbüchern  illustriert,  die  sich  stilistisch  sehr  von  My First Kafka  unterscheiden,  beispielsweise  Brave Red, Smart Frog: A New Book of Old Tales, eine Neuschreibung von Grimms Märchen der Autorin Emily  Jenkins (2017, Candlewick Press). 

  Der  erst  2006  gegründete  Verlag  One  Peace  Books  publiziert  ein  vielseitiges Sortiment an Romanen, Graphic Novels und Kinderbüchern. Der  Schwerpunkt liegt jedoch, nur am Rande bemerkt, auf der Übersetzung von  japanischer Literatur von Miyazawa Kenji und Dazai Osamu bis Manga. 

2.2 Die äußere Gestaltung des Buchs (Peritext)

Der Titel des Bilderbuchs My First Kafka erlaubt keine Zweifel, dass es sich  um  eine  Adoption  von  Kafkas  Werk  oder  Werken  handelt.  Die  Illustration  auf dem Cover lässt ebenfalls keine Zweifel aufkommen, welches Werk die  Leserin erwartet.

Das  Bilderbuch  beinhaltet  drei  nicht  im  engeren  Zusammenhang 

stehende  Geschichten  unterschiedlicher  Länge.  Dadurch  unterscheidet 

es  sich  von  den  meisten  Bilderbüchern,  die,  wenn  es  sich  nicht  um 

Märchenanthologien  und  dergleichen  handelt,  in  der  Regel  nur  aus  einer 

Geschichte bestehen. Während die erste Erzählung fünf und die dritte nur 

drei Seiten umfasst, besteht die mittlere aus 22 Seiten und verweist wie die 

(6)

Umschlaggestaltung  darauf,  dass  sie  die  Haupterzählung  des  Bilderbuchs  darstellt.

Bei  vielen  Bilderbüchern  deuten  nicht  selten  die  Umschlaggestaltung  und  das  Vorsatzpapier  nicht  nur  den  Inhalt,  sondern  manchmal  auch  den  Verlauf  der  Geschichte  an (Kurwinkel  2017:  66).  Bei  My First Kafka  zeigt  der schwarz-weiß gestaltete Umschlag und Schutzumschlag des mit etwa 20

×25 cm und 32 Seiten typischen Bilderbuchformat aufweisenden Hardcover- Buchs (Zöhrer 2010: 96) einen großen, fast die gesamte Seite einnehmenden,  mit  geometrisch-arabesken  Formen  gemusterten  abstrahierten  Käfer 

(mit  relativ  exakter  Darstellung  der  Beine) von  der  Bauchseite,  dessen  letztes  Beinpaar  in  Herrenschuhen  steckt  und  dessen  runde,  schwarze  Augen  die  Betrachterin  anzublicken  scheinen.  Der  Titel  des  Buchs  My First Kafka nimmt in großen Serifen-Lettern die Ecke rechts oben ein, der  darunter stehende Untertitel Runaways, Rodents & Giant Bugs [Ausreißer,  Nager  und  Riesenkäfer]  in  nicht  einmal  halb  so  großen,  nicht  ganz  waagerecht – und dadurch einen etwas beunruhigenden Inhalt verheißend  –  darunter  stehenden  Buchstaben  deuten  auf  die  drei  Geschichten,  ohne  die  Originaltitel  zu  nennen  und  im  Falle  der  ersten  Geschichte  eine  Interpretation  liefernd,  die  sich  aus  der  Erzählung  selbst  nicht  ergibt.  Der  Titel des Buches rückt die Tatsache, dass es sich um Kafkas Erzählungen  handelt, in den Mittelpunkt und richtet sich damit – wie bei Kinderbüchern  nicht selten der Fall und insbesondere bei denjenigen, die auf einer Vorlage  aus  der  Weltliteratur  beruhen  –  nicht  nur  an  die  Zielgruppe  im  engeren  Sinn („for Kids"), sondern vor allem an deren Eltern und andere Vermittler.

9

9 Kurwinkel (2017: 66) verweist darauf, dass bei Bilderbüchern die „erwachsenen Mitleser" (kursiv  im  Original) als  Vermittler  und  Vorleser  „kauf-  und 

(7)

Die  Namen  des  Autors  und  des  Illustrators  werden  unten  rechts  genannt; 

indirekt  noch  einmal  auf  den  Ausgangstext  verweisend  ist  dem  Autor  ein 

„Retold by" vorangestellt.

Für die mehr oder weniger belesene Betrachterin des Buchs führt der  Untertitel  „Giant  Bugs"  und  noch  mehr  die  großformatige  Käferillustration  im  Zusammenhang  mit  dem  Namen  Kafka  unweigerlich  zur  Verwandlung. 

Dabei fragt man sich, ob der Plural eine Bedeutung haben und ob er mit dem  Bild  auf  der  Umschlaginnenseite (siehe  unten) im  Zusammenhang  stehen  könnte,  auch  wenn  sich  diese  kleine  Szene  nicht  mit  der  ursprünglichen  Erzählung (und auch nicht mit der im Bilderbuch) vereinbaren lässt. 

Die Information auf der vorderen Innenklappe verfolgt das gleiche Ziel  ohne weitere Verweise auf die drei Basistexte. Die Geschichten werden hier  die  Zielgruppe  erweiternd  mit  „for  all  ages"  angepriesen.  Die  Aufhebung  der  Altersbegrenzung  nach  oben  ist  nicht  nur  aus  verkaufsstrategischen  Gründen  eine  Tendenz,  die  Zöhrer (2010:  171)  verstärkt  beobachtet  und  mag  auch  auf  die  starke  Zunahme  von  Texttransformationen  von  Weltliteratur für Kinder zurückzuführen sein (Zöhrer 2010: 9). Die vordere  Umschlagklappe  zeigt  außerdem,  um  ein  Vielfaches  kleiner  als  auf  der  Vorderseite,  fünf  Käfer,  von  denen  drei  eine  Tube  mit  der  Aufschrift 

„No.  1  bug  paste"  halten  oder  transportieren,  während  der  vierte  sich  am  Verschluss  zu  schaffen  machen  scheint  und  der  fünfte  eine  Zahnbürste  aufrecht  heranträgt.  Beide  Motive  finden  sich  auch  innerhalb  der  zweiten  Geschichte auf der Textseite.

rezeptionsentscheidend" sind. Dieses wird auch mehrfach von Zöhrer (2010) betont,  die die Nennung des bekannten Verfassers als „ein Versprechen für hohe literarische  Qualität und Bildung" für den erwachsenen Bilderbuchkäufer beschreibt (2010: 103).

(8)

Die  Rückseite  des  Umschlags  ist  bis  auf  einen  Apfel,  an  dem  sich  in  realistischer  Größenrelation  ein  kleiner  Käfer  emporreckt,  sowie  ISBN- Nummer und Strichcode leer. Das Vorsatzpapier vorn und hinten ist schlicht  grau.  Das  Titelblatt  verzichtet  auf  Illustrationen.  Die  hintere  Innenklappe  stellt Matthue Roth und Rohan Daniel Eason vor, mit humorvollem Tonfall  wiederum eher Erwachsene als Kinder ansprechend.

3. Inhaltliche Analyse des Schrift- und Bildtexts

Die  erste  Geschichte  des  Buchs  ist  „Excursion  into  the  Mountains" 

(Basistext:  „Der  Ausflug  ins  Gebirge"  veröffentlicht  1913  in  Betrachtung),  die  zweite  „The  Metamorphoses" (Die Verwandlung,  1915  veröffentlicht) 

und  die  dritte  Erzählung  ist  „Josefine  the  Singer  or,  The  Mouse  People" 

(„Josefine,  die  Sängerin  oder  Das  Volk  der  Mäuse",  veröffentlicht  1924  in  Ein Hungerkünstler).  Die  Auswahl  der  Erzählungen  mit  einer  der  ersten,  der  bekanntesten  und  der  letzten  Erzählung  Kafkas  ist  vermutlich  eher  zufällig;  vielmehr  werden  die  Umsetzbarkeit  in  ein  Bilderbuch  und  persönliche Präferenzen eine Rolle gespielt haben. Informationen dazu fehlen  im  Buch  selbst  und  auch  die  in  Rezensionen (Osgood  2013;  Stinson  2013) 

beschriebene Geschichte der Entstehung des Buchs bleibt bei den Angaben  zur Auswahl der Basistexte vage.

Wie  die  Umschlaggestaltung  sind  auch  die  Illustrationen  im  Buch 

durchgehend schwarz-weiß, jedoch unterscheiden sich die Illustrationen der 

drei Geschichten hinsichtlich der Verteilung über die Seiten und die Art der 

Illustration,  die  bei  den  ersten  beiden  abstrahierter  und  besonders  bei  der 

Flächengestaltung  geometrischer,  bei  der  letzten  Geschichte  realistischer 

ist.  Nicht  nur  die  Beziehung  und  die  Verteilung  von  Bild  und  Schrift  auf 

(9)

den  Seiten,  sondern  auch  der  Schriftsatz  ist  bei  den  drei  Geschichten  unterschiedlich. Das Buch ist nicht paginiert.

3.1 „Excursion into the Mountains“

Die kurze Erzählung „Excursion into the Mountains" handelt, ohne auf die  Übereinstimmungen  mit  und  Unterschiede  zu  Kafkas  Original  einzugehen,  von einem Mädchen, das sich allein in den Bergen befindet und verzweifelt 

„'I don't know!' / I cried without being heard. /  ‘I do not know." rufend über  ihr  Alleinsein  nachdenkt,  und  dass  sie  niemandem  etwas  zu  Leide  getan  habe  und  auch  ihr  sei  von  niemandem  ein  Leid  angetan  worden.  Diese 

„Niemande" materialisieren sich im Folgenden zu Phantasiegestalten, die das  Mädchen mit sich zu nehmen scheinen oder mit denen zusammen sie nun,  wenn man den Titel der Geschichte als Interpretationshilfe hinzuzieht, den  Ausflug unternimmt. 

Bei  dieser  ersten  Erzählung  sind  die  kurzen  Gedichtzeilen  auf  der  ersten Seite mittig in der oberen Hälfte, auf den folgenden zwei Doppelseiten  ist der Text auf die rechte Seite gerückt, bei der ersten Doppelseite sogar in  die äußerste untere rechte Ecke. Direkte und indirekte Rede sind wie auch  bei der folgenden Erzählung vermischt. 

Auf  der  ersten  Seite  steht  in  einer  Landschaft  mit  überspitzen  fast 

schwarzen,  aber  mit  Schnee  bedeckten  Bergkegeln  im  Hintergrund  und 

einem  überwiegend  weißen  Mittel-  und  Vordergrund,  aus  dem  wie  aus 

dem  Schnee  abstrahierte  Blätter  wachsen,  ein  Mädchen.  Es  trägt  eine 

dunkel gemusterte Bluse und einen weiten weißen, glockig fallenden Rock 

und  wirkt  in  der  Darstellungsweise  leicht  altmodisch (möglicherweise 

auf  die  Entstehungszeit  von  Kafkas  Erzählung  Bezug  nehmend) und  in 

(10)

ihrer vor allem auf den ersten beiden Doppelseiten frontal dem Betrachter  zugewandten Haltung etwas puppenhaft. Sie hat ihre Hände wie rufend zum  Gesicht  erhoben,  somit  die  ersten  drei  Zeilen  der  Erzählung  illustrierend. 

Nach dieser in der weiten Landschaft verlorenen Szene erscheinen auf den  folgenden zwei Seiten vor der Bergkette eine Parade tigerartig gemusterte  Wesen  im  Vordergrund,  aufrecht  laufend,  aber  mit  echsenartigen  Vorder-  und  Hinterläufen.  Die  kugelrunden  Köpfe  haben  übergroße  Augen,  riesige  knollenartige  Nasen  und  aus  ihren  Mündern  ragen  spitze  Zähne.  Das  Mädchen  befindet  sich  weit  rechts  im  Bild  zwischen  einem  Monster,  das  es  an  der  Hand  hält  und  sich  ihm  zugewendet  hat,  und  einem  anderen,  das  einen  Arm  auf  die  Schulter  des  Mädchens  gelegt  hat.  Das  Mädchen  wirkt im Gegensatz zum ersten Bild ruhig und zuversichtlich, kein bisschen  erschreckt durch die dichte Ansammlung der merkwürdigen Gestalten mit  ausdruckslosen Gesichtern. Auf der vierten und fünften Seite sehen wir das  Mädchen umgeben oder besser umzingelt von einer noch größeren Anzahl  der  Wesen  im  Mittelgrund.  Das  Mädchen  hat  beide  Zeigefinger  an  den  Mund gelegt und blickt ratlos nach unten. 

Während  auf  der  ersten  Seite  „nobody"  noch  die  ursprüngliche 

Bedeutung bewahrt, sind die „nobodies" auf den nächsten Seiten zweifelslos 

konkrete  Wesen.  Eine  deutliche  Diskrepanz  liegt,  nachdem  auf  den  ersten 

beiden Seiten Text und Bild parallel verlaufen sind, zwischen der Aussage 

von Text und Bild auf der letzten Seite der Erzählung. Während der Text 

durchaus  zuversichtlich (der  Beginn  der  drittletzten  Strophe  lautet  „We 

travel  so  happily"  und  die  letzte  Zeile  „It's  a  wonder  we  don't  burst  into 

song") endet,  zeigt  das  Bild  ein  ratloses  Mädchen,  das  auch  im  Kontrast 

zur  vorherigen  Bildseite  steht.  Somit  lässt  dieses  ambivalente  Ende 

(11)

Interpretationsraum für den Rezipienten. Die Kürze der Erzählung und die  starke Reduktion erschweren ein einfaches Nachvollziehen der Handlung. 

3.2 „The Metamorphoses“

Die  Geschichte  „The  Metamorphoses"  besteht  aus  drei  Teilen.  Sie  handelt  von  Gregor  Samsa,  der  eines  Tages  als  Käfer  aufwacht,  nach  und  nach  bemerkt, dass er zwar seine Umgebung versteht, sie aber ihn nicht mehr. 

Während besonders seine Schwester ihn versorgt, bewirft sein Vater ihn, als  er eines Tages sein Zimmer verlassen hatte, mit Äpfeln, von denen einer in  seinem  Panzer  steckenbleibt.  Drei  bärtige  Männer  ziehen  in  die  Wohnung  ein und hören beim Essen Gregors Schwester beim Geige spielen zu. Auch  Gregor  steckt  seinen  Kopf  durch  die  Tür,  um  der  Musik  zu  lauschen.  Die  Männer, die ihn entdecken, verlassen die Wohnung Hals über Kopf. Während  seine Eltern wünschten, Gregor würde sie verstehen, zieht er sich wieder in  sein Zimmer zurück. Als er merkt, dass er sich nicht mehr bewegen kann,  macht es ihn glücklich. Nachdem seine Familie ihn am nächsten Morgen so  entdeckt, gehen sie ohne ihn spazieren und planen die Zukunft, die nun rosig  vor ihnen liegt.

Der  Schrifttext  dieser  Erzählung,  wie  die  erste  in  Gedichtform  mit  kurzen  Strophen  geschrieben,  befindet  sich  überwiegend  auf  der  linken  Textseite,  während  die  rechte  der  Illustration  vorbehalten  ist,  die  sich  über  die  gesamte  Seite  erstreckt.  Kleine,  freischwebende  Bildelemente  befinden sich zusätzlich am unteren Rand auf den Textseiten. Nur bei der  vorvorletzten  Doppelseite  der  Erzählung  erstreckt  sich  die  Illustration  bis  auf die linke Seite, auf die einige Textzeilen integriert sind.

Die  Bilder  sind  grafisch  und  meist  flächig,  die  Formen  haben  klare 

(12)

Umrisse,  die  Flächen  sind  vielfältig  dekorativ,  teils  arabesk  gemustert.  Die  Darstellung  ist  weit  detailreicher  als  die  der  anderen  beiden  Erzählungen. 

Während  die  monoszenischen  Bilder  auf  der  rechten  Buchseite  „zentrale  Augenblicke  des  Geschehens" (Thiele  2003,  46)  wiedergeben  und  somit  einer  üblichen  Illustrationsweise  von  Kinderbüchern  folgen,  stehen  die  Bildelemente  unterhalb  des  Texts  auf  der  linken  Seite  nicht  immer  im  eindeutigen Zusammenhang mit diesem.

Die erste Doppelseite beginnt mit Gregors Aufwachen als Käfer, seinen  Versuchen  aufzustehen  und  seiner  ihn  rufenden  Mutter.  Das  Bild  zeigt  ein Zimmer, in dem wir den mit einer Decke bedeckten im Bett liegenden  Gregor sehen, das letzte Paar Beine in Socken steckend, ein vorderes Bein  in  einem  Schlafanzugärmel.  Der  Wecker  auf  dem  Nachttisch  zeigt  sieben  Uhr. Vor seinem Bett liegt ein Paar Hausschuhe. Der Teppich, auf dem das  Bett  steht,  hat  ein  Wellenmuster,  die  Tapete  ist  in  einem  regelmäßigen  Muster  von  unzähligen  Käfern  in  weißen  Vignetten  überzogen.  Die  Sicht  in Gregors Zimmer aus der Aufsicht ist perspektivisch nicht ganz stimmig,  sondern wirkt etwas aus der Balance geraten, die verunsichernde Situation  widerspiegelnd.  Dies  trifft  auch  für  die  folgenden  Bildseiten  zu,  auf  denen  Gregor zu sehen ist, im Gegensatz zu den übrigen Seiten, auf denen er nicht  abgebildet ist. Das Bildelement auf der linken Seite zeigt die schon auf dem  Schutzumschlag abgebildeten Käfer mit Zahnbürste, wohl hier als Verweis  auf das morgendliche Zähneputzen als menschliche Handlung. Wie auch auf  dieser Seite scheint sich die Einrichtung sowie die Kleidung der abgebildeten  Figuren vage an der Entstehungszeit des Basistexts zu orientieren.

Die nächste Doppelseite beschreibt, nach dem lauten Knall, den Gregors 

Fall aus dem Bett verursacht hat, die vergebliche Kommunikation zwischen 

(13)

Gregor  und  seiner  Familie  sowie  dem  „Manager",  der  ihn  zur  Arbeit  holen  will.  Auf  der  Bildseite  sind  Gregors  Eltern,  die  mit  einer  im  Text  nicht  erwähnten  Katze  spielende  Schwester  und  der  Manager  in  Anzug  und  Hut  zu  sehen.  Die  Tapete  ist  wieder  mit  unzähligen  weißen  Käfern  auf  schwarzem  Grund  dekoriert.  Auf  der  linken  Seite  sehen  wir  einen  Schlüssel, dessen Bart den Zangen eines Hirschkäfers gleicht. Offensichtlich  symbolisiert  der  „verwandelte"  Schlüssel  für  Gregors  Zimmertür  die  Unzugänglichkeit Gregors.

Auf der nächsten Doppelseite gelingt es Gregor, die Tür aufzuschließen,  nachdem  er  erkannt  hatte,  dass  seine  Antworten  von  seiner  Familie  unverstanden  geblieben  waren  und  sie  voll  Sorge  um  seine  Gesundheit  war.  Während  seine  Familie  nun  sprachlos  seine  neue  Gestalt  betrachtet  und Gregor die Balance verliert und auf alle seine Beine fällt, entflieht der  Manager  der  Wohnung.  Sein  Vater  schlägt  mit  einem  Stock  nach  Gregor,  worauf sich dieser in sein Zimmer zurückzieht. Das Bild zeigt wiederum vor  einer Käfertapete die vordere Hälfte Gregors, den fliehenden Manager, einen  umstürzenden  kleinen  Tisch,  von  dem  Geschirr  und  eine  Vase  fallen,  und  die  ohnmächtig  nach  hinten  sinkende,  die  Katze  im  Arm  haltende  Mutter. 

Links sehen wir quasi das Ergebnis dieser dramatischen Szene, die Melone  des  Managers  in  einer  Lache  aus  dem  Inhalt  der  heruntergefallenen  Kaffeetassen und Gebäck. Das Bild stellt die Situation weit dramatischer dar  als der Text, verzichtet jedoch auf die Darstellung des gewalttätigen Vaters.

Auf  der  ersten  Doppelseite  des  zweiten  Teils  entdeckt  Gregor  die  Milch, eigentlich sein Lieblingsgetränk, die seine Schwester ihm in Türnähe  in sein Zimmer geschoben hat, und stellt fest, dass er sie nicht mehr mag. 

Das Bild zeigt ihn vor einer Schale sitzend, in der die Milch ihn reflektiert. 

(14)

Von  seinem  Mund  spritzt  die  Milch  fontänenartig  in  alle  Richtungen.  Die  Katze  umstreicht  die  Milchschüssel,  die  wohl  zum  Schutz  des  Fußbodens  auf  Zeitungen  steht,  auf  denen  Fotos  von  Käferbeinen  und  ein  Teil  einer  Überschrift,  „Unbelievable  Truth.  Giant⋮"  zu  erkennen  sind.  Hier  wird  etwas  angedeutet,  was  Dirk  Walbrecker  in  seiner  Version  zu  einem  Hauptthema  macht,  nämlich  das  Sensationelle  der  Verwandlung,  das  in  den  Medien  ausgeschlachtet  wird  und  somit  aus  dem  familiären  Drama  ein  gesellschaftliches  macht.  Das  kleine  Bild  unter  dem  Text  zeigt  einen  Milchflaschenhalter  mit  leeren  Milchflaschen  und  zwei  kleine  Käfer,  die  neben beziehungsweise auf einer Milchflasche krabbeln. 

Auf der folgenden Doppelseite wird von den Versuchen der Schwester  berichtet,  für  Gregor  das  richtige  Essen  zu  finden,  der  inzwischen  eine  Vorliebe  für  Essensreste  und  nicht  mehr  frisches  Gemüse  entwickelt  hat. 

Neben  der  täglichen  Versorgung  mit  Essen  reinigt  die  Schwester  auch  Gregors Zimmer. Das Bild zeigt Gregor unter einer Couch verkrochen (und  diese  aufgrund  seiner  Größe  halbseitig  in  die  Höhe  drückend),  auf  deren  Armlehne  die  Katze  hockt,  während  die  Schwester  im  Begriff  ist,  einen  Teller mit Essen auf Zeitungen zu stellen. Eine der in der Ecke liegenden  Zeitungen trägt die Überschrift „Man is bug". Der Fußboden des Zimmers  ist  übersäht  mit  undefinierbaren  Krümeln  und  einer  Pfütze.  Ob  es  sich  um  Essensreste  oder  Exkremente  handelt,  bleibt  der  Interpretation  des  Betrachters überlassen. Das Bild links stellt einen Teller mit dem im Text  erwähnten  Essen  Gregors  dar,  allerdings  flankiert  von  Messer  und  Gabel  sowie  einer  Flasche  Tomatenketchup,  Requisiten,  die  vielleicht  an  das  Menschsein Gregors erinnern sollen.

Die nächste Doppelseite beschreibt Gregors Vergnügen, an den Wänden 

(15)

und  der  Decke  herumzukrabbeln,  wobei  er  auf  seine  Schwester  Rücksicht  nimmt  und  sich  unter  die  Couch  verkriecht,  wenn  sie  ins  Zimmer  kommt. 

Seine Eltern vermeiden seine Nähe, auch wenn sie die Arbeit der Schwester  wertschätzen.  Als  aber  eines  Tages  seine  Mutter  zusammen  mit  der  Schwester in seinem Zimmer Ordnung macht, krabbelt Gregor in den Flur  und bleibt dort an der Decke sitzen. Seine Mutter, die ihn dort entdeckt, fällt  in  Ohnmacht.  Im  selben  Augenblick  kehrt  der  Vater  nach  Hause  zurück. 

Auf  dem  Bild  sehen  wir  Gregor  –  aus  der  Perspektive  Gregors,  denn  das  Bild  ist  um  180  Grad  gedreht  –  neben  der  jugendstilartigen  Deckenlampe  sitzen, während über beziehungsweise unter ihm seine Mutter auf ein Sofa  niederzusinken droht und die Katze mit gesträubten Haaren und angelegten  Ohren Richtung Gregor blickt. Die Blumen auf einem kleinen runden Tisch  hängen vollkommen welk über den Rand der Vase, abgeworfene Blütenblätter  liegen  um  den  Tisch.  Die  weißgrundige  Flurtapete  hat  wieder  ein  Käfermuster. Das Bild unter dem Text zeigt die Vase mit den verwelkten  Blumen, hier jedoch aus menschlicher Perspektive, also „richtig herum".

Auf  der  nächsten  Seite  wird  beschrieben,  wie  der  Vater  Gregor  mit  Äpfeln attackiert, von denen sich einer wie ein Nagel in den Rückenpanzer  gebohrt  hat.  Die  wieder  zu  sich  kommende  Mutter  bittet  den  Vater  aufzuhören.  Auf  dem  Bild  sehen  wir  den  aufgebracht  schreienden  Vater  immer  noch  im  Flur,  der,  seine  Hosentaschen  mit  Äpfeln  gefüllt,  ein  Bombardement  von  Äpfeln  auf  Gregor,  der  uns  im  Halbprofil (soweit  sich  das  bei  einem  Käfer  sagen  lässt) zugewandt  ist,  niedergehen  lässt.  Unter  dem  Text  sehen  wir  das  Bild  von  der  Umschlagrückseite,  einen  sich  an  einem Apfel aufreckenden kleinen Käfer.

Der  dritte  Teil  beginnt  mit  dem  Einzug  drei  bärtiger  Männer  in  die 

(16)

Wohnung  der  Samsas, ohne  dass Gründe  dafür  erwähnt  werden.  Während  sie  am  Esstisch  speisen,  isst  Gregors  Familie  in  der  Küche.  Eines  Abends  spielt  die  Schwester  nach  dem  Essen  Geige  in  ihrem  Zimmer.  Besorgt,  dass  dies  die  neuen  Mitbewohner  stören  könnte,  fragt  der  Vater,  ob  seine  Tochter aufhören solle, aber die Männer wünschen stattdessen, dass sie im  Wohnzimmer  spiele.  Auch  Gregor  steckt  seinen  Kopf  durch  die  Tür,  um  seiner Schwester zu lauschen. Während die drei Männer schon bald zu ihren  Gesprächen zurückkehren, hofft Gregor, dass die Musik nie enden möge. Die  Schwester beendet jedoch ihr Spiel.

Das  zugehörige  Bild  zeigt  uns  frontal  drei  langbärtige  Männer  in  stark  gemusterter  Kleidung  nebeneinander  an  einem  Tisch  vor  halb  leergegessenen  Tellern  sitzend,  die  gutgelaunt  der  Musik  zuhören,  trinken  und  essen,  hinter  ihnen  dieselbe  Käfertapete  wie  im  Flur.  Das  Bild  unter  dem  Text  stellt  absurderweise  einen  langbärtigen  Käfer  dar,  der  wie  zum  Gruß  seinen  Hut  lüftet.  Die  Grenze  zwischen  Mensch  und  Käfer  erscheint  zunehmend ambivalent.

Optisch  als  Höhepunkt  oder  als  Wendepunkt  zeigt  sich  die  nächste  Doppelseite. Nur wenige kurze Textzeilen finden sich am oberen Rand der  linken  Seite.  Die  bärtigen  Männer  haben  Gregor  entdeckt.  Gregors  Vater  bittet  sie,  den  Raum  zu  verlassen,  sie  beschließen  jedoch,  unverzüglich  auszuziehen.

Die Buchmitte teilt die Szene in zwei Hälften, getrennt vom Tisch steht 

links  Gregors  Familie,  zwischen  ihnen  Gregor,  wobei  es  aussieht,  als  ob 

der Vater ihn mit der Schürze der Mutter zu verdecken versucht. Auf der 

rechten Seite flüchten die drei bärtigen Männer erschrocken Stühle um- und 

Teller vom Tisch werfend, im Hintergrund steht ein mit Geschirr gefülltes 

(17)

Küchenbuffet.

Die  vorletzte  Seite  beschreibt  Gregors  Rückkehr  in  sein  Zimmer,  nachdem  er  den  klagenden  Wunsch  seiner  Eltern  „if  only  he  understood  us"  gehört  hatte,  die  nicht  wissen,  dass  Gregor  sie  nach  wie  vor  versteht. 

In seinem Zimmer bemerkt Gregor, dass er sich nicht mehr bewegen kann. 

Aber er empfindet das als ein angenehmes Gefühl. Glücklich an seine Familie  denkend und den Kopf gesenkt betrachtet er den Sonnenuntergang.

Das Bild zeigt Gregors aufgeräumtes Zimmer, auf dem gemachten Bett  liegt  ein  zusammengelegter  Schlafanzug,  darauf  ein  Hut.  Die  Katze  liegt  zusammengerollt  in  der  Mitte.  Vor  dem  Bett  steht  ordentlich  ein  Paar  Schuhe  vom  selben  Modell  wie  auf  dem  Buchumschlag (siehe  2.2),  auf  dem Nachttisch das Foto eines Mannes, vielleicht Gregors. Das Fenster ist  geöffnet  und  gibt  den  Blick  auf  Hausdächer  frei,  die  Gardine  vom  Wind  bewegt. Die schwarze Tapete mit den weißen Vignetten zeigt keine Käfer –  sondern Schmetterlinge. Im Gegensatz zu den vorherigen wirkt dieses Bild  durch  gerade  Wände  und  eine  stimmige  Perspektive  ruhig  und  geordnet. 

Erst auf den zweiten Blick erkennt man auf dem vorderen Bettpfosten einen 

kleinen,  von  einem  Strahlenkranz  umgebenen  Käfer,  etwa  von  der  Größe 

der  Käfer,  die  bisher  auf  der  Textseite  zu  sehen  waren.  Unter  dem  Text 

findet sich, im Kontrast zu der aufgeräumten rechten Seite, ein zerbrochener 

Wecker, die Zeiger verbogen, die Einzelteile um ihn verstreut. Während der 

kleine leuchtende Käfer verschiedene Interpretationen zulässt, zum Beispiel 

eine  erneute  Verwandlung  in  einen  Käfer  natürlicher  Größe  oder  aber 

einen wie mit einem Heiligenschein nicht mehr von dieser Welt, aber immer 

noch  vorhandenen  Gregor  –  die  Schmetterlinge  auf  der  Tapete  verweisen 

ebenfalls  auf  eine  Verwandlung  – ,  lässt  der  in  Einzelteile  zersprungene 

(18)

Wecker die Deutung zu, dass Gregors Zeit abgelaufen ist.

Das  Ende  erzählt  davon,  dass  Gregors  Familie  am  nächsten  Morgen  feststellt, dass er sich nicht mehr bewegt. Seine Schwester bemerkt, dass er  sehr  dünn  geworden  sei,  da  er  schon  eine  Weile  nicht  gegessen  habe.  Die  drei verlassen darauf das Haus, um nach Monaten wieder einmal in einem  Park vor der Stadt spazieren zu gehen. Im Zug dorthin beschließen sie, sich  eine neue Wohnung zu suchen. Die Erzählung endet mit der Aussage, dass  ihre  Tochter  nun  zu  einer  schönen  jungen  Frau  herangewachsen  sei.  Für  diese fühlte es sich in der warmen Sonne so an, als ob ihrer aller Träume  wahr werden würden.

Auf  dem  Bild  spazieren  Gregors  Eltern  mit  seiner  Schwester  in  der  Mitte Hand in Hand auf einem Weg durch die Natur, in der Sonne starke  Schatten werfend. Ihre Gesichter wirken gelöst und zufrieden, genauso wie  die Körperhaltung der Katze, die mit hoch erhobenem Schwanz der Familie  folgt. Von Gregor fehlt jede Spur. Und auch das Bildelement auf der Seite  mit dem Text fehlt, ebenfalls verdeutlichend, dass Gregor ist nicht mehr da.

 3.3 „Josefine the Singer or, The Mouse People“

„Josefine the Singer or, The Mouse People" ist die Geschichte einer Maus, die 

sich  für  eine  große  Sängerin  hält,  erzählt  aus  der  Perspektive  eines  „wir", 

welches sich als die Menge der Mäuse herausstellt. Dieses „wir" bezweifelt 

von  Beginn  an  die  Qualität  des  Singens,  das  sich  kaum  von  dem  Pfeifen 

aller übrigen Mäuse unterscheide. Singen kann Josefine nur im Stehen, sich 

damit über die anderen Mäuse erhebend. Trotzdem finden sich alle Mäuse 

ein,  um  Josefine  zuzuhören,  gerade  auch,  wenn  es  am  gefährlichsten  ist, 

denn dann singe sie am besten. Das „wir" berichtet weiter, dass Josefine der 

(19)

Überzeugung sei, dass sie die anderen Mäuse durch ihr Singen beschütze,  wohingegen das „wir" behauptet, dass sie es seien, die Josefine beschützten. 

Eines Tages verletzt sich Josefine und verliert ihre Fähigkeit zu singen. Die  Mäuse bitten sie, es zu versuchen, aber Josefine verschwindet spurlos.

Die  Bilder  dieser  Erzählung  unterscheiden  sich  von  den  zwei  vorhergehenden  dadurch,  dass  sie  weit  weniger  abstrahiert  sind.  Vielmehr  erinnert die Darstellung der teils aufrechtstehenden, teils sich mäusegerecht  auf  allen  Vieren  fortbewegenden  Mäuse  an  herkömmliche  Illustrationen  in  Bilderbüchern.  Auch  die  Umgebung  der  Mäuse,  ein  Kornfeld  und  die  Vögel  auf  einem  Ast  und  in  der  Luft  sind  fast  naturalistisch  dargestellt. 

Abstrakte, geometrische Muster finden sich nicht. Anders als bei den zwei 

vorhergehenden Geschichten ist der Text zwar noch in Strophenform, aber 

er nimmt fast die gesamte Breite der Einzelseiten ein, so dass es wie ein in 

kurze Absätze unterteilter Fließtext wirkt. Wörtliche Rede gibt es in dieser 

Erzählung  nicht,  die  Erzählperspektive  beschränkt  sich  ausschließlich  auf 

das  „wir".  Auf  der  letzten  Seite  sitzt  die  Maus  Josefine  allein  im  Kornfeld, 

eine Träne an ihrem Auge. Auch hier können wir eine Diskrepanz zwischen 

Text und Bild feststellen. Während der Text aus Sicht der anderen Mäuse 

über das Verschwinden von Josefine berichtet, sieht der Betrachter Josefine 

vor  sich.  Die  Spur  Josefines  ist  also  nur  für  die  anderen  nicht  auffindbar, 

dem  Betrachter  wird  jedoch  ihr  Dilemma  deutlich,  dass  sie  glaubt,  ohne 

Singen nicht zu ihrem Mäusevolk zurückkehren zu können, obwohl sie allein 

kaum  überleben  kann.  Die  auf  den  ersten  Blick  verniedlichte  Darstellung 

der  weinenden  Maus  lässt  in  Wechselwirkung  mit  dem  Text  neue 

Deutungsmöglichkeiten  zu.  Womöglich  wartet  Josefine  nur  darauf,  wieder 

zurückgeholt zu werden.

(20)

4. Schlussbetrachtung

Mit  Verweis  auf  die  großen  Klassiker  der  Kinderliteratur  wie  Swifts  Gullivers Reisen (1726),  Carolls  Alice im Wunderland (1865),  Collodis  Pinocchio (1883)  und  die  vielen  Bilderbuchpublikationen,  die  Anleihen  beim  Surrealismus  machen,  schreibt  Jens  Thiele  unter  Bezugnahme  auf  Jean  Piagets  magisches  Denkens  des  Kindes,  dass  „Kinderliteratur  voll  von  Motiven  des  Realitätsbruchs,  der  Verfremdung  und  der  Absurdität" 

sei (Thiele  2003:  32).

10

  Herkömmliche  Bilderbücher,  in  denen  es  „Momente  des  Ungewöhnlichen"  oder  des  „Außeralltäglichen"  gibt,  folgen  oft  einer  einheitlichen  Struktur.  Die  Geschichte  beginnt  mit  einer  „normalen",  alltäglichen Situation, es kommt darauffolgend zu Schwierigkeiten, wodurch  die Geschichte ins Ungewöhnliche abdriftet, um am Ende zu einer Auflösung  und  der  Wiederherstellung  einer  leicht  veränderten  Normalität  und  Alltäglichkeit zurückzukehren (Thiele 2003: 41).

Das  anfangs  erwähnte  Bilderbuch  Beetle Boy  beginnt  zwar  auch  mit  der Verwandlung und somit mit dem Außeralltäglichen, endet aber diesem  Schema  entsprechend.  Matthue  Roth  hingegen  belässt  die  Struktur  der  ausgewählten  Erzählungen  Kafkas  in  ihrer  Form.  Sie  beginnen    alle  mit  einer  außergewöhnlichen  Situation:  Ein  Mädchen  steht  verloren  in  den  Bergen  und  beklagt  seine  Einsamkeit.  Gregor  wacht  als  Käfer  auf.  Eine 

10 Heinrich Kaulen verweist jedoch darauf, dass schon seit den 1960er Jahren Kinder-  und  Jugendbücher  erschienen  sind,  die  das  „Phantastische"  als  „Bestandteil  der  Alltagsrealität", „das Naheliegende und Selbstverständliche als einen Ort irritierender  Rätsel, die zum Fragen Grübeln und Weiterdenken anregen" und darüber hinaus in  dieser Alltäglichkeit „Bilder eines möglichen Anderssein" zeigen. Kaulen nennt dies  einen „von Kafka inspirierten Kinderblick" (2005: 74). Die Zielgruppe, auf die sich  Kaulen bezieht, ist meines Erachtens jedoch in einem etwas höheren Alter als die, der  man magisches Denken unterstellt.

(21)

Maus, die nicht richtig singen kann, hält sich für eine große Sängerin und  übt  eine  nicht  erklärbare  Faszination  auf  ihre  Zuhörer  aus.  Und  auch  am  Ende  der  Erzählungen  kann  nicht  von  einer (Wieder-) Herstellung  des  Alltäglichen  gesprochen  werden.  Es  gibt  zwar  eine  Art  Lösung,  doch  sie  hinterlässt  beim  Leser  zumindest  leichte  Beklemmungen,  auch  ist  diese  Lösung nicht eindeutig: Es ist zweifelhaft, ob eine Gruppe von „Niemanden" 

der Hauptperson tatsächlich gute Gesellschaft leisten, auch wenn der Text  sich hier weit positiver positioniert als die Illustration. Das Schicksal Gregors  mag  umso  mehr  verstören,  weil  zwar  auch  Familien  in  Bilderbüchern  schon  lange  keine  Bilderbuchfamilien  mehr  sind,  aber  Gregors  Familie  erst durch sein Verschwinden handlungsfähig wird und optimistisch in die  Zukunft schauen kann, wie sowohl der Text als auch das letzte Bild der nun  dreiköpfigen Familie zeigen. Und auch Josefines Verschwinden, nachdem sie  nicht mehr singen kann, endet wenig hoffnungsvoll.

Das  Ende  dieser  Geschichten  ist  sicherlich  nicht  typisch  für  Bilderbücher, und es wirkt besonders schockierend, weil die Leserin mit den  Protagonisten sympathisiert. Easons Bilder, die bis zu Gregors Verschwinden  dicht  an  der  Käferperspektive  konzipiert  sind  –  besonders  deutlich  als  Gregor  an  der  Decke  krabbelt  und  das  Zimmer  und  die  hereintretende  Schwester  auf  dem  Kopf  stehend  erscheinen  –  fördern  diese  Parteinahme. 

Kafkas  Erzählungen  verlieren  bei  Roth  und  Eason  trotz  der  Kürze  nicht 

ihre  Bedrohlichkeit.  Selbst  der  Tod,  in  vielen  Fällen  in  Kinderliteratur 

tabuisiert und bei der Transformation in Bilderbücher „purifiziert" (Zöhrer 

2008:  120),  wird  zwar  nicht  explizit  erwähnt,  schon  gar  nicht  wird  Gregor 

wie im Ausgangstext aus dem Zimmer gekehrt, aber auch jüngeren Lesern 

wird deutlich, was mit Gregor geschehen sein kann und dass seine Familie 

(22)

offensichtlich ohne ihn glücklicher zu sein scheint.

Zwar ließe sich argumentieren, dass durch die Käfer- oder Mausgestalt  eine Distanzierung von der Hauptfigur einfacher möglich sei (Jane Doonan  in  Thiele  2003:  145),  aber  dies  trifft  vermutlich  für  Kinderliteratur  noch  weit weniger als für Erwachsenenliteratur zu, denn Kinderliteratur ist von  unzähligen tierischen Protagonisten bevölkert; Mäuse gehören vermutlich zu  den am häufigsten in Bilderbüchern auftretenden Tieren (Pauli & Schärer  2015), aber auch Insekten wie die Biene Maja (Waldemar Bonsels, 1912) und  die Kleine Raupe Nimmersatt (Eric Carle, 1969) sind nicht selten und stellen  kaum Hindernisse zur Identifikation dar.

Besonders  durch  die  schon  angesprochene  Diskrepanz  zwischen  Text  und  Bild  gegen  Ende  der  Erzählungen,  nachdem  Text  und  Bild  zuvor  überwiegend parallel verlaufen sind, und im Falle von „The Metamorphoses" 

durch  die  amplifizierenden  Bilder (Zöhrer  2010:  143-145),  also  den  kleinen  Bildelementen auf den Textseiten, die mal den Text, mal das Bild pointiert  zu  kommentieren  scheinen  und  mal  eine  eigene  Interpretation  oder  sogar  eine eigene Nebenhandlung vermuten lassen, entsteht eine Wechselwirkung  oder  eine  zusätzliche  Ebene.  Diese  liefert  weitere  mögliche  Zugänge  zum  Geschehen, so dass trotz der starken Komprimierung die wichtigsten Züge  von Kafkas Ausgangstext bestehen bleiben, ohne ihn nur zu kopieren. Das  kommt  einer  Rettung  des  sprachlich  durchaus  ansprechenden,  aber  eben  sehr  verkürzten  Texts  durch  die  Bebilderung  gleich (vgl.  Neuhaus  2007: 

143). Auch wenn die Bilder bisweilen von komplexerer Ausdruckskraft sind, 

könnte man mit Thiele (2012: 224) von einer „produktive[n] Korrespondenz 

beider Erzählschichten" sprechen.

(23)

Literatur

David, Lawrence (Text) & Delphine Durand (Illustration) (1999): Beetle Boy. Inspired by Franz Kafka’s Metamorphosis. New York: Doubleday Books for Young Readers.

David,  Lawrence (Text) &  Delphine  Durand (Illustration) (2000):  Der Käferjunge. 

Wolfram Sadowski (Übersetzung). München: Middelhauve.

David,  Lawrence (Text) &  Delphine  Durand (Illustration) (2002):  Boku, mushi ni natchatta. Aoyama Minami (Übersetzung). Tokyo: Komine Shoten.

Fuchs,  Herbert (2017):  Kafka  für  Kinder.  Ein  ehrgeiziges  Verlagsprojekt  mit  il- lustrierten  Texten,  in:  Literaturkritik.de,  27.03.2017.  https://literaturkritik.de/

kafka-storch-zimmer-kafka-vor-gesetz-kafka-fuer-kinder-ein-ehrgeiziges-verlagspro- jekt-mit-illustrierten-texten,23161.html (letzter Zugriff  15.12.2018).

Gooderham,  Wayne  B. (2015):  Kafka's  Metamorphosis  and  its  mutations  in  transla- tion,  in:  The Guardian,  13.05.2015.  https://www.theguardian.com/books/books- blog/2015/may/13/kafka-metamorphosis-translations (letzter Zugriff  15.12.2018).

Kafka,  Franz(2016a):  Der Storch im Zimmer – Kafka für Kinder.  Mit  Bildern  von  Hanna Koch. Düsseldorf: onomato Verlag. 

Kafka,  Franz(2016b):  Vor dem Gesetz – Kafka für Kinder.  Mit  Bildern  von  Hanna  Koch. Düsseldorf: onomato Verlag.

Kafka, Franz(2017):  Drei Erzählungen – Kafka für Kinder. Mit  Bildern  von Hanna  Koch. Düsseldorf: onomato Verlag.

Kafka, Franz(2018): Kafka für Kinder und Erwachsene. lllustriert von Hanna Koch. 

Düsseldorf: onomato Verlag.

Kaulen, Heinrich (2005): Kafka für Kinder? Überlegungen zur Kafka-Rezeption in der  aktuellen Erzählprosa für Kinder und Jugendliche, in: Kinder- und Jugendliteratur- forschung, 2004/2005, S. 63-75.

Kurwinkel, Tobias unter Mitarbeit von Katharina Düerkop (2017): Bilderbuchanalyse.

Narrativ – Ästhetik – Didaktik. Tübingen: A. Francke Verlag / UTB.

Laszlo, Katharina (2014): Das Kinderbuch „My First Kafka": Ist Kafka wirklich schon  etwas für Kinder?, in: Frankfurter Allgemeine Online, 09.03.2014. https://www.faz.

(24)

net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/kinderbuch/das-kinderbuch-my-fi rst- kafka-12838763.html (letzter Zugriff : 07.12.2018).

Neuhaus,  Stefan (2007):  Wie  kommen  die  Klassiker  ins  Bilderbuch,  in:  Jens  Thiele 

(Hg.):  Neue Impulse der Kinderbuchforschung.  Baltmannsweihler:  Schneider  Ho- hengehren, S. 129-145.

Osgood, Kelsey (2013): Kafka for Kids, in: The New Yorker, 19.06.2013. https://www.

newyorker.com/books/page-turner/kafka-for-kids (letzter Zugriff  15.12.2018).

Pauli,  Lorenz  &  Kathrin  Schärer  im  Gespräch  mit  Ute  Wegmann (2015):  Mäuse  sind  eine  gute  Identifi kationsfi gur,  in:  Deutschlandfunk,  28.11.2015.  https://www.

deutschlandfunk.de/kinderbuch-maeuse-sind-eine-gute-identifikationsfigur.1202.

de.html?dram:article_id=338212 (letzter Zugriff  04.12.2018).

Roth,  Matthue (Text) &  Rohan  Daniel  Eason (Illustration) (2013):  My First Kafka.

Runaways, Rodents & Giant Bugs. Long Island City, NY: One Peace Books.

Schatz,  Alexandra (2003):  Der Käferjunge,  5,30  Min.  Eine  Gemeinschaftsproduktion  von SWR/WDR für „Die Sendung mit der Maus" .

Stinson, Elizabeth (2013): Creepy Cute: A Beautifully Illustrated Book of Kafka – For  Kids,  in:  Wired,  08.02.2013.  https://www.wired.com/2013/08/my-fi rst-kafka/#s- lideid-180201 (letzter Zugriff : 07.12.2018).

Thiele, Jens (20032): Das Bilderbuch: Ästhetik - Theorie - Analyse - Didaktik – Rezep- tion. Mit Beiträgen von Jane Doonan [u.a.]. Bremen & Oldenburg: Aschenbeck & 

Isensee.

Thiele, Jens (2012): Das Bilderbuch, in: Günter Lange (Hg.): Kinder- und Jugendlite- ratur der Gegenwart. Ein Handbuch. Baltmannsweiler: Schneider Hohengehren, S. 

217–230.

Walbrecker, Dirk (1999): Greg: Eine rätselhafte Verwandlung. München: Bertelsmann.

Zöhrer, Marlene (2010): Weltliteratur im Bilderbuch. Wien: Praesens Verlag.

参照

関連したドキュメント

When one looks at non-algebraic complex surfaces, one still has a notion of stability for holomorphic vector bundles with respect to Gauduchon metrics on the surface and one gets

Graph Theory 26 (1997), 211–215, zeigte, dass die Graphen mit chromatischer Zahl k nicht nur alle einen k-konstruierbaren Teilgraphen haben (wie im Satz von Haj´ os), sondern

一九四 Geschäftsführer ohne schuldhaftes Zögern, spätestens aber drei Wochen nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit, die Eröffnung des Insolvenzverfahrens

Dies gilt nicht von Zahlungen, die auch 2 ) Die Geschäftsführer sind der Gesellschaft zum Ersatz von Zahlungen verpflichtet, die nach Eintritt der

Zeuner, Wolf-Rainer, Die Höhe des Schadensersatzes bei schuldhafter Nichtverzinsung der vom Mieter gezahlten Kaution, ZMR, 1((0,

), Die Vorlagen der Redaktoren für die erste commission zur Ausarbeitung des Entwurfs eines Bürgerlichen Gesetzbuches,

Bemmann, Die Umstimmung des Tatentschlossenen zu einer schwereren oder leichteren Begehungsweise, Festschrift für Gallas(((((),

Radtke, die Dogmatik der Brandstiftungsdelikte, ((((