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密教文化 Vol. 1985 No. 149 007川原 榮峰, ヨープスト C「(ドイツ語訳) 即身成仏義 PL116-L96」

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(1)

KOBO

DNISHI

- KUKAT

Wie erlangt man Buddha-Werdung

in der gegenwartigen Existenzl'

tf bersetzt von

Eiho

Kawahara

Christlieb

Jobst

1. Acht Steven aus zwei Sutren and einem Sastra2' zum Beweise

Auf die Frage, was fur Beweise gibt es fur die Aufrechterhaltung der These einer Erlangung der Buddha-Werdung im gegenwartigen Leibe,l' da doch in alien Sutren and Sastras iiberall steht, data man Buddha-Werdung in drei Kalpas3 erlange?-laBt sich antworten:-Weii der Tathagata im Schatze seiner esoterischen4? Lehren es so erklart.-Und wiederum: In welchen Sutren steht das

1) Im Vajrasekhara Sutra5' steht, dal3 derjenige, der rich in diesem Samadhi6' O t, in der gegenwartigen Existenz die Erieuchtung Buddhas erfahrt. Und das genannte Samadhi ist die Versenkung des erhabenen

vairocana, des Haupt-lead-Kdnigs des einen Zeichens.7'

2) Es steht aber auch geschrieben, daB wean ein beseeltes8' Lebewesen mit dieser Lehre in Beriihrung kommt and sie viermals vom Morgen bis zur Nacht9) mit Eifer Ubt, es im gegenwartigen Leben den 'Bereich der

seligkeit10' erlangt and danach das Erwachen von sechzehn Leben11 zur Vollendung bringt. Mit dieser Lehre ist dabei das grove kbnigliche12' Wissen des Samadhi, das der inneren13' Erieuchtung des Dharmakaya-14)

Buddha eigen ist, gemeint. Giu.ckseligkeit15' deutet nicht etwa auf den ersten Bereich der exoterischen Lehren, sondern es handelt sich dabei um die erste Stufe in unserem eigenenl6' buddhistischen Gefahrt. AusfUhrlich ist das im Jii-bon) des Mahavairocana Sfitra erklart. it sechzehn Leben ist auf das Leben der sechzehn13' grofien Bodhisattvas verwiesen. Darilber gibt ebenfails wieder das Jii-bon ausftihrlich Auskunft.

3) Es ist wiederum auch zu lesen,19) daB, wenn man rich dieser hervorragenden Lehre entsprechend strebend mtlht, man schon in diesem Leben die

hochste Erieuchtung realisiert.

4) Auch finden wir das Folgende: Sei dir bewul3t, data du selbst zur Vairadh tu20l wir st and wenn du selbst zum Vajra wirst, bist du Pest and water, unbeugbar and unzerstBrbar, erkenne, daB du selbst zum

(2)

Leibe wirst.

5) Im Mahavairocana Sutra21' steht geschrieben, daB wir auch ohne unseren Leib wegzuwerfen, iiberirdische Fdhigkeiten22' erlangen, den melsstand erreichen and die Geheimnisse des Leibes verwirklichen.231 6) Und weiter ist zu lesen:24' Wenn jemand in diesem Leben Vollendung

erreichen will, so muB er in seiner Meditation einem entsprechenden heiligen25' Wesen Wohnung geben, einen Lehrer211 in der wunderbaren mantrischen Praxis erlangen, sie beachten and ihr entsprechen, so wird er Vollendung schaffen. Mit Vollendung ist in diesem Sutra sowohl die durch die mantrische Ubung zu erreichende Vollendung, wie auch die Vollendung des Dharmakaya-Buddha gemeint. Mit,,durch die Li fte frei zu gehen", d. h. den,,Himmelsstand"23) einzunehmen wird zum Ausdruck

gebracht, daB der Dharmakaya unbehindert ist, wie der groBe raum. Er umschlieBt alles Leben and ruht in ewiger Bestandigkeit, daher auch these Benennung. Die zweite Worthalfte stand" ist deswegen gewahlt, weil die Wahrheit aller GesetzrnaBigkeiten auf ihm ber uht, in ihm verankert ist. Die,Geheimnisse des Leibes" umschreiben die Drei Geheimnisse" des Dharmakaya-Buddha. Sie sind selbst fur das Auge der erwachten Buddhas kauln zu schauen, geschweige denn fur die sattvas der zehn Stufen211 zu erspahen, 30' daher die Benennung mit Geheimnis des Leibes (sc. Gesetzes-, Wahrheits-leibes =Dharmakaya). 7) In Nagarjunas Bodhicitta-sastra311 wiederum ist zu lesen, daB allein in

der esoterischen Lehre die Mglichkeit zu einer Buddhaschaft im wartigen Leibe gegeben ist and daher auch das Samadhi gelehrt werde.

In den ubrigen buddhistischen Lehren sei dariiber nichts zu finden. Das Samadhi bier ist das der inneren Erleuchtung des Dharmakaya-Buddha, die anderen buddhistischen Lehren grfnden auf dem, was aus dem Samboghakaya14' des Buddha spricht and sind alle exoterisch.

8) Es ist auch noch zu lesen, j2' daB wer in der Bemuhung um die Weisheit Buddhas zu seines Herzens Licht gefunden, sogleich in dem Kdrper, den er vom Vater and von der Mutter erhalten hat, zum Range eines voll Erwachten gelangt.

Diesen Lehren entsprechend laBt sich unsere These vertreten.

2. Preislied auf die Erlangung der Buddhaschaft in der gegenwdrtigen Existenz Was ist nun der Bedeutungsunterschied der in den genannten Sutren and

Sastras aufgefuhrten Zeichen (sc. Sokushin Jbutsu)?33) In der Verse Form gegossen klingt die Lehre so:

Es durchdringen die sechs Welten-Elemente341 sich in ewiger Harmonie

Ein vierfaches Mandala35 ist untrennbar zum Einen verwoben

Entsprechen sich der Mysterien drei, 36 erscheint sogleich die Urnatur -Wirkung-( 独 訳) 即 身 成 仏 義

(3)

-115-密

Die wieder and wieder sich spiegelnden Perlen in Indra's Netz3 7 nennen wir gegenwartge Existenz

Dem Dharma eignet allumfassend Wissen38 von Natur39

Bewuf3tsein and des UrbewuBtseins40 konigliche Macht west zahllos iiberall wie Sand and Staub

Und alien ist des Wissens funffalt'ge Kraft,41) wie auch das unbegrenete Wissen eigen

Rundspiegel-Wissenskraftes Frucht ist der Erleuchtung Wirklichkeit

Diese zwei Strophen mit je vier Versen besingen die vier (s.c. chinesischen) Zeichen (Soku-shin jo-butsu), mit denen die Buddha-Werdung im wartigen Leib zum Ausdruck gebracht wird. Diese vier Zeichen sind somit von unergriindlicher Tiefe. Die gesamte Lehre Buddhas ist darin enthalten. In den beiden Strophen ist daher zusammengefal3t ein unendlicher Schatz von Geisteskraft geoffenbart. Das Preislied its also in zwei Strophen geteilt. Die erste Strophe besingt die zwei Zeichen, Soku-shin" (= im gegenwartigen Leib), die zweite die folgenden Zeichen jo-butsu" (=Buddha-Werdung). Von den vier Versen der ersten Strophe besingt der erste die korperliche Grundlage, der zweite die Erscheinung, der dritte (welcher) Wirkung (das

Ziel zu verdanken ist), der vierte die Durchdringung (sc. als Definierung der jeweils gegenwartigen Existenz). Die zweite Strophe besteht auch aus vier Versen. Der erste Vers besingt die Buddha-Werdung des

Buddha, der zweite die Unzahlbarkeit (sc. der Bewul3tseinstrager, z.B. chen), der dritte die (ihr von Natur aus) innewohnende Wissensvollendung and der letzte das, worauf sich die Buddha-Werdung letztlich grundet. 3. Das Sich-Durchdringen der sechs Welten-Elemente in ewiger Harmonie Die sechs Welten-Elemente das sind die (bekannten) fiinf Elemente34' and

das Bewul3tsein. Im Mahavairocana Sutra42 wird das so dargestellt:Ich habe in der Erleuchtung das Ungeborene43 geschaut, bin dem mit Worten Ausdriickbaren entriickt, habe Befreiung von der Vorstellungen Wirrnis erlangt, bin fern von Ursache and Fiigung44' and gleiche in meiner Leere

dem Himmelsraume28' selbst."

Die Keimsilben45' des Mantra der Welten-Elemente Tauten: a vi ra hum kham hum (jap. abiraunkenun)

Das Zeichen a46' driickt das Ungeborensein aller Gesetzmal3igkeiten aus and ist daher der Erdengrund (sc. aus dem sich alles entwickelt). Das (zweite) Zeichen va47) drUckt die Unaussprechlichkeit aus and entspricht dem mente Wasser. Die Reinheit and Unberuhrbarkeit durch Schmutz and Staub wird durch das (dritte) Zeichen ra,48' das dem Elemente Feuer entspricht, ausgedruckt. Auf die Unabhangigkeit von Ursache and Karma weist das

(vierte) Zeichen ha,49' das dem Elemente Luft entspricht. Auf die barkeit mit der Weite des Weltenraumes werden wir durch das Bild des

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Das Erwachen im Selbst schliel3lich (Zeichen: hum)") ist das Bewul3tseins-Welten-Element. Bewul3tsein nimmt dabei die Stelle der Ursache ein and Wissen ist das Ergebnis. Wi ssen ist dabei gleich Erleuchtung. Die Sanskrit-wdrter Buddha and Bodhi sind Ableitungen vom gleichen Stamm. Buddha

i bersetzt man nit erwacht and Bodhi mit Wissen. Das in alien SDtren auftretende Wort Samyaksambodh i iibersetzte man friiher daher mit allum-fassendem Wissen, neuerdings mit,gleichmliges" Erwachtsein, denn Wissen and Erwachtsein lassen sich da in ihrer Bedeutung kaum auseinander-halten. In deco genannten Sutra steht im Sinne von Bewul3tsein Erwachtsein, 52) weil dieses Wort schwerer wiegt, wobei die Sache oben nur vom Aspekt des Bewirkten aus benannt wird. Tm Abgesang53) dieses Sutra wird das Erklarte

(sc. die ersten fiinf Elemente) auf die Versenkung der fiinf Buddhas verteilt. Ins Vairasekha.ra Sutra54) ist auch wiederum zu lesen: Alle G esetzmal3ig-keiten sind urspriinglich un-entstanden, ihre Eigennatur ist nicht in Worte zip fassen, sie sind rein, von nichts beschinutzt and gefarbt, beruhen auf Ursache and Fiigung44) and sind ganz so, wie der Weltenraum28)

Tm Mahdvairocana Sutra55) liest man das in gleicher Weise. Alle Gesetz-maligkeiten14) bezieht sich auf die GesetzmaBigkeiten der Seele. All-Seele, 3) Bowie Beseeltes west in unermeilicher Flle, daher der Ausdruck lle. Das Wort Seele IM sich dabei ohne weiteres mit dem Wort BewuBtsein ver-tauschen. Vasubai dhu) and andere haben daher die These aufgestellt, dal3 in den drei Welten57) nur Seele existeire and daraus die Nur-Bewul3tseins-lehrebegri: ndet.

Der Rest (der Textstelle) ist der,ibereits Zitierten gleich.

Im Mahavairocana Sitra53) ist nun wiederum zu lesen: Ich bin wie die Seele tiberall existent, umfasse alle mit Empfindung begabten Wesen and auch alle, die these nicht besitzen. Imi Zeichen a, deni ersten, bin ich Leben; i ra Zeichen va trage ich des Wassc-rs Gestalt; im Zeichen ra die des Feuers; ins Zeichen hum wirke ich als Luft and im Zeichen kha bin ich dem Wel-tenraume gleich.5q )

Tm ersten dieser Sutrensdtze sieht: Ich bin vJe die Seele, d.h. Seele steht hier filr BewuBtsein-Wissen. Die folgenden Satze beziehen sich auf die (restlichen) fiinf Welten-Elemente. Die drei niittleren Sdtze bringen die YY irkensweise der sech Welten-Elemente zum Ausdruck, die Kraft der unbehinderten gegenseitigen Durchdringung. Tm ahaprajnparamita Siitra, 60) Ying-lo ching61) and anderen Texten wird ebenfalls die Bedeutung der sechs Elemente erklart.

So bewirken also die sechs Welten-Elemente die Gesamtheit der Buddhas, alle beseelten Lebewesen and die unbeseelte Welt, d.h. den vierfachen DharinakayaG2) and die dreifache Welt. 57)

Dementsprechend hat auch der erhabene Mahavairocana Buddha im Gesang von der Entstehung alles Lebens ais derv Tathagata (sc. dem Urgrund alles Seins selbst) gepredigt:

Sic sind befahigt beliebiger Form entsprechend

( 独 訳) 即 身 成 仏 義

(5)

Alle Gesetze and deren Erscheinung, Alle Buddhas and Srdvakas, b3)

All die welt erldsenden Pratyeka Buddhas and

Die Schar der mit hehrem Mute iibenden Bodhisattvas10 zu schaffen Und lassen nach and each Verehr ungswurdige64 unter Menschen, Die beseelte and die nicht beseelte welt entstehen

Und bringer in ewigem Wechsel GesetzmdBickeiten, wile

Entstehen, Verweilen, Verwandlung and die Vernichtung65 hervor.

Was offenbart uns nun dieses Lied?-Es sagt uns, dab die sechs welten-Elemente alit der Fahigkeit begabt sind, den vierfachen Dharmakaya, die Mandalas and die dreifache welt hervorzubringen., Alle Gesetze" sind die Gesetze des Bewuf3tsein-wissens., Deren Erscheinung" sind die Gesetz-maf3igkeiten der welt der Erscheinung., Alle Gesetze" rind wiederum auch wieder ein Uberbegriff, deren Erscheinung" gibt das Detail. Folgerichtig erscheinen in den anschlieBenden Zeilen dann alle Buddhas, Sravakas, Pratyeka Buddhas, Bodhisattvas, die beseelte and die nicht beseelte welt. Die Gesamtheit der Dharmas (,,alle Gesetze") werden wiederum zum Dharma-Mandala,35) deren Erscheinung" wird zum Samayakaya and was von den Buddhas an bis hin zur beseelten welt aufgefLhrt ist, wird zum Gro13-Mandala. Die unbeseelte welt ist die Grundlage, auf der alles beruht. Sie Id8t sich m it dean Wort Samaya-Mandala in einem erweiterten Sinn bezeichnen. Die Buddhas, Bodhisattvas and die in den beiden Fahrzeugen66 (zur Erleuchtung gelangten) bilden den Bereich (der Fiihrer) des zum Wissen Erwachtseins. Daneben existiert der Bereich der (nicht erleuchteten) beseelten Lebewesen. Die nicht beseelte welt laf3t sich auch in dieser Weise sehen. Zu schaffen ist die Fahigkeit der sechs Welten-Elemente und einer beliebigen Form zu entsprechen, das Gesetz des Werdens. (Die Fulle dieser Formen) tritt foiglich als vierfacher Dharmakaya and in den (genannten) drei Bereichen in Erscheinung.

Es wird daher auch wieder das Folgende gesagt :67'

Herr der Geheimnisse,36 Es ist ein Mandala zu bilden, remit heiligen vereh-rungswiirdigen Gestalten,35 mit Keimsilben and mit Symbolen.Hre deshalb gut auf meine Erlduterungen, ich will sie dir in Versen vortragen:

Mantra-Jiinger Einen Rundaltar69' Leg' zuerst dir fiber deinen Leib76' Von den Hlen aufwarts bis zum Nabel Schaffe den diamant'nen Ring,

Bis zurn Herzen dann

Bild' im G eiste eines Wassers Kugel, Dariiber heb' sick eines Feuers Kreis72 Und darauf noch gleiches Luftgebilde.

Der diamantene Ring entspricht dem Zeichen a and das Zeichen a wiederum der Erde (sc. clew welten-Eler, ent). Mit Wasser, Feuer and Luft ist es, wie beschrieben. Der Rundaltar entspricht dem Elennente Raurn and der

(6)

Mantra-Ringer ist das Seelen- (sc. BewuBtseins-)Element. Die heiligen verehrungs-wurdigen Gestalten" in der Langzeile (sc. zu Anfang des Zitats) bilden den Leib eines GroB-Mandala, die Keimsilben den eines Dharma-Mandala, die Symbole schlieBlich den eines Samaya-mandala. Ein Karma-Leib73' wirkt in alien der genannten drei. Im Sutra ist dies ausfuhrlich erklart. Man moge sich dort genauer informieren.

Weiterhin ist anzufi hren:74' Es spricht der erhabene Mahavairocana (sc. Urgrund alles Seins): Vajrapani,75' aus dem Sinnen aller Buddhas geboren, bewege ich den vom karmischen Schauspiele freien Tanz.76' Weithin breite ich aus die Vielfalt der Kreaturen, ergreif' der Elemente Vierzahl and laB' ruh'n sie in des UrbewuBtseins koniglicher Macht and werde (so) den Raumesweiten gleich. Ich erzeuge and vollende die gewaltige Welt des Sichtbaren and des Unsichtbaren77' and schaffe der Sravakas, der Pratyeka Buddhas and der Bodhisattvas Hierarchie."

Was kundet nun dieser Satz?-Er besagt, daB die sechs Elemente alles entstehen lassen.-Woher kann man das wissen?-,,Des UrbewuBtseins konigliche Macht" ist das BewuBtseins-Element and mit,ergreif der Elemente Vier" zahl" sind (sc. die ersten) vier Elemente gemeint. Mit,,,...den Raumesweiten gleich" ist auf das Raum-Element hingewiesen. Diese sechs Elemente sind (also) zur Schopfung begabt. Mit,,... Sichtbaren and des Unsichtbaren" sind die Welten: Kama-dhatu, Rupa-dhatu and Arupya-dhatu umschrieben. Das im Folgenden Gesagte ist wortlich zu verstehen. Es handelt sich dabei um die GesetzmaBigkeiten des Geschaffenen.

All diesen Sutrentexten entsprechend sind die sechs Elemente die schaffenden and der vier. fache Dharmakaya, sowie die drei Bereiche sind das Geschaffene. Das Gesetz des Geschaffenen reicht nach oben bis zum Dharmakaya hin and erstreckt sich nach unten bis in die Sechs Wege hinein. Es gibt da zwar den Unterschied von grob and fein and groB and klein, nichts destotrotz ent-springt alles aus den sechs Elementen, deswegen macht Mahavairocana-Buddha sie, indem er sie erklart, zur Dharmadhatukaya-Natur.7S'

In den verschiedenen Lehren des exoterischen Buddhismus werden die vier Elemente (sc. Erde, Wasser, Feuer, Luft) als nicht beseelt betrachtet. Im esoterischen Buddhismus werden sie, unserer Erklarung gemal3, als der Samayakaya des Mahavainocana-Buddha gesehen. Das BewuBtesins- (resp. Seelen-) Element laBt sich von ihnen nicht trennen. Wenn auch Geist (sc. Seele, BewuBtsein) and Materie (sc. die in die sinnlich wahrnehmbare Erscheinung getretene Welt) etwas anderes sind, so sind sie doch ihrer Urnatur nach gleich. Materie ist daher Geist and Geist Materie. Sie durchdringen sich gegenseitig unbehindert. Und Wissen ist (daher) gleichzusetzen mit seinem Gegenstand, and der wiederum mit dem Wissen selbst. Wissen ist (schlieBlich) Wirklichkeit (sc. im Sinne ihrer ideellen Grundlage) and die Wirklichkeit das Wissen, (beide) existent and sich (doch) gegenseitig vollig durchdringend. Zwar ist da eln Schaffen and Geschaffensein, alles (aber existiert) getrennt von diesen Kategorien. Wie sollte es auch dem Urgesetze79'

( 独 訳) 即 身 成 仏 義

(7)

nur entsprechend Schopfer8°' and Geschaffnes geben? Derartige Namen sind nur Symbole81' and man sollte sich nicht an die Bedeutung des taglichen Sprachgebrauches heften and sich in leeren Diskussionen verlieren.

Die Existenz, die auf den sechs Welten-Elementen and dem kaya beruht, ist ohne Storung in gegenseitiger Durchdringung and

sprechung, wohnend in ewig unveranderlicher gleicher Wirklichkeit. Daher heiBt es ja auch in dem Preislied :,,Es durchdringen die sechs mente sich in ewiger Harmonie". Durchdringen bedeutet so vie], wie, dadurch seine existenzielle Freiheit zu erhalten. Ewig ist im Sinne von unbewegt and unzerstrirbar gebraucht. Yoga82' (im Preislied mit Harmonie geben) laBt sich mit gegenseitiger Entsprechung ubersetzen. Entsprechung and Durch-dringung, das ist (also) das,,(in der gegenwartig (-en Existenz). 4. Die Untrennbarkei t des vierfachen Mandala

Zur Strophe:,Ein vierfaches Mandala ist untrennbar zum Einen verwoben," sagt uns das Mahavairocana Sutra.83',Alle Buddhas haben esoterische Leiber : sie erscheinen durch Zeichen, Gebarden and in sichtbaren stalten".84' Als Schriftzeichen bilden sie ein Dharma-Mandala, mit Gebarden ist die Fulle der Symbole and somit das Samaya-Mandala gemeint. Als Gestalten erscheinen sie mit den Vollkommenheiten eines Buddhaleibes

ausgestattet im Grol3-Mandala. Diesein dreifachen Leib sind nun wieder verschiedene Haltungen and Wirkungsweisen eigen, sie nennen wir Mandala. Somit entsteht ein vierfaches Mandala.

Entsprechend dem Vajrasekhara Sutra85' besteht das vierfache Mandala erstens aus einem Grog-Mandala. In ihm erscheinen alle Buddhas and Bodhisattvas, ein jeder in seinem durch Vollkommenheiten86' ausgezeichneten Leib. Auch dann, wenn these Gestalten gemalt sind, nennt man das Mandala, bzw. wenn man durch die fiinfstufige Meditation") sich zur

Aufnahme des im Mittelpunkt der Verehrung stehenden Buddha bereitet. Man nennt das auch das Siegel des groBen Wissens. Das zweite ist das Mandala. Es erscheint in Symbolen der genannten Gestalten, wie Schwert,

Rad des Gesetzes, Vajra, Lotosblilte u.a. Man stellt ein Samaya-Mandala damit auch bildlich dar. Man kann es auch dadurch gestalten, daB man seine Hande faltet, and aus der Vajra-Mudra88' (andere durch Veranderung der Handhaltung) entstehen laBt. Man nennt dies auch das Wissens-Siegel. Das dritte ist das Dharma-Mandala. Es besteht aus den

Keimsilben and Mant ren der Buddhas. Schreibt man alle Keimsilben auf den ihnen gebuhrenden Platz, so entsteht ein Dharma-Mandala. Aber auch die Versenkung des Dharmakaya and die Gesamtheit der Sutren werden so genannt. Man bezeichnet es auch als Siegel des Wahrheitswissens. Das vierte ist das Karma-Mandala, also die verschiedenen Haltungen and weisen aller Buddhas and Bodhisattvas. Man gieBt diesel Mandala auch in Metall oder formt es plastisch. Es wird auch Karma-Wissens-Siegel genannt.

Diese vier Mandalas and vier Arten von Siegeln existieren in unendlicher Zahl, sie sind unmeBbar, ein jedes erfiillt den Weltenraum. Keines IdBt sich

(8)

voin andern trennen. Wie h aum Llnd Licht durchdringen sic rich vollkommen, daher jaa auch der Vers.3 Das,untrennbar" bedeutet dabei das,,(in der) gegenwartig (-en Existenz)"

5. Die Entsprechung der drei Mysterien and das sofortige Ersceinen

Entsprechen sich der Mysterien drei,36' erscheint sogleich die Urnatur". Mit den drei Mysterien ist bier als erstes das Mysterium des Kbrpers, als zweites, das der Sprache and als drittes, das der Seele (des BewuBtseins) gemeint. Die drei Mysterien des Dharnnakaya-Buddha sind, so unendlich tief Lind fein, dale auch die einern Buddha gleichen Bodhisattvas and die der zehn Stufen (darunter) sie nicht wahrnehmen konnen.36' Daher spricht man ja auch von Mysterien. Ein jeder der Buddhas and verehrten Gestal ten ist mit diesen drei Mysterien ausgestattet, in einer F0.lle, wie der Staub von zermahlenen Landern

and sie erganzen and durchdringen sich gegenseitig and sammeln and tragen rich. Der geschaffenen Xreaturs' sin these drei Mysterien wiederuln in glehcher Weise eigen. Man spricht daher von einer Entsprechung (sc. mit den drei Mysterien der Buddhas). Wenn ein im Sinne des esoterischen Buddhismus

Ob

ender sich der Betrachtung dieser Lehre hingibt, mit den anden die (entsprechenden) Mudras Porn mt, init seine;, and die entsprechenden Mantren rezitiert and die Seele in der Sammlung Wohnung nimmt, dann

entsprechen sich die drei Mysterien36 and erha.lten gnadenrehchen Beistand and der Obende erlangt sogleich die groBe Vollendung.

Itn Sutra steht dazu geschrieben9,Wenn man die drei geheimen trischen Zeichen des Mahavairocana Buddha zu einem Mantra vereint, so erfQllen sie rich grit unendlichem Sinn. Man ergreife also die entsprechenden Siegel and Mantren and mache vor der gust eine (sc. entsprechende) Mudrd,

so wird das grohe Rundspiegelwissen entstehen Lind sogleich Bodhicitta den Leiby6' erlangen, der fest ist wie ein Diamant. WWJeiter°hin ist zu wissen, dalj deal der vor der Stirn die (entsprechende) Mudra macht, ein Wissen ervichst, lessen Wesen Gleichheit ist and daB man sofort einen Leib erlanggt, der geschmuckt ist mit den Reichti mern des Bodens eines dem Buddha gleichen Erwachtseins. Versiegelt man mit dem (entsprechenden) Mantra den Mund, so erwachst einem das Wissen der wunderbaren

tung urd man bringt das Rad des Gesetzes in Drehung91' Lind erhait den Leib der Weisheit Buddha s. Versiegelt man mit einem Mysterienwort den Scheitel, dann erwdchst dem Ubenden das Wissen des .Wirkens am Ort", man er weist

die Wahrheit des Verwandlungsleibes Buddhas") and vermag die spenstigen zu bezahmen. Wenn man mit diesen Mudren and Mantren seinem Leib die Mysterien-Entspr eehung erwirkt, so erschafft man sich einen Leib, wie der weltenweite Dharmadhatu-Leib es ist, der auf derv

kaya-Wissen des Mahavairocana Buddha beruht.93'

Es ist auch wiederum zu lesen:94',Wenn man in die Betrachtung der Soheit15) des Dharmakaya eingeht, so erfahrt man, daB eine jede Bedingung and eine jede Erscheinung gleich rind; daB sic send, wie der Weltenraum. Wenn roan konzentriert and pausenlos ubt, ist es schon im gegenwdrtigen Leben mglich,

( 独 訳) 即 身 成 仏 義

(9)

den ersten Bereich zu erlangen and in Windeseile die Wissens-Reichtamer von zahllosen Aonen3' ansammeln, denn man erhdlt den Beistand der vexsr-melten Buddhas can d steigt caber die zehn Stufen auf zu einem zur G elei-chheit Erwachten, zu einem wunderbar Erwachten, der alit der hochsten Weisheit ausgestattet ist, die Gleichheit von Subjekt and Objekt realisiert and zusam men mit dem Dha raiakaya aller Buddhas ewig, rnittels des be-dingsungfreien groBen Erbarrnens die empfindungsbegabte Kreatur erfreut. So vollbringt man die grol3en T aten der Buddhas."

An anderer Stelle steht:9t"),Entsprechend der Wahrheit, die aus den W Vissen des Geheimnisses des Selbst-Erwachens1J' entspringt, das aus dem Dhar-makaya des Mahavairocana Buddha fiief3t and gemaB dem Wissen des Sai iboghakaya des Bodhisattva Sannantabhadra- Vajrasattva, 75 ist es moglich, im ge genwartigen Leben mit Hilfe eines Mandala-Lehrers in die Mandalas einzudringen. Dieser gelangt also durch die vierfachen Gebote gebunden, in das Samadhi des Bodhisattva Samantabhadra, erfLillt sich nit dem -Bodhisattva Vajra sattva and laf3t ihn in den Leib (des SchUlers) eingehen. Lurch die machtige Kraft-Gewalt seines Gnaden-Beistandes36' sind dann in Furze unendlich viele Samaya and zahllose Mantren zu verwirklichen. Lurch die wunderbare Wirkung der GesetzmaBigkeit ist es dann moglich,

daB die Samen des angeborenen Jchbehaftetseins inn Schiler verwandelt werden und zu gegebener Zeit kann er dann die reiche Kraft der Weisheit unzdhliger Aonen (sc. der Ubungen eines exoterischen Buddhisten) erlangen. Er fihrt in Buddhas Haus sein Leben dann. Er wirdggeboren aus dem BewuBtsein aller Buddha-s, er wird geboren aus ihrer Sprache, er wird geboren aus ihrern Gesetz (d.h. Leib, sc. Dharmakaya). Er lebt aus der Lehre dieses Gesetzes and erlangt den Dharrna-Schatz. Dharma-Schatz bedeutet die Lehre, die aus (der Wirkung) der drei Mysterien Bodhicitta

(bewirkt)."--Damit werden die praktischen Ergebnisse beschrieben, die man durch den vermittelnden Beistand eines Acarya erlangt, wenn man zum ersten Male die Samaya-GelUbde ablegt.98,,Wenn man fur kurze Zeit auf das MvMandala blickt, so kann man n nu zur Reinheit des Herzens gelangen. Da man mit den Augen cler Gldcksligkeit sieht, pflanzt man in seinem Alayavijrlana93 die Keime der Vajradhatu."-Dieser Satz beleuchtet die konkreten Ergebnisse, die man erlangt, wenn man zunn ersten Male die Gesamtheit der Buddhas and verehrten Wesen auf deny Bilde des Mandala-Meeres99' schaut.-,, Faktisch gesehen erhdlt mangy da bei der Abhiseka-i111 Zeremonie einen

Vajra-Taufnamen.101) Danach wird man in eine unendlich weite and tiefe Wunder umfassende Lehre eingeweiht, durchmilt (den Bereich der) zwei Fahrzeuge (sc. Hinaydna and Mahayana) and die zehn Stufen (des Bodhisattva-Weges). Wer dann die Fdnf-Mysterien-Yogalehre102 des groBmachtigen Bodhisattva Vajrasattva68I being Gehen, Stehen, Sitzen and Liegen, viermal des Tags) unablassig sich vor die Seele stellend ubt, verwandelt in den Bereichen seines Sehens, Hbrens, Erkennens and Wissens das Rafter an der Leere von Subjekt and Objekt zur Geleichheit (im BesuBtsein) und verwirklicht inn

(10)

gegen-wartigen Leben den ersten Bereich (sc. der Gliickseligkeit).11' Nach einer Weile steigt er dann weiter auf. Durch die Ubung der funf Mysterien wird man von Nirvana,103' Leben and Tod weder gefarbt, noch gehalten, fordert and erfreut die (Wesen der) fiinf Wege104' weit and breit, kann semen Korper milliardenfach zerteilen, auf alien Wegen wandeln, dort der beseelten Wesen Werden fordern and des Bodhisattva Vajrasattva Rang verwirklichen lassen." -Diese Textstelle beleuchtet das wunderbare, gesetzmal3ig bedingte Ergebnis, das man erlangt, wenn man entsprechend den Anweisungen der Tantrasl5

An anderer Stelle steht:106' Wenn du mit Hilfe des Donnerkeils der drei Mysterien hohere Bedingungen schaffst, so kannst du die drei Leiber des Mahavairocana-Buddha verwirklichen."

Diese zitierten Sutren predigen uns also alle die Lehre von diesem plotzlich wirkenden, wunderbar ubersinnlichen Samadhi. Wenn also ein Mensch da ist, der genau nach den Vorschriften tags and nachts sich muht, so wird er in diesem Leibe funf iibersinniiche Fahigkeiten107' erlangen and wenn er weiter iibt, ohne semen Leib wegzuwerfen, in den Rang eines Buddha

eingehen. Dies ist in den Sutren ausfiihrlich erlautert.

In unserer Lehre wird auch gesagt:,Entsprechen36' sick der Mysterien drei, erscheint sogleich die Urnatur." Unter,Entsprechen" versteht man da das grolbe Erbarmen Buddhas und (sc. als notwendige Erganzung dazu) die glaubige Herzenszuwendung der beseelten Wesen. Das Wort (sc. das sinojap. Wort Kaji) beschreibt in seiner ersten Silbe, wie die Strahlen der

Sonne sich auf der Wasserf fiche der Seelen der Kreatur wiederspiegeln and die zweite Silbe, daB es dem U benden m6glich ist, die Buddha-Sonne auf

seinem Seelenspiegel zu empfinden. Wenn der Ubende befahigt ist, sich der Betrachtung dieses Wahrheitsinhaltes hinzugeben, dann entsprechen sich die drei Mysterien (sc. des Menschen and des Urgrundes ailes Seins) and man erlangt sogleich in der gegenwartigen Existenz den urspriinglich vorhandenen dreifachen (Buddha-) Leib. Daher das Wort:,,... erscheint sogleich..." Wie man gewohnlich zur gleichen Zeit and am gleichen Tag sagt, so kann man

hier von der gleichen, "gegenwartigen Existenz" sprechen. 6. Indra's Netz als Bezeichnung fur die gegenwartige Existenz

,, Die wieder and wieder sich spiegelnden Perlen in Indra's Netz nennen wir gegenwart'ge Existenz" ist ein Vergleich dafdr, daB die unermeliche Zahl der drei Mysterien der Erhabenen in vollendeter Harmonie einander ungestort durchdringen. Mit dem Netz (sinojap. Taimo) ist das Perlennetz Indra's gemeint. Mit Existenz ist unser Leib, Buddhas Leib, bzw. der Leib der

beseelten Kreatur gemeint. Man kann auch wiederum vier Arten von Leibern unterscheiden: das Urselbst, einen Erleuchtungsleib, einen Verwandlungsleib and einen Anpassungsleib, oder aber auch einen Keimsilben-Leib, einen Siegel-Leib and einen plastisch gestalteten Leib. Diese Leiber sind in die Raumesdimensionen hinein dicht geschichtet and sie durchdringen sich gegenseitig, wie das Abbild in einem Spiegel and das Licht and eine Leuchte.

( 独 訳) 即 身 成 仏 義

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Der eine Leib ist dabei auch der andere und der andere wiederum zugleich der erste. Der Leib Buddhas ist daher folglich der Leib der beseelten Kreatur

und der Leib der beseelten Kreatur wiederum der Leib Buddhas. Ungleich Erscheinendes zeigt sich als gleich und nicht ungleich Erscheinendes entpuppt sich als ungleich.

Es sei hier das Mantra des dreifach in gleicher Weise sich Durchdringenden ausgesprochen: Asame trisame samaye svaha.108)

Die Bedeutung des ersten Wortes ist: nicht gleich, die des zweiten : dreifach gleich und der Schlul3 bedeutet, daB alle drei dasselbe sind. Buddha, Dharma und Samgha109) sind drei, Korper, Sprache und Geist sind wiederum drei.

Seele, Buddha und die beseelte Kreatur sind auch wiederum drei. Sie sind alle sich gleich und fallen dadurch in eins zusammen. Dieses wird dadurch Ausdruck unermef3licher Fiille und das UnermeBliche wieder zum Einen. Jedoch es gibt keine Verwirrung. Daher nennt man auch Indra's Netz als Bezeichnung fur die gegenwartige Existenz.

7. Das dem Dharma ureigene allumfassende Wissen-funffaltige Wissen-Aus Rundspiegel-Wissenskraft Erleuchtungswirklichkeit

,, Dem Dharma eignet allumfassend Wissen von Natur" wird im vairocana Sutra auf folgende Weise erklart:110)Ich bin der Uranfang von allem, man nennt mich Welten-Urgrund, nichts ist erhabener, als meine Lehre, ich ruhe in der unilbertrefichen Ur-Stille."

Wer sich hier mit Ich" bezeichnet, ist Mahavairocana-Buddha selbst. Mit dem Worte,,... allem" wird die Unermelichkeit zum Ausdruck gebracht. Mit Uranfang ist gemeint, daB er der Urvater ist, der aus seinem ureigenen Wesen heraus die gesamte Wahrheit des vollkommenen Selbst-Seins wirklicht. Der Dharmakaya des Tathagata und die wesensmaBige Bedingtheit der beseelten Kreatur beruhen ursprunglich in gleicher Weise auf dieser Stille und halten sie in sich. Jedoch die beseelte Kreatur ist nicht erwacht und unwissend. Deswegen hat Buddha in seiner Predigt die Richtung gewiesen und laBt die Kreatur zur Erleuchtung erwachen.

Man liest auch wiederum:111),Diejenigen, die durch ihr liederliches112) Treiben karmische Samen saen und Folgen wirken wollen, die Einfaltigen, konnen weder die Mantren, noch ihre Wirklichkeit verstehen. Warum ist es

so?-Weil keine Ursache wirksam ist und daher auch keine Folgen stehen. Wenn die Ursache (an sich ohne Wirklichkeit und) leer ist, wie sollte es da eine Wirkung geben ?-Da ist zu wissen, die Wirkung der Mantren ist abgelost vom Zusammenhang von Ursache und Wirkung."

Die an friiheren Stellen in dieser Abhandlung schon zitierten Texstellen: Ich habe in der Erleuchtung das Ungeborene geschaut...bis...bin fern von Ursache und Fiigung..." sowie,Alle GesetzmaBigkeiten sind urspriinglich

u n-entstanden... bis... beruhen auf Ursache und Fugung und sind ganz so, wie der Weltenraum" erhellen uns beide die Bedeutung von:Dem Dharma eignet...von Natur". Auch was im Vajrasekhara Sutra an folgender

(12)

Wesen (des Dharmakaya) heraus bewirkte Gruppe des Vajrapani and der sechzehn Bodhisattvas...aus jedein einzelnen von ihnen fiiel3en finfhundert Millionen winziger Dharmakaya-Vajra."1149

Dem Dharma...von Natur" weist darauf hin, daB alle Gesetzlichkeiten aus ihrer Eigennatur, naturlich, bestehen: eignet" weist au fdie vollendete Tatsache hin, daB es dabei an nichts fehit.,Allumfassend Wissen" (sc. das sinojap. Wort) Sahannya ist ein Sanskritwort. Die frhher verwendete Lautubertragung Satsuun ist eine lurch einen Dialekt gebundene Abkurzung. Genau heiBt das Wort sarvaprajftd, ilbersetzt, das Wissen alles Wissens. Irn Worte das Wissen alles Wissens" bedeutet Wissen Auswahl aufgrund von Urteilen. Alle Buddhas haben nun Wissen, angefangen vom fiinffachen, fiber das siebenunddreiBigfache bis hin zu einem Wissen, das unmelbar ist, wie der Staub von zermahlenen Lndern.

Die nachsten beiden Verse beschreiben das Dargelegte. Wenn man die Urteilskraft in den Vordergrund stellen will, so nennt man die Sache Wissen, will man das in-Erscheinung-treten des Gesamten zum Ausdruck bringen, so nennt man es Seele (bzw. Bewultsein). Sucht man die festgehaltene Spur (Norm) klarzumachen, so nennt man es Gesetz (sc. Dharma). All diese Bezeichnungen sind aber nicht vom Individuum zu trennen. Die Zahl alter Individuen ist aber unermeBlich, deswegen spricht man vom Wissen alles Wissens.,Alles" (bzw. allumfassend) bedeutet hier aber nicht, wie bet den

exoterischen Buddhisten, ein Wissen, das alien gegeniibersteht.,,Des UrbewuBtseins konigliche Macht" 1St das Wissen, das dens Dharmadhatukaya

eigen ist. Mit, Bewul3tsein" ist im Vers das Bewultsein bezeichnet, das der Alleinheit gewahr, analysierend von den Bhanomenen Kenntnis nimmt. ,,... alien ist... fiinffalt'ge Kraft... eigen" bedeutet, daB eben allen diesen

BewuBtseinen jeweils diese funffaltige Kraft eigen ist. Unbegrenzt besagt, daB sick die Unbegrenztheit in alle Dimensionen erstreckt.

,, Rundspiegel-Wi ssenskraftes Frucht ist der Erleuchtung W irklichkeit." Dies gibt den Grund an. Man fragt sich, warum alien Buddhas die Benennung zum Wissen Erwachter" eigen ist.-Es ist als ob aile Phanomene in einem klaren hoch aTafgestellten Spiegel sich wiederspiegeln wurden. Im seins-Spiegel des Tath.gata spielt sich ganz genau dasselbe ab. Sein runder klarer BewuBtseinsspiegel hat erhaben, ganz oben i1ber der Welt der maBigkeilen seinen Ort and spiegelt in der Ur-Stille alles, alles ohne Falsch

and Fehl.-Und jedem Buddha mull doch wohl ein solcher render Spiegel eigen sein -Daher der Vers:, undspiegel-Wissenskraftes Frucht ist der Erleuchtung Wirklichkeit"

Anmerkungen:

1) sinojap. Sokushin JObutsu; soku=folglich, sogleich; shin=Korper, Leib; jo=werden; butsu=Buddha. Aus der Gesamtinhalt des Traktates ist eindeutig

( 独 訳) 即 身 成 仏 義

(13)

zu ersehen, dal3 Sokushin ins Sinne von,gegenwdrtiger Existenz" gemeint ist, wobei aber -shin auch immer gleichzeitig drastisch-konkret als Leib verstanden

werden mu13. Daher wurde mit der Ubersetzung im Text variiert. Das letzte Schriftzeichen des sinojap. Originaltitels (Sokushin Jobutsu Gi) ist hier im Sinne von Bedeutung gebraucht. Dem Inhalte des Traktats entsprechend schien den Ubersetzenn aber eine verbale Interpretation geeigneter. Im Text selbst wurde die Ubersetzung, These" gewahlt.

Sokushin Jabutsu ist einer der Grundpfeiler der Lehre des Shingon-Bud-dhismus. Diese Lehre stellte gegeniiber den Lehren des damals in Japan verbrei-teten sog. exoterischen Buddhismus eine Revolution dar. Anklingende Vor-stellungen sind dann in spateren Jahrhunderten bei den Meistern des japanischen Zen and in der Jodo-Richtung des Buddhismus zu finden.

(vgl. The Mikkyo Bunka vol. 141 pp. 39/36 Anm. 1) 14))

2) sinojap. Ron. Der Kanon der buddhistischen Lehre wird seit den Anfangen dieser Religion unter der Bezeichnung (sanskr) Tripitaka=,,Dreikorb", bzw. (sinojap.) Sanzo=,,Drei Schatzes zusammengefal3t. Sie Tauten auf sanskr. Sutra, Vinaya, Sastra; sinojap. Kyo, Ritsu, Ron. Sutren sind die Lehren, die in erster Linie vom historischen Buddha, bzw. als von iiberzeitlichen Buddhas gepredigt aufgefaljt werden. Vinaya enthalt alle Anweisungen, die das buddhis-tische Monchsleben regulieren. Sastra sind die Kommentare, die rich im Lauf der Jahrhunderte um die Grundtexte herumkristallisiert haben.

3) sinojap. G6: cin unermelicher Zeitraum, wird legendar als die Zeit definiert, die eine himinlische Fee braucht, um einen Felsen, der das AusmaB von 10 Kubikmeilen hat, abzutragen, wenn sie ihn in drei Jahren einmal mit ihrem Gewand streift.

4) Im Gegensatz zu alien anderen buddhistischen Richtungen, d.h. also alien Schulen des Hinayana (s.a. Kukai-Hannya Shingyo Hiken, The Mikkyo Bunka vol. 141, Feb. 1983 p.35, Anm. 19, p. 36, Anrn. 24, 25), wie auch des Mahayana, wo der Lehrinhalt der Sutren grundsatzlich als vom historischen Buddha gepredigt gilt, sehen die Vertreter des esoterischen Buddhismus ihre Sutren als von Dainichi Nyorai (sinojap) (sanskr. Mahavairocana), dem Absoluten, dem Urgrund alles Seins unmitteibar, bzw. lurch andere Vermittler gepredigt an. S.a. Anrn.2). Der esoterische Buddhismus, sinojap. Mi.kkyo, auch Kongojo (sanskr. Vajraydna) genannt, stellt die letzte Entwicklungsphase dieser Religion in ihrem Heirnatland Indien dar. Der esoterische Buddhismus wur_ de im Jahre 806 von Kobo Daishi Kukai (s.a. Kukai-Hannya Shingyo Hiken, The Mikkyo Bunka vol. 141, Feb. 1983 p. 39, Anrn. 1) aus China nach Japan gebracht. Er erhielt dort den Namen Shingon-Mikkyo, d.h. mantrischer esoterischer Buddhismus. (s.a. Kukai-Hannya Shingyo Hiken, The Mikkyo Bunka vol. 141, Feb. 1983 pp. 37, 36, Anm. 7, 8). Auch andere Schulen des japanischen Buddhismus, vor allem die Tendai-Schule, haben esoterisches Lehrgut iibernonnmen. Der esoterische, auch als tantrisch bezeichnete Buddhi-smus wurde spa ter in Indien durch den Islam ausgerottet. Seine Lehren sind aber heute noch in den Hir-fialaya-Ldndern, in Tibet and China lebendig. Alle nicht zu der genannten Gruppe gehorenden Schulen des Buddhismus faBt der japa-nische Shingon-Buddhismus unter dem Begriff exoterischer Buddhismus (sinojap. Kengyo) zusammen. (s.a. The Mikkyo Bunka vol. 141, Feb. 1983 p. 36, Anm. 14)

(14)

6) Sanskritbegriff, der etwa mit Sammlung, Versenkung wiederzugeben ist. 7) Bezeichnung der hochsten, dens Menschen fal3baren Erscheinungsform des

Mahavairocana. Er erscheint in der Gestalt, in der er sich im Zentrum des Kongokai-Mandala offenbart, birgt aber in sich die Versenkung des

vairocana des Taizokai-Mandala. Das,eine Zeichen" ist die Sanskritsilbe bhrum (sinojap. boron). (s.a. The Mikkyo Bunka vol. 141, Feb. 1983 p. 31, Anm. 58). Eine andere Bezeichnung fur these Erscheinungsform des

vairocana ist Ein-Zeichen-Goldrad-Konig (=sinojap. Ichiji-Konrin-O). 8) sinojap. Shujo, bier wohl sinngemaB mit,ein Mensch" wiederzugeben. Fur

den Buddhismus hat die Welt drei Dimensionen", d.h. als sinojap. Yokkai (sanskr. kamadhatu) (=Welt der Begierden) ist sie der Ort, wo alle, beseelten" sc. einer Empfindung fahigen Lebewesen leben,-angefangen von den Geistern der Holle fiber die Tiere and Menschen hinweg, bis hin zu den Gottern im Himmel. Als Shikikai (sanskr. Rupadhatu) (=Welt der Farbe", bzw. Form)

ist sie die Welt der Dinge in ihrer Erscheinung, angefangen von der Materie bis hin zu den Erscheinungen der Buddhas in ihren Gestalten. Als Mushikikai

(sanskr. Arupyadhatu) (=Welt der Nicht-Farbe sc. -Form) ist sie die Welt der Buddhas, d.h. der Wahrheit.

9) Gemeint ist, zu den vier klassischen Zeiteinheiten des buddhistischen terlebens: morgens, mittags, abends and nachts, was mit anderen Worten ausgedruckt standig bedeutet.

10) sinojap. Kangiji. Sowohl der exoterische, wie auch der esoterische Buddhismus kennen jeweils einen solchen Bereich. Im exoterischen Buddhismus ist damit die erste Stufe des zehnstufigen Bodhisattva-Weges der Erleuchtung gemeint. Er beinhaltet die Stufen 41-50 des im Kegon- (sanskr. Avatarnsaka-) Sutra beschriebenen 52-stufigen Bodhisattva-Ubungsweges. Die herausgehobenen zehn Stufen sind nun in folgender Weise bezeichnet :

1. Bereich der Gli ckseligkei t 2. Bereich der Reinigung 3. Bereich der Klarheit

4. Bereich der Flamme

5. Bereich der Schwierigkeitsuberwindung 6. Bereich der Weisheitsgegenwart 7. Bereich des weiter and weiter Gehens

8. Bereich der Unerschiltterlichkeit 9. Bereich der tugendhaften Weisheit 10. Bereich der Wahrheitswolken

Die Glilckseligkeit, die sich bei der versenkenden Betrachtung in die Gestalten der Buddhas, Bodhisattvas and ihrer Werke fur den sich, unter Verzicht auf Zu- and Abneigung, der buddhistischen Tugenden BefleiBigenden ergibt. (s.a. Das Kegon Sutra, ubersetzt von Torakazu Doi, Tokyo 1981 Doitsubun-Kegonkyo-Kankokai, Bd. II pp. 225, 233-246)

1) Hier im Sinne von: sich die Krafte and Fahigkeiten der 16 Bodhisattvas des Kongokai-Mandala in seinem Leben aneignen. Diese 16 Bodhisattvas sind Emanationen der vier Buddhas, die sich in den sechs unteren Mandala-Dars-tellungen des Kongokai-Mandala um die vier urspriinglichen Emanationen des Ursprungs alles Seins (Mahavairocana)-die Buddhas der vier Himmelsrich-tungen jeweils gruppieren. Ihre Namen lauten:

( 独 訳) 即 身 成 仏 義

(15)

O.-Ashuku (sanskr. Aksobhya (sc. -Buddha))

S.-HOsh6 (sanskr. Ratnasambhava)

W.-Amida (sanskr. Amitabha)

N.-Fukujoju (sanskr. Amoghasiddhi)

Die stufenweise kultisch-meditative Versenkung in these 16 Bodhisattvas ist fur den iibenden Shingon-Monch ein Weg fiber die Stationen Erwachen, Vertiefung, Erleuchtung zum Nirvana and damit der Buddha-Werdung. 12) Schmuckendes Epitheton, oft im Zusammenhang mit Mahavairocana gebraucht. 13) sinojap. Ji-naishO (=wortl. Selbst-innen-Beweis) immanent

14) Die im Kosmos sich manifestierende Wahrheit selbst, als Leib des cana Buddha. Sie wird fur das Auge des Meditierenden dann in mannigfachen Emanationen fal3bar.

15) Die Gliickseligkeit der esoterischen Lehre ergibt sich aus derv konkreten Erlebnis des,urspriinglichen Ungeborenseins" (=sinojap. Honpusha) bei der Erfahrung der in Anm. 14) genannten Wahrheit.

16) sc. der Lehre des Shingon Buddhismus.

17) T 18, pp. 288c-290c (Dainichi-kyO, Jushin-bon, Juchidan)

18) sinojap. Juroku Daibosatsu (sanskr. Mahasattva) ehrendes Epitheton, oft fur die kanonisierten Bodhisattvas verwandt.

19) T 19, p. 594a

20) (=Diamantwelt) d.h. der Ubende wird zum Leibe der im Kongokai-Mandala dargestellten Welt. Vajra (sanskr.), sinojap. KongO ist urspriinglich der nerkeil (sc. Blitz), den der altindische Gott Indra schleudert, auBerdem eine

altindische Kriegswaffe. Da das Wort in der Nebenbedeutung auch im Sinne von Diamant gebraucht wurde, eignet es sich vorbildlich als Symbol fur die Erleuchtung and ihre Macht. Es fand hauptsachlich im esoterischen

dhismus Verwendung, wo immer wieder insbesondere der Aspekt der dem Diamanten eigenen Harte hervorgehoben wird.

21) T 18, p. 329a

22) Die Fahigkeiten, die sich aus der konsequenten Durchfiihrung der Praktiken des esoterischen Buddhismus ergeben. Freies Sich-Bewegen in der Welt der Gegebenheiten.

23) sc. des Leibes des Mahavairocana, s.a. Anm. 14). Er durchdringt unbehindert alles.

24) T 18, p. 21a

25) Buddha, Bodhisattva oder eine andere kanonisch festgelegte Gestalt, die im Mandala in Erscheinung tritt. Sie mu[3 dem jeweiligen Naturell des Ubenden

entsprechen.

26) Bei der Einweihung in die Praktiken des esoterischen Buddhismus spielt die geheimgehaltene mfindliche Unterweisung durh ch den Lehrer eine ganz wesentliche Rolle.

27) s.a. Anmerkung 4) Dem Namen der Shingon-Schule entsprechend wird bei ihrem Einweihungsweg ganz besonderes Gewicht auf das Rezitieren von Mantren, z.T. in tausendfacher Wiederholung, in Verbindung mit korperlichen

(16)

and kultischen Ubungen gelegt. 28) sinojap. Daikui, s.a. Anrn. 22)

29) s. Anm. 10) d.h. die sich auf der jeweiligen Stufe disees Weges befinden. In diesem Bodhisattva-Ubungsweg volizieht sich die Buddha-Werdung allmahlich. 30) sinojap. ki, jap. ukagau (=durch einen Spalt erblicken), auch im Sinne von

,, einen Full darauf setzen" gebraucht. 31) T 32, p. 572c

32) T 32, p. 574c

33) s.a. Anm. 1) Gemeint ist der Beweis der Moglichkeit der Bluddha-Werdung in der gegenwdrtigen Existenz durch die kosmologisch-philosophisch-religibse Exegese im folgenden Gedicht. Dabei sind die ersten vier der acht Verse deco Begriff Sokushin, der Rest ist derv Begriff 3Obutsu gewidmet.

34) sinojap. Chi-Sui-Ira-FL -Ku-Shiki d.h. Erde (se. fest)-Wasser (sc. flilssig)-Eeuer (sc. gliihend, hrennend)-Wind (sc. gasformig)-Ather, Ra im, Leere (s.c. in die Dimensionen von Raum and Zeit ausgedehnt, resp. unbegrenzt) and Bewultsein.

35) Man unterscheidet in der Ihono raphie des esoterisehen Buddhismus vier Darstellungsmethoden bei der Anfertigung eines Mandala :

1. Dai-(sinojap.) (=Groh--) Mapdala, d.h. Mandala-Bilder, auf denen alle Buddhas, Bodhisattvas, Gutter u.dgl. an ihrer ikonographisch festgelegten, meist menschlichen Gestalt erkennbar sind.

2. Samaya-(sanskr.) (=Abmachung, Geliibde-) Mandala, d.h. Bilder, auf denen anstelle der Buddhas u.dgl. nor Symbole, meist in einern rund auf einem Lotoskelch ruhende abgewandelte Kultgerkte des terischen Buddhismus, das Wissen, Wirken, Geliibde, bzw. die Aufgabe des entsprechenden dargestellten Wesens zuum Ausdruck bringen. 3. I-IO- (sinojap) (=Gesetz-) Mandala, d.h. Mandala.-Bilder, auf denen

arstelle der Buddhas u.dgl. Keimsilben, (s.a. Anm. 7) stehen, aus denen dann in d,r Rezitation, bzsw. durch die entsprechende meditative Immagi nation die jeweiligen Buddhas gleich einer Planze aus ihrem Samxienkorn

rich ent -vickeln, bzw. sich in ihnen inanifestieren.

4. Katsui na-(=sanskr. Karma-) Mandala, d.h. Mandala.-Bilder, die, plastisch dreidimensional geformt rind, z.B. in Metall gegossene oder geschnitzte, Buddhabilder auf Altaren.

Inz Sinne des esoterischen Buddhismus ist nn die ganze Welt ein derartiges Mandala, das sich fr das sehende Auge in der genannten vierfachen Weise.

offenbart:

Als Dai-Mandala ist es die Welt in ihrer Ersch.einung;, wie sie sich unsefen Sinnen, bzw, unserenn jeweiligen ErkenntnisvermOgen in ihrern konkreten Sosein darstelit.

Als Samaya-Mandala ist es die Welt als ein Kosmos von Absichten, mungen and Sinnzusammenhfngen, eine Welt der Symbole, deren Entratselung

ein. jeder bewult and unbewul scin ganzes Leben widmet.

Als HO-Mandala ist es die Welt als ein Kosmos von Gesetze,n, Abktufen, die gewissermnalien in einer Sprache zu uns sprechen, ableshar und. erlernbar sind. Als Katsuma-Mandala is,.es die Welt, die durch unzdhlige Wirkungen geformt,

,, plastiziert" ist.

36) sinojap. Sanmitsu Keji: Sanmitsu (=wortl. drei Geheimnisse, bzw, en) beinhalten Shin (=KOrper), Ku (-Mend, Sprache), I (=Gedanke, Verstelltungsvermogen), die drei,Werkzeuge," mit denen man in dieser Welt

( 独 訳) 即 身 成 仏 義

(17)

-101-密

etwas bewirken, Schicksal schaffen, d.h. buddhistisch gesehen Karma erzeugen kann Mit diesen drei Werkzeugen vereinigt rich auch der Shingon-Monch mit den in den Mandai_a-Bildern in Erscheinung treten.den Buddhas, Bodhisattvas and anderen jeweils zum Gegenstand der Verehrung auserkorenen Wesen in semen religiisen Ubungen and kultisch magischen Handlungen konkret durch entsprechende K r p e r haltungen (Sitzweisen and vor allem Ilandhaltungen, Mudra (s.a. Kukai-Hannya Shingy Hiken, The Mikkyo Bunka vol. 141,

Feb. 1983 p. 31, Anm. 62)), R e z i t a t i o n von heiligen Texten, insbesondere Mantren (s.a. The Mikkyo Bunka vol. 141, Feb. 1983 pp. 37, 31, Anm. 7) 58))

and m e d i t a t i v e Versenkungsiibungen. Kaji (=wortl.,vermehrt," zusatzlich halten) (sanskr. adhisthana, was -..her einem herrschenden

stehen entspricht). Der Lehre des Shingon-Buddhismus entsprechend wirken die Buddhas ebenfalls snit Hilfe dieser drei Mysterien and es ist Sache des Ubenden, seine drei Werkzeuge" so zu formen, daB sie Gefalle werden, die die genannten Mysterien aufnehmen knnen, ihnen zu entsprechen verin(gen, wie das Gefd derv Deckel bei einen minutis gearbeiteten japanischen

kunstwerk.

Allgemein bekannt ist das Wort Kaji in Japan freilich nur in einer zweiten Bedeutung, die es als wichtiger Bestandteil des japanischen Volksglaubens

erhalten hat. Es deckt dort etwa das Bedeutungsfeld: beten-Besprechen (sc. im Sinne von Zauber) ab.

37) s.a. Anm. 2') Der altin.dische Gott Indra (sinojap. Taishakuten) hatte eine dean altgriechischen, hoinerischen Zeus vergleichbare Stellung als, erer," wurde aber auch als Spraehschopfer" and Erfinder der Grammatik gesehen. Er wohnt im vierten Himmel des buddhistischen Weltbildes (sanskr. Tusita) (sinojap. Tosotsu-ten) and besitzt dort in seinem Palast ein Perle

nnetz, mit dem er die Welt umspannt. In jeder einzelnen Perle-andererorts werden sie auch Juwelen genannt-spiegeln sich all(- andern.

38) sinojap. Sahannya (Sanskr. Sarvajnana=alles Wissen). Wie KUkai aber spdter selbst im Text des Traktates betont, meint er damit aber nicht etwa ein in einem EinzelbewuBtsein gespeichertes Allwissen, sondern die kosmische Symphonic des allem Sein in unzdhliger Vielfalt zugrundeliegenden-,,Wissens."

39) sinojap. -nen (Honen_) (=wortl. Brennen, so, wie es ist, selbst). Im modernen Japanisch ist -nen in der Aussprache -zen die zweite Silbe des heutigen Wortes fur den modernen Begriff Natur (Shizen).

40) Sinojap. Shinju-Shin; Shinje (=wartl. Geist-, Seele-, Herz-Zahl) (sanskr. Caitta, bzw. Caitasika, wornit das Betdtigungsfeld, bzw. such Manifestieren des Bewul3tseins in Empfindungen, Wahrnehmungen, Vorstellungen u.dgl. net ist)-Shino (=wrtl. Geist-, Seele-, Herz-Konig) sanskr. Citta) BewuBtsein, als die Grundlage dessen, was sich in dem Genannten manifestiert.

41) s. e. Anm. 11) Das Wissen des Mahavairocana im Zentrum der Darstellungen tend das der vier ihn umgebenden Bud dhas:

1. Mahavairocana: Hokkaitaishochi, das dem Weltenleib aller keiten urspriinglich innewohnende Wissen, absolutes

Urwissen

2. Aksobhya: Daienkyochi, das,,.G rode Rundspiegelwissen"; es wird (=der unerschiit- im letzten Abschnitt des Textes ausfiihrlich poetisch terlich Feste) beschrieben. Es beruht auf einer WillensUbung, die als

(18)

angesehen werden kann.

3. Ratnasambhava: Byodoshochi, das Wissen,,dessen Wesen Gleichheit ist"). (=Juwelenleben, Wahrend das GroBe Rundspiegelwissen" im esoterischen juwelengeboren) Buddhisrus auch als Meisterung des (sanskr. vijnana) UnterbewuBtseins gilt, ist das hier genannte Wissen als Uberwindung des, Ich-Wahnes" anzusehen. 4. Amitabha: Myokanzatchi, das Wissen der, wunderbaren (=unermeBliches tung," die Fahigkeit alles in seiner (sc. ort- and Licht) denen) Sonderheit richtig zu erkennen; aus der

Erleuch-tung des denkenden BewuBtseins geboren.

5. Amoghasiddhi: Joshosa.chi, das Wissen um die.Verwirklichung der Tat an (=li ckenlose Ort and Stelle", die Fahigkeit, sich jeweils die zum Heile Vollendung) des Andern dienende Gestalt geben zu konnen; aus der

Transzendierung der sog. fiinf Sinne geboren. 42) T 18, p. 9b

43) sinojap. Honpusho (=wortl. ursprunglich-nicht-geboren, d.h. die Leben and Tod nicht unterworfene Grundlage alles Seins.

44) sinojap. In-En, die beiden Komponenten der buddhistischen Schicksalslehre. In (sanskr. hetu) ist die jeweilige Ursache and En (sanskr. Pratyaya) sind die in die tatsachliche Schicksalsgestaltung dann zusatzlich hineinverwobenen Lebensbedingungen and Einfli sse von anderer Seite, die dem Individuum eine beschrankte Entscheidungsfreiheit lassen.

45) s.a. Anm. 41) 3. u. Anm. 34) d.h. die den sechs Elementen zugeordneten Sanskritsilben.

46) A ist im Sanskritalphabet sowohl der erste Laut, wie auch ein prafx.

47) Va ist in (sanskr.) vac, vada enthalten and beinhaltet sprachlichen Ausdruck, sprechen u. dgl.

48) Ra ist die erste Silbe des Sanskritwortes Rajas, was Staub bedeutet, den das Feuer hinwegbrennt, insbesondere den Schmutz der 108 siindigen

tungen durch die Welt der Begierden (sinojap. Bonno, sanskr. klesa). 49) Das Zeichen ha ist der Anlaut von (sanskr.) Hetu = Ursache. 50) Kha hat im Sanskrit die Bedeutung von Loch, Leere.

51) Hum, im Text an dieser Stelle nicht aufgefuhrt, der besseren Lesbarkeit wegen in Klammern beigefiigt.

52) sinojap. Sanmyakusambodai

53) Die Versenkung der funf Buddhas (vgl. Anm. 41) in ihr jeweiliges Wissen wird den Elementen in der folgenden Weise zugeteilt: 1. Mahavairocana-Wasser

2. Aksobhya-Feuer 3. Ratnasambhava-Erde 4. Amitabha-Ather 5. hasiddhi-Wind.

54) T 18, p. 331 a 55) Stelle unklar

56) Sinojap. Tenshin, spater Seshin. Im nordindischen Gandhara geborener groBer buddhistischer Gelehrter des 5. Jahrh. Mit seinem Bruder Asariga zusammen Begri nder der Yogacara- (sinojap. Hosso-) Schule. (s.a. Kukai-Hannya Shingyo Hiken, The Mikkyo Bunka vol. 141, Feb. 1983 p. 33 Anm. 43) 57) s.a. Anm. 8) Im Mahayana-Buddhismus allgemein ist aber Geist and Materie

grundsatzlich eine untrennbare, gegenseitig sich bedingende Einheit, was besonders klar am Begriff der Welt der Farbe, bzw. Form zu erkennen ist.

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-99-密

58) T 18, p. 38b-c

59) vgl. auch Anm. 53) Die Zuteilung von Keimsilben and Elementen variiert and ist nicht schematisch. Hier ist in der Abfolge der Keimsilben and Elemente die Erscheinung des Mahavairocana im Taizokai-Mandala dargestellt.

60) T 55, p. 704b 61) T 16, p. 19c

62) 1. Jishohosshin,der Dharmakaya, der durch sein absolutes Sosein existiert. 2. Juyohosshin, der Dharmakaya, der die Gliickseligkeit seiner Erleuchtung sich

and andern lebt.

3. Hengehosshin, der Dharmakaya, der in mannigfacher Gestalt erscheint, um die Lebewesen zu erlosen.

4. Toruhosshin, der Dharmakaya, der sich in seiner Erscheinungsform dem Verstandnis des jeweiligen Lebewesens anpaBt, seine, Gestalt" annimmt.

63) s. Kukai, Hannya Shingyo Hiken, The Mikkyo Bunka vol. 141, p. 34, Anm. 24) 25)

64) In menschlichen Leibern verkorperte Buddhas, wie z.B. der historische Buddha. 65) wortl.:...Entstehen, Verweilen usw....Angespielt ist hier aber auf die (sinojap.) Shiso (sanskr. catvari laksanani), die vier Erscheinungsformen alles Seins, die

in der Ubersetzung voll gegeben sind. 66) Sravakas and Pratyeka Buddhas. 67) T 18, p. 31a

68) Anrufung des Bodhisattva (sanskr.) Vajrasattva, sinojap. Kongosatta, in Anm. 11) als erster Bodhisattva des Buddha Ashuku in der Abkrzung, Satta" gefuhrt. Kongosatta gilt in alien Landern, wo sich Anhanger von Schulen des esoterischen Buddhismus befinden, als Stellvertreter des Dainichi Nyorai (Mahavairocana) angesehen, der die aus dean Urgrund alles Seins gehorten Lehren den Menschen zu predigen weiB.

69) Rundaltar=Mandala. Auch heute noch ist das Mandala in seiner lichen Form im hinduistischen Indien erhalten, ein aus Kuhmist and Kalk geformter Rundaltar zur zeitweiligen Aufnahme von Gottheiten, der nach Beendigung der Zeremonie wieder zerstort wird.

70) Im iibertragenen Sinne gemeint.

71) ...Schaffe ein Dai-Mandala, s.a. Anm. 35)

72) Ring, Kugel, Kreis, etc. sind im Originaltext alle mit -Rin (sinojap.) wortl. Radreif, Rad, Ring, bzw. im esoterischen Buddhismus Mandala, auch

im partiellen Sinne, wiedergegeben. 73) Karma-Leib=Katsuma-Mandala 74) T 18, p. 19c

75) Vajrapani, sinojap. Kongoshu=Kongosatta.

76) jap. Gokke no Gyobu (=wrtl. fortschreitender Tanz des, Karma-Leer") 77) s.a. Anm. 8) Kama-dhatu and Rupa-dhatu gehoren der ersten an, mit

A,rupya-dhatu ist die Welt des Unsichtbaren gemeint.

78) wortl. Gesetzeswelt-Leib-Natur, d.h. die Grundsubstanz der Wahrheitswelt. 79) jap. Honi no Dori

80) jap. Zosa.

81) sinojap. Mitsugo (=wortl. Geheimnamen)

82) s.a. Anm. 34) sinojap. Yuga, sanskr. Yoga. Das deutsche Wort,anjochen." bzw. das Joch ist mit diesem Sanskritwort stammverwandt. Fur den Monch

(20)

des esoterischen Buddhismus sind alle Kult- and meditativen Handlungen Yoga verschiedener Stufen and Bereiche.

83) T 18. P. 44a

84) Sinojap. Ji(Ho)-In-Gyozo; dabei ist auf die verschiedenen lichkeiten durch Mandala angespielt.

85) T 19, p. 609b

86) sinojap. Sogo Gusoku; So (sanskr. laksana) Go (sanskr. vyanjana) die 32+80 Erkennungsmerkmale (sc. die Zahl andert sich, wenn es sich um einen anderen Gegenstand der Verehrung handelt) am Rupakaya (sinojap. Shikishin) (s.a. Anm. 8) eines Buddha.

87) gemeint damit ist (sinojap.) GosO-Joshinkan (=wortl. Betrachtung des werdens in fUnf Erscheinungen) (s.a. Anm. 11).

88) sinojap. Kongobaku, Falten der Hande, wobei die Finger verschrankt and gekrummt werden. Die Finger der rechten Hand kommen dabei caber denen der linken zu liegen.

89) T 19, p. 322c

Die drei geheimen Zeichen lauten sinojap. On-bok(u)-ken, sanskr. orn bhOh kharp

90) sinojap. Bodaishin...(=wortl. Erleuchtetes-Herz).

91) s.a. Anm. 41), 53) Wasser : alles belebend, erquickend, alles durchdringend; Feuer: Zornes-, Willensfeuer, Reinigung (der reinigende Blitz); Erde:-ein

unermeBlich reich gesegnetes Schatzhaus, erfiillt vom unermeBlich reichen Leben and gesegnet mit allem, was fur diesel Leben notwendig ist; Ather: unbegrenzt lurch die Dimensionen Raum and Zeit, f r e i, wie das denkende BewuBtsein, das befahigt ist, die Welt in ihren Gesetzen zu erkennen

davon zu Unden and somit das Rad des Gesetzes in Drehung" zu versetzen. has Rad des Gesetzes" (sinojap. HOrin) (sanskr. Dharma-cakra) zu drehen

entspringt als Fahigkeit dem Wissen des Buddha Amitabha, als das richtige Wort, das aus der Liebe des echten Versteens and Erkennens. has Rad des Gesetzes" ist somit auch zum Symbol des Buddhismus aller

Richtungen geworden. Auf der anderen Seite darf aber auch nicht iibersehen werden, daB im Symbol des Rades eine altindische Waffe immanent weiterlebt,

die falsche Ansichten niederzurollen" vermag.

92) s.a. Anm. 41), 53) and insbesondere 62), 4.-Wind: unsichtbar, aber in seiner Wirkung uberall klar and deutlich zu spiiren, als Luft and Atem durchdringt

er uns ganz and vereinigt uns zugleich luckenlos" mit der gesamten Umwelt. 93) sinojap. Hokkaitaishochi (s.a. Anrn. 41) 1.) Dieses absolute Urwissen ward in der Lehre des esoterischen Buddhismus als eine Umwandlu ),g des sog. neunten Grund-(bzw. Ur-)-bewuBtseins angesehen (sinojap. daiku Amarashiki) (sanskr. Amala-vijnana). Der esoterische Buddhismus zahlt neun Stufen des seins: die ersten funf entsprechen dem Wahrnehmungsvermogen unserer funf Sinne, die sechste unserem denkenden Bewuf3tsein, die siebte dem sein, die achte dem Unterbewuf3tsein (s.a. Anm. 41) 3.

94) T 19, p. 602a

95) sinojap. Shinnyo (sanskr. Tathatfi) 96) T 20, p. 535b

97) s.a. Anon. 62) 2. 98) sinojap. Ajari (=Lehrer) 99) jap. Mandara-Kai-E ( 独 訳) 即 身 成 仏 義

(21)

-97-密

100) sinojap. Kanjo, altindische Weihezeremonie: Besprengen des Hauptes eines Kunigs bei der Krunungszeremonie mit dem Wasser der,Vier Meere" als Symbol der Weltherrschaft. Im esoterischen Buddhismus wurde dieses Ritual in eine Taufzeremonie umgewandelt, die auf verschiedenen Stufen der weihung wiederholt wird. Daher Besprengung mit dem Wasser des funffachen Wissens (s.a. Anrn. 41).

101) sinojap. Kongo-Myogo, esoterischer, jibersinnlicher" Name, der eine spezielle, individuelle Verbindung mit einem Buddha oder Bodhisattva fenbaren soil.

102) Die Lehre, die das wichtigste Sutra des Shingon-Buddhismus, das Rishukyo darlegt, das in allen Kulthandlungen dieser Richtung des Buddhismus rezitiert wird. Darin wird der Weg gewiesen, wie man durch die Erlosung der vier Urtriebe: 1. Verlangen (nach etwas, was man in seinen Besitz bringen mochte, mit dem man verschmelzen mochte), 2. die Beruhrung verwirklichen, schmelzen, etwas sein Eigen machen, 3. Lieben, als Trieb des hartnackigen Sich-nicht-entauBern-wollens, der Unterjochung des Anderen and 4. als letztes Ergebnis der geizigen Verhartung im selbstherrlichen DUnkel des,

im Herzen des Bodhisattva Vajrasattva erwachen and festen Halt finden kann. 103) sinojap. Nehan (=,,Verwehen")

104) sinojap. Goshu: Jigoku, Gaki, Chikusho, Nin, Ten, d.h. Hollenwesen, geister, Tiere, Menschen, Gutter.

105) sinojap. Giki-Hosoku, kultische Anweisungen, die den Sinn haben, den kosmos mit dem Makrokosmos in Verbindung zu setzen.

106) T 20, p. 539a

107) sinojap. Gojinzu: Tengentsu, Tennitsu, Tashintsu, Jinkyotsu, Shukumyotsu; d.h. ubersinnliches Sehen, ubersinnliches HOren, Seelenschau, Geistesschau, Schicksalsschau.

108) T 18, p. 24b

Auch jap. Sando-Muge no Shingon oder Nyubutsu-Samaya no Shingon (= Mantra der ungestorten dreifachen Gleichheit, bzw. Mantra des

geliibdes in Buddha genannt).

,, Ungleicher, dreifach Gleicher, Ehrwurdiger, Gleicher, es sei Dir Vollendung beschieden"

109) Urspriinglich im Urbuddhismus zur Zeit seiner Konsolidierung als Lehrer (Buddha), Lehre and die sie befolgende Monchsgemeinde verstanden. Daher auch das Grundgeliibde, das in der ganzen Welt des Buddhismus bewahrt geblieben ist: Ich nehme meine Zuflucht zu Buddha, zur Lehre and zur chsgemeinde". (sinojap. Namu kie Butsu, namu kie Ho, namu kie So) riinglich wurtlich verstanden, spater im Mahayana-Buddhismus im erweiterten Sinne verstanden, als: Buddhaschaft, Weltengesetz and alle Menschen, bzw. Wesen, die sich um Erlangung des Ersten im Einklang mit dem Zweiten

bemiihen. 110) T 18, p. 22b

111) T 18, p. 19b

112) sinojap. Gyoyoku (=wurtl. Freude-Trieb) das erste Zeichen hat auch die Bedeutung von fruhlich and Musik, Vergniigen.

113) T 18, p. 254a

114) Typisch fair die auf einer hoch entwickelten Matheniatik basierende bildlichung des Unendlichen im alten Indien.

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