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空間の現象学にむけて : フッサールによるカント 超越論哲学の改造

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Academic year: 2021

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空間の現象学にむけて : フッサールによるカント 超越論哲学の改造

著者 浜渦 辰二

雑誌名 人文論集

44

2

ページ 71‑108

発行年 1994‑01‑31

出版者 静岡大学人文学部

URL http://doi.org/10.14945/00006867

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Zur Phdnomenologie des Raumes

- Husserls Erneuerung von Kants Transzendentalphilosophie -

Shinji HAMAUZU

Husserl tibernahm von Kant den Begriff "transzendental", erneuerte ihn jedoch von Grund auf. Diese Erneuerung l?iBt sich m. E. anhand des Vergleichs von Kants Raumtheorie und Husserls Phflnomenologie des Raumes deutlich aufkldren.

Auf eine solche Aufkl6rung zielt dieser Aufsatz ab, welcher dadurch weiter zur allgemeinen Phdnomenologie des Raumes beizutragen beabsichtigt.

Im ersten Abschnitt handelt es sich um Husserls Kritik an Kant im all- gemeinen. Einerseits lernte Husserl sehr viel Wichtiges von Kant, darunter den

Begriff "transzendental", der entscheidend ftir seinen Gedanken von der phdnomenologischen Reduktion war, und sch?itzte sozusagen den "Kantschen

Weg" oder "Weg iiber Kant" immer h0her als den "Cartesianischen 'Weg", welchen er in den ldeen / und in den Cartesianischen Meditationen einschlug.

Andererseits war Husserl sicher Kant gegeniiber in verschiedenen Gesichts- punkten kritish, welche Iso Kern in Husserl und Kant in 12 Punkten unterteilte.

Lernen, aber nicht nachahmen; kritisieren, aber nicht abweisen; abbauen, aber seinen eigentlichen Geist rekonstruieren, das war Husserls grundlegende Einstel' lung gegentiber Kant.

Der zweite Abschnitt versucht den Rahmen darzustellen, innerhalb dessen Kant in Kritik der reinen Vemunft seine Raumtheorie entwickelte. Er bezeichntet (die Zeit und) den Raum sowohl als "reine Anschauung", als auch als "Form der Anschauung". Wenn man den Grund dafilr sucht, wamm er beide Bezeichnungen brauchte, kann man m. E. feststellen, daB jede Bezeichnung einen anderen Hinter- grund hat. Die Bezeichnung "reine Anschauung" stammt ndmlich aus der Frage nach der Moslichkeit der Mathematik, wdhrend die andere Bezeichnung "Form der Anschauung" aus der Frage nach der Mtiglichkeit der Erfahrung stammt.

Diese beiden Fragen sah Kant jedoch tlberhaupt nicht als verschiedene an, sondern er stellte beide Fragen zusammenfallend auf eine Ebene. Gerade darauf bezietft sich Husserls Kritik, daB Kant die "Erfahrung" von vornherein nicht als vorwis- senschaftliche Wahrnehmung, sondern als wissenschaftliche Erkenntnis verstan-

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den habe.

Im dritten Abschnitt geht es darum, Husserls Kritik gegen Kants Raumtheorie von seinen Frtihschriften tiber Geometrie bis zu seinen Spdtschriften tiber Lebens- welts-Problematik zu verfolgen. In seinen FrUhschriften erkannte Husserl einer- seits die Mdglichkeit der nicht-euklidischen Geometrie und der Mathematik als unabhangiges deduktives Systems an, andererseits stellte er aber die Notwendig- keit der "psychologischen" Untersuchungen fest, die auf die Kritik der mathe- matischen Vernunft, d.i. auf die Kldrung des "Ursprungs" der Geometrie zielen. In diesem "psychologischen" Zusammenhang unterschied Husserl zwischen den Raum des Alltagslebens, d.i. den Raum der Anschauung, und den Raum der Geometrie,vndzwar in "genetischer" Beziehung. Da deutete er schon fruh an, daB man auf den Raum der Anschauung in der niedrigen Erfahrungsstufe zuriickgehen muB, um das Problem des Raumes grtindlich aufzul0sen. Seine Kritik an Kant lautet deshalb, daB dieser eine solche Rtickfrage versiiumte. Von dort bleibt es nur noch ein Schritt bis zu seiner spiiten Kritik in Kri.sis, niimlich, daB Kant "die selbstverstlindlich geltende Lebenswelt als unausgesprochene Voraussetzwg"

hatte. Husserls Erneuerung der Transzendentalphilosophie besteht also darin, die

"transzendentale" Problematik mit der Analyse der Lebenswelt anzufangen.

Meine ursprilngliche Absicht in diesem Aufsatz war ztt klAren, was ftir

Ergebnisse diese Erneuerung in der Phtinomenologie des Raumes mit sich brachte.

Nun befinde ich mich aber erst am Anfang zur Klarung dieses Problems. Im Vergleich mit Kants Raumtheorie es auf.zuklllren, wie diese Erneuerung Husserls Theorie der Raumkonstitution mit dem "Urleib" und der "Perspektive" sowie seine Betrachtung des Raumes in der Beziehung auf den "Anderen" ermoglichte, das muB ich leider in einem neuen Aufsatz behandeln.

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