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哲学的製作学建設のために

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Academic year: 2021

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(1)Title. 哲学的製作学建設のために. Author(s). 野辺地, 東洋. Citation. 北海道學藝大學紀要. 第一部, 10(2): 1-5. Issue Date. 1960-02. URL. http://s-ir.sap.hokkyodai.ac.jp/dspace/handle/123456789/3708. Rights. Hokkaido University of Education.

(2) Vol. 10, No. 2 Journal of Hokkaido Gakugei University Feb., 1960. Zum Aufbau der Philosophie der ,,Poiesis( Töyö NOBECHI Seminar der Philosophie, Hokkaido Gakugei Universitiit, Iwamizawa. Wt]K^ : W^W^m^k^ 1 Das Wort Poiesis hier ist nicht in dem gewöhnlichen Sinne gebraucht, in dem es Poetik in der Literatur bedeutet, sondern in dem ursprünglichen, in dem es für „Machen" oder „Schaffen" in der hellenischen Zeit gebraucht wurde. Wir wissen, dass in der hellenischen Literatur das Wort selbst im ästhetischen Sinne gebraucht wurde. Das kann sogleich gezeigt werden, wenn wir einige Zeilen aus Platons „Symposium" zitieren : „Du weisst doch, dass es vielerlei Schöpfungen gibt ; denn was nur für irgendetwas Ursache wird, aus dem Nichtsein in das Sein überzutreten. ist insgesamt Schöpfung. Deshalb liegen auch bei allen Künsten Schöpfungen zugrunde, und die Meister darin sind sämtlich Schöpfer. Dessen un geachtet aber weisst du, dass sie nicht Schöpfer genannt werden, sondern andere Namen haben. Und aus der gesamten Schöpfung wird nur ein Teil abgesondert, der es mit der Tonkunst und Metrik zu tun hat, und mit dem Namen des Ganzen benannt. Denn dies allein wird Schöpfung (jcorfja i<;~~) genannt, und die diesen Teil der Schöpfung haben, heissen Schöpfer (nOc^TOic)".1) Klar ist es, dass das Wort noii]ac<; auf dem ästhetischen Boden steht und vorzüglich nur auf den musikalischen oder literarischen Bereich, d. i. die Dichtung, beschränkt wird. Aber wir mögen hier sagen : es ist nicht nötig, dass das Wort TTO^Ü(C selbst auf den ästhetisehen Bereich limitiert wird, sondern wir können es im ursprünglichen Sinne brauchen, wie es schon in demselben Zitate geschah, das ist, im Sinne des „Mlachens" oder des »Schaffens" überhaupt. Wir wollen wiederholen : „Was nur für irgendetwas Ursache wird, aus dem Nichtsein in das Sein überzutreten, ist insgesamt Schöpfung". Wenn es auch nicht möglich wäre, zu sagen, dass die Poiesis die gründlichste Wirkung des menschlichen Daseins sei, mögen wir wenigstens sagen, dass es eine seiner gmndlichsten Wirkungen sein müsse. Aristoteles zeigt uns drei Regionen der menschlichen, denkenden Reflexion durch drei Wörter: npa.HTiK.r], nosr/TCKfj und ßswpr/rcicvj. Er sagt in seinem Werke ,,Metaphysika": „Wenn daher alle denkende Reflexion entweder das handelnde ^TIPO.KTCKYJ') '. Leben oder die hervorbringende (TTO^T^) Tätigkeit betrifft oder sich in reiner Theorie l) Symp. 205b. übersetzt von Schleiermacher, Reclams Ausgabe.. l —.

(3) Töyö NOBECHI. ^ösojp^TCKT]') bewegt, so gehört die Wissenschaft von der Natur zu den rein theoretischen Wissenschaften".1) Hier ist das Wort itoi-fjo^ natürlich im ursprünglichen Sinne, d. i. „Machen", gebraucht und Aristoteles lehrt uns, dass die nocT/a:': eine Wirkung des menschlichen Daseins neben zwei anderen, Öswp-'a und npa^:<;, ist. Diese drei Charaktere mögen sozusagen bald als Typen der Menschennatur gelten. Dann werden drei Typen des Menschen so bezeichnet: der theoretische Mensch, der praktische Mensch und der poetische Mensch. Bald hinwiederum mögen diese drei als Typen der Menschenauffassung gelten. Die Griechen fassten die Menschen als theoretisch auf, wie Aristoteles sagte : „Allgemein in der menschlichen Natur liegt der Trieb nach Erkenntnis".2-1 Die neuzeitliche Menschen auffassung auch stellte die Menschen als theoretisch dar. Aristotelische Bestimmung des Menschen war C,(üov ^6fov s-^ov und seit der Renaissance war der Grundcharakter des Menschen auch als „vernünftig" bezeichnet worden. Homo sapiens war die Wesensbestimmung des Menschen. Gegen den theoretischen oder kontemplativen Charakter ist der zweite als praktisch gekennzeichnet. Wir können diesen unter den hellenistischen und römischen Menschen finden. Sie regelten ihre Handlungen nach der moralischen Geisteshaltung. Das neuzeitliche Vorbild dieser Menschenauffassung finden wir in Kants Philosophie, die den Primat der praktischen Vernunft festgestellt hat. Dieser Primat ist zwar der der Vernunft, nicht der Praxis selbst, aber hinter der praktischen Vernunft steht die Tathandlung der selbs.tbewussten Menschen und die Forderung der bürgerlichen Freiheit. Die Menschenauffassung dieses Zeitalters sieht den Menschen wesentlich praktisch. Die Menschen der Neuzeit versuchten, die Autonomie ihrer Persönlichkeit und den Grundsatz ihrer Freiheit festzustellen. Somit war die Zeit der bürgerlichen Tathandlungen erreicht. Im Altertum und in der Neuzeit, in beiden Zeitaltern, können sowohl die theoretische als auch die praktische Menschenauffassung entdeckt werden. Aber wie stehen die Dinge. hinsichtlich der poetischen? In der griechischen Zeit erreichte die theoretische Menschenauffassung, die platonische und aristotelische, ihren Gipfel. Dann kam die praktische. Aber nicht die poetische. Anderseits, in der Neuzeit, wie nachher zu erwähnen sein wird, folgte die poetische Mensehen auffassung der theoretischen und praktischen. Woher kommt diese Verschiedenheit. In jenem Fall liess sich das Wesen des Poetischen dem Gott zuschreiben, der nach dem christlichen Dogma Himmel und Erde aus nichts geschaffen haben soll. Im Mittelalter war. die Wirkung der Poiesis hauptsächlich als die des allmächtigen Gottes gemeint. Alle Dinge in der Welt wurden für Kreaturen, d. i. die vom Gott Erschaffenen, halten. Nur der Gott, der nach ihrem Glauben wirklich existierte, war der poetische, der „machende". So konnte sich die freie Tätigkeit der Menschen in jener Zeit nicht bis zu einer grossen Industrie entwickeln. Im anderen Fall, in der Neuzeit, folgte die poetische Menschenauffassung der theoretischen und praktischen, die sich von der Renaissance bis zur Mitte des 19ten Jahrhunderts der Geisteswelt bemächtigt hatten. Von der Manufaktur haben sich die menschl) Metaph., }7[, l, 1025b, iibersetzt von A. Lasson. 2) ibid., I, l, 980a.. 2—.

(4) Zum Aufbau der Philosophie der ,,Poiesis". lichen Tätigkeiten der Poiesis durch die Gewerbereform zu der modernen Industrie entwikkeit. Wenn wir die beiden Zeiten, IVHttelalter und Neuzeit, vergleichen, können wir leicht verstehen, wie verschieden sie von einander sind. In dieser Zeit ist die Wirkung der Poiesis ganz menschlich. Der Ntensch ist, was er macht. Benjamin Frank lin definiert den Menschen als „tool-making-animal". Nicht der Gott, sondern der Mensch ist der Schöpfer. Eigentümlich gehört der Charakter der Schöpfung dem Menschen zu. Wie könnte man sonst den Gott als Schöpfer vorstellen? Der Charakter des Gottes als Schöpfer muss ein Abbild des dem Menschen eigentümlichen Charakters sein.1) Im Mlittelalter, wo der Gott als das absolute Wesen geglaubt wurde, war der Charakter der Schöpfung von dieser Welt zu jener hinauf geschoben. Nur der Absolute sei der Schöpfer, die Menschen mit allem anderen seien die Geschöpfe, Kreaturen. In der Neuzeit ist der Schöpfungscharakter wieder von den Mlenschen zurückgenommen worden.. Die Schöpfung des Gottes war „creatio ex nihilo" als die Bezeichnung der Absolutheit des Gottes. „Ex nihilo" bedeutet „ohne Materie", und die erste Schöpfung muss natürlich „ohne Materie" gewesen sein, indem keine Materie da im voraus vorbereitet sein konnte. Solche Schöpfung ist transzendent über die Tätigkeit der Menschen hinaus und eben darum göttlich. In der Schöpfungsidee der Neuzeit ist die Materie aus dem Schöpfungsproblem als Natur weggestossen. So spricht man nicht von ,,ex nihilo", insofern es „ohne Materie" bedeutet, und braucht man nicht mehr das Wort „Schöpfung", sondern im allgemeinen „M.achen", wobei die Bedeutung von „mit Materie" eingeschlossen ist. Der Mensch ist nicht so anmassend, als ob er alle Dinge aus Nichts erschaffen könne. Er kann sie nur aus Materie und mit M'aterie machen. Die Materie ist für den Menschen das Andere, das ihm schon gegeben ist. Er erhebt sich nicht zu der Höhe, wo er die Natur nach seinem Willen erschaffen könnte. Er kann etwas nur aus Materie und mit Materie machen, d. i. die Natur bearbeiten. Nach dem ersten Auftreten der Natur fragt man nicht. Man entfernt diese kosmologische Frage aus dem Gesichtskreis. Die Frage nach der Entstehung der Natur ist eine Frage des vorkritischen Dogmatismus und der Vernunft des modernen Menschen nicht angemessen.. Zwar ist nichts in der Neuzeit über die Schöpfung gesagt, aber das „Machen" selbst muss so gedacht sein, dass es die Bedeutung der Schöpfung, d. i. creatio ex nihilo, einschliesse. Wir mögen uns hier noch einmal der Worte Platons erinnern : „aus dem Nichtsein in das Sein (s/c r oo p.r) oyroC sh 70 o'y)". Wenn das Machen auch die Bearbeitung der Materie bedeuten soll, so ist, was gemacht wird, ganz neu und bisher noch nicht gewesen. Diese Neuheit muss ex nihilo sein, In diesem Sinne ist das Machen jedenfalls Schöpf ang und ist homo faber der Schöpfer. Wenn der Mensch auch die Materie nicht erschafft, erschafft er jedenfalls etwas Neues. Homo faber, als der Schöpfer, ist der moderne Begriff. Der poetische Mensch, homo faber, ist erst neuerdings als Menschentypus festgestellt worl) Hier habe ich keine Absicht, mich dem Christentum entgegenzustellen. Nur möchte ich seine Schöpfungsmythologie mit einer Anmerkung versehen..

(5) Toyo NOBECHI. den. Man weiss, dass Max Scheler in seiner Abhandlung „Mensch und Geschichte" (1929) den poetischen Menschen als einen der fünf Menschentypen bezeichnete. Anderseits sind die Erwägungen über die Technik durch den titanischen Fortschritt der industriellen Entwicklang seit dem 19ten Jahrhundert verursacht, und gleichzeitig sind mehrere wissenschaftliche Werke erschienen. Ernst Kapp, Ludwig Noire, Max Eyth, Ulrich Wendt, Friedrieh Dessauer u. a. sind die Verfasser. Diese Werke haben thematisch nur die Technik behandelt, aber nicht die Poiesis selbst. Die Erwägung über die moderne Entwickelung der Industrie hat sich zu der Höhe der Technik-Wissenschaft erhoben, aber nicht sich in die Tiefe der Poiesis-Wissenschaft vertieft. Jene Verfasser haben es nicht verstanden, dass die Technik ihren Sinn erst auf dem Boden der Poiesis fixieren und verdeutlichen kann. Hat doch Platon auch nicht so gesagt: „Deshalb liegen auch bei allen Künsten Schöpfungen zugrunde. (<Sars tcoii eu uno Tcdacii^ TOiK Ts-^va.:^ epifa.aca: nosrfas:^ slai.y. Bei uns in Japan hat ein genialer Philosoph Kitarö Nishida (1870—1945), indem er sein originales System entwickelte, das Problem der Poiesis behandelt. Sein Werk „Poiesis und. Praxis" (1940) ist in dieser Hinsicht repräsentativ. Er übt eine ganz originelle Logik, die sogenannte „Logik des Ortes", die, von Hegelscher Dialektik mächtig beeinflusst, die Identität der kontradiktorischen Gegensätze erklärt. Nach dieser Logik sind Poiesis und Praxis identisch, nämlich so : Poiesis ist Praxis, Praxis ist Poiesis.1) In seinem Fall schwebt ihm als Poiesis eine Art von künstlerischer Wirkung des menschlichen Daseins vor, und so ist die. Ästhetik im letzten Grunde identisch mit der praktischen Philosophie, d. i. Ethik. Es ist bekannt, dass mehrere von seinen Schülern an der Universität zu Kyöto ihrem Meister folgten. Anderseits hat Dr. Takezö Kaneko, Professor an der Univ. zu Tökyö, dies Pro blem nach seiner Weise vertieft. Einige Abhandlungen in seinem Werke, „Der Weg zu der praktischen Philosophie" u. a. weisen in dieser Richtung. Neben den eigentlichen Untersuchungen der Poiesis von Nishida u. a., aber Abstand in einem gewissen Grade von ihnen haltend, hat sich auch bei uns eine Entwickelung des Problems der Technik seit ungefähr 1935 ergeben und sich in der Gestalt des sogenannten „Technik-Streites" unter verhältnismässig materialistischen Gruppen fortgesetzt. Sie hat keine Beziehung zu den oben genannten Philosophen, ausser der Technik-Lehre von Kiyoshi Miki (1897-1945), der einer von Nishidas Schülern war und unter seinem Einfluss stand. Unsere Forschung muss zur Linie der Poiesisforschung gehören, denn die Technikforschung muss eigentümlich erst auf dem Boden jener Forschung ermöglicht werden.. Es ist sehr bedeutsam, dass Aristoteles, wie oben gesagt, den Gegenstandsbereich des Denkens als theoretisch, praktisch und poetisch analysiert.2) Diese Analyse hat in Kants System ihren Nachfolger gefunden, der sie in Bezug auf das Wesen der Vernunft ausführl) Siehe besonders Nishida Kitarö Zenshu CNishidas Siimmtliche Werke), X, S. 152. 2) Aristoteles behandelt das Problem der Poiesis in seiner „Ethika Nikomachea" Cbesonders ^) und „Poetika" ; in jenem Fall das des „IVIachens" überhaupt und in diesem Fall das des „Machens" von Werken der Schönen Kunst..

(6) Zum Aufbau der Philosophie der ,,Poiesis". te: die theoretische Vernunft, die praktische Vernunft und die Urteilskraft. Die letzte ist, in gewissem Sinne, das Vermögen der Poiesis, und Kant behandelte in seiner „Kritik der Urteilskraft" die Kunst, die sowohl das Machen der nützlichen Dinge als auch das der schön-künstlerischen Werke einschliesst. Er braucht das Wort ,,die schöne Kunst" im. Unterschied von der „Kunst" überhaupt, und die Kunst in weiterem Sinne, die die „schöne Kunst" als Kunst in engerem Sinne einschliesst, wird von ihm in dem genannten Werke erörtert.. Dessauer bezeichnet sein neues Feld der Technik als das „vierte Reich",1-1 dem kantischen System folgend. Diese Aussage ist zwar ein Erfolg des bisherigen Technikproblems, aber sie erreicht die Tiefe der Poiesis nicht. Nun besitzen wir die Tradition der Poiesis-Lehre bei uns in Nishidas Philosophie, aber sie wird hier nicht als selbständiges Reich angesehen, sondern sie ist eine Seite der »Praktischen Philosophie", wie er es nannte. Das jetzige Problem ist nicht, zum wievielten Reich die Poiesis-Lehre gehören müsse. Aber sie muss in einem der Grundcharaktere des Menschen begründet und neben der Theoria-Lehre und der Praxis-Lehre als selbständig festgestellt werden. Sodann kann die Poiesis-Lehre als PoiesisWissenschaft oder „Poietik" neben Logik, Erkenntnistheorie und Ethik dargestellt werden. *. Was vom gegenwärtigen Verfasser in den letzten Heften dieser Halbjahrsschrift fortlaufend veröffentlicht wurdet) ist von dieser Absicht geleitet worden, Wohl folgt sein philosophisches Verhalten unserer Tradition der Poiesis-Lehre, aber seine Mlethode ist etwas an-. deres als diejenige von Nishidas Philosophie, die von der dialektischen Methode tief gefärbt ist. Der Verfasser, Dr. Satomi Takahashis Philosophie hochschätzend, folgt der sozusagen „systematischen Methode", die alle Arten der Entwicklungen, mitsamt den dialektischen, in sich einschliesst. Es ist nicht der Ort, auf Einzelheiten einzugehen, aber der Verfasser ist sich bewusst, dass er allen den oben genannten Gelehrten zur Dankbarkeit verpflichtet; ist,. l) Siehe seine „Philosophie der Technik", 1927.. 2) Siehe „Holdcaido Gakugei Daigaku Kiyo Cüniversitätsbericht)", VI, l—VII, l, VIII, l—X, l, 1955 —1959.. 5—.

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参照

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