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Die Handelsbeziehungen zwischen Japan und Thailand in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts
Lars Bertram
ɖ!Am 8. August 1967 wurde in Bangkok die ASEAN von den Außenministern der Staaten Indonesien, Malaysia, Philippinen, Singapur und Thailand gegründet mit dem Ziel, durch regionale wirtschaftliche Zusammenarbeit und Unterstützung das Wachstum und die Sicherheit in dieser Region zu gewährleisten. Einerseits erkannte man die drohende Gefahr einer wirtschaftlichen Abhängigkeit, andererseits war die Gründung eine Reaktion auf den umsichgreifenden Kommunismus in Indochina. Die Handelsbeziehungen zwischen Japan und Thailand waren bereits vor der ASEAN-Gründung klar von der kontrollierten organisierten japanischen Übermacht gekennzeichnet. Ein Grund für das ungleiche Kräfteverhältnis lag auch in der unterschiedlichen Handelstradition beider Länder.
Die Kontrolle über Handel und Wirtschaft war und ist in Thailand ein Politikum, das eng mit den jeweiligen Machtstrukturen verknüpft ist. Die Verbindung der königlichen Handelsflotte mit chinesischen Handelsunternehmen hat ihre Wurzeln in der Chakri-Dynastie und dem Verhältnis Siams zu China. Das königliche und chinesische Handelsmonopol wurde zwar durch den Bowring-Vertrag von 1855 aufgebrochen, aber noch bis Anfang unseres Jahrhunderts kontrollierten ethnische Chinesen den Handel. Bereits im Jahre 1908 wurde die Chinese Chamber of Commerce gegründet mit dem Ziel, dem wachsenden Einfluss westlicher Handelsunternehmen entgegenzuwirken.
1Nach dem Putsch von 1932 bildete sich als Gegenreaktion die Siamese Chamber of Commerce (später: Thai Chamber of Commerce). Das königliche Monopol auf bestimmte Luxusgüter und Gebrauchsgegenstände überstand das Ende der absoluten Monarchie und hielt sich bis zum Kriegsbeginn. Unter dem Nationalismus von Phibun wurde in den 40er und frühen 50er Jahren die Ausweitung der Staatsunternehmen betrieben und mit nationalistischen Attacken gegen Chinesen verbunden. Die Verstaatlichung des Handels wurde mit der Kontrolle über die ethnischen Chinesen begründet, die sich sowohl unter dem Bündnis mit Japan als auch nach Ausbruch des Kalten Krieges ideal als Feindbild und Ablenkung von innenpolitischen Spannungen eigneten. So gab es in den frühen 50er Jahren wiederholt Razzien und Plünderungen chinesischer Firmen, was die Führung vieler dieser Unternehmen veranlasste, zum Schutz ihrer Interessen Politbürokraten in ihren Vorstand zu berufen. In den Jahren 1945 bis 1954 gingen viele Firmen in Thailand im Kampf um den Exportmarkt bankrott. Unseriöse Exportfirmen, die z. B. Verträge mit ausländischen
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Firmen nicht einhielten, drohten das Image Thailands im Ausland zu schädigen. So wurde 1954 das Board of Trade (BOT) als Mittler und Berater zwischen Regierung und Firmen, gegründet. Das BOT sollte mit dem Ministry of Commerce zusammenarbeiten, die Quoten und Preise für die Exporte festlegen, eine gleichbleibende Qualität der Waren garantieren und in internationalen Foren und Treffen die Thaiwirtschaft repräsentieren, so z. B. in den jährlichen Treffen mit der Japan Federation of Economic Organizations (keidanren).
Erst Ende der 50er Jahre erreichte Premierminister Sarit mit seiner starken Anbindung an die USA und die Weltbank eine Entspannung in diesem Konflikt. Er brachte dem privaten Sektor gleiche Rechte ohne Ansehen der Ethnien. Durch Inkompetenz der Präsidenten der TCC und des BOT verkamen diese Posten in den folgenden Jahren jedoch zu Prestigeobjekten. Als großer Schwachpunkt erwies sich die Verstrickung von Unternehmen mit der Politbürokratie. Die Verbindung zwischen privaten Handels- und Industrieunternehmen und öffentlichen Unternehmen, die u. a. für die Einkommen von Militärs und Politikern sorgten, dauert bis heute an und ist ein großes Hindernis für die Beseitigung von Korruption und Bürokratie.
2In dieses durch Kompetenzstreitigkeiten und ethnische Vorurteile nach außen schwache Gebilde drang die gut organisierte japanische Wirtschaft ein, und die thailändische Staatsbürokratie sah sich mit flexiblen multinationalen Unternehmen konfrontiert. Die japanischen Generalhandelshäuser (sōgō shōsha) mit ihrer langen Erfahrung und einzigartigen Struktur konnten sich durch ihre Geschlossenheit und der Koordinierung mit dem MITI auf dem thailändischen Markt leicht durchsetzen.
Generalhandelshäuser spielten schon früh eine große und sehr erfolgreiche Rolle in der langfristigen Erschließung schwieriger Märkte. Anfang des 17. Jahrhunderts hatten sich 20 Handelshäuser aus Ōsaka, Kyōto und Nara in Siam angesiedelt. Die Handelsflotte Siams war Eigentum des Königs und damit hochoffiziell, japanische Händler, nicht selten verarmte Samurai, rangierten jedoch im untersten Bereich der japanischen Gesellschaft. Bereits 1620 hatten die Handelshäuser den gesamten Handel Siams mit anderen Nationen übertroffen.
3Die Abschottung während der Edo-Zeit, ausgelöst durch das Handelsverbot von 1636, brachte den Handel zum Erliegen. Erst durch die Verdrängung der Briten vom siamesischen Markt fassten die Handelshäuser Anfang des 20. Jahrhunderts wieder festen Fuß. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnten die großen japanischen Handelshäuser nahtlos an ihre alten Verbindungen anknüpfen. Nach den für beide Seiten verlustreichen Startschwierigkeiten im Thailand der 50er Jahre bemühte man sich um bilaterale Koordinierung der Handelsbeziehungen. Die Gründung des Thailand Japan Joint Committee on Trade geschah auch nicht zuletzt auf Veranlassung der Handelshäuser, die durch Restriktionen der japanischen Regierung ebenso betroffen wurden wie thailändische Firmen.
4Die neun großen Generalhandelshäuser Mitsubishi Cop., Mitsui & Co., Marubeni Corp., C. Itoh
& Co., Sumitomo Corp. Nissho-Iwai Co., Tōyō Menka Kaisha, Kanematsu-Gosho und Nichimen
Co. stellen zahlenmäßig zwar nur einen Bruchteil der etwa 340.000 japanischen Großhandelsfirmen dar, beherrschen aber ca. 50 % des japanischen Außenhandels. Die Größe und damit auch ihre Übermacht werden deutlich, wenn man die Umsatzzahlen vergleicht. Im Jahr 1979 übersprangen die sōgō shōsha Mitsubishi Corporation, das größte Handelshaus der Welt, und Mitsui & Co. Ltd. erstmalig die 10 Billionen ¥ Umsatzgrenze, eine Größenordnung, die den gesamten Außenhandel von beispielsweise Hong Kong, Singapur oder Thailand überstieg. Auch in Umfang und Struktur bieten sie Superlative, die weltweit ihresgleichen suchen. Ihr Sortiment reicht von der Stecknadel bis zum Großraumflugzeug, von Fisch bis zu schlüsselfertigen Industrieanlagen für Entwicklungsländer. Der Vertrieb von Produkten im In- und Ausland sowie die Erschließung und der Transport von Rohstoffen gehören ebenfalls zu ihrem Geschäft. Wen diese alles erschlagende Größe nicht beeindruckt, den gewinnen sie mit ihren unerreicht günstigen Konditionen. Da ihrem Verbund eine Bank angeschlossen ist, sind sie in der Lage, ihren Handelspartnern lange Zahlungsziele bei günstiger Verzinsung einzuräumen. Die Handelshäuser können durch diese Struktur andere Bewerber mühelos unterbieten, und Thailand bleibt oft keine andere Wahl hat, als ihre Angebote anzunehmen. So bemühen sie sich um öffentliche Aufträge für Infrastruktur, Industrialisierung etc., die nicht selten mit Geldern der Yen-Kredite finanziert werden. Der oft geäußerte Vorwurf, dass Japan durch die billigen Yen-Kredite der Exim Bank und der OECF die eigenen Unternehmen indirekt subventioniert hat, ist daher nicht unbegründet.
Die Generalhandelshäuser sind in vielen Bereichen der thailändischen Wirtschaft aktiv. So konnte sich beispielsweise Nissho Iwai zwischen 1964 und 1984 Aufträge zur Errichtung von Zuckerraffinerien im Wert von 35 Mrd. ¥ sichern. Der Auftrag umfasste Lieferung und Fertigung der Teile für Fabriken eines thailändischen Unternehmers. Der Nutzen ging zum größten Teil nach Japan, da die Anlagen bei japanischen Unternehmen gekauft wurden, bspw.
die Kompressoren von Kawasaki Heavy Industries oder Turbinen von Toyo Denki Seizo.
5Auch im Bereich der Finanzdienstleistungen sind die sōgō shōsha aktiv. Das Generalhandelshaus Itochu Corp. plante u. a. mit einem thailändischen Partner den Aufbau einer Autoleasing- Gesellschaft, die Käufe amerikanischer und europäischer Autos finanziert. Es wurde das größte Autoleasing-Unternehmen von Itochu in SOA.
6Die Handelshäuser ermöglichten thailändischen Partnern aber auch Unternehmungen im Ausland. In Indonesien plante z. B.
Marubeni zusammen mit Partnern aus Südkorea und Thailand ein Wohnungsbauprojekt
7.
Konkurrenz müssen die sōgō shōsha höchstens aus den eigenen Reihen fürchten. So hat
Mitsubishi den Auftrag zum Bau des letzten großen Kraftwerks der staatlichen
Energiebehörde Thailands EGAT erhalten, weil das Angebot seines Hauptkonkurrenten
Marubeni um 1 Mrd. Baht unterboten wurde.
8Die Warenstruktur im Handelsaustausch
Im Handel mit Japan spiegelt sich auch der Aufschwung in der Industrialisierung wider.
Thailand war bis Mitte der 80er Jahre für die Schwerindustrie Japans sowohl als Rohstofflieferant als auch als Absatzmarkt wichtig. Mit dem wachsenden Wohlstand in Thailand entwickelte sich der Binnenmarkt für andere japanische Produkte. Wie zu Beginn des 20. Jahrhunderts wiederholte sich zunächst der gleiche Mechanismus. Die von Japan benötigten Rohstoffe wurden gegen Produkte gehandelt, die Thailand nicht selbst herstellen konnte, da weder Infrastruktur noch Kapital oder die Technologie vorhanden war. Die thailändischen Hauptexportprodukte dieser Zeit waren Nahrungsmittel, z. B. Mais, Garnelen, Rohzucker und Rohstoffe wie Zinn, Holz, Naturkautschuk. Der Anteil der Leichtindustrieprodukte erreichte erst Mitte der 70er Jahre nennenswerte Ausmaße. Den Schwerpunkt bildeten hier die Produkte der wachsenden Textilindustrie. Etwa 80 % der japanischen Importe stammten aus der Schwer- u. chemischen Industrie: Eisen, Stahl, Fahrzeuge, Fahrzeugteile und -zubehör, Maschinen und -teile, Elektrogeräte und -teile etc.
9Während der 80er Jahre setzte sich ein Trend fort, der bereits Mitte der 70er begonnen hatte.
Der Sektor der verarbeitenden Industrie entwickelte sich und verdrängte zunehmend die traditionellen Agrarprodukte, die bis dahin die Thaiexporte dominiert hatten.
Handelsstruktur Thailand - Japan 1970 bis 1983 in %
101970 1972 1974 1976 1978 1980 1981 1982 1983 1984 Importe 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 Leichtindustrie 16,6 12,4 10,5 8,1 7,2 7,1 8,2 7,9 8,8 8,1
Textilien 10,3 8 7,1 4,3 3,1 3,1 4,1 3,6 3,8 3,3
Schwer- u. chem.
Industrie
81,4 85,2 85,4 88,9 90,6 90,6 88,9 88,1 88, 88,9
(chem. Produkt)e (12,4) (15,8) (13,7) (15,6) (13,1) (15,6) (14,3) (12,2) (11,8) (10,6)
(Metallprodukte) (20,4) (20,5) (21,9) (22,1) (20,2) (24,6) (26,8) (21,2) (21,9) (21,9)
Eisen, Stahl 14,8 15 17,7 17,6 15,7 19,9 19,2 16,5 16,6 16,1
(Maschinen) (48,7) (48,9) (48,8) (51,2) (57,3) (50,4) (47,8) (54,8) (54,3) (56,4)
allg. Maschinen 19,7 21,3 22 16,1 20,9 19,2 17 21 20,3 19,4
E-Maschinen 12 11,3 8,7 8,7 11,2 9,8 10,1 10,9 13,7 14,8
Transportmasch. 15,5 14,9 18,1 25,4 23,9 20,3 19,5 21,6 18,9 20,7
(Fahrzeuge) (9,7) (11,6) (12,3) (17,9) (16,9) (14) (12,2) (13,9) (12,4) (14,6)
EXPORTE 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100
Nahrungsmittel 39,9 44,9 51,2 62,1 42 42,3 29,7 35,5 44,9 42,5
Fisch, Muscheln - - 6,3 11,4 13,7 14,6 11,4 15,2 17,6 16,2
Garnelen 7,4 9,6 3,5 7 7,1 7,6 6 7,1 8,2 7
Tintenfische - - 1,6 2,5 3,3 3,8 2,4 2,7 3,9 3,7
Rohmaterial 51,6 39,1 28,3 22,8 34,5 34,5 45,7 42,4 31,1 35,9 Naturkautschuk 29,7 21,8 19 16,9 26,8 26,7 38,2 35,2 24,9 29,8 Verarb. Prod. - - 20 13,7 23,1 22,7 24,6 21,6 22 21
chem. Güter - - 4,6 2,3 2,8 2,4 2,7 3,5 3,6 2,2
Andere verarb.
Prod.
- - 15,2 10,7 19,8 19,8 21 17,7 17,8 17,3
(Verarb. Textili.) (1,3) (2,2) (7,8) (3,6) (4,8) (5,9) (5,2) (5,9) (7) (5,9) Edel-
Halbedelsteine
1,7 4,7 1,5 1,7 4,6 4,7 4,3 4,7 6 5,2
Roh-Zinn 2 4,7 5,4 5,2 8,8 7,6 9,4 6,6 5,5 5,5
In den 80er Jahren wandte sich Thailand ebenfalls stärker einer Förderung exportorientierter Industrie zu. Durch japanische Produktionsverlagerung nach Thailand, besonders nach der Yen-Aufwertung, endaka, 1985 konnte zwar eine Produktdiversifikation im Handelsverkehr mit Japan erreicht werden. Andererseits erhöhten sich die Importe von Kapital- und Industriegütern aus Japan. In der Tabelle ist nach der endaka ab 1986 deutlich erkennbar, dass im Bereich der Rohmaterialien und Kapitalgüter die Importe aus Japan sprunghaft gestiegen sind. Weitere Gründe für das thailändische Exportwachstum dieser Zeit waren die Baht-Abwertungen durch die Regierung 1981, 1984 und 1987, komparative Kostenvorteile und die hohen Weltmarktpreise für Agrarprodukte.
11Struktur japanischer Importe 1983 bis 1989 ( in Mio. Baht)
121983 1984 1985 1986 1987 1988 1989 Verbrauchsgüter 7.270 8.323 8.073 7.683 8.748 9.977 13.977 Nahrungsmittel 474 496 544 634 784 909 1.092 Elektrogeräte 3.464 4.403 4.326 3.931 4.156 3.686 6.071 Halbrohstoffe 18.092 19.228 21.300 21.070 26.142 40.619 50.863 Chem. Produkte 5.652 6.008 6.624 6.788 8.961 12.078 15.305
Kapitalgüter 28.145 27.245 28.449 25.511 37.286 73.167 99.989 Maschinenteile 15.739 15.927 15.657 14.364 22.293 41.867 56.912 elektr. Maschinen 6.409 5.568 5.175 5.354 7.224 16.728 25.016 andere Importe 11.250 11.263 8.765 9.392 14.688 25.142 36.108 Fahrzeuge u. Teile 9.956 9.999 7.376 7.303 12.356 22.364 32.560
Gesamt 64.757 66.059 66.587 63.565 86.864 148.905 200.937
Auch während der 90er Jahre hat sich das Verhältnis nicht verändert. Japan ist nach wie vor Thailands drittwichtigster Exportmarkt nach ASEAN und den USA. Thailands Exportstruktur mit Japan hat sich seit 1988 stark verändert. Wo noch 1987 57,3% des Exports im Agrarbereich lagen, ist dieser Sektor auf 31,5 % im Jahr 1994 und auf 27,6 % im Jahr 1995 gefallen. Der Export von Industrieprodukten stieg dagegen von 33,6 % 1987 auf 61,3 % und 64,3 % im selben Zeitraum. Im Jahr 1995 stieg der Export mit Japan um 26,8 % zum Vorjahr und die Importe um 29,3 %.
13Wichtige Thaiexporte nach Japan waren Elektrogeräte, Computer und Zubehörteile, gefrorenen Garnelen, Naturkautschuk, Bekleidung, Edelsteine und Schmuck, gefrorenes Hühnerfleisch, Möbel und Möbelteile. In der Rangliste der Importeure konnte Japan während Nachkriegsjahrzehnte die Spitzenstellung behaupten. Hauptimporte waren Kapitalgüter wie z. B. elektrische Maschinen, Industriemaschinen, Metallprodukte, wissenschaftliche und medizinischen Instrumente, deren Anteil am Gesamtimportwert von 42.9 % im Jahr 1987 auf (1994/ 54,6 %) 52,4% im Jahr 1995 stieg. Die nächste wichtige Importwarengruppe bildeten Rohmaterialien und Halbfertigerzeugnisse wie Stahl, Eisen, chemische Produkte, integrierte Schaltkreise, weiterhin Elektro- und Küchengeräte, Motorräder etc. Aber dieser Anteil nahm ab im selben Zeitraum von 30,1 % auf (1994/ 21,7 %) 22,8 % bei leicht steigender Tendenz.
In dem für Thailand wichtigen Exportbereich der Landwirtschaftsprodukte hat sich seit den frühen 90er Jahren vor allem China als Hauptkonkurrent herausgestellt. Den traditionellen Exportmarkt für Reis musste sich Thailand mit den drei Konkurrenten China USA und Australien, teilen. Der Exportreis dient in der Hauptsache als Rohmaterial in der japanischen Nahrungsmittelindustrie. Auch wenn Japan, u. a. durch Druck der WTO die thailändische Reislieferungen erhöhte, ist thailändischer Langkornreis als direktes Nahrungsmittel in Japan nicht gerade populär.
14In der Prognose für die Hauptausfuhrprodukte Thailands machte die Bangkok Bank das
Dilemma der thailändischen Wirtschaft deutlich, die noch sehr auf der arbeitsintensiven
Industrie basiert. Besonders in den Agrar- und Textilexporten, Hauptdevisenbringer, wurde die
kostengünstigere Konkurrenz vor allem Chinas bedrohlich. Obwohl der Marktanteil von
zerlegtem Hühnerfleisch von 45,2 % 1992 auf 32,3 % 1994 auch wegen billigerer chinesischer
Angebote absackte, wurde hier eine Chance für Thailand gesehen, da die japanischen
Zerlegebetriebe zu lohnintensiv arbeiten. Viele Hühnerfarmen gingen während der neunziger
Jahre in Japan pleite bzw. verlagerten die Produktion in die Nachbarländer Asiens. Thailand
als weltgrößter Exporteur für Dosen-Seafood konnte seinen Anteil in Japan von 10,7 % im Jahr
1990 auf 13 % 1994 ausbauen. Die besonders arbeitsintensive Textilindustrie musste im selben
Zeitraum Verluste einstecken, da 55 % aller japanischen Fabriken ihre Produktion nach China
verlagert haben. Thailändische Hersteller waren hier kaum noch konkurrenzfähig und
mussten sich stärker auf die japanischen Ansprüche an Design, Qualität und auch die
Jahreszeiten einstellen, um diesen Exportmarkt nicht völlig zu verlieren. Im Elektrobereich war Japan sowohl Exporteur als auch Importeur. Die thailändischen Ausbaumöglichkeiten auf diesem Sektor waren eher gering. Einerseits versorgten sie Japan in der Fertigung bestimmter Teile und Geräte, konnten sich aber von dieser Abhängigkeit nicht lösen, etwa um eine eigene Linie zu entwickeln. Ganz abgesehen davon, dass Thailand nicht über das nötige technologische Potential verfügte, könnten sich thailändische Namen auf dem bereits aufgeteilten Markt kaum durchsetzen. Ein Sektor, auf dem Thailand einen vorderen Platz in Japan einnahm, war die Edelstein- und Schmuckherstellung. Hier hielt Thailand hinter der EU, Israel und Indien den viertgrößten Marktanteil. Die Qualität der thailändischen Juweliere war bisher in Japan geschätzt. Man muss sich aber auch hier ständig um neue Designs und gleichbleibende Qualität bemühen, um diese Stellung zu halten, da die Umsätze sehr von der Konjunktur in Japan abhängig sind. Auch im Möbelexport ist Thailand führend. Mit 16,7 % Marktanteil waren thailändische Hersteller hinter Taiwan die zweitgrößten auf dem japanischen Markt mit steigender Tendenz. Geliefert wurden Holz- und Metallmöbel sowie deren Teile.
15Trotz der positiven Zuwachszahlen im Exportbereich zeichnete der Bericht der Bangkok Bank bei genauer Analyse kein rosiges Bild von den künftigen Exportchancen. Die großen Konkurrenten China und auch Vietnam lagen im Bereich der arbeitsintensiven Industrie zum Sprung bereit. China konnte bereits während der 90er Jahre auf- bzw. überholen. Sollte Thailand nicht kontinuierlich Qualität liefern und neue Felder erschließen, könnten die Produkte, die derzeit noch die Hauptexporte ausmachen, schnell durch billigere Anbieter ersetzt werden. Das würde zu Einbußen in den Deviseneinnahmen führen. Das Geld für Importprodukte, die für die weitere Industrialisierung des Landes dringend erforderlich sind, würde dann fehlen. Es lässt sich feststellen, dass Thailand auch in den neunziger Jahren alles, was es für eine weitere Modernisierung braucht, aus Japan einführen musste, da es keine einheimische Alternative gab. Auf dem Exportsektor hatte sich die Warenstruktur zwar zugunsten der verarbeitenden Industrie und auch des hochtechnologischen Bereichs entwickelt.
In diesen Warengruppen wuchsen die Im- und Exporte. In den von japanischer Technologie weniger abhängigen, traditionelleren Sektoren stagnierten die Zahlen jedoch bzw. waren rückläufig. Der Abschied von Zinn als Exportprodukt dokumentierte diesen Trend.
Jahrhundertelang hatte Zinn den Handel Thailands bestimmt, und noch Ende der siebziger
Jahre war es der drittgrößte Zinnexporteur der Welt. Die Förderung war aber durch die
sinkenden Importpreise und Thailands steigenden Lohnkosten nicht mehr rentabel. Um die
wachsende Auto- und Elektronikindustrie auch weiterhin zu versorgen, ist Thailand 1994 zum
Nettoimporteur von Zinn geworden. Auch die nachlassende Bereitschaft der Bevölkerung, in
dieser Branche zu arbeiten, hatte ihren Teil beigetragen. In Südthailand, wo Zinn gewonnen
wurde, hat sich mit der boomenden Tourismusindustrie zudem eine angenehmere Alternative
etabliert.
Die Exportstruktur Thailands hat sich in den achtziger und neunziger Jahren stark verändert.
1985 überschritt der Exportanteil des verarbeitenden Sektors den der Agrarprodukte. Bereits zehn Jahre später wurden mehr technologieintensiv hergestellte Waren ausgeführt.
16Diese stete Entwicklung hat sich aber nicht direkt auf die Struktur der Handelsbeziehungen mit Japan ausgewirkt. Obwohl der Beitrag des verarbeitenden Industriesektors zum GDP Thailands kontinuierlich wuchs, lehnte die japanische Seite oft mit dem Argument der engen Begrenztheit und der mangelnden Standards eine verstärkte Einfuhr dieser Produkte ab. Da aber der Anteil der verarbeitenden Industrieprodukte, die Japan aus Thailand bezog, dennoch Schwankungen aufweist, ist zu untersuchen, welche Umstände zu diesen Unregelmäßigkeiten geführt haben.
Eine erste deutliche Steigerung ist zwischen 1972 und 1974 zu verzeichnen, wo der Exportanteil von 8,9 % auf 20,54 % sprang.
17Weltwirtschaftliche Zwänge und politischer Druck ließen Japan keine Wahl. Drei Ereignisse waren hier in der Hauptsache für diese Veränderung verantwortlich. Mitte 1971 brach das alte IMF-System zusammen. Wegen der Belastungen durch den Vietnamkrieg und anderer wirtschaftlicher Schwierigkeiten musste US-Präsident Nixon am 15. August 1971 die Goldanbindung des US-Dollar aufgeben. Der Yen war bis dato innerhalb des Bretton-Wood-Systems mit 360 ¥ = 1 US$ dramatisch unterbewertet, was jedoch dem Export zugute kam. Im Dezember 1971 wurde der neue Kurs mit 308 Yen bestimmt. Hatte die erste leichte Yen-Aufwertung die Wirtschaft Japans in ihrem Wachstum etwas gebremst, so wurde sie mit dem ersten Ölschock 1973 geradezu traumatisiert.
Die Ölpreiserhöhung von 3 US$ auf 5 US$ pro Barrel durch die Organization of Arab Petrol Exporting Countries (OAPEC) am 16.10. 1973 und das Embargo u. a. auch gegen Japan bedeuteten das Ende des Wirtschaftswunders der Nachkriegszeit. Da das Wirtschaftswachstum auch auf den billigen Ölimporten basierte, war das ein harter Schlag. Die thailändischen Gesamtexporte hingegen stiegen im Jahr 1974 um 40 % und verdoppelten sich ein Jahr später.
18Der letzte Aspekt hatte direkt mit dem Problem zu tun. Die hartnäckige Weigerung Japans, den Markt für thailändische Produkte zu öffnen, schuf eine antijapanische Stimmung in Thailand, die sich in massiven Protesten entlud. Es ist bezeichnend für die Haltung Japans, dass erst diese drastischen Umstände eine Änderung der bisherigen Handelspolitik bewirkten.
Thailand konnte 1973 den Exportanteil des verarbeitenden Sektors gegenüber dem Vorjahr
nahezu verdoppeln. Bis 1976 konnte das erreichte Niveau beinahe gleichmäßig gehalten
werden. Aber bereits vor der zweiten Ölkrise von 1979 setzte ein rückläufiger Trend ein - ein
Anzeichen dafür, dass diese zweite Ölpreiserhöhung die japanische Wirtschaft nicht mehr so
hart getroffen hat. Ein erneuter Anstieg der Exporte aus dem verarbeitenden Sektor ließ bis
1987 auf sich warten. Diesmal spielte eine Yen- Aufwertung die entscheidende Rolle. Mit dem
Plaza-Abkommen von 1985 wurde der Yen frei konvertierbar. Die daraus resultierende erneute Aufwertung leitete auf dem arbeitsintensiven Sektor eine verstärkte Auslagerung der japanischen Produktionsstätten in die billigeren ASEAN-Länder ein. Auch Thailand kam in diesen Genuss. Die dort hergestellten Produkte wurden anschließend nach Japan exportiert.
Auch wenn sich die wirtschaftspolitischen Umstände zwischen 1972 und 1987 geändert haben mögen, so ist doch die japanische Bereitschaft, freiwillig die Exporte zu erhöhen, gleich gering geblieben. Solange nicht zwingende Umstände vorliegen bzw. eigener Vorteil überwiegt, erfährt Thailand in diesem Bereich keine große Unterstützung.
Thailands Exporte nach Wirtschaftssektor 1961 und 1989 (in %)
19Sektor 1961 1966 1971 1976 1981 1986 1987 1988 1989 Landwirtsc
haft
82,7 76,9 62,2 51,8 47,7 34,3 27,9 26,4 23
Fischerei 0,4 1,8 2 4,4 4,3 6,4 6,1 5,2 5,5 Forst 3,3 2,2 1,5 1,7 0,1 0,3 0,3 0,2 0,14 Bergbau 6,6 11,6 13,7 6,7 7,7 2,7 2 1,9 1,6 verarb.
Industrie
2,4 3,8 10 26 35,8 54,9 63,1 65,4 68,6
andere 4,7 3,9 3,3 9,3 4,3 1,3 0,6 0,9 1,2
Entwicklung der Industriestruktur Thailands - Anteil am GDP (in %)
20Sektor 1950 1957 1966 1978 1985 Landwirtschaft 47,1 38,7 36,6 27,8 23,2 Zweite Industriesektor 16,5 19,2 22,9 28,6 29,5 Bergbau 1,5 1,6 1,8 1,6 1,6 Verarbeitende Industrie 12,4 13,4 14,2 20,1 20,7 Bauindustrie 2,5 4 6,2 5,2 4,8 Strom Wasser 0,1 0,2 0,6 1,7 2,4 Dritte Industriesektor 36,4 42,1 40,5 43,6 47,3 Verkehr u. Kommunikation 3,8 5,8 6,2 6,2 6,9 Groß- u. Einzelhandel 13,1 17,7 16 16,7 15,8 Finanzdienstleistung, Versicherung 0,6 1,5 2,8 5,1 7,4 Immobiliensektor 3,7 3,3 2,2 1,6 1,5 öffentl. Sektor Beamte 5,5 4,6 3,9 3,9 4
Serviceindustrie 9,6 9,2 9,4 10,1 11,7
GDP 100 100 100 100 100
In den 60er Jahren gelang es Thailand, das seit 1959 bestehende Defizit durch die US-Militärhilfe und ausländische Kredite zunächst noch von 3.304 Mio. Baht im Jahr 1966 auf 1.313 Mio. 1968 zu drücken. Als Ministerpräsident Satō Eisaku 1967 zu einem Staatsbesuch in Bangkok weilte, wurde erstmals von thailändischer Seite her öffentlich auf das bilaterale Problem, das seit 1959 die Handelsbeziehungen belastete, hingewiesen. Auf dem Gegenbesuch von Thaipremier Thanom Kittikachorn im darauffolgenden Jahr in Tōkyō gründete man das Thailand Japan Joint Committee on Trade (TJJCT), in dessen Rahmen künftig Lösungsmöglichkeiten erörtert werden sollten. Das erste Treffen der TJJCT fand in Bangkok im Oktober 1968 statt. Während der frühen 70er Jahre wurde das Handelsdefizit auch innenpolitisch instrumentalisiert. Japan geriet unter Handlungsdruck.
21Ein kurzer Auszug einiger Treffen vermittelt einen Eindruck der ungleichen Verhandlungspositionen während der 70er und 80er Jahre. Thailand konnte sich kaum aus der ständigen Rolle als Bittsteller lösen und hatte selten wirkliche Druckmittel. Japan dagegen nutzte seine Handlungsspielräume voll aus.
Die thailändischen Forderungen beinhalteten Zollreduzierungen, höhere Quoten für thailändische Produkte in Japan und langfristige Vereinbarungen für Exportquoten. Einer Ablehnung der direkt gestellten Forderungen Thailands ging Japan dabei häufig durch vage bzw. abstrakte Formulierungen aus dem Weg. Thailändische Erwartungen nach konkreten Zahlen bzw. festen Exportmengen wurden nicht erfüllt. Schon auf dem ersten Treffen der TJJCT zeigte sich in der unterschiedlichen Bewertung, dass es beinahe unmöglich war, das Problem zu lösen. Japan riet der thailändischen Seite zu Diversifikation der Exporte. Thailand sah zwar generell Japan verantwortlich, innerhalb der thailändischen Regierung konnte man sich aber auf keine einheitliche Verhandlungsposition einigen. Das Ministry of Economic Affairs wollte Importbeschränkungen für japanische Produkte, wogegen das Ministry of National Development die Chance nur in der Diversifikation sah. Bis zu dem Treffen 1973 versuchte Thailand z. B. durch Defizitreduzierungsvorgaben um jährlich 50 Mio. US$, Japan zu konkreten Zielen zu verpflichten. Dieser Versuch war genauso erfolglos wie die Forderung nach einer Ausweitung des japanischen Generalized Scheme of Preferences (GSP).
Nachdem es wegen der starken antijapanischen Proteste in Thailand zwischen 1973 und 1976 zu einer leichten Verbesserung in der Handelsbilanz kam und auch die japanische Seite bemühte war, auf alle thailändischen Forderungen einzugehen, versuchte Thailand während der zweiten Hälfte der 70er Jahre die Wirtschaftspolitik von einer trade-first hin zu einer industrialization-based zu verändern. Das Handelsdefizit wuchs wieder, da man auf ausländische Kapitalgüter angewiesen war.
Die von Ministerpräsident Fukuda 1977 empfohlene Industrialisierung der ASEAN gestaltete
sich nachteilig für die Beseitigung des Defizits. Im Mai 1978 bemerkte ein hochrangiger
Beamter des Wirtschaftsministeriums, dass weitere Handelsgespräche mit Japan nutzlos seien,
da sich doch nichts ändere. Das geplante Treffen für 1978 wurde abgesagt und von Wirtschaftsminister Nam Phoonwathu wie folgt begründet:
"Thailand had tried to get Japan to by more goods from this country in order to cut down the countrys trade deficit but Japan has been unable to meet some of the trade targets set by both countries."
22Solange es Thailand an starken politischen Führern und antijapanischer Stimmung in der Öffentlichkeit fehlte, kamen keine brauchbaren Ergebnisse zustande. Mangelnde Koordination seitens der Thairegierung, die durch innenpolitische Schwierigkeiten verursacht wurden, kennzeichnete die Verhandlungsphase des TJJCT bis 1979. Die Konzentration der Thairegierung auf eine stark exportorientierte Industrialisierung war Anfang der 80er Jahre hauptverantwortlich für das wachsende Defizit, da man weitere Kapital- und Industriegüterimporte benötigte. Man hoffte aber auf eine zeitliche Begrenzung, denn auch bspw. Taiwan und Korea gelang es, nach einer Phase der Umstrukturierung ihrer Industrie das hohe Defizit mit Japan einzugrenzen.
Nach einer Pause von fast fünf Jahren fand im Juli 1984 in Bangkok wieder ein Treffen des TJJCT statt, was jedoch als Fehlschlag endete, da man in wichtigen Fragen wieder keine Einigung erzielen konnte. Okonogi Masao vom MITI bemerkte, dass das Hauptproblem im Strukturunterschied beider Länder läge. Die Reaktion der thailändischen Öffentlichkeit war abzusehen, die Studenten riefen im Oktober 1984 zu einem Boykott japanischer Produkte auf.
Dieses altbewährte Mittel brachte aber nicht die erhoffte Wirkung. Die innenpolitische Situation war hier anders als zu Beginn der 70er Jahre, die Regierung war diesmal nicht auf Seiten der Studenten. Auch wenn Japans Agrarprotektionismus weiter angegriffen wurde, hatte Ministerpräsident Bhichai Rattakul die Situation klar erkannt:
"We will continue requesting the Japanese government to import more agricultural commodities, yet this itself cannot resolve the trade deficit with Japan. We ask for more investment and transfer of capital from Japan. The loans from the OECF should also be directed toward the development of export-oriented industries."
23Im weiteren Verlauf bilateraler Gespräche gab Bhichai Rattakul 1985 das White Paper heraus,
das diese neue Wirtschaftspolitik Thailands darstellte. Es bedeutete auch das Ende des alten
Stils der Handelsgespräche. Künftig wollte man sich erst auf der thailändischen Seite über
konkrete Forderungen und Maßnahmen einigen, bevor neue Treffen anberaumt werden. Der
japanische Verhandlungsstil war hingegen stets in seiner Strategie bürokratisch abgestimmt
und am MITI orientiert. Das Asian Affairs Bureau des MoFA wurde nur bemüht, wenn der
Handelskonflikt politisiert wurde.
Die Gründe für die effektiveren Druckmittel Japans sind vielfältig. Hinter den Importen aus Japan stehen unterstützende Organisationen, die diese fördern. Thailand kann dem nichts Vergleichbares entgegensetzen. Japan setzt durch nichttarifäre Handelshemmnisse wie Quoten und Standards etc. den Produkten aus Thailand Grenzen bzw. hält Thaiwaren ganz aus dem japanischen Markt heraus. Einige Thaiprodukte hängen derart vom japanischen Markt ab, dass es für Japan leicht ist, den Preis zu drücken. Das TJJCT ist in seinen Bemühungen, das Defizit zu begrenzen, zum Verwalter desselben geworden. Die Ergebnisse der Treffen konnten nur als Richtlinien bzw. moralische Obligationen verstanden werden, bindenden Charakter, etwa vergleichbar mit den Beschlüssen der WTO, hatten sie keinesfalls. Japan war mit den Vereinbarungen zufrieden, da es seinen Handel mit Thailand ausweiten wollte, Thailand aber fühlte sich durch das jährliche Defizit übervorteilt. Einen Handelskrieg konnte man sich aber nicht leisten, da Japan nicht auf die Einfuhren aus Thailand angewiesen war, Thailand aber andererseits den japanischen Markt brauchte. Zudem gab es keine Alternative zu den konkurrenzlos billigen Industriegüterimporten, die für den Ausbau der eigenen Industrialisierung benötigt wurden. Effektive Druckmittel fehlen, stellten thailändische Wirtschaftswissenschaftler 1984 resignierend fest. „Thailand ist krank und braucht japanische Medizin" kommentierte der thailändische Handelsminister Kosol Krairiksh die erfolglosen Verhandlungen mit MITI-Minister Okonogi.
24Es ist naheliegend, die permanent vorgebrachte Kritik an Qualität und Angebot, die Japan den thailändischen Produzenten regelmäßig vorwirft, als Schutzbehauptung abzutun. Laut Einschätzung der Bangkok Bank stellten sich im Jahr 1996 die Hauptursachen für das Defizit wie folgt dar:
1. Japans verstärkte Produktionsauslagerung erhöhte gleichzeitig die Importe von Komponenten und Rohmaterialien, was auch die Abhängigkeit Thailands von Japan vergrößert.
2. Thaiexporte nach Japan sind zu einem großen Teil noch immer landwirtschaftliche Produkte, die keine hohe Wertschöpfung haben, von den schwankenden Weltmarktpreisen abhängen und in Japan auf einen sehr starken Protektionismus treffen.
3. Durch das mehrstufige Distributionssystem in Japan kann der Preis, bis das Produkt den Endverbraucher erreicht, leicht um das 5- bis 7fache gestiegen sein.
4. Ein weiteres Hindernis sind die oft schwer zu durchschauenden anderen Handelsverordnungen und Standards.
Die Zukunftsaussichten wurden wie folgt beschrieben:
1. Durch die Krise in Japan und den starken Yen könnte man sich genötigt sehen, mehr Importe zuzulassen.
2. Japan muss sich an die Abmachungen in der WTO (World Trade Organisation) halten und
die Handelsschranken für Landwirtschaftsprodukte eindämmen und auch die nichttarifären Handelsschranken abbauen.
3. Das japanische Verkaufssystem ist derzeit im Wandel. Die Hersteller kommen in direkteren Kontakt mit den Geschäften ohne preistreibende Zwischenhändler z. B. die Zahl der Convenience Stores, Discountläden etc., die billiger und schneller anbieten, wächst ständig.
Thailändische Hersteller sollten den direkten Weg zu diesen Ketten suchen.
4. Das Verbraucherverhalten der Japaner hat sich verändert. Wenn sie früher entweder einheimische Produkte oder teure ausländische Marken bevorzugten, so kaufen sie jetzt mehr günstige, aber qualitativ hochwertige Waren aus aller Welt.
Das sollte für Thailand ein Anreiz sein, mit dauerhaften Qualitätswaren auf den Markt zu kommen - das geht aber nur, wenn sie keine minderen Waren oder gar Produktpiraterie zulassen.
25Die Frage nach einer partnerschaftlichen Handelsbeziehung kann bei zwei derart ungleichen Wirtschaftssystemen wie im vorliegenden Fall so nicht gestellt werden. Der Protektionismus der eigenen Landwirtschaft hat in Japan weniger einen wirtschaftlichen denn einen innenpolitischen Hintergrund. Zugeständnisse konnten von Japan dennoch erreicht werden, wie die Zahlen während der heißen Phase Anfang der 70er und Ende der 70er Jahre belegen.
Hier zeichnen vor allem auch neben politischem Druck aus Thailand die beiden Ölkrisen und die Yen-Aufwertung nach dem Zusammenbruch des alten IMF-Systems verantwortlich. Japan hatte aber andererseits auch mit der Kritik an der thailändischen Wirtschaftsstruktur und mangelnden Qualität bzw. nicht unrecht, wie die Ermahnungen der Bangkok Bank wegen der Qualitätssorgfalt an die einheimischen Unternehmen zeigen.
Handel Japan - Thailand von 1989 bis 1995
26Jahr Export/ Mio. 㩯 Wachstum /% Import/Mio.
㩯
Wachstum/ % Handelsbilanz/
Mio. 㩯
1989 942.238 42,55 493.074 39,72 449.164 1990 1.315.373 39,6 599.312 21,55 716.061 1991 1.272.306 - 3,27 707.555 18,06 564.751 1992 1.311.939 3,12 753.341 6,47 558.598 1993 1.365.299 4,07 723.216 - 4 642.083 1994 1.502.468 10,05 837.998 15,87 664.470 1995 1.849.932 23,13 949.948 13,36 899.984
Betrachtet man nur die Summe des Defizits, so ist eine extreme Steigerung zu verzeichnen.
Aber auch die Thaiexporte konnten während der 80er und 90er Jahre erheblich zulegen. Das
Verhältnis ist so stets im Rahmen 1:2 bzw. 1:3 geblieben. Da Japan der größte
Handelspartner Thailands ist, kommt es trotz dieser konstanten Ungleichheit im Handelsaustausch oft zu einem japanischen Anteil am Gesamtdefizit Thailands von über 50 %, was das Bild zusätzlich verzerrt. Ein weiterer Faktor, der die Bilanz negativ beeinflusste, war die Yen-Aufwertung seit 1993. Da Japan verstärkt in Thailand investierte, nahmen die Importe hochwertiger Industriegüter zu. Dies ermöglichte der thailändischen Wirtschaft einerseits mehr zu exportieren, half aber andererseits nicht bei der Beseitigung des Problems. Die Wertschöpfung der thailändischen Exportprodukte hinkte den immer kostspieligeren, für die Weiterentwicklung der thailändischen Industrie aber notwendigen Technologieimporten aus Japan hinterher.
Die thailändischen Reisimporte von 1993/94
Kein anderes Produkt beschützt Japan so konsequent und erfolgreich vor ausländischer Konkurrenz wie Reis. Es ist mehr als nur ein Agrarprodukt, vielmehr ist reiner japanischer Reis für einen Japaner gleichbedeutend mit Identität. Zwar hatte Japan schon oft thailändischen Reis gekauft. Der war aber entweder für die Weiterverarbeitung in der Nahrungsmittelindustrie, für die Sakeproduktion oder als Hilfslieferung in Drittländer bestimmt.
Eine Missernte im Jahr 1993 bedrohte die Versorgung der Bevölkerung. Daher wurde im
Hosokawa-Kabinett am 30. September 1993 der Reisimport von 2 Mio. t aus den USA,
Thailand und Australien beschlossen. Als bekannt wurde, dass einheimischer Reis bald
Mangelware wird und dieser sogar mit ausländischen Sorten gemischt auf den Markt gebracht
werden soll, bildeten sich vor den Läden, die noch reinen Japanreis, koshihikari, verkauften,
lange Schlangen. Es wurde schwer, die Preise unter Kontrolle zu halten. Die erste Ladung
Thaireis wurde am 18. November in Yokohama unter Protesten aufmarschierter
Demonstranten gelöscht. Auch die japanischen Medien hatten die Zeit genutzt, sich auf die
Importe einzuschießen. Noch bevor die erste Lieferung überhaupt in Japan angelangt war,
hatte sich schon die allgemeine Meinung verbreitet, dass der Langkornreis aus Thailand nicht
schmeckt, weil er zu aromatisch riecht. Beinahe wie im Katastrophenzustand anmutende
Verlautbarungen, etwa dass die Versorgung der Schulspeisung mit japanischem Reis trotz
Engpass gewährleistet sei, schürten die Abneigungen. Nicht zum ersten Mal wurde auch das
Argument der schwer nachvollziehbaren Sicherheit über saubere, pestizidarme
Anbaumethoden bemüht. Auch Transport und Lagerung waren der Presse suspekt. Kein
Beweis für die Richtigkeit der Ängste war zu banal, um ihn nicht dem verunsicherten
Verbraucher triumphierend zu präsentieren. So sorgten Fotos einer Sicherheitsstichprobe in
Fukuoka für einige Empörung. Sie zeigten Thaireis zusammen mit Zigarettenstummeln, einer
toten Kakerlake und sogar einer toten Ratte, die man alle in der Lieferung gefunden haben will.
Kamerateams der Nachrichtensendungen sorgten dafür, dass die Bilder die japanischen Verbraucher auch noch im letzten Winkel des Landes erreichten und aufklärten. Da Thailand seit Jahrzehnten der weltgrößte Reisexporteur ist und man in über 128 Ländern diesen Reis schätzt, ließ die Empörung in der thailändischen Öffentlichkeit auf diese bislang beispiellose Kampagne auch nicht lange auf sich warten. Außerdem richtete sich die Kritik verdächtig ausschließlich gegen Reis aus Thailand nicht etwa gegen die Importe aus den USA.
Die japanische Regierung sah sich durch diese Stimmungsmache genötigt, ihren Landwirtschaftsminister Hata Ejirō in einem Supermarkt Reis aus Thailand kosten zu lassen.
Sogar aus dem kaiserlichen Haushaltsamt drang die Nachricht an die Öffentlichkeit, dass man zu einigen Gerichten auch Reis aus Thailand reichen würde. Mit Aufklärungskampagnen wurde versucht, ein weiteres, recht fadenscheiniges Argument zu beseitigen. In der Presse wurde oft beklagt, dass die japanischen Hausfrauen mit der Zubereitung der fremden Reissorte nicht vertraut sind. Praktische Tipps, die sogar einen Weg für die Beseitigung des aromatischen Geruchs bereit hielten, sollten Zugang zur fremden Materie schaffen.
Das Thema beherrschte monatelang die verschiedensten Zeitungen, die u. a. auch Leserbriefe veröffentlichten, in denen die Argumente für und wider aufeinander- trafen. So schrieb ein Thailänder in einem Leserbrief an das Nihongo no jānaru, einem Journal für Ausländer, die Japanisch lernen, dass es keinen Zusammenhang zwischen dem Preis und der Qualität gäbe.
Es sei die Schuld der Massenmedien, wenn die Stimmung gegen den Thaireis so schlecht ist.
Wenn es der japanischen Gesellschaft in ihren Bemühungen um Öffnung und Internationalisierung ernst sei, könnte hier mal ein Beispiel ihrer Flexibilität gegeben werden, zumal es für den japanischen Verbraucher nicht unbedingt von Schaden sei, wenn sich seine Wahlmöglichkeit vergrößert. Auf japanischer Seite machte sich neben einigen positiven Beispielen aber auch die hartnäckige Arbeit der Massenmedien bezahlt. Da argumentierte eine japanische Leserin, dass sie lieber den Reis essen möchte, mit dem sie aufgewachsen ist, und außerdem schmecke einheimischer Reis ohnehin besser als Importreis.
27Die Frage nach der Verantwortung für diese negative Stimmung versuchte die Asahi Shinbun in einer Leserumfrage zu klären. Im Ergebnis machten mehr als 80 % der Befragten die Regierung verantwortlich, und über 70 % sahen die Schuld bei den Massenmedien. Auch wenn dieses Ergebnis noch Hoffnung für die Zukunft lässt, der Stab über den Thaireis war für dieses Mal gebrochen. Er erwies sich als Ladenhüter. Weder im Versuch als Mischreis, burendo, mit einheimischen Sorten, noch als Gratisgabe in Supermärkten wurde er von der Bevölkerung akzeptiert.
Matsunage Seitarō, Reporter der Yomiuri Shinbun in Bangkok, fasste das traurige Schauspiel der japanischen Öffentlichkeit resignierend zusammen:
"... tastes and cuisine vary among people but many Japanese consumers assume that Thairice
is to be cooked and eaten in the same way Japanese rice is. This shows, in some sense, that they do not easily tolerate or accept other cultures. Other nations may regard this as an example of the closed nature of Japanese society."
28Die von Ministerpräsident Nakasone in den 80er Jahren angeschobene Internationalisierung, kokusaika, wurde mit diesem traurigen Beispiel als hohle Phrase vorgeführt. Die Bemühungen der japanischen Gesellschaft, diesen Begriff mit Leben zu füllen, haben es offenbar auch in den 90er Jahren nicht geschafft, über das Niveau von Alibiaktionen wie omnipräsente Vorzeigeausländer in Fernsehshows oder Japanisch-Sprachlehrprogrammen für Ausländer hinauszukommen.
Ein Grund für die mangelnde Präsenz thailändischer Produkte auf dem japanischen Markt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts lag in den nichttarifären Handelshemmnissen, die sich trotz diverser Zugeständnisse, die Japan an GATT bzw. WTO machen musste, über die Jahre kaum verändert haben. Komplizierte Standards für Industrieprodukte und der japanische Protektionismus auf dem Agrarsektor boten Möglichkeiten, nicht erwünschte Importe einzuschränken bzw. gar nicht erst auf den japanischen Markt zu lassen. Eine dieser Hürden ist die Japan Feed Trade Association (JFTA), eine strenge staatliche Kontrollinstanz, die zwischen den beiden Handelspartnern steht. Darüber hinaus unterliegen bestimmte Produkte einer Importquote, die zuvor beim MITI beantragt werden muss. Auch die Japan Industrial Standards (JIS) und Japan Agricultural Standard (JAS) sind gute Barrieren. Nicht selten scheitern besonders unerwünschte Importe an den besonderen Steuern, komplizierten Verpackungs- oder Quarantänevorschriften usw., die alle erfüllt werden müssen.
Einige Beispiele dokumentieren die unterschiedliche Beurteilung dieser Hemmnisse. Bei einer
Steuersenkung für Hühnerimporte aus den USA von 13,8 % auf 10 % überging man 1984 die
Importe von knochenlosem Hühnerfleisch aus Thailand, die weiterhin mit 18 % besteuert
wurden. Ein direkter Wettbewerb mit den ohnehin einkommensschwachen japanischen
Zerlegebetrieben konnte nicht zugelassen werden. Da in Thailand die Lohnkosten um 2/3
geringer sind, wären die einheimischen Produkte vom Markt gedrängt worden. Einen
entscheidenden Ausschlag für diese Steueränderung dürfte die starke Landwirtschaftslobby
um Ministerpräsident Nakasone gegeben haben, in dessen LDP-Fraktion einige Hardliner der
betroffenen Wahlkreise saßen. Die geringere Besteuerung der US-Importe wurde damit
begründet, dass der Markt für unzerlegte Hühner - abgesehen von einigen Hotels und
Restaurants - eher klein sei. Die thailändischen Importeure wurden jedoch den Verdacht nicht
los, dass es hier neben einheimischem Protektionismus auch um ein Zugeständnis Japans an
den starken Handelspartner USA ging. Spontane Studentenproteste in Thailand riefen
Erinnerungen an die frühen 70er Jahre ins Gedächtnis.
29Einer weiteren Form von
Protektionismus sah sich Thailand ausgesetzt, als man 1984 dazu überging, Rizinusbohnen,
schon zu Öl verarbeitet, zu exportieren. Prompt erhob Japan eine Steuer von 9 % zum Schutz der eigenen Ölwirtschaft.
30Weniger berechtigt ist die Schuldzuweisung in einem anderen Fall. Bis Anfang der 80er Jahre war Thailand einer der Hauptimporteure von Mais. Als in Japan bekannt wurde, dass das Pflanzenschutzmittel Aflatoxin Krebs verursacht und die bei den Thaiimporten gemessenen Werten über der zulässigen Höchstmenge lagen, wurden die Importe zunächst gestoppt. Thailand beklagte sich, dass damit eine Importmengenvereinbarung verletzt worden sei. Obwohl der Aflatoxinanteil der amerikanischen Lieferungen nachweislich geringer war, vermutete die Thaiseite, dass Japan seinem Bündnispartner USA mit dieser Maßnahme half, thailändischen Mais durch günstigere Angebote vom japanischen Markt zu drängen.
31Marktanteil Thailands in Japan in %
32Land 1991 1994 1995
USA 22,54 22,86 22,43
ASEAN 13,7 14,26 14,38 -Indonesien 5,39 4,7 4,23 -Malaysia 2,73 2,99 3,14 -Thailand 2,22 2,98 3,01
EU 13,43 12,89 13,13
China 6, 10 10,72
Südkorea 5,21 4,91 5,14 Australien 5,5 4,97 4,33 andere 33,62 30,11 29,87
Da die Bedeutung der Agrarprodukte für den Export gesunken ist, verstärkte sich die Abhängigkeit von japanischen Technologie- und Industriegüterimporten. Die Firmen mit höherer Wertschöpfung sind nicht selten japanisch-thailändische Joint Ventures, die durch Produktionsauslagerung der japanischen Industrie entstanden sind. Bereinigt man die Terms of Trade, so zeigt sich, dass die Produkte, in denen Thailand noch autark war, nach wie vor in Japan auf altbekannte Hindernisse bzw. wie im Fall der Reisimporte 1993/94 auf Vorurteile stießen. Als die GATT-Verhandlungen der Uruguay-Runde nach zwölf Jahren im April 1994 zu Ende gingen, wurde, neben der Unterzeichnung eines umfangreichen Papiers, die Gründung der World Trade Organization (WTO) beschlossen, die am 01. Januar 1995 die Arbeit aufnahm.
Die ersten Gespräche ergaben eine Verringerung der Zölle und Quoten im Agrar- und
Textilsektor für Entwicklungsländer, womit ein besserer Marktzugang in den Industrieländern
ermöglicht werden sollte. Für Thailand bedeutete dies konkret z. B. eine Kürzung der
Importzölle von Obst und Gemüse um ca. 36 %.
33Ob sich dies auf die zukünftigen
Handelsbeziehungen mit Japan positiv auswirkt, war jedoch zunächst fraglich. Obwohl die messbaren Handelsschranken im Industriesektor zwar deutlich niedriger waren als in anderen Industrienationen, konnte Japan auf dem Agrarmarkt aber wieder eine Sonderregelung erwirken. Der thailändische Gesamtanteil auf dem japanischen Markt ist aber gegen Ende des zwanzigsten Jahrhunderts nur leicht aber doch stetig gewachsen.
1
Vgl. Laothamas, Anek, Business Associations and the new Political Economy of Thailand, Westview Press, Institute of Southeast Asian Studies Singapore 1992, pp. 21.
2
Vgl. Warr, Peter G. (ed.): The Thai Economy in Transition, Cambridge University Press 1993, pp. 47. Ein berühmtes Beispiel der Nachkriegszeit ist General und Premier Sarit, der während seiner Amtszeit ein ungeheures Firmenimperium aufbaute.
3
Chaiwat Khamchoo and Bruce Reynolds (ed.) Thai-Japanese Relations in historical Perspective, Institute of Asian Studies Chulalongkorn University Innomedia Co. Ltd. Press Bangkok 1988, pp. 22.
4
Vgl. Chaiwat, a.a.O., pp. 213.
5
SOA-aktuell, hrsg. v. Institut für Asienkunde, Hamburg, September 1984, S. 378.
6
SOA-aktuell, Januar 1997, S. 8.
7
SOA-aktuell, September 1996, S. 417.
8
SOA-aktuell, November 1996, S. 489.
9
Vgl. Khien Theeravit, Japan in Thai Perspective, Institute of Asien Studies, Chulalongkorn University Bangkok, 1980, pp. 17.
10
JETRO White Paper on International Trade, in Wilaiwan Wanitikul, International Economic Conflicts on Trade and Investment, Thailand-Japan Aspect, Faculty of Economics Nagoya University, 1985, p. 15.
11
Kamm, Dirk: Thailand auf dem Weg zum Industriestaat?, Mitteilungen des Instituts für Asienkunde Hamburg, 1992, S. 115 ff.
12
Tai Ch Gingk, aus Mikimasa Yoshida (Hrsg.), Tai no kz henka to kgy shink seisaku (Strukturwandel und Industrieförderungspolitik in Thailands Wirtschaft), Tky 1990, Ajia keizai kenky sho, S. 210
13
Bangkok Bank Monthly Review, (BBMR) Vol. 37, No 7, July 1996, pp. 8.
14
SOA-aktuell, September 1996, S. 418.
15
BBMR, Vol. 37, No. 7 July 1996, pp. 10.
16
SOA-aktuell, Januar 1995, S. 10.
17
IEDB International Trade System, aus Warr, a.a.O., p. 130.
18
Mikamasa Yoshida, a.a.O., S. 231.
19
Bank of Thailand, aus Warr, a.a.O., p. 119.
20
NESDB aus Mikishima Yoshida, a.a.O., S. 34, ausgewählte Jahre.
21
Chaiwat, a.a.O., p. 215.
22
Bangkok Post, 18. Oktober 1978, wie zit. In Chaiwat, a.a.O., p. 225.
23
Chaiwat, a.a.O., p. 227.
24
Asian Wall Street Journal, 30. 03. 1984, in SOA-aktuell, September 1984, S. 377.
25
BBMR, Vol. 37, No. 7, July 1996, pp. 10.
26
Sathiti gank rawang prathet kong Jipun lä suang bang thald kong Thai pi 2538 (Handelsstatistik mit Japan und der Marktanteil Thailands 1995), Amt für Statistik und Handel, Wirtschaftsministerium Thailand September 1996, S 15.
27
Nihongo no jnaru, Mai 1994, S. 106 ff.
28
The Daily Yomiuri (Tky) 26. 03. 1994.
29
Smith, Charles: Tky Bones of contention in Far Eastern Economic Review, 27. 12. 1984.
30
SOA- aktuell, Juli 1984, S. 269.
31
Thailand Trade Relations with the Peoples Republic of China, Japan and the Republic of Korea, Data Bank on Asia Countries, No. 022 Feb. 1990, Chulalongkorn University Bangkok, pp. 125.
32
Santhiti gankh, a.a.O.,
33
Bangkok Post Economic Review, Mid Year 30. June 1994, pp. 17.